Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

Von: , Frage gestellt am Di, 16. Jan 2007

Hallo Allerseits,

Oberasi hat sich bei seinem letzten Thema bemüht, seinem Namen gerecht zu werden. Wenn man aber das Thema ernsthaft angeht, lassen sich vielleicht eine sinnvollen Maßnahme realisieren.

Solche Maßnahmen könnten Stipendien für junge Menschen aus Entwicklungsländer sein, entweder für die Mittelstufe oder für das Studium hier in Deutschland. Die gut ausgebildeten Menschen können nun in ihre Heimatländern zurückkehren. Und wenn ein Teil dieser Menschen hierbleibt, ist es auch nicht schlecht. Solche Maßnahmen lassen sich gut skalieren. Mit den Bedingungen, an denen die Stipendien gekoppelt sind, hat man Steuerungsmöglichkeiten.

Was haltet ihr davon?

Gruß
Carlos

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

    Guten Morgen, Oberasi hat sich bei seinem letzten Thema bemüht, seinem Namen
    gerecht zu werden. Wenn man aber das Thema ernsthaft angeht,
    lassen sich vielleicht eine sinnvollen Maßnahme realisieren.
    na ja, ob da wer seinem Namen gerecht wird lassen wir mal dahingestellt. So unrecht hat er ja nu nich ... solche Rechnung werden hin und wieder auch in politischen Sendungen z.B. von dem allseits beliebten Volker Pispers aufgestellt. Warum jedes Paar seine eigenen Kindern haben muss und in Afrika Kinder zu Millionen sterben, könnte man ja mal in einem anderen Brett klären. Solche Maßnahmen könnten Stipendien für junge Menschen aus
    Entwicklungsländer sein, entweder für die Mittelstufe oder für
    das Studium hier in Deutschland. Die gut ausgebildeten
    Menschen können nun in ihre Heimatländern zurückkehren. Und
    wenn ein Teil dieser Menschen hierbleibt, ist es auch nicht
    schlecht. Solche Maßnahmen lassen sich gut skalieren. Mit den
    Bedingungen, an denen die Stipendien gekoppelt sind, hat man
    Steuerungsmöglichkeiten.
    Gratuliere, Du hast eine gute Idee. Ist schon a weng alt aber gut.

    Gibt es eigentlich schon seit 1921 bzw. 1949 und wurde von einem Herrn Carl Duisberg (war mal Chefe von Bayer, Leverkusen) ins Leben gerufen bzw. nach ihm dann benannt. Auch die DSE (Deutsche Stiftung für internationale Zusammenarbeit) war darin tätig. Heute gibt es dafür die Inwent ...

    Problem an der Sache (CDG) war, dass immer wieder dieselben Leute in verschiedenen Ländern zu einer 2-x jährigen Ausbildung/Studium ihr Land verliessen und immer weniger wieder nach dort zurückgingen. Auch sahen die dort nicht ihre Aufgabe in der Weiterbildung ihrer Mitmenschen sondern darin, selbst die eine oder andere Mark auf Seite zu bringen.
    Die Gelder die diese Studenten bekamen, flossen sicherlich hauptsächlich in die Deutsche Wirtschaft ..... (ich habe z.B. viele Jahre Unterkünfte an diese Studenten vermietet).

    Also, Glückwunsch für die Erfindung einer 80 Jahre alten Einrichtung :-))).

    Gruss vom
    Roger





    Was haltet ihr davon?

    Gruß
    Carlos

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Re^2: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

