Re: Eigene Kinder abhören?
Hallo Peter,
die Idee mit dem Abhören finde ich schockierend. Grundsätzlich hat jeder Mensch ein Recht auf Privatsphäre, egal wie alt. Ich könnte mir vorstellen, dass man dazu sogar einen Gesetzestext findet.
In zwischenmenschlicher Hinsicht würde ich das als Mißbrauch von Vertrauen werten, so nach der Art von täglich Manteltaschen von Ehemann absuchen und ähnliches.
Aus der Sichtweise einer Mutter finde ich es wichtig den Abnabelungsprozess von Heranwachsenden zu fördern, mit allen Mühseligkeiten und Frustrationen, die dazu gehören. Und das geht durch weiter gesteckte Grenzsetzung, gelegentlicher Kontrolle und Bestätigung - halt so, dass Kind sich nicht mehr wie Kind vorkommt. Es ist doch auch wichtig in seinem Kind den Erwachsenen zu sehen, und ebenso durch eine gewisse Distanzwahrung zu respektieren. Deswegen geht die Liebe zu seinem Kind nicht verloren, das Verhältnis ändert sich lediglich.
Ich habe einmal gelesen, dass man seine Kinder wie seine Freunde behandeln soll. Zimmer verwanzen, das macht man mit Staatsfeinden!
Wenn man von seinen Kindern verstoßen werden will, dann ist das eine gute Idee. Ärgerlich daran ist, dass solche Eltern nicht einmal die psychischen Folgen an den Kindern selbst tragen müssen. Ich hätte da Ideen.....
Das alles war jetzt vielleicht nicht kompetent aber engagiert.
viele Grüße
grilla