Taschengeld für 18 Jährige?

Von: , Frage gestellt am Di, 11. Mär 2008

Hallo ihr Lieben ...

heute habe ich folgendes Problem anzusprechen.

Muss man einer 18 Jährigen, die die Schule am Wirtschaftsgymnasium
abgebrochen hat, um nun doch eine Lehre zu machen, Taschengeld
bezahlen? Sie bemüht sich nicht wirklich um eine Lehrstelle, die Zeit
dazu ist ja auch schon fast um. Außerdem wurde durch den Schulabbruch
die Halbwaisenrente und das Kindergeld gestrichen.
Wenn ich ihr tatsächlich Taschengeld zahlen muss, wie sähe es aus,
wenn sie einen Minijob hätte? Und wie hoch sieht ein angemessenes
Taschengeld aus?

Vielen Dank für eure zahlreichen Meinungen. Ich hoffe, wie immer
hilfreich .....

30 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 20 Minuten 1 hilfreich
    Re: Taschengeld für 18 Jährige?

    Hi Beatrix
    Tendenziell sehe ich das (anscheinend) so wie Du; will sagen:
    Man sollte die lieben großen Kinder nicht zu sehr pampern, damit die Motivation,. auf eigenen Füßen zu stehen, nicht versandet.
    Also entweder keins oder wenig Taschengeld, wenn Du mich fragst...
    Gruß,
    Branden

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Taschengeld für 18 Jährige?

      Ja so denke ich auch .... die Kleinen werden heutzutage zu viel verwöhnt. Aber wie schon oben beschrieben, ihre Therapeutin setzt ihr Flausen in den Kopf.
      Gruß an Alle und DANKE [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Taschengeld für 18 Jährige?



        Ja so denke ich auch .... die Kleinen werden heutzutage zu
        viel verwöhnt. Aber wie schon oben beschrieben, ihre
        Therapeutin setzt ihr Flausen in den Kopf.
        Gruß an Alle und DANKE
        Hallo Beatrix,

        mir schoss direkt etwas durch den Kopf als ich deine Antworten, in denen es um die Aussagen der Therapeutin ging, gelesen habe.... Bis du sicher, dass die Therapeutin das alles so gesagt hat? Oder könnte es vielleicht sein, dass deine Tochter dies erfunden hat um bei dir "leichteres Spiel" zu haben. Nur ein Gedanke.

        Gruß

        Samira

      • Antwort von nach 7 Stunden 3 hilfreich
        Re^3: Taschengeld für 18 Jährige?

        Moin,

        ich tendiere dazu kein Taschengeld zu zahlen.
        Was mich etwas irritiert: Wieso meint die therapeutin Du "musst"?
        Die Therapeutin hat dahingehend überhaupt nichts zu melden. Sie kann Empfehlungen aussprechen, mehr nicht. Die Therapeutin ist Dir gegenüber doch nicht weisungsbefugt.
        Die Anmerkung zu ihrem Zimmer sehe ich ähnlich wie Bomba. Solange keine Kakerlaken da rumtrollen ist es die Baustelle Deiner Tochter.
        Dafür haben die Kinder oder Jugendlichen ja ihr Zimmer und ihr Taschengeld. Um zu lernen wie es ist das Zimmer selbst aufzuräumen oder eben wenn Ebbe in der Kasse ist.
        Anfallende Arbeiten im Haushalt finanziell zu vergüten würde mir, zumindest bei einer volljährigen, nicht im Traum einfallen.
        Wer dort Küche und Bad nutzt macht dort genauso sauber wie alle anderen auch.
        Das gleiche gilt fürs Einkaufen und Wäsche waschen.
        Irgendwann ist Schluss. Sonst kannst Du noch in 5 Jahren (oder noch länger) für Deine Tochter putzen, waschen, einkaufen und ihr Taschengeld zahlen.
        Wenn sie sich nicht um Ausbildung oder Job kümmert, dann geht es ihr scheinbar gut genug. Klar, warum sollte man dann auch arbeiten, wenn es doch viel bequemer geht?
        Wie alles im Leben ist es ein Geben und Nehmen. Solange hier die Balance stimmt ist alles ok. Alles andere sorgt nur für Ärger und Verstimmung.
        Ich benutze jetzt mal harte Worte, die man aber bitte nicht auf die Goldwaage legen soll:
        Irgendwann muss man mal anfangen, den Arsch in die Hose stemmen und Selbstverantwortung übernehmen. Und wenn das nicht einmal ansatzweise stattfindet, dann sollte man aber das Ganze nicht noch durch vermeintliche Fürsorge oder finanzielle Zuwendungen forcieren.

