Ziele der Aliiertin

Von: , Frage gestellt am Do, 26. Apr 2001

Kennt jemand die genauen Zielen der großen Drei auf den KOnferenz während des zweiten WEltkrieges z. B. Teheran und Jalta? War zu der Zeit der eigentliche Gegner Stalins mehr Churchíll als Roosevelt. Der hat denn Stalin doch noch recht sympatisch gefunden oder? Wie sieht es mit dem Morgenthau-Plan aus. Hatte den Roosevelt wirklich in Erwägung gezogen? Und was wurde denn noch auf der Potsdamer KOnferenz beschlossen? War nicht schon alles in Jalte geregelt worden?

Mxi Jazz

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ziele der Aliiertin

    Hallo,
    ich versuch das in groben Zügen darzustellen:
    Teheran dient der Koordinierung der strategischen Pläne.
    Weiterhin wird über die Errichtung einer zweiten Front entschieden und die Interessengebiete der beteiligten Mächte werden festgelegt. Es wird auch entschieden, dass die sowjetische Westgrenze nach dem Krieg die Curzonlinie(Ostgrenze Polens 1919) sein soll, und Polen dafür durch die Gebiete ostwäerts von Oder und Neisse eine Entschädigung erhalten soll.
    Diese Vereinbarungen haben Stalin aber nicht davon abgehalten in 08.44 Bessarabien zu annektieren.
    Der Morgenthauplan wurde auf der 2. Konferenz von Quebec von Churchill und Roosevelt akzeptiert. Es waren 14 Bestimmungen, die Deutschland auf den Status eines Agrarstaates zurückführen sollten. Er wurde in der Ursprungsform jedoch nicht durchgeführt.In verminderter Form sind diese Gedanken dann doch im Industrieplan von 1946 enthalten.
    "Exkurs: In 12.44 plädiert Churchill für die Aussiedlung der deutschen Bevölkerung ostwärts der Oder-Neisse-Linie."
    In Jalta(1945) werden die Beschlüsse von Teheran über die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen bestätigt, unter Berücksichtigung der französischen Interessen. Dazu kommen Übereinkünfte über Reparationen, Gebietsabtretungen, endgültige Anerkennung der Curzonlinie, Entwaffnung Deutschlands, Bildung eines Kontrollrates, Beschluss der Einberufung der UN zur Lösung von Weltsicherheitsfragen in San Francisco.
    Die Konferenz von Potsdam hatte folgende Ergebnisse:
    Einrichtung eines alliierten Kontrollrates in Berlin. Festlegung der Reparationsansprüche und der Demontagen, dazu deutsche Gebietsabtretungen gemäss der Beschlüsse von Jalta:
    Nordteil Ostpreussens unter sowjetische Verwaltung, der Rest der Gebiete ostwärts von Oder und Neisse unter polnische verwaltung.
    Aber eine endgültige Regelung sollte einem Friedensvertrag vorbehalten sein. Was danach geschah ist ja wohl bekannt.
    Churchill war nicht unbedingt ein Freund Stalins, er war für eine Landung auf dem Balkan um britische Interessen dort zu sichern, und um auch den russischen Expansionsgelüsten einen Riegel vorzuschieben. Aber Roosevelt war damals etwas sehr blauäugig. Ich habe ein amerikanisches Buch von 1943 von John F. Dulles über die russisch-amerikanischen Beziehungen gelesen. Darin wurde die SU als ein moderner demokratischer Staat dargestellt. Ich war nach der Lektüre leicht über die amerikanische Naivität erschüttert. Aber man muss dies auch aus der damaligen Zeit heraus verstehen. Jedes Mittel war Recht im Kampf gegen Nazi-Deutschland.
    Gruss
    Rainer [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Ziele der Aliiertin

      Danke Rainer für deine Antwort!!

  2. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Ziele der Aliiertin

    Ziele auf den Konferenzen vor Potsdam: Schwächung Deutschlands!!!! -> Teilung in einzelne Zonen

    Beide Westmächte waren eher gegen als für Stalin...
    Dennoch waren sich die Siegermächte was Deutschland anbetrifft nicht ganz einig, denn ein Streitpunkt war, wie weit die Schwächung gehen soll, ob nur wirtschaftlich, politisch...

