Fleisch - wieviel braucht der Mensch?

Von: , Frage gestellt am So, 3. Dez 2000

Fleisch - wieviel braucht der Mensch?

Hallo,

wieviel Fleisch braucht der Mensch zum Leben ohne irgendwelche Schäden davonzutragen?
(zum Beispiel während der Wachstumsphase)

Christian

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
    Re: Fleisch - wieviel braucht der Mensch?


    Hallo,

    der Mensch braucht überhaupt kein Fleisch. Zwar ist er (sein
    Gebiss zeigt es), entwicklungsgeschichtlich ein "Allesfresser",
    der auch Fleisch zu sich nimmt. Aber ein menschlicher Organismus
    kann auch ohne auskommen und gesund sein (was viele Vegetarier
    beweisen). Dazu ist dann allerdings nötig, genügend Milch,
    Milchprodukte und Eier zu sich zu nehmen sowie die Aufnahme von
    Getreide(produkten) und Hülsenfrüchten zu steigern. (Diese Form
    nennt sich "Ovo-Lacto-Vegetarier").
    Was nicht ausreicht, ist die reine Form der pflanzlichen
    Ernährung, strikt ohne Eier und Milch. Diese Form ("Veganer")
    verursacht Mangelerscheinungen, vor allem wegen der zu geringen
    Aufnahme von Eisen.
    Gruß
    R.B.

    • Antwort von nach 21 Stunden 2 hilfreich
      Re^2: Fleisch - wieviel braucht der Mensch?


      Hallo,

      der Mensch braucht überhaupt kein Fleisch.
      Stimmt Zwar ist er (sein
      Gebiss zeigt es), entwicklungsgeschichtlich ein
      "Allesfresser",
      der auch Fleisch zu sich nimmt.
      Stimmt auch Was nicht ausreicht, ist die reine Form der pflanzlichen
      Ernährung, strikt ohne Eier und Milch. Diese Form ("Veganer")
      verursacht Mangelerscheinungen, vor allem wegen der zu
      geringen
      Aufnahme von Eisen.
      Stimmt nicht!!!

      Ich selber bin kein Vergetarier (der Begriff Veganer ist mir ein Greuel), kenne aber einige, die nicht nur keinerlei tierische Produkte (Eier, Milch, Milchprodukte) zu sich nehmen, sondern auch nur solche, die nicht "denaturiert", also gekocht, gebraten, fermentiert, gebacken.... wurden. Sie nennen sich manchmal such Rohkostler. Ein Freund meines Vaters z.B. lebt seit ich glaube fast 55 Jahren als Rohkostler und wenn es Mangelerscheinungen geben sollte, müßten sie eigentlich bei ihm zu sehen sein. Tun sie aber nicht!
      Was aber auf jeden Fall zu beachten ist, daß die Kostzusammenstellung stimmt.

      Ganz nebenbei wird das Eisen, das mit tierischen Produkten zu sich genommen wird im günstigsten Fall zu 10 % aufgenommen und auch nur dann, wenn genügend Cofaktoren vorhanden sind, die hauptsächlich in Pflanzen vorkommen (u.A. Vitamin C ). Der Körper kann nämlich nur zweiwertiges Eisen aufnehmen, das meiste Eisen liegt aber in dreiwertiger Form vor.

      Gandalf

      dermäßigfleischißt

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Re^3: Im Fleisch schon ;-)

        Ganz nebenbei wird das Eisen, das mit tierischen Produkten zu
        sich genommen wird im günstigsten Fall zu 10 % aufgenommen und
        auch nur dann, wenn genügend Cofaktoren vorhanden sind, die
        hauptsächlich in Pflanzen vorkommen (u.A. Vitamin C ). Der
        Körper kann nämlich nur zweiwertiges Eisen aufnehmen, das
        meiste Eisen liegt aber in dreiwertiger Form vor.

        Hi Gandalf
        Säugetiere verwerten Eisen als zweiwertiges, also ist es auch im Fleisch zweiwertig.
        Die schlechte Resorption kenne ich von pflanzlichem Eisen in Blattgemüse oder Hülsenfrüchten oder Trockenobst, da hilft tatsächlich Vitamin C.
        Wichtig ist auch Vitamin B 12, gerade für Kinder im Wachstum, das findet sich in pflanzlicher Nahrung überhaupt nicht, außer in Sauerkraut oder Bier, wohl eher nicht so gut für Kinder ;-).
        Sollte man unbedingt ergänzen, sonst führt ein Mangel zu Anaemie und Rückenmarkschädigung.
        Gruß
        Rainer

        • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
          Re^4: Im Fleisch schon ;-)

