Re^6: Taschengeld für 18 Jährige?
Hallo,
Da hast du eindeutig eine Grenze überschritten.
Die Grenze wurde aber vorher von der Tochter überschritten. Geruchsbelästigung außerhalb ihres Zimmers ist nicht akzeptabel.
Warum machst
du das eigentlich auf diese Art und Weise? Wäre es nicht
einfacher klare Verhaltensregeln für eure Familiengemeinschaft
aufzustellen? Wer sich nicht entsprechend verhält, muss halt
mit den Konsequenzen, wie z.B. kein Taschengeld, rechnen.
Die Frau ist 18. Außerdem hat sie wohl psychische Probleme (Depression). Da kann ein wenn-dann, wie du es vorschlägst, sehr schnell nach hinten losgehen, nämlich in totaler Verweigerung (das scheint mir sogar bereits der Fall zu sein). Die Idee "kein Taschengeld", wenn nicht XY - das kann man auf diese Weise mit jüngeren Jugendlichen machen, nicht mit Erwachsenen.
Ich hätte diese Putzaktion wahrscheinlich im Beisein (wenn schon keine Hilfe) der Tochter veranstaltet, aber mit simpler Erpressung / Belohnungspädagogik kommt man im vorliegenden Fall, glaube ich, nicht weiter.
Sei mir nicht böse, aber auch hier verstehe ich nicht so ganz
dein Konzept. Wie gesagt, es sollte gewisse Verhaltensregeln
geben, an die sich jeder zu halten hat.
Und wie bringst du eine sich weigernde Erwachsene (denn das ist sie nunmal) dazu, sich daran zu halten? Taschengeldverweigerung schön und gut, darum gings ja in der Ausgangsfrage, wird da wahrscheinlich moniert werden, aber kaum zu einer Verhaltensänderung führen.
Dazu würde z.B. das
Aufstehen in der Woche z.B. bis um 8 gehören.
Nochmal: wie setzt man das durch? Die Idee mit dem Radau vor ihrer Tür (hat jemand anders vorgeschlagen) würde bei meinen WE-Langschläfern lediglich bewirken, dass sie weiter unter die Decke kriechen würden.
Wird sich nicht
daran gehalten, drohen entsprechende Konsequenzen.
Welche?
Genau das
gleiche gilt für das Schreiben von Bewerbungen.
Die Konsequenz ist - keine Lehrstelle, keine Berufsperspektive. Da nützt ein simpler Taschengeldentzug erstmal gar nichts.
Eine Gemeinschaft, wie auch eine Familie, kann nur mit
bestimmten sozialen Verhaltensregeln funktioniern.
Richtig. Wenn sich aber ein Mitglied total verweigert, dann kann man nicht mit Konzepten kommen, die für jüngere gedacht sind.
Gäbe es hier die Diagnose Depression nicht, würde ich für hartes Durchgreifen plädieren. Da es sich um eine Krankheit handelt, halte ich mich mangels Kompetenz zurück. Meine Anmerkungen wollen nur aufzeigen, dass die Lösungsvorschläge, die die Situation auf ein vereinfachtes Schema reduzieren, hier nichts bringen.
Gruß
eklastic