    Auf der Konferenz von P. wurde eigentlcih alles, was man auf früheren Konferenzen gesagt hatte wieder aufgenommen... es wurde praktisch lles festgehalten bzw. einiges kam noch dazu.
    Hier folgende Bestimmungen:

    - moralische Bestimmungen:
    * Deutschland hat die alleinige Kriegsschuld!!!!
    => das schlimmste was den deutschen passieren konnte, denn sie fühlten sich auch überhaupt nich schuld daran

    - wirtscahftliche Bestimmungen:
    * Abgabe von einzelnen Gbeieten
    * entmillitariesierte Rheinzone
    * Zahlung von Reparationen und Sachleistungen (wobei keine Höhe/Wert genannt worden ist, was Vorteil für SU war, denn die zockte Deutschland gut ab!!!)
    * Internationalisierung der Flüsse
    ...
    und v.a. Einteilung in 4 Besatzungszonen, bzw. Berlin wird in 4 Sektoren geteilt.
    Jede Besatzungsmacht ist für ihre eigene Zone zuständig... denn wie schon erwähnt, es herrschte keine Einigkeit. Daher konnte jede Siegermacht machen was sie wollte und das hat die SU vollstens ausgenutzt!!!

    Am besten Du merkst die Schlagwörter:
    Demokratisierung
    Dezentralisierung
    Denazifizierung
    und das 4. weiß ich leider nicht mehr :-(

    Abschließend kann man sagen, dass die Potsdamer Konferenz nicht wirklich was gebracht hat, denn es wurde ja nicht mal die Höhe der Reparaionen festgehalten... und außerdem war da schon eine Teilung Deutschlands voraus zu sehen...


    Ich hoffe, ich konnte dir n büschen helfen

    cya


    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Ziele der Aliiertin

      Ziele auf den Konferenzen vor Potsdam: Schwächung
      Deutschlands!!!! -> Teilung in einzelne Zonen

      Beide Westmächte waren eher gegen als für Stalin...
      Dennoch waren sich die Siegermächte was Deutschland anbetrifft
      nicht ganz einig, denn ein Streitpunkt war, wie weit die
      Schwächung gehen soll, ob nur wirtschaftlich, politisch...

      Auf der Konferenz von P. wurde eigentlcih alles, was man auf
      früheren Konferenzen gesagt hatte wieder aufgenommen... es
      wurde praktisch lles festgehalten bzw. einiges kam noch dazu.
      Hier folgende Bestimmungen:

      - moralische Bestimmungen:
      * Deutschland hat die alleinige Kriegsschuld!!!!
      => das schlimmste was den deutschen passieren konnte,
      denn sie fühlten sich auch überhaupt nich schuld daran

      - wirtscahftliche Bestimmungen:
      * Abgabe von einzelnen Gbeieten
      * entmillitariesierte Rheinzone
      * Zahlung von Reparationen und Sachleistungen (wobei keine
      Höhe/Wert genannt worden ist, was Vorteil für SU war, denn die
      zockte Deutschland gut ab!!!)
      * Internationalisierung der Flüsse
      ...
      und v.a. Einteilung in 4 Besatzungszonen, bzw. Berlin wird in
      4 Sektoren geteilt.
      Jede Besatzungsmacht ist für ihre eigene Zone zuständig...
      denn wie schon erwähnt, es herrschte keine Einigkeit. Daher
      konnte jede Siegermacht machen was sie wollte und das hat die
      SU vollstens ausgenutzt!!!

      Am besten Du merkst die Schlagwörter:
      Demokratisierung
      Dezentralisierung
      Denazifizierung
      und das 4. weiß ich leider nicht mehr :-(

      Ich habe mal in einigen Geschichtsbüchern nachgeforscht, die mir aber nicht alles über die Ziele der Alliierten erzählen konnte, so wurden nur einige deiner Punkte genannt. Aber von den vier D's stand da auch was drin: Deine drei Punkte waren da aufgeführt und einmal der Punkt Demilitarisierung und der Punkt Dekartellisierung (Entflechtung der Großbetriebe) Danke für deine Antwort. Sie hat mir geholfen.

      Maxi Abschließend kann man sagen, dass die Potsdamer Konferenz
      nicht wirklich was gebracht hat, denn es wurde ja nicht mal
      die Höhe der Reparaionen festgehalten... und außerdem war da
      schon eine Teilung Deutschlands voraus zu sehen...


