Tipps zu Wie viel Taschengeld für einen 17 Jährigen ?

Von: , Frage gestellt am Do, 9. Okt 2003

Und was soll er selber kaufen – wie macht ihr das ?

24 Antworten zu dieser Frage

        • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
          Re^3: Gleiche Frage nur 9 und 11 Jahre junge Mädel

          Hallo Wolfgang,

          unter diesem mir völlig neuen Aspekt habe ich das Taschengeld noch nie gesehen.
          Vielen Dank für die überaus interessanten Überlegungen !

          Gruß

          Heidi

          (die dieses Posting gerne schon vor ein paar Jahren gelesen hätte...)

        • Antwort von nach 10 Stunden 3 hilfreich
          Re^3: Gleiche Frage nur 9 und 11 Jahre junge Mädel

          Hallo Wolfgang,

          in diesem Alter der Kinder sehe ich es genauso. Wenn sie jedoch älter werden, werden die Ansprüche nicht nur größer sondern auch vielschichtiger. Die Umwelt wird mit anderen Augen gesehen, Protz und Neid in der Klasse, im Verein prägen die Ansprüche. Die Forderungen der Kinder werden größer an die Eltern.
          Als Elternteil muß man dann irgendwann nein sagen ..Schuhe für 170€, nur noch Markenklamotten usw. Dieses Nein habe ich bei meinen Kindern in ihren eigenen Mund gelegt Über einen Zeitraum von der 2. Klasse bis zum Beginn der Lehre habe ich beginnend mit der 3./4. Klasse das Taschengeld stufenweise erhöht. Verbunden war diese Erhöhung mit einem klar umrissenen Bedarf, welcher selbst bezahlt werden musste. Der erste Schritt waren Sachen für den Schulbedarf (ohne Bücher). Erstaunliches Ergebnis: Lineale hielten plötzlich, Füllhalter waren plötzlich nicht mehr verschollen und selbst das Papier hielt länger.
          Später dann kamen Anziehsachen, Schuhe und Fahrgeld hinzu.
          Magst Dich wundern, dass das Fahrgeld auch mit drin ist. Ganz einfach: Schulweg ca. 4 km. Kosten an Fahrgeld im Jahr: ca. 1 Fahrrad. Also wurde fast ausschließlich das Fahrrad genutzt. Billiges Rad hält bei Pflege und täglicher Nutzung bei Allwetter ca. 2 Jahre. Also 1 Fahrrad in zwei Jahren gespart
          Ich kann sagen, daß meine Kinder nunmehr in der Lage sind, auch langfristig über ein Jahr und länger hinaus ihr Geld zu planen. Betrifft Autoversicherung, Urlaub und andere größere Ausgaben neben Disco, PC, Freundin und Pizza.

          Bei einem Arbeitskollegen im mittleren Alter konnte ich sehen, wie beschäment es doch ist, wenn Monatsmitte das Geld alle ist. Er konnte nur mit vereinbarten wöchentlichen Freigaben seines Kontos durch seine Hausbank schuldenfrei bleiben. Ist zwar ein Einzelfall, aber wie viele kaufen sich durch Kataloge und vereinbaren Ratenzahlungen ohne eine Übersicht zu haben. Die Kinder werden es eden Eltern danken,daß sie in jungen Jahren finanzielle Verantwortung übernehmen mussten, auch wenn sie es gar nicht so empfanden.

          Gruß Gert

        • Antwort von nach 11 Stunden 3 hilfreich
          Re^3: Gleiche Frage nur 9 und 11 Jahre junge Mädel

          Hallo Wolfgang,

          ob Kinder übers Taschengeld richtiges Finanzgebahren lernen, will ich mal dahingestellt sein lassen (aber: kann es schaden?), aber ich finde, sie koennen anderes dabei lernen.
          Du schreibst selbst: “Taschengeld ist ein Spielzeug” – und Spielzeug, sind wir uns da einig?, ist das Werkzeug von Kindern. Es gibt natürlich nicht, das eine Spielzeug, das jedes Kind unbedingt braucht -- Kinder können das, was sie vom Taschengeld lernen, sicher auch mit anderen Mitteln lernen können. Aber: Taschengeld ist lehrfähig.

