Nichtwähler

Von: , Frage gestellt am So, 9. Mai 2004

Gibt es irgendwo eine Übersicht der Gründe der Nichtwähler?

mfg
dobo

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Nichtwähler

    Gibt es irgendwo eine Übersicht der Gründe der Nichtwähler?
    Hallo dobo,

    keine Ahnung, aber ich kann Dir meinen Grund nennen, warum ich nicht zur Europawahl gehe bzw. ungültig wähle.

    In Deutschland vertritt ein Abgeordneter ca. 830.000 Menschen, in Österreich ca. 450.000 Menschen und in Luxemburg ca. 70.000 Menschen.
    Wenn meine Stimme weniger zählt, als die Stimme jedes anderen nicht deutschen EU Europäers habe ich keine Lust zu wählen.
    Anders ausgedrückt ich sch.... auf dieses undemokratische Europa.

    Gruß, Joe
    überzeugtereuropäerdersonstimmerwählengeht

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Nichtwähler

      Hi! keine Ahnung, aber ich kann Dir meinen Grund nennen, warum ich
      nicht zur Europawahl gehe bzw. ungültig wähle.

      In Deutschland vertritt ein Abgeordneter ca. 830.000 Menschen,
      in Österreich ca. 450.000 Menschen und in Luxemburg ca. 70.000
      Menschen.
      Wenn meine Stimme weniger zählt, als die Stimme jedes anderen
      nicht deutschen EU Europäers habe ich keine Lust zu wählen.
      Anders ausgedrückt ich sch.... auf dieses undemokratische
      Europa.
      Vielleicht solltest du dein nationalstaatliches Denken begraben, endlich Europäer werden und dir überlegen, dass im Europaparlament länderübergreifene Fraktionen existieren:

      die PPE-DE (Europäische Volkspartei, Christdemokraten und Europäische Demokraten)
      die PSE (Sozialdemokratische Parteien Europas)
      die ELDR (Liberale und Demokratische Parteien Europas)
      die Verts/ALE (Grüne und Freie Europäische Allianz)
      die GUE/NGL (Vereinigte Europäische Linke und Nordische Grüne Linke)
      die UEN (Union für das Europa der Nationen)
      die EDD (Europa der Demokratien und der Unterschiede)
      die NI (Fraktionslose)

      Die Idee vom Nationalstaat ist tot.

      Grüße
      Heinrich

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: nicht ganz korrekt

        Hi, Die Idee vom Nationalstaat ist tot.
        so national - "völkisch" nicht mehr, aber dennoch haben wir dann einen europäischen "Nationalstaat". Du solltest mehr internationalistisch denken :-)
        Es bleibt dabei: der Staat an sich ist das Problem, nicht die Nationen.

        Gruß
        Frank

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Nichtwähler

        Hallo Heinrich,

        Du hast mich anscheinend nicht verstanden.
        Ein Mann (oder Frau), eine Stimme.
        Das ist in Europa nicht gewährleistet. Das ist einfachster Dreisatz.
        Wenn in D 830.000 Einwohner einen Abgeordneten wählen und in Österreich 450.000 ist das einfach nicht demokratisch und hat nichts mit nationalstaatsdenken zu tun.

        Gruß, Joe

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: Nichtwähler

          Hi! Du hast mich anscheinend nicht verstanden.
          Ein Mann (oder Frau), eine Stimme.
          Das ist in Europa nicht gewährleistet. Das ist einfachster
          Dreisatz.
          Und ich dachte, jeder Wahlberechtigte in der EU hat genau eine Wahlstimme. Gibt es irgendwo preußisches Drei-Klassen-Wahlrecht? Wenn in D 830.000 Einwohner einen Abgeordneten wählen und in
          Österreich 450.000 ist das einfach nicht demokratisch und hat
          nichts mit nationalstaatsdenken zu tun.
          Wo setzt du die Grenze an?

