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Re^5: Fleisch - wieviel braucht der Mensch?
Die Behauptung, dass Veganer auf Dauer an Mangelerescheinungen
leiden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist
vielfältig in der ernährungswissenschaftlichen Literatur zu
finden. Wurde mir auch in diversen Interviews/Unterhaltungen
(z.
B. mit Prof. Leitzmann, mit einer Vertreterin des britischen
Gesundheitsministeriums, beide meines Wissens sogar selbst
vegetarisch lebend) bestätigt. Wenn es einzelne Veganer gibt,
die
"gesund aussehen", ist das noch kein Grund, diese Aussage
anzuzweifeln.
In der Fachliteratur (nicht nur der über Ernährung) steht
nicht immer nur völlig vernünftiges, sondern es werden auch
Glaubenssätze zum besten gegeben. EIner ist eben der, daß
reine Vegetarier nicht gesund leben können.
Ich habe mich auf die überwiegende Meinung Ernst zu nehmender
Wissenschaftler bezogen, zudem zwei Quellen (eine ist ein
anerkannter Fachmann auf dem Gebiet, die andere gar sozusagen
eine "staaatliche" Aussage). Du hast bis jetzt mit einem Freund
Deines Vaters als Beleg operiert.
Aber nimm einmal
die vielen Menschen, die auf Glaubensgründen oder schlicht und
ergreifend aus Gründen der Armut keine tierischen Produkte zu
sich nehmen.
Wer arm ist und sich deshalb auch nicht ausgewogen ernähren kann,
hat auch Mangelerscheinungen.
In Deutschland war es bis vor ca. 150 - 200
Jahren so, das Fleisch (Eier Milch...) für viele blanker Luxus
waren und viele ob sie nun wollten oder nicht Vegetatier
waren.
Fleisch war Luxus, das stimmt. Aber es ist nicht so, dass es
niemals gegessen wurde (wenig davon reicht ja). Zu Festtagen
wurde schon mal ein Huhn geschlachtet oder man bekam vom Nachbarn
was ab. Man darf nicht vergessen, dass damals viele, auch in den
Städten, sich Kleinvieh und Geflügel gehalten haben. Und Eier und
Milch gab's auch hie und da. Wer so arm war, dass er sich all das
auch nicht wenige Male leisten konnte - s.o.
Dann traten nur dann Mangelerscheinungen auf, wenn auch
diese Nahrung im Mangel vorhanden war.
Kann man das trennen, wen Mangel an allem herrscht, woher die
Mangelerscheinungen dann kommen?
Allerdings war die
Vielfalt der pflanzlichen Produkte ungleich größer als heute,
über 90 % der damals angebauten Gemüsesorten sind inzwischen
vergessen oder die Samen lagern nur noch in botanischen
Sammlungen.
Das ist allerdings richtig. Es ist eine Schande, was da alles
verkommen ist!
Viele nehmen das Fehlende (zum Teil heimlich)
in
anderer Form (Tabletten) zu sich.
Das ist eine Unterstellung, die erst einmal zu beweisen ist!!!
Zumal Menschen, die sich noch nicht einmal vernünftige Nahrung
leisten können, kaum Geld in den Erwerb von irgendwelchen
Pillen investieren.
Diese Aussage ist auch nicht von mir, ich weiß aber leider nicht
mehr, wo ich sie gelesen habe. Es kamn in strengen Unetrsuchungen
heraus. Und es betraf ja nicht Armuts-Vegetarier, sondern Veganer
(die sich selbst so nennen), die aus Weltanschauungsgründen sich
für diese Form der Lebensweise entschieden haben und merkten,
wenn sie Zusatzstoffe nehmen, dass es ihnen besser geht und dass
ihr Programm besser durchzuhalten ist. Das ist ja auch nicht
verwerflich, wenn ich mich zum Besipiel zum Veganertum
entschieden habe, weil ich besonders tierfreundlich handeln will.
Dann kann ich mir ja ruhig Eisen in Tablettenform zuführen.
Ich finde es ein bisschen seltsam, dass sich hier zwei
Nicht-Vegetarier über Sinn oder Unsinn von extremen Formen dieser
Ernährung die Köpfe heiß reden (wenn ich mich recht erinnere,
hatten wir diese Diskussion schon einmal). Jeder kann sich ja das
reintun, was er meint, dass gut für ihn ist. Ob es nicht gut ist,
was andere zu sich nehmen, brauchte uns eigentlich nicht so
furchtbar zu beschäftigen. Ich habe nur mal kund getan, was ich
so darüber weiß, und da das jetzt alles ist, möchte ich auch
diese Diskussion beenden (die wie so viele, wo "Glaubensfragen"
eine Rolle spielen, doch fruchtlos endet). Du darfst gerne das
letzte Wort haben.
Gruß
R.B.