          Und was<B/> können sie lernen? Entscheidungen treffen (Will <B>ich das Eis kaufen? -- Nicht: “Mama, darf ich mir ein Eis kaufen?” und Mama trifft dann die Entscheidung), Konsequenzen (wenn ich mein Geld ausgebe, ist es weg und es kommt keins mehr nach), Unabhängigkeit (nicht fragen zu müssen). Es fallen bestimmt noch mehr Sachen ein. Aber gerade das letzte in meiner Reihe ist ja genau das, was du auch sonst in anderen Beiträgen auf diesem Brett nicht wirklich als Erziehungsziel gelten lassen willst. Das ist nämlich genau der Knackpunkt, wo wir hier des öfteren aneinandergeraten. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sagst du, sind nicht die Partner in der Erziehungs-Beziehung. Können sie aber werden – man muss nur Vertrauen in ihre Lernfähigkeit haben.

          Ich freue mich, wenn meine Kinder unabhängig von mir werden. Wenn sie z.B. mit ihren Freunden ihr Geld zusammenlegen, um eine Pizza zu kaufen (kommt manchmal vor), wenn sie sich mit Freunden auf ein Eis verabreden, wenn sie einfach lernen, Entscheidungen zu treffen und zu tragen. Und mit steigendem Alter steigt die Reichweite ihrer Entscheidungen. Deshalb kann ich ihnen auch zuhören, wenn es um weitreichendere Entscheidungen geht, kann mit ihnen reden, argumentieren, von ihnen lernen und sie von mir.

          Das alles ist nicht am Taschengeld festzumachen, da hast du recht. Ich wiederhole mich: all das können sie auch mit anderen Hilfsmitteln lernen. Aber Taschengeld ist gar nicht so schlecht als Lehr- und Lernmittel. Und dass Kinder manches erst später lernen brauchen mag stimmen, wenn es aber zu spät kommt, haben sie auch gelernt: meine Eltern nehmen mich nicht ernst und trauen mir nichts zu bzw. trauen mir nicht.

          Viele Grüße
          Elke

        • Antwort von nach 4 Tagen 3 hilfreich
          Re^3: Gleiche Frage nur 9 und 11 Jahre junge Mädel

          Hallo Wolfgang,

          kann es sein, dass Du Deine Kinder in diesem Punkt nicht ernst nimmst? Was Du häßlich findest, kann z.B. für Kinder schön sein. Es kann schon wichtig für Kinder sein, nicht nach allem die Eltern fragen zu müssen, selbst wenn man das dann bekommt.
          Wenn Kinder keine Wünsche haben, die sie mit dem Taschengeld erfüllen könnten, sind sie eindeutig materiell zu gut ausgestattet, dann ist es natürlich nur ein Spielzeug mehr.

          Ich habe als Kind mein Taschengeld meist gespart, um mir mal "was Großes" zu kaufen (Natürlich waren die Erklärungen meiner Eltern an dieser Entscheidung nicht unbeteiligt). Ich hatte kein konkretes Ziel, und habe mir dann auch nie was davon gekauft. Natürlich sind die Beträge, die ich damals erspart habe lächerlich im Vergleich zu dem, was meine Eltern für mich auf Sparbücher eingezahlt haben oder was ich geerbt habe. Was geblieben ist ist die Mentalität, das Geld zusammen zu halten, und nicht zu verleben, was Vor- und Nachteile hat.

          Aus Deinen Postings hier klingt immer wieder der Gedanke: "Dafür ist das Kind noch zu jung". Fakt ist aber, dass Erwachsenwerden ein langsamer kontinuierlicher Prozeß ist, der letztendlich mit der Geburt beginnt und nie aufhört. Natürlich machen Kinder Entwicklungsphasen durch, aber sollte man die Erfahrungen, die sie später brauchen nicht schon frühzeitig vorbereiten?

