Tipps zu Türkei als neues EU-Mitglied ????

Von: , Frage gestellt am So, 15. Feb 2004

Hi,

ich habe in meiner Schule eine Diskussion anlaufen, ob die Türkei als EU-Mitglied aufgenommen werden soll. Leider habe ich nicht die politische Lage verfolgt. Könnte mir jemand Argumente die gegen einen Beitrag sprechen schildern?!

Ich würde mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Nora

32 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Sprecht es doch mal offen aus!!!

    Jeder sucht nach schein-moralischen
    Begründungen, warum die Tuerkei nicht in
    die EU passt.

    Das wirkliche Problem ist, dass die Türkei
    extrem viel kosten würde (Unterstützung für
    Landwirtschaft und Infrastruktur).

    Soll man da nochmal eine "Solidaritätssteuer"
    für unsere mit-EU-Bürger im Osten einfuehren?

    Ein weiteres Problem ist, dass bei einer
    Türkeimitgliedschaft *wir* eine EU-Außengrenze
    zu Iran, Irak, also eine Außengrenze zu den
    derzeitigen Hauptkriesengebieten hätten, und
    damit hunderttausende Flüchtlinge versorgen
    müssten, was ebenfalls Millionen oder Milliarden
    kosten würde. Auch der Grenzschutz kostet Geld,....

    Die Türkei kann sich einfach keiner leisten.
    Das ist ein k.o.-Argument, moralische Diskussionen
    sind zwar interessant, aber sinnlos.


    Gruss, Marco

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re: Sprecht es doch mal offen aus!!!

      Hallo, Jeder sucht nach schein-moralischen
      Begründungen, warum die Tuerkei nicht in
      die EU passt.
      Das sind keine schein-moralischen Begründungen. Ich hätte wirklich ein Problem damit, wenn ein Land ohne feste Demokratie in die EU kommt. Die EU ist nicht nur eine Wirtschafts-Gemeinschaft sondern sie ist auch eine Werte-Gemeinschaft! Das wirkliche Problem ist, dass die Türkei
      extrem viel kosten würde (Unterstützung für
      Landwirtschaft und Infrastruktur).
      Das werden die 10 neuen Länder auch. Wo soll da der Unterschied sein?
      Da fällt die Türkei sicher nicht mehr ins Gewicht. Aber in die EU passen eben nur Länder rein, die demokratisch auf einigermaßen gefestigtem Boden stehen und die Menschenrechte respektieren. Beides ist in der Türkei eben noch nicht so einwandfrei. Soll man da nochmal eine "Solidaritätssteuer"
      für unsere mit-EU-Bürger im Osten einfuehren?
      Die EU führt schon immer Subventionen für nicht so weit entwickelte Regionen durch. Da zählen z.B. Portugal und Griechenland, aber auch die neuen Bundesländer dazu.
      Angst vor einen neuen "Soli" braucht hier keiner haben.


      Ein weiteres Problem ist, dass bei einer
      Türkeimitgliedschaft *wir* eine EU-Außengrenze
      zu Iran, Irak, also eine Außengrenze zu den
      derzeitigen Hauptkriesengebieten hätten, und
      damit hunderttausende Flüchtlinge versorgen
      müssten, was ebenfalls Millionen oder Milliarden
      kosten würde. Auch der Grenzschutz kostet Geld,....
      Also das wäre mein kleinstes Problem bei der ganzen Sache. Eine Aufnahme in die EU könnte ja auch so erfolgen, dass die Türkei nicht gleich dem Schengener Abkommen beitritt. Dann wäre sie selbst für ihre Grenzsicherung usw zuständig.

      Außerdem tust du so, als wenn die EU alles bezahlen würde/müßte, was in der Türkei ausgegeben wird. Unser Bundesgrenzschutz wird auch nicht von der EU gezahlt. Also bleiben wir mal bei den Kosten auf dem Teppich. Die Türkei kann sich einfach keiner leisten.
      Das ist ein k.o.-Argument, moralische Diskussionen
      sind zwar interessant, aber sinnlos.
      Würdest du die Türkei denn dann aufnehmen, wenn sie nichts kosten würde? Ich nicht, solange Menschenrechte und Demokratie nicht europ. Standard erreicht haben.

      mfg
      deconstruct

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Moral ist mir wichtig.