      hi na ja, ob da wer seinem Namen gerecht wird lassen wir mal
      dahingestellt
      ich bemühe mich So unrecht hat er ja nu nich ...
      mir geht es eigentlich nie drum ob ich recht hab oder nicht...mich interessiert vielmehr ob etwas RICHTIG oder FALSCH ist... wenn RICHTIG warum?? wenn FALSCH, was is die RICHTIGE variante? solche Rechnung werden hin und wieder auch in politischen Sendungen
      z.B. von dem allseits beliebten Volker Pispers aufgestellt.
      Warum jedes Paar seine eigenen Kindern haben muss und in
      Afrika Kinder zu Millionen sterben, könnte man ja mal in einem
      anderen Brett klären.
      habe nie den einprüch erhoben als erster/einziger die idee zu haben..diese idee ist leider erst was wert wenn die bundesregierung einen unternehmensberater lossickt für eine neue problemlösung...der diese als *seine eigene* verkauft...sagen wir mal zu einem preis von 150mio € für die 1. etappe des projektes europa-afrika rentenhilfe... Solche Maßnahmen könnten Stipendien für junge Menschen aus
      Entwicklungsländer sein, entweder für die Mittelstufe oder für
      das Studium hier in Deutschland. Die gut ausgebildeten
      Menschen können nun in ihre Heimatländern zurückkehren. Und
      wenn ein Teil dieser Menschen hierbleibt, ist es auch nicht
      schlecht. Solche Maßnahmen lassen sich gut skalieren. Mit den
      Bedingungen, an denen die Stipendien gekoppelt sind, hat man
      Steuerungsmöglichkeiten.
      ich würde lieber folgendes machen...
      der katholischen kirche genug mittel zur verfügung stellen damit sie dort in jedem dorf n kindergarten und grundschule einrichten...per scouting ab der 5ten klasse die schüler selektieren...alle in ein zentral gelegenes deutsches internat verfachten...8 jahre unterricht mit deutschen tugenden und fertig ist unser kandidat für deutschland...denn in deutschland jemanden ausbilden ist zigmal teurer als in afrika..zugegeben die mittel dort sind beschränkter aber die fundementalen fächer wie mathe deutsch usw. brauchen die wenigsten mittel um gelernt zu werden... Gratuliere, Du hast eine gute Idee. Ist schon a weng alt aber
      gut.
      nix ist stärker als eine idee dessen zeit gekommen ist..sagte hugo

      und die geschichte lehrt uns immer wieder das hugo recht hat

      mfg

      asi

      • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
        Re^3: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

        hi So unrecht hat er ja nu nich ...
        mir geht es eigentlich nie drum ob ich recht hab oder
        nicht
        net bös sein, aber das ist mir wiederum egal, mir geht es um den Inhalt und nicht worum es Dir ging.

        ...mich interessiert vielmehr ob etwas RICHTIG oder FALSCH ist... wenn RICHTIG warum?? wenn FALSCH, was is die
        RICHTIGE variante?
        sehe ich auch anders. Die "richtige" Variante, was soll das sein ? Wer weiss schon was richtig ist ? Ich schaue mir Dinge an und mache mir meine Gedanken ... tun die gut, sind die ok für die meisten Menschen oder welchen Schaden richten die an ? Ich hab eigentlich keine Lust was besser zu wissen. Dinge wie konstruktive Kritik gehören in die Hände von Menschen, die auch was verändern können, meine Aufgabe ist es allenfalls denen das Futter zu geben. Warum jedes Paar seine eigenen Kindern haben muss und in
        Afrika Kinder zu Millionen sterben, könnte man ja mal in einem
        anderen Brett klären.
        habe nie den einprüch erhoben als erster/einziger die idee zu
        haben..
        auch das ist eigentlich egal. Deine Ideen interessieren doch nur, wenn Du in der Lage bist was zu verändern ... ansonsten sehe ich da nur Biertischdiskurse. diese idee ist leider erst was wert wenn die
        bundesregierungeinen unternehmensberater lossickt für eine
        neue problemlösung...der diese als *seine eigene*
        verkauft...sagen wir mal zu einem preis von 150mio € für die
        1. etappe des projektes europa-afrika rentenhilfe...
        immer dieser Neid oder die halbstarken Lösungsversuche. Wichtig ist doch nicht wer es letztlich erfunden hat sondern ob die Lösung gut ist und ob sie das Problem löööösst. ich würde lieber folgendes machen...
        na ja, eine Lösung, die seit 1921 erfolgreich läuft kann Kritik gebrauchen. der katholischen kirche
        aber sicher nicht von der. Ganz sicher nicht von der. Die reichste Kirche der Welt, die nur dann tätig wird, wenn das eigene Säckel gefüllt ist.