      Ich hoffe, ich konnte dir n büschen helfen

      cya

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Ziele der Aliiertin

        Moin!

        Ja genau, Demilitarisierung war das 4. D!!!
        Das bedeutet einfach nur, dass Deutschland alle Truppen abziehen lassen musste und dass die damalige "Wehrmacht" auf 100.000 Mann reduziert werden musste.

        Falls Du noch mehr Frage hast zu diesem Thema oder überhaupt zu Geschichte zw. 19. und 20.Jhdt. dann kannste mir ruhig persönlich neeMail schicken, ich werde sie auch umgehend und so gut ich kann beantworten. Denn ich hatte Geschichte LK und mir liegt diese Epoche auch voll, v.a. was Deutschland betrifft!!!

        CYA

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Demilitarisierung

          Das bedeutet einfach nur, dass Deutschland alle Truppen
          abziehen lassen musste und dass die damalige "Wehrmacht" auf
          100.000 Mann reduziert werden musste.
          Das war nach nach dem 1. Weltkrieg. Nach 1945 wurde die Wehrmacht auf 0 reduziert, vulgo aufgelöst.

          Demilitarissierung bedeutete aber auch eine geistige Aufgabe, unter der alles Preußische besonders leiden musste (Preußen als Symbol des Militarismus schlechthin - eine Beschuldigung, die so richtig erst Haffners "Preußen ohne Legende" zurückgewiesen hat).

          Gruß,
          Andreas

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re: Demilitarisierung

            Hallo,
            Nach 1945 wurde die Wehrmacht auf 0 reduziert, vulgo aufgelöst.
            Im Endergebnis war es so, es dauerte nur seine Zeit. Die Engländer sammelten ja alles Wehrmaterial und liessen dieses von deutschen KG wieder instandsetzen bzw. in Stand halten.
            Die Übergabe von Waffen und Gerät erfolgte in Norwegen teilweise erst etliche Wochen nach der Kapitulation. Mein Vater hatte Anfang August 1945 noch seine private Pistole. Die musste er erst abgeben, als er zur Entlassung nach Deutschland verschickt wurde.
            Minenräumverbände der Marine wurden recht bald unter alliiertem Oberbefehl wieder zum Minenräumen eingesetzt. Wenn ich mich recht entsinne, wurden einige dieser Boote auch noch von der Bundesmarine übernommen.
            Gruss
            Rainer


          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re: Demilitarisierung

            Das bedeutet einfach nur, dass Deutschland alle Truppen
            abziehen lassen musste und dass die damalige "Wehrmacht" auf
            100.000 Mann reduziert werden musste.
            Das war nach nach dem 1. Weltkrieg. Nach 1945 wurde die
            Wehrmacht auf 0 reduziert, vulgo aufgelöst.

            Nach dem 2. WK wurde das Millitär aber nicht ganz aufgelöst!!!!
            Aber Du hast recht, dass das AUCH nach dem 1.WK so war!!!
            Dass es sich auf 100.000 Mann reduzierte im 2. WK habe ich so in meinen Geschichte-LK-Unterlagen stehen... So habe ich es auch im Abi geschrieben :-)
            Es ging einfach darum, dass ein so großes Land wie Deutschland mit gerade mal 100.000 Mann eh nix anfangen kann bzw. keinen Unfug betreiben kann :-) Demilitarissierung bedeutete aber auch eine geistige Aufgabe,
            unter der alles Preußische besonders leiden musste (Preußen
            als Symbol des Militarismus schlechthin - eine Beschuldigung,
            die so richtig erst Haffners "Preußen ohne Legende"
            zurückgewiesen hat).
            Schon vor dem 2. WK gab es nix "Preußisches" mehr!!!
            Gruß China Gruß,
            Andreas

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^2: Demilitarisierung

              Nach dem 2. WK wurde das Millitär aber nicht ganz
              aufgelöst!!!!
              Jetzt interessiert mich aber doch, was das für eine Organisation gewesen sein soll. Gewöhnlich unterhalten Staaten eine Armee. Wer sollte das in Deutschland nach der Verhaftung der Regierung Dönitz gewesen sein?
              Oder zählst Du die Polizei dazu?

              Fragezeichen,
              Andreas



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