          Säugetiere verwerten Eisen als zweiwertiges, also ist es auch
          im Fleisch zweiwertig.
          Im lebenden Fleisch schon, aber in genußfähigem (mithin geschlachtet totem) Fleisch liegt fast alles Eisen in oxidierter, dreiwertiger Form vor. Die schlechte Resorption kenne ich von pflanzlichem Eisen in
          Blattgemüse oder Hülsenfrüchten oder Trockenobst, da hilft
          tatsächlich Vitamin C.
          Wie oben, in toten pflanzen liegt das Eisen eben auch in dreiwertiger Form vor, da wird weder im einen wie anderen Fall eine Extrawurst gebraten. Wichtig ist auch Vitamin B 12, gerade für Kinder im Wachstum,
          das findet sich in pflanzlicher Nahrung überhaupt nicht, außer
          in Sauerkraut oder Bier, wohl eher nicht so gut für Kinder
          ;-).
          Ein Gutteil des Vitamin B12 wird in der gesunden(!) Darmflora bei geeigneter Nahrung (muß Cobalt enthalten) durch Darmbakterien gebildet. Dazu muß aber eine gewisse Mindestverweilzeit im Darm gewährleistet sein, was bei Ballaststoffreicher Kost aber normalerweise gegeben ist.

          Gandalf

          wie gesagt kein Vegetarier

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Fleisch - wieviel braucht der Mensch?

        Was nicht ausreicht, ist die reine Form der pflanzlichen
        Ernährung, strikt ohne Eier und Milch. Diese Form ("Veganer")
        verursacht Mangelerscheinungen, vor allem wegen der zu
        geringen
        Aufnahme von Eisen.
        Stimmt nicht!!!

        Ich selber bin kein Vergetarier (der Begriff Veganer ist mir
        ein Greuel), kenne aber einige, die nicht nur keinerlei
        tierische Produkte (Eier, Milch, Milchprodukte) zu sich
        nehmen, sondern auch nur solche, die nicht "denaturiert", also
        gekocht, gebraten, fermentiert, gebacken.... wurden. Sie
        nennen sich manchmal such Rohkostler. Ein Freund meines Vaters
        z.B. lebt seit ich glaube fast 55 Jahren als Rohkostler und
        wenn es Mangelerscheinungen geben sollte, müßten sie
        eigentlich bei ihm zu sehen sein. Tun sie aber nicht!
        Was aber auf jeden Fall zu beachten ist, daß die
        Kostzusammenstellung stimmt.

        Die Behauptung, dass Veganer auf Dauer an Mangelerescheinungen
        leiden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist
        vielfältig in der ernährungswissenschaftlichen Literatur zu
        finden. Wurde mir auch in diversen Interviews/Unterhaltungen (z.
        B. mit Prof. Leitzmann, mit einer Vertreterin des britischen
        Gesundheitsministeriums, beide meines Wissens sogar selbst
        vegetarisch lebend) bestätigt. Wenn es einzelne Veganer gibt, die
        "gesund aussehen", ist das noch kein Grund, diese Aussage
        anzuzweifeln. Viele nehmen das Fehlende (zum Teil heimlich) in
        anderer Form (Tabletten) zu sich.
        Gruß
        R.B.
        der eigentlich viel zu viel Fleisch isst

        • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
          Re^4: Fleisch - wieviel braucht der Mensch?

          Die Behauptung, dass Veganer auf Dauer an Mangelerescheinungen
          leiden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist
          vielfältig in der ernährungswissenschaftlichen Literatur zu
          finden. Wurde mir auch in diversen Interviews/Unterhaltungen
          (z.
          B. mit Prof. Leitzmann, mit einer Vertreterin des britischen
          Gesundheitsministeriums, beide meines Wissens sogar selbst
          vegetarisch lebend) bestätigt. Wenn es einzelne Veganer gibt,
          die
          "gesund aussehen", ist das noch kein Grund, diese Aussage
          anzuzweifeln.
          In der Fachliteratur (nicht nur der über Ernährung) steht nicht immer nur völlig vernünftiges, sondern es werden auch Glaubenssätze zum besten gegeben. EIner ist eben der, daß reine Vegetarier nicht gesund leben können. Aber nimm einmal die vielen Menschen, die auf Glaubensgründen oder schlicht und ergreifend aus Gründen der Armut keine tierischen Produkte zu sich nehmen. In Deutschland war es bis vor ca. 150 - 200 Jahren so, das Fleisch (Eier Milch...) für viele blanker Luxus waren und viele ob sie nun wollten oder nicht Vegetatier waren. Dann traten nur dann Mangelerscheinungen auf, wenn auch diese Nahrung im Mangel vorhanden war. Allerdings war die Vielfalt der pflanzlichen Produkte ungleich größer als heute, über 90 % der damals angebauten Gemüsesorten sind inzwischen vergessen oder die Samen lagern nur noch in botanischen Sammlungen.


          Viele nehmen das Fehlende (zum Teil heimlich)
          in
          anderer Form (Tabletten) zu sich.
          Das ist eine Unterstellung, die erst einmal zu beweisen ist!!!
          Zumal Menschen, die sich noch nicht einmal vernünftige Nahrung leisten können, kaum Geld in den Erwerb von irgendwelchen Pillen investieren.