        Sicher halten die einen riesigen Topf mit Leuten vor (Pfaffen), die eigentlich nicht zu tun haben und die was tun könnten .... aber die wollen erstmal Kohle sehen, nix mit Nächstenliebe oder Ideen der Bergpredigt ihres Gurus. genug mittel zur verfügung stellen
        damit sie dort in jedem dorf n kindergarten und grundschule
        einrichten...
        :-)) Gröööll. Eine Kirche, die im eigenen Land nur dann Kindergärten betreiben kann, wenn mindestens ein finanzieller Gewinn rausspringt ? Die soll sowas tun ? per scouting ab der 5ten klasse die schüler
        selektieren...alle in ein zentral gelegenes deutsches internat
        verfachten...8 jahre unterricht mit deutschen tugenden und
        fertig ist unser kandidat für deutschland...denn in
        deutschland jemanden ausbilden ist zigmal teurer als in
        afrika..zugegeben die mittel dort sind beschränkter aber die
        fundementalen fächer wie mathe deutsch usw. brauchen die
        wenigsten mittel um gelernt zu werden...
        sorry, Du bist ein Phantast. Da sind jahrhunderte alte Strukturen am Gange, da wird kein nicht priviligiertes Kind irgendwas können. Schulen und Selektion werden nur solange gedultet wie es den Geldbeutel der gehobenen Klasse füllt ... und den der Kirche. und die geschichte lehrt uns immer wieder das hugo recht hat
        ein hoch auf Hugo.

        Gruss
        Roger

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration


    Hallo Carlos! Solche Maßnahmen könnten Stipendien für junge Menschen aus
    Entwicklungsländer sein, entweder für die Mittelstufe oder für
    das Studium hier in Deutschland. Die gut ausgebildeten
    Menschen können nun in ihre Heimatländern zurückkehren. Und
    wenn ein Teil dieser Menschen hierbleibt, ist es auch nicht
    schlecht. Solche Maßnahmen lassen sich gut skalieren. Mit den
    Bedingungen, an denen die Stipendien gekoppelt sind, hat man
    Steuerungsmöglichkeiten.
    Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier Aussagen zwischen den Zeilen stehen, statt klipp und klar Ziele zu benennen.

    Wenn es um Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung geht, ist der Ansatz mit Ausbildung junger Menschen sicher richtig. Diese jungen Menschen nützen dem Ziel natürlich nur in ihren Heimatländern.

    Wenn es darum geht, unsere Alterspyramide zu finanzieren, muß man das deutlich sagen. Gleichzeitig muß man dann deutlich sagen, zu glauben, daß wir nur mit 82 Millionen Menschen in Deutschland existieren können und man abnehmende Bevölkerungszahl für schlimm hält. Ferner muß man deutlich sagen, daß man glaubt, wir bräuchten Zuwanderer, die dann auch mit 65 in Rente gehen und bis 90 Rente beziehen, so daß wir immer mehr Zuwanderer brauchen, um dieses Schneeballsystem am Laufen zu halten. Letztlich laufen solche Vorstellungen darauf hinaus, daß wir gar nichts ändern wollen und auf immerwährendes Bevölkerungswachstum hoffen. Spätestens an dieser Stelle sollte man den Irrweg bemerken.

    Bei uns sind verschiedene Umstände faul, die in ihrer Gesamtheit zu Problemen u. a. bei der Altersversorgung führen. Ein paar Beispiele:
    - Wir haben ein Millionenheer Arbeitsloser und ein weiteres Millionenheer geringfügig Beschäftigter, die von ihrer Arbeit nicht leben können.
    - Wir haben zu wenig Arbeitsplätze und wir haben zu wenige Unternehmer. Wir haben aber ein Heer von Selbständigen, die sich im überbesetzten Segment der Warendistribution in Kümmerexistenzen betätigen.
    - Der Lebensentwurf vergangener Zeiten, der für Frauen eine Lehre als Verkäuferin, Friseurin, Bürokauffrau oder Arzthelferin vorsah und nach der Babypause Halbtags- und Aushilfsjobs, Arbeitslosigkeit oder bis ins Alter ein Dasein als Hausfrau vorsah, gehört in weiten Kreisen immer noch nicht der Vergangenheit an, ist aber für die Sozialkassen pures Gift.
    - Ein beträchtlicher Teil jedes Schulabgängerjahrgangs liefert mangels qualifiziertem Bildungsabschluß den Nachschub für eine breite, chancenlose Bevölkerungsschicht.
    - Wir sind ein Volk von überwiegend eigentumslosen Menschen. Die Mehrheit sind Mieter und haben weder Wohneigentum noch Miteigentum an Unternehmen.
    - Wir hängen an einer festen Altersgrenze für berufstätige Menschen und machen keinen Unterschied, ob es sich um einen Bankangestellten oder einen Dachdecker handelt.
    - Ein zu großer Teil aller Unternehmen engagiert sich zu wenig in der Berufsausbildung.
    - Zu viele Unternehmen verzichten auf einen ausgewogenen Altersmix in der Belegschaft.
    - Lebenslanges Lernen ist seit Jahrzehnten nur ein Schlagwort und nicht in der Breite der Arbeitnehmerschaft angekommen.
    - Es ist bis heute zu schwierig, Elternrolle und Berufstätigkeit zu vereinbaren. Es fehlen Betreuungsangebote für Kinder in den ersten Lebensjahren und es fehlen Ganztagsschulen.