        Gruss Jakob

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Taschengeld für 18 Jährige?

          Moin,

          ich tendiere dazu kein Taschengeld zu zahlen.
          Was mich etwas irritiert: Wieso meint die therapeutin Du
          "musst"?
          Die Therapeutin hat dahingehend überhaupt nichts zu melden.
          Sie kann Empfehlungen aussprechen, mehr nicht. Die Therapeutin
          ist Dir gegenüber doch nicht weisungsbefugt.
          Die Anmerkung zu ihrem Zimmer sehe ich ähnlich wie Bomba.
          Solange keine Kakerlaken da rumtrollen ist es die Baustelle
          Deiner Tochter.
          Genauso sagt es auch die Therapeutin - irgendwie verstehe ich das auch ein wenig. Ich fühle mich aber von dem aus dem Zimmer kommenden Geruch belästigt und das fehlende Geschirr in meinem Schrank führt zu ständigen Ermahnungen. Vor Kurzem habe ich es nciht mehr ausgehalten und habe nach 4 Jahren doch mal wieder, in Abwesenheit meiner tochter, das Zimmer aufgeräumt. Ich habe 3 Tage benötigt, 2 gelbe Säcke an Wertstoffmüll, halbe Tonne an Restmüll und halbe Papiertonne voll rausgetragen. Dazu kamen 4 Maschinen Wäsche und wie gesagt, 3 Tage Arbeit am STück.
          Ich bin in ihre Privatsphäre eingedrungen - ich weiß - aber danach ging es mir viel besser. Dafür haben die Kinder oder Jugendlichen ja ihr Zimmer und ihr
          Taschengeld. Um zu lernen wie es ist das Zimmer selbst
          aufzuräumen oder eben wenn Ebbe in der Kasse ist.
          Anfallende Arbeiten im Haushalt finanziell zu vergüten würde
          mir, zumindest bei einer volljährigen, nicht im Traum
          einfallen.
          Wer dort Küche und Bad nutzt macht dort genauso sauber wie
          alle anderen auch.
          Das gleiche gilt fürs Einkaufen und Wäsche waschen.
          Irgendwann ist Schluss. Sonst kannst Du noch in 5 Jahren (oder
          noch länger) für Deine Tochter putzen, waschen, einkaufen und
          ihr Taschengeld zahlen.
          Wenn sie sich nicht um Ausbildung oder Job kümmert, dann geht
          es ihr scheinbar gut genug. Klar, warum sollte man dann auch
          arbeiten, wenn es doch viel bequemer geht?
          Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann wohnt sie sicher noch mit 30 daheim und das will ich nicht. Also soll ich zusehen, wie sie um 12 noch im Bett liegt oder soll ich sie um 8 wecken und zu Bewerbungen drängen? Wie alles im Leben ist es ein Geben und Nehmen. Solange hier
          die Balance stimmt ist alles ok. Alles andere sorgt nur für
          Ärger und Verstimmung.
          Ich benutze jetzt mal harte Worte, die man aber bitte nicht
          auf die Goldwaage legen soll:
          Irgendwann muss man mal anfangen, den Arsch in die Hose
          stemmen und Selbstverantwortung übernehmen. Und wenn das nicht
          einmal ansatzweise stattfindet, dann sollte man aber das Ganze
          nicht noch durch vermeintliche Fürsorge oder finanzielle
          Zuwendungen forcieren.
          Wie recht du hast - wenn ich nur alles seinen Lauf lassen könnte, ohne einzugreifen. Als Mutter weiß man ja meist schon im Vorrasu, wie es kommt und das will man verhindern.
          Danke, danke, danke ... an Alle fleißigen Schreiber
          Gruss Jakob

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Taschengeld für 18 Jährige?