        Würdest du die Türkei denn dann aufnehmen, wenn sie nichts
        kosten würde? Ich nicht, solange Menschenrechte und Demokratie
        nicht europ. Standard erreicht haben.

        Ich selbstverständlich auch nicht.

        Ich meinte nur, dass Wirtschaft bei solchen
        Entscheidugnen nun mal wichtiger ist als
        Menschenrechte. Das ist zwar traurig, aber wahr.

        Wenn die Türkei statt zu kosten noch einen
        Haufen Geld mitbringen würde, wär sie
        sofort aufgenommen. Über die Menschenrechts-
        differenzen (euphemismus beabsichtigt!), könnte
        man dann später diskutieren. Da bin ich
        mir sehr sicher.


        Gruss, Marco

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re: Moral ist mir wichtig.

          Hallo, Wenn die Türkei statt zu kosten noch einen
          Haufen Geld mitbringen würde, wär sie
          sofort aufgenommen. Über die Menschenrechts-
          differenzen (euphemismus beabsichtigt!), könnte
          man dann später diskutieren. Da bin ich
          mir sehr sicher.
          Das bezweifle ich eben, weil es bei uns sowas wie Gerichte gibt. Und gegen so eine Aufnahme könnte man sicher vor dem EGH klagen. Dort ist schon wegen harmloser Sachen mit Erfolg geklagt worden. Spätestens wenn sie in der EU wären, würde für die Türkei dasselbe gelten wie für alle anderen EU Mitglieder auch.

          mfg
          deconstruct

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Diesen Artikel fand ich...


    Hallo,


    bildet euch selbst euer Urteil darüber:

    im Jahre 2004 sollen die Vorverhandlungen über den EU-Beitritt der Türkei geführt werden. Inzwischen sagt die überwiegende Mehrheit der Europäer:

    Nein zum EU-Beitritt der Türkei!

    Denn 97 Prozent des türkischen Territoriums liegen in Asien! Die Europäische Union (EU) würde damit zur Europäisch Asiatischen Union (EAN), das kann doch nicht der Wille Ihrer Regierung sein.

    Die rund 70 Millionen Türken gehören zu 99 Prozent dem Islam an. Durch die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU gäbe es in sehr kurzer Zeit eine weitaus größere und schnellere Islamisierung der jetzigen EU-Staaten als bisher schon, mit negativen Folgen wie z.B. ethnische Konflikte (Türken/Kurden, Türken/Griechen, Integrierungsprobleme, wirtschaftliche Krisen und Zusammenbruch der Sozialsysteme). Denn 10 - 12 Millionen Türken sitzen sinnbildlich längst schon auf gepackten Koffern, um zu einer kleinen Völkerwanderung nach Europa aufzubrechen.

    Die Türkei ist wirtschaftlich am Ende. Schon heute suchen sehr viele Türken wegen der katastrophalen Wirtschaftslage im Ausland nach Arbeit.

    Mit der Niederlassungsfreiheit würden die Schleusen schlagartig geöffnet, um Europa zu überschwemmen. Durch die hohe Geburtenrate wird die Türkei _im Jahre 2013 eine Einwohnerzahl von rd. 90 Millionen haben und damit die EU zahlenmäßig dominieren. Deshalb verlangt der weitaus größte Teil der europäischen Völker eine Volksabstimmung über das Thema

    EU-Beitritt der Türkei JA oder Nein

    Die Europa-Wahlen am 13. Juni 2004 sind eine glänzende Gelegenheit dazu, man braucht nur die geplanten Wahlzettel am Fußende mit der oben genannten Zeile ergänzen. Es entstehen keine Mehrkosten.

    In wessen Interesse liegt der EU-Beitritt der Türkei? Es liegt vor allem im Interesse der USA, den Konkurrenten Europa auszuschalten.

    Die EU soll zu Tode erweitert werden. Europa soll destabilisiert werden, damit es handlungsfähig wird. Alles, was Europa schwächt, stärkt die Weltherrschaftsbestrebungen der USA!

    Bei dieser zukunftsentscheidenden Lebensfrage dürfen nicht nur einige wenige Politiker entscheiden. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun!