          Nur zum Vergleich:

          Thüringen hatte bei der Bundestagswahl 2002 bei 1.965.378 Wahlberechtigten 10 Wahlkreise (also 10 Direktmandate). Auf 196.538 Wähler kommt ein Vertreter.
          Bremen hat bei 484.493 Wahlberechtigten nur 2 Wahlkreise - hier sind 242.247 Wähler durch einen Direktkandidaten vertreten.
          Differenz über 23%.

          Der Wahlkreis Aachen-Stadt weist 165.242 Wahlberechtigte aus ( = 1 Bundestagsabgeordneter)
          Der Wahlkreis Bremen I hat 249.388 Wahlberechtigte, das sind 51% mehr als in Aachen-Stadt (aber auch nur 1 Bundestagsabgeordneten)

          Ist die Bundestagswahl von daher auch undemokratisch und somit zu meiden?

          Grüße
          Heinrich

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^5: Nichtwähler

            Hallo, Und ich dachte, jeder Wahlberechtigte in der EU hat genau eine
            Wahlstimme. Gibt es irgendwo preußisches
            Drei-Klassen-Wahlrecht?
            Du willst mich anscheinend nicht verstehen. Thüringen hatte bei der Bundestagswahl 2002 bei 1.965.378
            Wahlberechtigten 10 Wahlkreise (also 10 Direktmandate). Auf
            196.538 Wähler kommt ein Vertreter.
            Bremen hat bei 484.493 Wahlberechtigten nur 2 Wahlkreise -
            hier sind 242.247 Wähler durch einen Direktkandidaten
            vertreten.
            Differenz über 23%.

            Der Wahlkreis Aachen-Stadt weist 165.242 Wahlberechtigte aus (
            = 1 Bundestagsabgeordneter)
            Der Wahlkreis Bremen I hat 249.388 Wahlberechtigte, das sind
            51% mehr als in Aachen-Stadt (aber auch nur 1
            Bundestagsabgeordneten)

            Ist die Bundestagswahl von daher auch undemokratisch und somit
            zu meiden?
            Die Sitzverteilung im deutschen Bundestag richtet sich nach den Zweitstimmen (Ausnahme Überhang- und Ausgleichsmandate). Und da ist jede Stimme gleich viel wert.
            Ob Herr Meier, oder Frau Müller im Bundestag sitzt wird über die Erststimme entschieden.

            Das Europaparlament wird 727 Sitzen haben.
            Die 18 Prozent der Europäer, die zufällig deutsch sind wählen aber nur 14 Prozent der Sitze.
            Die 0,09 Prozent der Europäer, die zufällig luxemburgisch sind wählen aber 0,8 Prozent der Sitze.
            Dazwischen liegen Faktoren.
            Weitere Mathenachhilfe möchte ich nicht geben.

            Gruß, Joe

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^6: Nichtwähler

              Hi! Und ich dachte, jeder Wahlberechtigte in der EU hat genau eine
              Wahlstimme. Gibt es irgendwo preußisches
              Drei-Klassen-Wahlrecht?
              Du willst mich anscheinend nicht verstehen.
              ;-)

              Ich habe dich schon ganz richtig verstanden.
              Du willst, dass die Bevölkerungszahlen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten adäquat im EU-Parlament durch Abgeordnete abgebildet werden.

              Das hast du so aber nicht gesagt! ;-)

              Deine Aussage, ein Mann/eine Frau = eine Stimme würde nicht stimmen, hat mich einfach zu sehr gereizt, nochmal nachzufassen (sorry, wenn das auf deine Nerven ging). Aber der Grundsatz "one man - one vote" ist sachlich korrekt, auch wenn Luxemburger massiv über- und Deutsche massiv unterrepräsentiert sind. Jeder wahlberechtigte Deutsche hat genau eine Stimme, genau so wie jeder wahlberechtigte Luxemburger. Die Wertigkeit aller deutschen bzw. aller luxemburgischen Stimmen unterliegt einer unterschiedlichen Gewichtung - das ist richtig. Aber "one man - one vote" gilt trotzdem.

              Grüße
              Heinrich

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