Re^4: II. WK: Fallschirmjäger auf Kreta
Und es ist auch eine Geschichte des Fallschirmspringens, denn
das hat im 2. WK die deutsche Armee "erfunden" (wusste ich
bisher auch nicht, d.h. ich hab mir nie darüber Gedanken
gemacht...)
Hallo,
Bereits "am 16.04.1889 liessen sich der Chef des deutschen Generalstabes ... auf dem Übungsplatz der Militärluftschifferabteilung in Berlin-Schöneberg einen Fallschirmabsprung des französischen Konstrukteurs Charles Leroux von einem Ballon, den die Luftschifferabteilung zur Verfügung gestellt hatte, vorführen."("Hurra wir Springen", W. Gericke, Seite 35). Der amerikanische General Mitchell bereitete bereits im ersten Weltkrieg den Masseneinsatz von Fallschirmspringern vor. Der wurde durch den Waffenstillstand zu einem jähen Ende gebracht. Dazu kam noch, dass er nicht ernst genommen wurde.
Bereits 1928 und 1929 fanden militärische Fallschirmabsprünge in den USA in kleinem Rahmen statt, in Italien auch.
Das eigentliche militärische Fallschirmspringen wurde in der SU entwickelt. 1935 und 1936 wurden schon Batallione und Regimenter bei Manövern abgesetzt.
Nach Tugwell: Aus der Luft ins Gefecht, 2. Auflage 1975, Stuttgart, Seite 22, waren die Deutschen schon ab den geheimen Abkommen im Gefolge der Rapallo-Verträge über die sowjetische Fallschirmspringerei recht gut informiert.
Es war keine deutsche Erfindung, nur die Deutschen haben etwas gemacht, mit dem niemand gerechnet hat. Der Blutzoll auf Kreta war jedoch sehr hoch.
Gruss
Rainer