    Insgesamt sehe ich riesige Ressourcen, deren Nutzung die sich verändernde Altersstruktur der Bevölkerung entschärfen kann.

    Gruß
    Wolfgang

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Re^2: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

      Hi Wolfgang, Wenn es darum geht, unsere Alterspyramide zu finanzieren, muß
      man das deutlich sagen. Gleichzeitig muß man dann deutlich
      sagen, zu glauben, daß wir nur mit 82 Millionen Menschen in
      Deutschland existieren können und man abnehmende
      Bevölkerungszahl für schlimm hält. Ferner muß man deutlich
      sagen, daß man glaubt, wir bräuchten Zuwanderer, die dann auch
      mit 65 in Rente gehen und bis 90 Rente beziehen, so daß wir
      immer mehr Zuwanderer brauchen, um dieses Schneeballsystem am
      Laufen zu halten.
      angesichts des globalen Altersgefüges und Bevölkerungswachstums ist aber doch die Einschätzung, mit permanenter Zuwanderung könnte man das Umlageverfahren auf absehbare Zeit grundsätzlich (also abgesehen von bestimmten Korrekturen, die etwa mit dem medizinischen Fortschritt zu tun haben) am Laufen halten, doch gar nicht so blauäugig, oder was verstehe ich da falsch?

      Viele Grüße
      Franz

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

        Hallo, Franz angesichts des globalen Altersgefüges und
        Bevölkerungswachstums ist aber doch die Einschätzung, mit
        permanenter Zuwanderung könnte man das Umlageverfahren auf
        absehbare Zeit grundsätzlich (also abgesehen von
        bestimmten Korrekturen, die etwa mit dem medizinischen
        Fortschritt zu tun haben) am Laufen halten, doch gar nicht so
        blauäugig, oder was verstehe ich da falsch?
        angesichts der Tatsache, dass wir (Deutschland) es nicht mal auf die Reihe kriegen, unseren jungen Arbeitslosen eine Zukunftsperspektive zu bieten, sehe ich keinen Sinn darin, neue Zuwanderer zu gewinnen.

        Allerdings wären mögliche Immigranten aus sehr armen Ländern sicherlich optimistischer (von Null kann es nur aufwärts gehen), naiver und damit evtl. leistungswilliger und leichter auszubeuten.

        Gruß
        karin

        • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
          Re^4: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

          Hallo Karin, angesichts der Tatsache, dass wir (Deutschland) es nicht mal
          auf die Reihe kriegen, unseren jungen Arbeitslosen eine
          Zukunftsperspektive zu bieten, sehe ich keinen Sinn darin,
          neue Zuwanderer zu gewinnen.
          ich finde, Arbeitslosigkeit und Immigration hat natürlich ein bißchen was miteinander zu tun, aber wohl nicht sehr direkt; auch wenn die extreme Rechte uns immer stupide vorrechnet, es gäbe in Deutschland keine Arbeitslosen, gäbe es keine Türken hier ... Allerdings wären mögliche Immigranten aus sehr armen Ländern
          sicherlich optimistischer (von Null kann es nur aufwärts
          gehen), naiver und damit evtl. leistungswilliger und leichter
          auszubeuten.
          Ja, ich glaube, ich muss den neoliberalistischen Quacksalbern auch nicht zu sehr auf den Leim gehen um sagen zu können: manch Südländer würde sich auf seine hemmungslose Ausbeutung hier sehr freuen!

          Schönen Abend!
          Franz

          • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
            Re^5: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