          Gandalf

          • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
            Re^5: Fleisch - wieviel braucht der Mensch?

            Die Behauptung, dass Veganer auf Dauer an Mangelerescheinungen
            leiden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist
            vielfältig in der ernährungswissenschaftlichen Literatur zu
            finden. Wurde mir auch in diversen Interviews/Unterhaltungen
            (z.
            B. mit Prof. Leitzmann, mit einer Vertreterin des britischen
            Gesundheitsministeriums, beide meines Wissens sogar selbst
            vegetarisch lebend) bestätigt. Wenn es einzelne Veganer gibt,
            die
            "gesund aussehen", ist das noch kein Grund, diese Aussage
            anzuzweifeln.
            In der Fachliteratur (nicht nur der über Ernährung) steht
            nicht immer nur völlig vernünftiges, sondern es werden auch
            Glaubenssätze zum besten gegeben. EIner ist eben der, daß
            reine Vegetarier nicht gesund leben können.
            Ich habe mich auf die überwiegende Meinung Ernst zu nehmender
            Wissenschaftler bezogen, zudem zwei Quellen (eine ist ein
            anerkannter Fachmann auf dem Gebiet, die andere gar sozusagen
            eine "staaatliche" Aussage). Du hast bis jetzt mit einem Freund
            Deines Vaters als Beleg operiert. Aber nimm einmal
            die vielen Menschen, die auf Glaubensgründen oder schlicht und
            ergreifend aus Gründen der Armut keine tierischen Produkte zu
            sich nehmen.
            Wer arm ist und sich deshalb auch nicht ausgewogen ernähren kann,
            hat auch Mangelerscheinungen. In Deutschland war es bis vor ca. 150 - 200
            Jahren so, das Fleisch (Eier Milch...) für viele blanker Luxus
            waren und viele ob sie nun wollten oder nicht Vegetatier
            waren.
            Fleisch war Luxus, das stimmt. Aber es ist nicht so, dass es
            niemals gegessen wurde (wenig davon reicht ja). Zu Festtagen
            wurde schon mal ein Huhn geschlachtet oder man bekam vom Nachbarn
            was ab. Man darf nicht vergessen, dass damals viele, auch in den
            Städten, sich Kleinvieh und Geflügel gehalten haben. Und Eier und
            Milch gab's auch hie und da. Wer so arm war, dass er sich all das
            auch nicht wenige Male leisten konnte - s.o. Dann traten nur dann Mangelerscheinungen auf, wenn auch
            diese Nahrung im Mangel vorhanden war.
            Kann man das trennen, wen Mangel an allem herrscht, woher die
            Mangelerscheinungen dann kommen? Allerdings war die
            Vielfalt der pflanzlichen Produkte ungleich größer als heute,
            über 90 % der damals angebauten Gemüsesorten sind inzwischen
            vergessen oder die Samen lagern nur noch in botanischen
            Sammlungen.
            Das ist allerdings richtig. Es ist eine Schande, was da alles
            verkommen ist! Viele nehmen das Fehlende (zum Teil heimlich)
            in
            anderer Form (Tabletten) zu sich.
            Das ist eine Unterstellung, die erst einmal zu beweisen ist!!!
            Zumal Menschen, die sich noch nicht einmal vernünftige Nahrung
            leisten können, kaum Geld in den Erwerb von irgendwelchen
            Pillen investieren.
            Diese Aussage ist auch nicht von mir, ich weiß aber leider nicht
            mehr, wo ich sie gelesen habe. Es kamn in strengen Unetrsuchungen
            heraus. Und es betraf ja nicht Armuts-Vegetarier, sondern Veganer
            (die sich selbst so nennen), die aus Weltanschauungsgründen sich
            für diese Form der Lebensweise entschieden haben und merkten,
            wenn sie Zusatzstoffe nehmen, dass es ihnen besser geht und dass
            ihr Programm besser durchzuhalten ist. Das ist ja auch nicht
            verwerflich, wenn ich mich zum Besipiel zum Veganertum
            entschieden habe, weil ich besonders tierfreundlich handeln will.
            Dann kann ich mir ja ruhig Eisen in Tablettenform zuführen.

            Ich finde es ein bisschen seltsam, dass sich hier zwei
            Nicht-Vegetarier über Sinn oder Unsinn von extremen Formen dieser
            Ernährung die Köpfe heiß reden (wenn ich mich recht erinnere,
            hatten wir diese Diskussion schon einmal). Jeder kann sich ja das
            reintun, was er meint, dass gut für ihn ist. Ob es nicht gut ist,
            was andere zu sich nehmen, brauchte uns eigentlich nicht so
            furchtbar zu beschäftigen. Ich habe nur mal kund getan, was ich
            so darüber weiß, und da das jetzt alles ist, möchte ich auch
            diese Diskussion beenden (die wie so viele, wo "Glaubensfragen"
            eine Rolle spielen, doch fruchtlos endet). Du darfst gerne das
            letzte Wort haben.
            Gruß
            R.B.

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