Bamberger Reiter

Von: , Frage gestellt am Do, 21. Jun 2001


Hallo, Ihr Kunstexperten!

Ich weiß jetzt nicht, ob ich hier überhaupt im richtigen Brett bin, aber ich versuche es trotzdem einmal.

Kürzlich war ich auf einem Tagesausflug in Bamberg und da haben wir natürlich auch den dortigen Dom besucht. Schon bei der literarischen Vorbereitung der Fahrt war mir aufgefallen, dass der ansonsten sehr informative und zuverlässige Knaurs Kulturführer Deutschland bei der Baubeschreibung des Doms einfach nur die Existenz des Bamberger Reiters erwähnt ohne nähere Angaben dazu zu machen. Im Anschluss an den Besuch im Dom sagte man mir in der Stadt, niemand wisse, wen der Bamberger Reiter darstellen soll und wer ihn geschaffen hat. Stimmt das wirklich?

Falls Ihr mehr wisst, bedanke ich mich für Eure Antworten schon einmal recht herzlich!

Gruß

Christoph

3 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Bamberger Reiter


      Hallo Eckhard!, Hallo Thomas!

      Danke für Eure Antworten! Auch wenn man die Frage nicht sicher beantworten kann, scheint ja doch einiges auf Ungarn hinzuweisen. Bei der Bekanntheit des Bamberger Reiters hätte ich nur nicht für möglich gehalten, dass die Kunsthistoriker so tief im Dunkeln tappen. Dass die Nazis auch dieses Kunstwerk für ihre Zwecke missbraucht haben wusste ich noch nicht. Aber wundern tut es mich nicht. Es gibt ja so gut wie gar nichts, was die nicht missbraucht haben. Obwohl ich schon öfter in Magdeburg gewesen bin, ist mir das dortige Reiterstandbild noch gar nicht aufgefallen. Man wird eben schlauer.

      Gruß

      Christoph

  1. Antwort von nach 27 Minuten 0 hilfreich
    Re: Bamberger Reiter

    Im Anschluss an den Besuch im
    Dom sagte man mir in der Stadt, niemand wisse, wen der
    Bamberger Reiter darstellen soll und wer ihn geschaffen hat.
    Stimmt das wirklich?
    Das ist in der Tat so. Das Standbild ist etwa 1230 entstanden.
    Wer dargestellt ist, ist unbekannt, Allerdings gibt es Vermutungen, es sei König Stephan von Ungarn, der mit der Schwester Gisela des Domgründers Heinrich II. verheiratet war.

    Das Standbild ist u.a. deswegen so bemerkenswert, weil es - anders als andere Skulpturen dieser Zeit - die natürlichen Proportionen von Mensch und Tier wiedergibt. Eine Abbildung ist hier zu finden: http://www.uni-bamberg.de/~ba5km1/lehrstuhl/textzubi...

    Grüße
    Eckard

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