    Hier müssen die Völker von Europa Gehör finden, alles andere wäre Diktatur. Sie und Ihre Regierungsmannschaft sind vom Volk voller Vertrauen gewählt worden, um die Interessen des Volkes wahrzunehmen und Schaden von ihm abzuwenden.

    Dieses Mandat auf Zeit verlangt von Ihnen und Ihrer Mannschaft politische Weitsicht, Verantwortungsbewußtsein und kritische Sachlichkeit. Daran fehlt es bei vielen europäischen Politikern, die sich bei der Türkei von schönen Urlaubsbildern täuschen lassen. Der dünne europäische Firnis an den geographischen Rändern erschwert eine objektive Wahrnehmung und Beurteilung. Die wahre Türkei liegt woanders. Sie liegt in den Hochebenen von Anatolien und in Städten wie Konya mit ihrem Hinterland. Die dort herrschende geistige Haltung

    gegenüber Europa wird gut vermittelt durch einen Ausspruch des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan: "Unsere Bajonette sind die Minarette!" Auch der flammende Zukunftsruf eines hohen türkisch-islamischen Würdenträgers zeigt die verborgen gehaltene Geisteshaltung der islamischen Elite: "Eines Tages wird die grüne Fahne des Propheten wehen von Zypern bis Oslo!"

    Wenn dieser Mann auch langfristig sicherlich recht behalten wird, so ist es wirklich nicht notwendig, daß die europäischen Politiker, heute schon freiwillig und total blauäugig, aus einer schleichenden Islamisierung eine galoppierende Islamisierung Europas machen und das schon innerhalb der nächsten zwanzig Jahre! Genau das würde mit Sicherheit bei einem EU-Beitritt der Türkei geschehen. Das ist aber noch nicht alles: Spätestens ab dem Jahre 2013, wenn die Türkei in der EU mit 90 Millionen Einwohnern Deutschland als bevölkerungsstärksten Staat ablösen würde, wären Spannungen und Unruhen vorprogrammiert. Denn es ist heute schon abzusehen: So handzahm, wie sich Deutschland in der EU verhält, wäre die Türkei nie und nimmer.

    Zum Abschluß meines Appells an Sie möchte ich Sie sehr herzlich bitten, daß Sie so schnell wie möglich mit den anderen Regierungen der EU Kontakt aufnehmen und die Weichen für eine Volksabstimmung bei den Europa-Wahlen am 13. Juni 2004 stellen.

    Die Menschen in Europa werden es Ihnen danken!

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre persönliche Stellungnahme zu einem Vorschlag und meiner Bitte mitteilen würden.

    • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
      Re: Quatsch

      Hallo,
      Hallo Markus ! bildet euch selbst euer Urteil darüber:
      Gut, bin dabei. ... Inzwischen sagt die überwiegende Mehrheit der Europäer:
      Nein zum EU-Beitritt der Türkei!
      Ist bekannt. Denn 97 Prozent des türkischen Territoriums liegen in Asien!
      Das ist ein Problem ?? Das römische Reich lag auch rings ums Mittelmeer und hatte trotzdem seinen Schwerpunkt in Europa. Warum sollte ähnliches mit der EU nicht auch funktionieren ? Die Europäische Union (EU) würde damit zur Europäisch
      Asiatischen Union (EAN), das kann doch nicht der Wille Ihrer
      Regierung sein.
      Moment mal, die Türkei hat 779.452 km2 (http://www.weltalmanach.de/staat/staat_detail.php?st...). Die gesamte EU (samt neuer Mitglieder) hat etwa 4 Mio. km2 (http://www.europa.admin.ch/eu/expl/staaten/d/); Ukraine, Bulgarien und Rumänien haben knapp 900.000 km2. Von dieser EU wär die Türkei etwa 1/6, rein km2-mäßig gesehen. "Europäisch-Asiatische Union" ist da doch eine ein bißchen übertriebene Formulierung. Die rund 70 Millionen Türken gehören zu 99 Prozent dem Islam
      an.
      Das muss nicht das Problem sein. Durch die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU gäbe es
      in sehr kurzer Zeit eine weitaus größere und schnellere
      Islamisierung der jetzigen EU-Staaten als bisher schon,
      Die von Dir hier unterstellte Migration findet nicht aus religiösen, sondern hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen statt. mit negativen Folgen wie z.B. ethnische Konflikte (Türken/Kurden,
      Türken/Griechen, Integrierungsprobleme, wirtschaftliche Krisen
      und Zusammenbruch der Sozialsysteme).
      Misch nicht Äpfel mit Birnen ! Die Aufnahme ist ganz ohne Zweifel zum jetzigen Zeitpunkt wirtschaftlich problematisch. Ethnische Konflikte haben aber auch andere Wurzeln, nicht nur wirtschaftliche. Denn 10 - 12 Millionen Türken sitzen sinnbildlich längst schon auf
      gepackten Koffern, um zu einer kleinen Völkerwanderung nach Europa
      aufzubrechen.
      Aus wirtschaftlichen Gründen, die sicher ein Problem bei einer etwaigen Aufnahme wären. Die Türkei ist wirtschaftlich am Ende. Schon heute suchen sehr
      viele Türken wegen der katastrophalen Wirtschaftslage im
      Ausland nach Arbeit.
      Ist bekannt. Aber auch Irland ist mit wesentlichen Mitteln der EU wirtschaftlich aufgepeppelt worden. Mit der Niederlassungsfreiheit würden die Schleusen schlagartig
      geöffnet, um Europa zu überschwemmen. Durch die hohe Geburtenrate
      wird die Türkei _im Jahre 2013 eine Einwohnerzahl von rd. 90
      Millionen haben und damit die EU zahlenmäßig dominieren.
      Das ist eine Zahlenspielerei und zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Deshalb verlangt der weitaus größte Teil der europäischen Völker
      eine Volksabstimmung über das Thema.
      Nein, nicht [nur] deshalb. Europas Politiker spielen sehr gern auf der Angstkalviatur. EU-Beitritt der Türkei JA oder Nein

      Die Europa-Wahlen am 13. Juni 2004 sind eine glänzende
      Gelegenheit dazu, man braucht nur die geplanten Wahlzettel am
      Fußende mit der oben genannten Zeile ergänzen. Es entstehen
      keine Mehrkosten.
      Eine Abstimmung zum jetztigen Zeitpunkt bringt weniger als gar nichts, sie macht allenfalls böses Blut. In wessen Interesse liegt der EU-Beitritt der Türkei? Es liegt
      vor allem im Interesse der USA, den Konkurrenten Europa
      auszuschalten.
      Die Aufnahme zum jetzigen Zeitpunkt wär möglicherweise tatsächlich im USA-Interesse, aber was ist mit einer Aufnahme, falls politische und wirtschaftliche Eckdaten passen sollten ? Hältst Du es für politisch und diplomatisch klug, via Bevölkerungsentscheid zum jetzigen Zeitpunkt der Türkei zu signalisieren, dass die Tür zur EU endgültig und unwiderruflich zu ist ? Die EU soll zu Tode erweitert werden.
      Das ist ein Problem der EU, nicht aber der Türkei oder einer etwaigen Aufnahme ! Das ist ein Problem der nationalen Eitelkeiten innerhalb der EU. Kein Land will auf seine nationale Regierung verzichten. Schlankere Strukturen und weniger Mehrgleisigkeit wären neben einem starken EU-Parlament, und nicht nur einem, in das europaweit Politiker aus der dritten Reihe geschickt werden, dringend notwendig. Europa soll destabilisiert werden, damit es handlungsfähig wird.
      Das ist es doch längst. Ist aber Alleinschuld der EU, deswegen die USA zu bezichtigen, ist pure Problemverleugnung. Alles, was Europa schwächt, stärkt die Weltherrschaftsbestrebungen
      der USA!
      Das stimmt sicherlich, aber die EU-Probleme sind trotzdem großteils hausgemacht. Bei dieser zukunftsentscheidenden Lebensfrage dürfen nicht nur
      einige wenige Politiker entscheiden. Das hat mit Demokratie
      nichts mehr zu tun!
      In der EU hat mehreres nichts oder wenig mit Demokratie zu tun. gehaltene Geisteshaltung der islamischen Elite: "Eines Tages
      wird die grüne Fahne des Propheten wehen von Zypern bis Oslo!"
      Hey, Du spielst ja auch mit der Angst *grins* ! Spätestens ab dem Jahre 2013, wenn die Türkei in der EU mit 90
      Millionen Einwohnern Deutschland als bevölkerungsstärksten Staat
      ablösen würde, wären Spannungen und Unruhen vorprogrammiert. Denn es
      ist heute schon abzusehen: So handzahm, wie sich Deutschland in der
      EU verhält, wäre die Türkei nie und nimmer.
      Dabei hast bislang gar nicht so schlecht argumentiert. Jetzt gleitest aber in uralte Angstschemata ab. Übrigens: handzahm sind auch Spanien und GB nicht ! Die Menschen in Europa werden es Ihnen danken!
      Bismark würd sich im Grab umdrehn ob Deines diplomatisch-politischen Diletantissmus. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre persönliche
      Stellungnahme zu einem Vorschlag und meiner Bitte mitteilen
      würden.
      Die geforderte Volksabstimmung zum jetzigen Zeitpunkt über ungelegte Eier halt ich für kompletten Quatsch und der europäischen Sache überhaupt nicht dienlich.

