Tipps zu Mutters Beste (Quote)

Von: , Frage gestellt am Mo, 4. Nov 2002

Was haltet ihr davon, in Kindergärten nur so viele Mädchen aufzunehmen wie Jungen, damit Mädchen später bessere Entwicklungschancen haben?

49 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
              Re^6: Mutters Beste (Quote)

              ich blättere grad zurück: für nina bin ich ein dreivierteljahr zu hause geblieben. das war vor der wende. für tim zweieinhalb jahre. es kann sein, dass ich die einzige frau bin, die für ihren sohn länger zu hause geblieben ist als für ihre tochter. das FürSieMeinenJobUnterbrechen erlebe ich nicht als opfer, auch wenn es ein massiver finanzieller einschnitt war.

          • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Mutters Beste (Quote)

            sein, hängt von der gruppe ab. aber wenn mädchen lernt
            IchBinWichtig, MeineMutterHatZeitFürMich, ist das eine nicht
            zu unterschätzende Mitgift im generationsvertrag, zu dem unter
            anderem schwangerschaft und wochenbett gehören.
            Hier wollte ich Dir eigentlich wiedersprechen und fast hätte ich es auch getan, nur jetzt bringe ich es nicht über mich.

          • Antwort von nach einem Tag 5 hilfreich
            Generatiosvertrag? nein danke!

            hallo biggi. wenn du sie in der gruppe verankern willst,
            bietest du ihnen aus der gruppe heraus halt an, wenn du sie
            fallen lassen willst, gibst du sie an die gruppe ab.
            Kinder lernen nicht das Bäume beklettern, in dem man es ihnen vormacht, sondern sie klettern läßt. Je unerfahrener ein Kind im Klettern ist, desto länger wird es von den Eltern beobachtet, und mit Sicherheit stecken deren Hände nicht in der Hosentasche, was das Kind auch spürt.
            Das ist es: Kinder machen ihre eigenen Erfahrungen, haben Instinkte, Wissensdurst und Lebenshunger. Es kann sein, dass man als Elternteil nicht weiß, was gut für das Kind ist. Also bleibt einem manchmal nur ein "machen lassen" und für sie da sein. Und darin sehe ich meinen Job als Mutter, ihnen Möglichkeiten zu bieten und sie aufzufangen, wenn ich ihr Fallen bemerke. Weil ich lebenserfahrener bin als meine Kinder, ahne ich manche Sturzgefahren im voraus, und bin in Habachtstellung. Aber ich gönne auch ihre Suche nach Grenzen und Gradwanderungen, das gehört auch zum Erleben und Erwachsen werden dazu. lasse ich es allerdings fallen, um meinen job zu machen, werde
            ich vielleicht später auch zu einem job für sie: zu einem
            pflegefall, für den sie ihre kinder zurückstellen müssen und
            dann überlegen, ob sie mich vielleicht doch lieber ins
            pflegeheim geben, um ihren kontakt zu ihren kindern nicht zu
            gefährden.
            Das wird bei mir nicht so sein. Ich wehre mich dagegen eine Verpflichtung für meine Kinder in 30-40 Jahren zu sein, nur weil ich meine Sache mal gut machte - was ich jetzt für meine Kinder tue, ist eine Selbstverständlichkeit, eine Verpflichtung für mich. Ich habe sie nicht gefragt, ob sie auf die Welt kommen wollen, also heißt das für mich, weil ich gerne Kinder wollte, sie so gut ich nur irgendwie kann, zu gesunden und eigenständigen Erwachsenen heranzuziehen, ihren Spaß am Leben aufrechtzuerhalten, solange es nötig ist.

            Und wenn sie mich pflegen wollen, weil ich Pflege brauche, dann weiß ich immer noch nicht, ob ich nicht das einen Profi machen lasse, der Geld dafür bekommt, wenn ich mir den Profi nicht leisten kann, dann geht es eben nicht. Dafür habe ich nicht Kinder geboren. aber wenn mädchen lernt
            IchBinWichtig, MeineMutterHatZeitFürMich, ist das eine nicht
            zu unterschätzende Mitgift
            das ist für alle Kinder, also auch für Jungens, geradezu lebenswichtig, egal ob Mama am Herd steht, oder halbtags in einer Praxis Geld verdient. Für das Gefühl ein Teil einer Familie zu sein (und wenn es nur Mutter und Kind ist) spielt für Kinder nicht so sehr die Rolle was und womit sich die/der Elter(n) beschäftigen, hauptsache sie gehören dazu. im generationsvertrag,
            bei diesem Wort würgt es mich. Das erinnert mich an Knicksen und Diener machen, an ein Bitte und Danke sagen. Wenn die Alten von den Jungen erwarten, dass sie für sie da sind, ist das eine einseitige Willenserklärung mit einem unterschwelligen Erpressungsversuch, in dem auf die Tränendrüse gedrückt wird: "bedenke, was ich alles für Dich getan habe....". zu dem unter
            anderem schwangerschaft und wochenbett gehören.
            wer Kinder auf die Welt bringt, hat sich eine Menge auf den Buckel geladen, wobei ich Schwangerschaft und Wochenbett in dem Zusammenhang noch mit einem lieblichen Spaziergang im Frühling vergleichen würde. Und übrig bleibt der Gedanke, wenn es mal keinen Spaß macht: "selber schuld"

            gruß
            claudia

            • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
              bitte,

              der generationsvertrag geht für mich über mehr als zwei generationen. auch außerhalb von tschetschenien gibt es hundertjährige.

