Re^3: Pizza, Döner, Kaffee
(Autor: l e h і t r a o t, Antwort nach 9 Tagen, 11 h, 44 Min)
hi fritz,
grüße
lehitraot.
Ich halte nicht viel davon, eine Variation der
Fladenbrotgerichte auf eine „Volk“ oder eine „Region“ zurück
zu führen.
ok, araber gibts nicht sooo lange, aber das fladenbrot ist schon ein typisches wüstengericht. es ist schnell zubereitet, ohne großen aufwand und mit einfachsten zutaten - perfekt für nomadenvölker. die authentischsten fladenbrote machen wahrscheinlich die beduinen. ich bin halt von den bezeichnungen ausgegangen wie ich sie kenne. und die sind alle arabisch.Fladenbrotgerichte auf eine „Volk“ oder eine „Region“ zurück
zu führen.
Ich frage in den "ausländischen" Lokalen gern,
ja, ich rede ja nicht von solchen lokalen, sondern von den ländern selbst ;-) zufällig lebe ich in so einem "oreganofleischtaschenland". mit deutschen touristen habe ich nur am rande zu tun (und die wollen eh nur ihr schnitzel und regen sich dann auf, daß es kein schwein gibt *g*)
warum das eine
Calzone, das andere Pita,
calzone und pitta schmecken doch totaaaaaal verschieden! ;)Calzone, das andere Pita,
grüße
lehitraot.
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Hallo Gandalf, hallo Lehi!
(Autor: F r і t z R u p р r i c һ t, Antwort nach 10 Tagen, 11 h, 32 Min)
Hallo, Gandalf,
deine Geschichte halte ich nicht für unmöglich, da die Immigranten aus Italien bestimmt schon 100 Jahre in den USA Pizza bereitet hatten, als die GIs nach Italien kamen.
Hallo, Lehi,
so hätten wir aneinenader vorbei geredet. Halte mir zu Gute, dass wir vom Sirtaki ausgingen, der - so scheint es - eine Adaptierung von etwas Original Griechischem an die internationale, Hollywood orientierte Wischiwaschi-Kultur darstellt.
Diese Adaptierung habe ich eben auch in der in Deutschland und bei Deutschen üblichen "Restaurant-Szeeeen" geseeeen.
Noch ein Beispiel: Ich kam und komme bisweilen nach Ungarn, weil ich dort noch Verwandte habe. Dort lernte ich den "Egri bikaver" kennen, einen schweren, erdigen Rotwein. Eger heißt auf Deutsch "Erlau", bikaver aber "Stierblut" und der Name passt zu dem Wein. Und man bekam ihn damals nur in Ungarn.
Wie freute ich mich also, als ich eines Tages in den Regalen Tengelmanns in Tübingen "Erlauer Stierblut" fand. Und wie habe ich den Wein ausgespukt, als ich ihn zu Hause trank. Sie hatten ihn für den Export "geschönt", sprich gezuckert.
Meine Mitbewohner, denen ich den Wein dann anbot, weil ich ihn nicht trinken wollte, und ich sagte ihnen, dass das kein ungarischer Wein sei, tranken ihn mit Genuss als ungarischen Wein.
Seither habe ich ein Gran Verständnis für Engländer, die glauben, Liebfrauenmilch sei Wein.;-)
Gruß Fritz
deine Geschichte halte ich nicht für unmöglich, da die Immigranten aus Italien bestimmt schon 100 Jahre in den USA Pizza bereitet hatten, als die GIs nach Italien kamen.
Hallo, Lehi,
so hätten wir aneinenader vorbei geredet. Halte mir zu Gute, dass wir vom Sirtaki ausgingen, der - so scheint es - eine Adaptierung von etwas Original Griechischem an die internationale, Hollywood orientierte Wischiwaschi-Kultur darstellt.
Diese Adaptierung habe ich eben auch in der in Deutschland und bei Deutschen üblichen "Restaurant-Szeeeen" geseeeen.
Noch ein Beispiel: Ich kam und komme bisweilen nach Ungarn, weil ich dort noch Verwandte habe. Dort lernte ich den "Egri bikaver" kennen, einen schweren, erdigen Rotwein. Eger heißt auf Deutsch "Erlau", bikaver aber "Stierblut" und der Name passt zu dem Wein. Und man bekam ihn damals nur in Ungarn.
Wie freute ich mich also, als ich eines Tages in den Regalen Tengelmanns in Tübingen "Erlauer Stierblut" fand. Und wie habe ich den Wein ausgespukt, als ich ihn zu Hause trank. Sie hatten ihn für den Export "geschönt", sprich gezuckert.
Meine Mitbewohner, denen ich den Wein dann anbot, weil ich ihn nicht trinken wollte, und ich sagte ihnen, dass das kein ungarischer Wein sei, tranken ihn mit Genuss als ungarischen Wein.