          Gruß

          Bianca

    • Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
      Re: 2 Euro / Woche

      Hallo,

      meine Tochter ist 9, mein Sohn 10. Wir halten uns an diese Empfehlungen:

      http://www.karlsruhe.de/Jugend/Kinderbuero/Kinder/ta...
      http://www.sgbviii.de/S107.html

      und geben ihnen 2 € die Woche. (Da fällt mir auf, daß ich das ein bißchen angleichen muß). Wir zahlen den beiden das Gleiche, weil sie das gerechter finden.

      Diese Geld ist für alles, was sie sich wünschen, aber nicht brauchen, sprich: Zeitschriften, Spielzeug, usw. Veranstaltungen, Klamotten, usw. werden von uns bezahlt. Gleiches gilt, wenn sie mal mit der U-Bahn fahren müssen: bei den Preisen wäre ihr Taschengeld sofort aufgebraucht.

      Hin und wieder verdienen sie sich ein Zubrot: durch Verkauf von altem Spielzeug o.Ä. Oder, wenn ich jemandem im Computerbereich ein Gefallen tue und er mir unbedingt was bezahlen möchte, wird ein Taschengeldgeschenk daraus.

      Schönen Gruß

      Sancho

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Re: Gleiche Frage nur 9 und 11 Jahre junge Mädels

      Zwei unserer Kinder hatten auch einen ganz geringen Altersunterschied (18 Monate auseinander). Nun, natürlich sollte die Ältere etwas mehr bekommen als der Jüngere.

      Wie sind dann so verfahren, dass es per Schuljahr damals DM 4,00 gab. Also in der 4. Klasse DM 16,00, in der 6. Klasse DM 20,00 pro Monat.

      Hatte auch den Vorteil, dass es natürlich keine "Gehaltserhöhung" gab, wenn die Klasse wiederholt wurde.

      Wir sind ganz gut damit gefahren.

      Gruß
      Gisela

  1. Antwort von nach 24 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wie viel Taschengeld für einen 17 Jährigen ?

    Und was soll er selber kaufen – wie macht ihr das ?
    Hast du schon mal mit deinem Sohn über seine Vorstellungen gesprochen? Dann kannste auch mit ihm verhandeln, was dir nach deinem Einkommen möglich ist.

    was meinste was dieses Gespräch lehrreich für euch beide ist.!

    Bei unserer tochter gibt es 10 euro die Woche. Es ist festgelegt, was sie von uns gekauft bekommt: 1 PrePaidKarte 15 euro, sounsoviel Hosen, Blusen, Schuhe, Jacken pro jahr, Schulausgaben u.ä. den Rest, den sie will: Jobben und/oder sparen.

    gruss

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Wie viel Taschengeld für einen 17 Jährigen ?

    Hallo,

    ich habe damals (vor 10 Jahren) 50 DM bekommen. Klammotten etc. wurden von den Eltern gekauft, allerdings keine Markenklamotten. Wenn das ein Problem ist, würde ich heute sagen, dann bekommt er eben etwas mehr Taschengeld und muß sich Klamotten selbst kaufen (hätte ich damals besser gefunden).

    Viele Grüße

    Bianca

  3. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wie viel Taschengeld für einen 17 Jährigen ?

    Ich hab damals 70 Dm im Monat bekommen, Klamotten und alles für die schule haben
    meine eltern gezahlt, den Rest wie weggehen, usw. ich. Und was soll er selber kaufen – wie macht ihr das ?

  4. Antwort von nach 6 Stunden 2 hilfreich
    Re: Wie viel Taschengeld für einen 17 Jährigen ?

    Wenn sonst nichts ist, sollte das Taschengeld für einen Jugendlichen so bemessen sein, daß schon wenige Wochenstunden Job deutlich mehr Geld bringen.

    Mit herzlichem Gruß,

    Wolfgang Berger



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