            Hallo, Franz angesichts der Tatsache, dass wir (Deutschland) es nicht mal
            auf die Reihe kriegen, unseren jungen Arbeitslosen eine
            Zukunftsperspektive zu bieten, sehe ich keinen Sinn darin,
            neue Zuwanderer zu gewinnen.
            ich finde, Arbeitslosigkeit und Immigration hat natürlich ein
            bißchen was miteinander zu tun, aber wohl nicht sehr direkt;
            auch wenn die extreme Rechte uns immer stupide vorrechnet, es
            gäbe in Deutschland keine Arbeitslosen, gäbe es keine Türken
            es war mir schon klar, dass mein Eintreten für die jungen Arbeitslosen in Deutschland (z.B. Angehörige aus sozial schwachen Familien, Angehörige aus Migrantenfamilien; aber auch junge Akademiker die in Deutschland ein Praktikum nach dem anderen machen, ohne Aussicht auf feste Anstellung), eine Nähe zu der Argumentation nationalsozialistischer Parteien nahelegen.
            Aber ich meine es nicht so. Allerdings wären mögliche Immigranten aus sehr armen Ländern
            sicherlich optimistischer (von Null kann es nur aufwärts
            gehen), naiver und damit evtl. leistungswilliger und leichter
            auszubeuten.
            Ja, ich glaube, ich muss den neoliberalistischen Quacksalbern
            auch nicht zu sehr auf den Leim gehen um sagen zu können:
            manch Südländer würde sich auf seine hemmungslose Ausbeutung
            hier sehr freuen!
            Und das ist auch der Grund, warum für die Bildung und Qualifizierung von jungen Arbeitslosen, mit deutschem Pass oder jungen Arbeitslosen ohne deutschen Pass, die den Status des ständigen Aufenthaltsrechts in Deutschland erworben haben, keine Anstrengung mehr unternommen werden muss.
            Es stehen ja zig willige Menschen in der Globalisierungsschlange, um sich in Deutschland freudig ausbeuten zu lassen.

            Gruß
            karin

            • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
              Re^6: Entwicklungshilfe kombiniert mit Immigration

              Hallo Karin, ich finde, Arbeitslosigkeit und Immigration hat natürlich ein
              bißchen was miteinander zu tun, aber wohl nicht sehr direkt;
              auch wenn die extreme Rechte uns immer stupide vorrechnet, es
              gäbe in Deutschland keine Arbeitslosen, gäbe es keine Türken
              es war mir schon klar, dass mein Eintreten für die jungen
              Arbeitslosen in Deutschland (z.B. Angehörige aus sozial
              schwachen Familien, Angehörige aus Migrantenfamilien; aber
              auch junge Akademiker die in Deutschland ein Praktikum nach
              dem anderen machen, ohne Aussicht auf feste Anstellung), eine
              Nähe zu der Argumentation nationalsozialistischer Parteien
              nahelegen.
              Aber ich meine es nicht so.
              Ich weiß, dass Du es nicht so gemeint hast!

              hmm, ja, das Problem ist klar, aber man sollte m.E. als Linker die bestehende Arbeitslosigkeit (die ja sowieso vielen reaktionären Kräften mit ihrem roll-back-Apparat sehr gelegen kommt) nicht auch noch als Argument gegen Immigration nehmen. Allerdings wären mögliche Immigranten aus sehr armen Ländern
              sicherlich optimistischer (von Null kann es nur aufwärts
              gehen), naiver und damit evtl. leistungswilliger und leichter
              auszubeuten.
              Ja, ich glaube, ich muss den neoliberalistischen Quacksalbern
              auch nicht zu sehr auf den Leim gehen um sagen zu können:
              manch Südländer würde sich auf seine hemmungslose Ausbeutung
              hier sehr freuen!
              Und das ist auch der Grund, warum für die Bildung und
              Qualifizierung von jungen Arbeitslosen, mit deutschem Pass
              oder jungen Arbeitslosen ohne deutschen Pass, die den Status
              des ständigen Aufenthaltsrechts in Deutschland erworben haben,
              keine Anstrengung mehr unternommen werden muss.
              Es stehen ja zig willige Menschen in der
              Globalisierungsschlange, um sich in Deutschland freudig
              ausbeuten zu lassen.
              auch hier erkenne ich die paradoxe Situation;

              statt einer Antwort möchte ich Victorio Taccetti zitieren ohne ihm deshalb voll zuzustimmen (weniger noch als vor eineinhalb Jahren jedenfalls als ich ihn schon mal zitierte):
              "Die Position, die vorgibt, Grenzen gegen Niedriglöhne zu setzen, ist nur scheinbar eine Position der Verteidigung der Arbeiter. In Wirklichkeit verteidigt sie die Arbeiter der reichen Länder gegen die Arbeiter der armen Länder. Unter der Fahne einer sozialen Politik der Verteidigung des Arbeiters, ist diese Politik eine ausgeklügelte Neuauflage des kapitalistischen Ethnozentrismus" (Taccetti, Constelación Sur - America Latina frente a la globalización, 71; eigene Übersetzung)

              Viele Grüße
              Franz



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