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Re^3: Nachteile Transrapid
Ich habe mir deine Seite genau
angeschaut: Da sind die unobjektiven
Darstellungen der Hersteller wirklich in
das Reich der Fantasie zu setzen.
Nur bei 2 Punkten bin ich noch
unschlüssig:
1) Der Flächenverbrauch
Soll es nicht so sein, dass die geplante
Strecke Ham - Ber größtenteils an
Autobahnen, schon bestehenden Zugstrecken
etc. gebaut werden soll? Dies würde dann
zu einem nicht nennenswerten neuen
Platzverbrauch führen.
Zum einen stimmt das so nicht - auch auf den offiziellen Transrapidseiten kann man sehen, an wie vielen Stellen die Trasse neben oder sogar unterhalb der Autobahn geführt werden soll (auf über 55% der Strecke!). Und auch bei der aufgeständerten Bauweise ist das Land unter und neben der Trasse doch verloren - da werden dann Schallschutzwände usw. gebaut werden müssen. Kommt noch hinzu, dass an vielen Stellen die Transrapidtrasse gar nicht der Autobahn folgen kann. (Z.B. im Bereich Barsbüttel soll die TR-Trasse im grossen Bogen 35 m über die Autobahn hinweggeführt werden. Ich lade jeden, der meint, dass da kaum Flächen verbraucht werden, gern zu einer Ortsbesichtigung ein!
Es steht im Wesentlichen auch alles auf den "offiziellen" Transrapid-Seiten (http://www.maglev.de/pages/sch-hol.html)
Zitat:
Die Magnetschnellbahn-Strecke verläuft weitestgehend eng gebündelt mit der A 24 auf deren Nordseite. Dort, wo die Autobahn enge Kurvenradien aufweist, denen die Magnetschnellbahn-Trassierung aus fahrdynamischen Gründen nicht unmittelbar angepaßt werden kann, rückt sie so weit wie erforderlich von der Autobahn ab. In Ortsnähe bzw. Bereichen mit trassennaher Bebauuung ist die Strecke zur Verminderung von Schall- und Sichtwirkungen möglichst tief gelegt.
--- Zitat Ende ---
2) Die Fahrtzeit
Zwar wird in deinem Artikel gesagt, auch
hohe max.Geschwindigkeiten führen nur zur
einen geringen Zeitersparnis, aber was
ist mit der Beschleunigung? In den
Informationsbroschüren wird gesagt, das
ein Zwischenstopp nut zu einem
Zeitverlust von 2, bei einer
Vergleichbaren Eisenbahn zu 10 Minuten
führt. Dies findet man auch auf den
offiziellen Transrapid Homepages.
2 Minuten pro Zwischenstopp? Wenn so etwas machbar wäre, dann doch wohl auch für einen ICE - oder wird man in den Transrapid per Pressluft hineinkatapultiert?
Sicher KÖNNTE der Transrapid (etwas) besser beschleunigen als der ICE, aber er darf es ja aus Schallschutzgründen gar nicht. Das gibt ja im übrigen auch die MPG zu; der Transrapid wird erst weit hinter Hamburg seine Nenngeschwindigkeit fahren:
http://www.maglev.de/pages/hamburg.html
Ich zitiere:
Zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Station Hamburg Moorfleet maximal 200km/h
Anschließend Beschleunigung auf maximal 250 km/h bis zur Landesgrenze Schleswig-Holstein.
--- Zitat Ende ---
Da der Transrapid auf Hamburger Gebiet erst einmal einen Schlenker hinunter nach Moorfleet macht, sind es im Endeffekt über 35 km, auf denen unter 250 km/h gefahren wird (und dann noch ein Zwischenstopp in Moorfleet eingelegt wird). Bis dahin wäre ein ICE schon an der Landesgrenze SH/MVP...
Das gleiche gilt übrigens für den Schlenker hinauf nach Schwerin. Man muss sich nur einmal auf der Karte die Umwege anschauen, die da gefahren werden sollen!
Reinhard