      Grüße
      Wolkenstein

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re^2: Quatsch

        auch hallo

        kannst du mir mal sagen, warum du mich dauernd persönlich für diese aussagen verantwortlich machst?

        markus

    • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
      Re: Du hast ein Mail (oT)

      .
      .
      .
      you have a mail
      tu hai ricevuto un mail
      .
      .
      .

  3. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Entlarvung der Argumente

    Hi,

    zwei herausragende Argumente gegen den Türkei-Beitritt zur EU wurden schon genannt - es sind die gleichen, die von Schäuble, Merkel und Co. vorgetragen werden:

    1. Territoriale Begrenzung EUROPAS auf das geografische Europa.
    2. Die Wertegemeinschaft dieses Territoriums.

    Das erste Argument funktioniert genauso wie das Geflecht zwischen Nation und Staat (also einer konstruierten, identitätsstiftenden gemeinsamen Kultur und einem begrenzten Territorium, auf den Rechtsansprüche geltend gemacht werden).

    Das zweite Argument folgt diesem "System" aus der Logik heraus, dass ein Territorium, welches von einem transnationalen aber verbundenen Gebilde beansprucht wird, notwendigerweise über gemeinsame kulturelle Wurzeln verfügt.

    Über Europas Zersplitterung braucht man wohl nicht viel zu sagen (oder wir eröffnen einen neuen Thread zu dem Thema).

    Hier wird offensichtlich über wirtschaftliche Überlegegungen hinweggetäuscht, weil, wie ich annehme, gerade jetzt wirtschaftliche Argumente in der Öffentlichkeit sehr unpopulär sind (man denke an den Diskurs über den Neoliberalismus in Verbindung mit Antiamerkanismus).

    Die EU ist in erster Linie eine wirtschaftliche Gemeinschaft, die durch Osterweiterung versucht neue Ressourcen zu eröffnen (z.B. Billigarbeitskräfte innerhalb der Binnenwirtschaft). Der Expansionswille ist damit vorerst befriedigt, nun müssen Integration und Anpassung folgen. Die Türkei zieht daher erstmal den Kürzeren dabei.

    P.S.: ach, übrigens, das gleiche Argument, welches hier schon gegenüber den Türken genannt wurde, gibt es auch gegenüber den Polen (die ja wirklich nicht von Vorurteilen verschont bleiben), daß sie bereits auf gepackten Koffern sitzen würden und dann ganz böse zu uns rüber kommen und uns Hund, Katze, Pferd, Haus, Auto, Swimmingpool und Sozialversicherungsleistungen wegnehmen..

  4. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Türkei als neues EU-Mitglied ????

    hi, Könnte mir jemand
    Argumente die gegen einen Beitr[itt] sprechen schildern?!
    bisher war nur ein einziges dabei: eine außengrenze mit dem irak. terror frei haus, flüchtlinge, israelische zustände.

    der rest ist m.e. blabla. was unterscheidet die türkei wirtschaftlich von griechenland? der ehemalige ostblock ist noch rückständiger. das geografische argument ist irrelevant. europa bestimmt was europa ist. was ist mit zypern? würde man das auch ablehnen?

    das eigentliche hauptargument, das aber niemand sich aussprechen traut, ist: die türkei ist nicht christlich.

    gruß
    datafox



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