(Spaet-) Aussiedler: negative Aspekte
Von: , Frage gestellt am Sa, 7. Dez 2002
Hallo!
Ich vorbereite gerade ein Referat uber die verschiedenen Aspekte der Einwanderung von deutschstämmigen (Spät-) Aussiedlern nach Deutschland. Mit den (vielen) positiven habe ich mich schon befasst, nun sind die negativen an der Reihe...
Eine Google-Recherche hat bereits viel ergeben, ist aberunzureichend - viele spezielle Statistiken gehen in den allgemeinen Statistiken unter. Z.B. wird RECHTSEXTREMISMUS unter den Migranten sehr schlecht beleuchtet.
Ich möchte deshalb hier um ein paar Tipps fragen - welche Informationen oder persönliche Erfahrungen würde in dieses Thema passen?
Danke schön!
MfG, Roland.
P.S. Einige Zahlen, die ich bereits gefunden habe:
Im Jahr 2001 nahm die Zahl der Drogentoten erstmals wieder ab, und zwar um 9,6 %, d.h. sie sank auf 1835 Todesfaelle. Allerdings waren in diesem Jahr insbesondere junge Aussiedler mit 142 Drogentoten, gemessen an ihrem Bevoelkerungsanteil, erheblich ueberrepraesentiert. (Quelle: Tagesspiegel April 2002)
In Baden-Wuerttemberg ist jeder fuenfte Haeftling im
Jugendstrafvollzug Spaetaussiedler, so auch in Ravensburg. Die meisten verurteilt wegen Drogenhandels oder Koerperverletzung. Immer mehr junge Spaetaussiedler werden straffaellig. Die Straftaten von Aussiedlern unter 25 Jahren sind deutlich gestiegen. Von 1998 bis 2001 von 7053 auf fast 10.000. In vier Jahren ein Anstieg von 40 Prozent.
Der Anteil HCV-infizierter in verschiedenen Gruppen voll Inhaftierten einer Jugendstrafanstalt in Bayern betrug 1998/99 bei Aussiedlerdeutschen 52,4%, waehrend er insgesamt unter aller
Inhaftierten 12% betrug (11). (amtliche Statistik)
Im Jahr 1998 waren in bundesdeutschen Jugendstrafanstalten
3.939 Gefangene registriert; 395 bzw. 10% davon waren Aussiedler, die andererseits nur einen Anteil von rund 5% an der 14-21-jaehrigen Bevoelkerung haben. Nachdenklich stimmen vor allem die Steigerungsraten, die in der Justizvollzugsanstalt Adelsheim (Baden-Wuerttemberg) fuer die letzten Jahre ausgewiesen sind: Waehrend dort der Aussiedleranteil an
den Strafgefangenen 1993 noch unter 3% lag, stieg er 1994 auf 4% und 1996 auf 10,6%; im Jahr 1997 wird ein Wert von 15,6% erreicht. (amtliche Statistik)
Das Ausmass der Arbeitslosigkeit bei Aussiedlern verheimlichen die amtlichen Statistiken. Angeblich wegen der verzwickten Rechenaufgabe. Nur fuer fuenf Jahre nach der Einreise erfasst die Bundesanstalt fuer Arbeit (BA) Aussiedler gesondert in der Arbeitslosenstatistik. Spaeter verschwinden sie in den allgemeinen Arbeitslosenzahlen.
Bei 25,4 Prozent stand die Spezialarbeitslosenquote der Aussiedler im Jahresdurchschnitt von 1996 bis 2000. Mehr als die Haelfte von ihnen befand sich im besten Berufsalter zwischen 20 und 45 Jahren. Insgesamt entpuppt sich der Altersgruppen-Vorteil der Aussiedler als truegerisch, solange jeder vierte Arbeitsfaehige als Steuer- und Sozialbeitragszahler ausfaellt. (FOCUS)