            Moin,
            Genauso sagt es auch die Therapeutin - irgendwie verstehe ich
            das auch ein wenig. Ich fühle mich aber von dem aus dem Zimmer
            kommenden Geruch belästigt und das fehlende Geschirr in meinem
            Schrank führt zu ständigen Ermahnungen.
            Da ist natürlich eine Grenze überschritten wo es andere belästigt. Somit ist die Grenze zwischen Zimmer und Rest der Räumlichkeiten nicht mehr da. Da würde ich nur so oft es geht das Fenster in ihrem Zimmer öffnen und die Tür schliessen. Beim Geschirr würde ich, heimtückisch wie ich bin, den Nachschub versiegen lassen.
            Lege Dir einen Vorrat an Geschirr für Dich beiseite. Wenn nix mehr da ist muss sie entweder abwaschen oder mit den Fingern essen. Vor Kurzem habe ich es
            nciht mehr ausgehalten und habe nach 4 Jahren doch mal wieder,
            in Abwesenheit meiner tochter, das Zimmer aufgeräumt. Ich habe
            3 Tage benötigt, 2 gelbe Säcke an Wertstoffmüll, halbe Tonne
            an Restmüll und halbe Papiertonne voll rausgetragen. Dazu
            kamen 4 Maschinen Wäsche und wie gesagt, 3 Tage Arbeit am
            STück.
            Ich bin in ihre Privatsphäre eingedrungen - ich weiß - aber
            danach ging es mir viel besser.

            Und wie ging es Deiner Tochter? Wie hat sie, wenn überhaupt, darauf reagiert?
            Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann wohnt sie sicher noch
            mit 30 daheim und das will ich nicht. Also soll ich zusehen,
            wie sie um 12 noch im Bett liegt oder soll ich sie um 8 wecken
            und zu Bewerbungen drängen?

            Ich weiss ich bin fies ;-)
            Aber morgens um 7:30Uhr vor dem Zimmer saugen und versehentlich mit der Düse ständig gegen die Tür stossen könnte helfen.
            Auf jeden Fall jeglichen Nachschub versiegen lassen und ihr das Leben, so wie sie es gerade lebt möglichst unangenehm machen.
            Wie recht du hast - wenn ich nur alles seinen Lauf lassen
            könnte, ohne einzugreifen. Als Mutter weiß man ja meist schon
            im Vorrasu, wie es kommt und das will man verhindern.
            In diesem Fall würde ich es auch nicht laufen lassen da Du mit der Situation nicht leben möchtest und auch unzufrieden mit dem Zustand bist. Viel verhindern, ja, da müht man sich. Aber irgendwann müssen die Jungs und Mädels eben Selbstverantwortung übernemen. Das geht am schnellsten wenn sie durch äussere Umstände dazu gezwungen sind.
            Wenn sie das Gefühl haben, dass die Eltern Schuld sind wird das nichts.
            Denn dann sind ja die Eltern schuld an der Situation und nicht sie selbst. Da kann man viel argumentieren, dass es so nicht weitergehen kann. Nützen wird das wenig. Es müssen wirklich äussere Umstände sein.
            Gib z.B. vor, die Waschmaschine sei kaputt (Deine Wäsche kannst Du ja waschen wenn sie nicht da ist). Sie muss erfahren dass das Leben, so wie sie es lebt, unangenehm ist. Und für die Annehmlichkeiten in einem sozialen Netz, was ja bei der Familie anfängt, muss jeder etwas beitragen.

            Gruss Jakob

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Taschengeld für 18 Jährige?


            Genauso sagt es auch die Therapeutin - irgendwie verstehe ich
            das auch ein wenig. Ich fühle mich aber von dem aus dem Zimmer
            kommenden Geruch belästigt und das fehlende Geschirr in meinem
            Schrank führt zu ständigen Ermahnungen. Vor Kurzem habe ich es
            nciht mehr ausgehalten und habe nach 4 Jahren doch mal wieder,
            in Abwesenheit meiner tochter, das Zimmer aufgeräumt. Ich habe
            3 Tage benötigt, 2 gelbe Säcke an Wertstoffmüll, halbe Tonne
            an Restmüll und halbe Papiertonne voll rausgetragen. Dazu
            kamen 4 Maschinen Wäsche und wie gesagt, 3 Tage Arbeit am
            STück.
            Ich bin in ihre Privatsphäre eingedrungen - ich weiß - aber
            danach ging es mir viel besser.


            Da hast du eindeutig eine Grenze überschritten. Warum machst du das eigentlich auf diese Art und Weise? Wäre es nicht einfacher klare Verhaltensregeln für eure Familiengemeinschaft aufzustellen? Wer sich nicht entsprechend verhält, muss halt mit den Konsequenzen, wie z.B. kein Taschengeld, rechnen. Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann wohnt sie sicher noch
            mit 30 daheim und das will ich nicht. Also soll ich zusehen,
            wie sie um 12 noch im Bett liegt oder soll ich sie um 8 wecken
            und zu Bewerbungen drängen?