Seither habe ich ein Gran Verständnis für Engländer, die glauben, Liebfrauenmilch sei Wein.;-)
Gruß Fritz
Re^3: Pizza, Döner, Kaffee
(Autor: G а n d а l f, Antwort nach 9 Tagen, 17 h, 51 Min)
Hallo Fritz,
du gehst den Sachen tiefer auf den Grund als ich. Ich
betrachte die letzten fünfzig Jahre, in denen sich die
Deutschen zu Gurnemanen ausgebildet haben.
mein Vater erzählte gerne folgende Geschichte:
1944 ging ein amerikanischer Soldat in Neapel von Bord und kam nach einiger Zeit freudestrahlend wieder, mit den Worten:
'Die sind gar nicht so rückständig hier, die haben sogar Pizza'
wenns nicht stimmt, ists wenigstens schön erfunden.
Gandalf
du gehst den Sachen tiefer auf den Grund als ich. Ich
betrachte die letzten fünfzig Jahre, in denen sich die
Deutschen zu Gurnemanen ausgebildet haben.
1944 ging ein amerikanischer Soldat in Neapel von Bord und kam nach einiger Zeit freudestrahlend wieder, mit den Worten:
'Die sind gar nicht so rückständig hier, die haben sogar Pizza'
wenns nicht stimmt, ists wenigstens schön erfunden.
Gandalf
Re: Sirtaki
(Autor: А n d r e а s, Antwort nach 1 Tag, 18 h, 40 Min)
Ich habe mal gehört, dass der Sirtaki eine reine Erfindung
Hollywoods ist (Alexis Sorbas). Stimmt das denn?
Hallo,Hollywoods ist (Alexis Sorbas). Stimmt das denn?
wer hat diesen Unfug erzählt? - Selbstverständlich ist der Sirtaki ein originärer griechischer Tanz, wie ich durch folgende Geschichte leicht belegen kann:
Während eines einwöchigen, völlig verregneten Urlaubs auf der schönen griechischen Sporaden-Insel Skiathos suchte ich eines Abends im Jahr Neunzehnhundertblumenkohl Schutz in der Taverne "Ouzeri Kampoureli Asprolithos" (oder so ähnlich).
Viele Einheimische waren in dieser Schenke - jedenfalls hinter der Theke. Ansonsten konnte ich erstaunlicherweise nur Touristen entdecken, aber das war wohl ein blanker Zufall. - Plötzlich lud der Wirt seine Gäste zu einem Tanz ein, und wer hätte es gedacht: Genau, es war ein Original-Sirtaki. Nichts Gefälschtes, kein Touristen-Amüsement, sondern der Sirtaki, wie ihn die Hellenen seit vielen Jahrtausenden fröhlich tanzen.
Zuerst liess ich mich nur zögerlich auf die Aufforderung ein, man will sich ja nicht aufdrängen, doch nach einigen Minuten fühlte ich mich schon viel beschwingter. - Dazu muss man wissen, dass der Grieche nach jeweils einer Minute Sirtaki-Tanz traditionell immer ein Glas Ouzo zu sich nimmt. So sagte jedenfalls der freundliche Gastwirt, und der muss es schliesslich am Besten wissen. Natürlich habe ich mich den landestypischen Bräuchen sofort angepasst.
Ich will die Geschichte abkürzen: Während der nächsten zwei Stunden habe ich mich zu einem furiosen Sirtaki-Tänzer entwickelt, der seine Beine plötzlich höher schleudern konnte als jedes Can-Can-Girl (um an dieser Stelle auch ein Mal den Bezug zum Beitrag von Fritz zu finden).
Lohn der redlichen Mühe war eine farbenfrohe Urkunde, auf der handschriftlich mein Name eingetragen war unter dem allessagenden Titel: "Greek Sirtaki Dancing Diploma".
Das ist der Beweis: Es gibt ihn doch, den Sirtaki!
Am nächsten Morgen habe ich die Insel fluchtartig und mit schlimmen Kopfschmerzen, die ich mir bis heute nicht erklären kann, verlassen. - Zuviel Tanzen macht wahrscheinlich schwindelig.
Hoppa,
Andreas
*lol*
(Autor: W ο l f g а n g, Antwort nach 1 Tag, 19 h, 44 Min)
Hallo Andreas,
Der Tanz ist eigentlich eine Kombination aus zwei traditionellen griechischen Tänzen: dem Hasapiko und dem Hasaposerviko. In dieser Kombination und unter diesem Namen gibt es ihn aber erst seit "Alexis Sorbas".
W.
Plötzlich lud der Wirt seine Gäste zu einem Tanz ein, und wer
hätte es gedacht: Genau, es war ein Original-Sirtaki.
Nichts Gefälschtes, kein Touristen-Amüsement, sondern
der Sirtaki, wie ihn die Hellenen seit vielen
Jahrtausenden fröhlich tanzen.
Und das hat dir der Wirt auch mit jahrtausende-alten Video-Aufnahmen bewiesen, oder wie? Oh Mann, deutschen Touris kann man aber auch alles erzählen! *grins*hätte es gedacht: Genau, es war ein Original-Sirtaki.
Nichts Gefälschtes, kein Touristen-Amüsement, sondern
der Sirtaki, wie ihn die Hellenen seit vielen
Jahrtausenden fröhlich tanzen.
Der Tanz ist eigentlich eine Kombination aus zwei traditionellen griechischen Tänzen: dem Hasapiko und dem Hasaposerviko. In dieser Kombination und unter diesem Namen gibt es ihn aber erst seit "Alexis Sorbas".
W.
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