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Ideale

              wenn das in Eurer Familie so funktioniert, dann kann ich Deine Vorstellungen und Ideale verstehen. auch außerhalb von tschetschenien gibt es
              hundertjährige.
              das ist ein günstiger Umstand im Ausnahmefall, wobei ich glaube, dass unsere Gesellschaft den Regelfall (man wird durchschnittlich 100 Jahre alt) nicht verkraften kann.

            • Antwort von nach 18 Tagen 0 hilfreich
              Re: Ideale

              wenn das in Eurer Familie so funktioniert, dann kann ich Deine
              Vorstellungen und Ideale verstehen.
              Nein. In meiner Familie funktioniert das leider nicht: Beide noch lebenden Urgroßmütter sind über 90 und wohnen in einer anderen Stadt. Beide sind im Pflegeheim. Das ist schon schlimm. Ich hatte allerdings nie großen Kontakt zu den beiden einzigen Überlebenden dieser Generation, da ich immer bei meinen Eltern war, nur selten bei den Eltern meiner Mutter und nie bei den Eltern meines Vaters, die schon vor langem gestorben sind. Als die Mutter meines Vaters starb, ist mein Vater allein weg gezogen. Ein Jahr später kamen wir (meine Mutter und wir Geschwister) nach.

              Die Mutter meines Ex hat ihre Schwiegermutter gepflegt. Ihre eigenen Mütter pflegen weder sie noch meine Mutter. Eine Mutter darf nicht krank werden, meinte meine Schwiegermutter mal. Da hatte sie grad einen schweren Unfall. Ich wohne zusammen mit den Schwiegereltern im Haus. Meine Eltern wohnen vier Häuser weiter. Die beiden Mütter sind sehr energisch, aber auch sehr zuverlässig. Weder Pflegefälle, noch Pfleger, aber resolute Frauen. auch außerhalb von tschetschenien gibt es
              hundertjährige.
              das ist ein günstiger Umstand im Ausnahmefall, wobei ich
              glaube, dass unsere Gesellschaft den Regelfall (man wird
              durchschnittlich 100 Jahre alt) nicht verkraften kann.
              Wenn du Alter mit Pflege gleich setzt, verstehe ich dich. Ich setzte Fern und Fremd gleich.

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Re^3: Mutters Beste (Quote)

        Was haltet ihr davon, in Kindergärten nur so viele Mädchen
        aufzunehmen wie Jungen, damit Mädchen später bessere
        Entwicklungschancen haben?
        Woraus schließt Du, daß Mädchern bessere Entwicklungschanchen
        haben, wenn die Anzahl von Buben und Mädchen identisch ist?
        das habe ich nicht gesagt.
        Doch, genau das hast Du gesagt! Lies mal, was Du schreibst! Hast Du den Eindruck, daß Mädchen derzeit schlechtere
        Entwicklungschancen haben?

        Soweit ich weiß, gibt es in den Industriestaaten mehr Mädchen
        als Buben, folglich müßten ja Mädchen leicht im Vorteil sein.

        lG

        Wolfgang
        R.

        • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
          Re^4: Mutters Beste (Quote)

          Was haltet ihr davon, in Kindergärten nur so viele Mädchen
          aufzunehmen wie Jungen, damit Mädchen später bessere
          Entwicklungschancen haben?
          Woraus schließt Du, daß Mädchern bessere Entwicklungschanchen
          haben, wenn die Anzahl von Buben und Mädchen identisch ist?
          das habe ich nicht gesagt.
          Doch, genau das hast Du gesagt! Lies mal, was Du schreibst!
          gemeinsam gelebte zeit verbindet. oft. töchter, die mütter binden, verbinden auch. schon vor der pubertät. eine intakte mutter-tochter-beziehung ist auch garant für störungsarme karrieren. eine mutter, der der sex ihres kindes gleichgültig ist, plant anders. mädchenschulen sind ein produkt dieser denke.

  1. Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
    Sagt mal....

    ...geht´s noch?

    Haben wir in diesem Land nicht andere Sorgen als dieses ständige Frauenquoten-Gesülze?
    Kinder brauchen einen Kindergartenplatz. Mehr zählt bei dieser Frage m.E. nicht.

    Grüße,

    Mathias

    • Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
      Re: Sagt mal....

      ...geht´s noch?

      Haben wir in diesem Land nicht andere Sorgen als dieses
      ständige Frauenquoten-Gesülze?
      Kinder brauchen einen Kindergartenplatz.
      nein: eltern brauchen den kindergartenplatz Mehr zählt bei dieser
      Frage m.E. nicht.

      Grüße,

      Mathias



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