            Sei mir nicht böse, aber auch hier verstehe ich nicht so ganz dein Konzept. Wie gesagt, es sollte gewisse Verhaltensregeln geben, an die sich jeder zu halten hat. Dazu würde z.B. das Aufstehen in der Woche z.B. bis um 8 gehören. Wird sich nicht daran gehalten, drohen entsprechende Konsequenzen. Genau das gleiche gilt für das Schreiben von Bewerbungen.

            Eine Gemeinschaft, wie auch eine Familie, kann nur mit bestimmten sozialen Verhaltensregeln funktioniern. Anarchien haben noch nie einen besonders guten Existenzstandpunkt gehabt.

            Gruß

            Samria

            • Antwort von nach 3 Tagen 2 hilfreich
              Re^6: Taschengeld für 18 Jährige?

              Hallo, Da hast du eindeutig eine Grenze überschritten.
              Die Grenze wurde aber vorher von der Tochter überschritten. Geruchsbelästigung außerhalb ihres Zimmers ist nicht akzeptabel. Warum machst
              du das eigentlich auf diese Art und Weise? Wäre es nicht
              einfacher klare Verhaltensregeln für eure Familiengemeinschaft
              aufzustellen? Wer sich nicht entsprechend verhält, muss halt
              mit den Konsequenzen, wie z.B. kein Taschengeld, rechnen.
              Die Frau ist 18. Außerdem hat sie wohl psychische Probleme (Depression). Da kann ein wenn-dann, wie du es vorschlägst, sehr schnell nach hinten losgehen, nämlich in totaler Verweigerung (das scheint mir sogar bereits der Fall zu sein). Die Idee "kein Taschengeld", wenn nicht XY - das kann man auf diese Weise mit jüngeren Jugendlichen machen, nicht mit Erwachsenen.
              Ich hätte diese Putzaktion wahrscheinlich im Beisein (wenn schon keine Hilfe) der Tochter veranstaltet, aber mit simpler Erpressung / Belohnungspädagogik kommt man im vorliegenden Fall, glaube ich, nicht weiter.
              Sei mir nicht böse, aber auch hier verstehe ich nicht so ganz
              dein Konzept. Wie gesagt, es sollte gewisse Verhaltensregeln
              geben, an die sich jeder zu halten hat.
              Und wie bringst du eine sich weigernde Erwachsene (denn das ist sie nunmal) dazu, sich daran zu halten? Taschengeldverweigerung schön und gut, darum gings ja in der Ausgangsfrage, wird da wahrscheinlich moniert werden, aber kaum zu einer Verhaltensänderung führen. Dazu würde z.B. das
              Aufstehen in der Woche z.B. bis um 8 gehören.
              Nochmal: wie setzt man das durch? Die Idee mit dem Radau vor ihrer Tür (hat jemand anders vorgeschlagen) würde bei meinen WE-Langschläfern lediglich bewirken, dass sie weiter unter die Decke kriechen würden. Wird sich nicht
              daran gehalten, drohen entsprechende Konsequenzen.
              Welche? Genau das
              gleiche gilt für das Schreiben von Bewerbungen.
              Die Konsequenz ist - keine Lehrstelle, keine Berufsperspektive. Da nützt ein simpler Taschengeldentzug erstmal gar nichts.
              Eine Gemeinschaft, wie auch eine Familie, kann nur mit
              bestimmten sozialen Verhaltensregeln funktioniern.
              Richtig. Wenn sich aber ein Mitglied total verweigert, dann kann man nicht mit Konzepten kommen, die für jüngere gedacht sind.
              Gäbe es hier die Diagnose Depression nicht, würde ich für hartes Durchgreifen plädieren. Da es sich um eine Krankheit handelt, halte ich mich mangels Kompetenz zurück. Meine Anmerkungen wollen nur aufzeigen, dass die Lösungsvorschläge, die die Situation auf ein vereinfachtes Schema reduzieren, hier nichts bringen.

              Gruß
              eklastic

            • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
              Re^7: Taschengeld für 18 Jährige?


              Hallo Elke,

              deine Einwände sind berechtigt. Ich hätte schon in der Kinheit und Jugend damit angefangen bestimmte Verhaltensregeln (dem Alter angepasst) einzuführen. Wenn man es nicht macht, sieht man wie in diesem Fall was dabei rauskommt. Junge Erwachsene, die meinen sie wären alleine in ihrem Universum und könnten tun und lassen was sie wollen. Das funktioniert so nunmal nicht. Dem hätte man schon viel eher entgegen wirken müssen.

              Gruß

              Samira



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!