Renten - diesmal eine REFORM

Von: , Frage gestellt am Mo, 27. Sep 1999

Was haltet ihr von dieser Herangehensweise zur Lösung des Rentenproblems:

Familien mit Kindern werden belohnt in der Einteilung der Rentenabgabe, d.h. mit jedem Kind sinkt der prozentuale Rentenbeitrag.

Hintergrund: Das Rentenloch entsteht durch unsere relativ kinderfeindlich eingestellte Gesellschaft, nämlich daß kinderlose Paare finanziell BESSER dastehen als Familien mit Kindern. Das muß ein klein bischen gesteuert werden und was bietet sich an -> DER GENERATIONENVERTRAG.

Schließlich sollen ja die Kinder die Renten von morgen zahlen + somit auch die Renten von den Karriere vor Kinder denkenden Menschen.

Nun kann ich mir vorstellen, daß es viele Gegenargumente gibt, sonst hätten unsere Herrn Politiker dies schon längst ins Gespräch gebracht, aber mein Kleinhirn kann sich noch so anstrengen - es fällt ihm kein vernünftiges Gegenargument gegen eine solche Aufteilung ein.

mfg
Ralf

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Renten - diesmal eine REFORM

    Was haltet ihr von dieser
    Herangehensweise zur Lösung des
    Rentenproblems:
    gar nichts. nein, das wäre zu krass. wenig. Familien mit Kindern werden belohnt in
    der Einteilung der Rentenabgabe, d.h. mit
    jedem Kind sinkt der prozentuale
    Rentenbeitrag.
    Hintergrund: Das Rentenloch entsteht
    durch unsere relativ kinderfeindlich
    eingestellte Gesellschaft, nämlich daß
    kinderlose Paare finanziell BESSER
    dastehen als Familien mit Kindern. Das
    muß ein klein bischen gesteuert werden
    und was bietet sich an -> DER
    GENERATIONENVERTRAG.
    aus deiner argumentationslogik heraus ein sicher guter vorschlag. nur, dass unser problem ein ganz anderes ist, und das heisst überbevölkerung. also, finger weg von belohnungen fürs kinderkriegen.
    man kann die rente anders retten: sofortiges aufheben des verbots der werbung für tabakwaren, aufhebung der sanktionen gegen raucher: da die lebenserwartung durch rauchen um 4-8 jahre sinkt, sparen wir bei einem rentner, der raucht, und sagen wir mal 1000 mark rente bekommt, bis zu 96000 Mark an Rente. und kriegen durch tabaksteuer auch noch ne menge wieder.

    Gruss
    Lars
    (nichtraucher und gespannt auf gegenargumente) Schließlich sollen ja die Kinder die
    Renten von morgen zahlen + somit auch die
    Renten von den Karriere vor Kinder
    denkenden Menschen.

    Nun kann ich mir vorstellen, daß es viele
    Gegenargumente gibt, sonst hätten unsere
    Herrn Politiker dies schon längst ins
    Gespräch gebracht, aber mein Kleinhirn
    kann sich noch so anstrengen - es fällt
    ihm kein vernünftiges Gegenargument gegen
    eine solche Aufteilung ein.

    mfg
    Ralf

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Ach Lars, das war ja kein Beitrag

      ich erwartete etwas ernst + kein gelaber

      mfg
      ralf

      • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
        von wegen gelaber

        Das war ernst gemeint.

        • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
          Ernst??

          Das war ernst gemeint.
          Also - abgesehen von der makabren Art des Vorschlags - ist er auch von der Zielerfüllung unsinnig.

          Zwar haben Raucher eine 4-8 Jahre geringere Lebenserwartung und senken damit die Zeit, die sie über 65 am Leben bleiben.

          ABER

          - Sie werden auch mit höherer Wahrscheinlichkeit krank -> Verdienstausfälle, Erhöhung der notwendigen Mittel zur Krankenversorgung.

          - und lassen sich auch mit höherer Wahrscheinlichkeit in die Frührente schicken.

          Man würde also das Gegenteil erreichen und wer müsste die Zeche zahlen? Die Nichtraucher, also DU

          Thomas
          (NichtraucherderdenktdasDuauchvernünftigeVorschlägemachenkönntest)

          • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
            Re: Ernst??

            Also - abgesehen von der makabren Art des
            Vorschlags - ist er auch von der
            Zielerfüllung unsinnig.
            Zwar haben Raucher eine 4-8 Jahre
            geringere Lebenserwartung und senken
            damit die Zeit, die sie über 65 am Leben
            bleiben.
            - Sie werden auch mit höherer
            Wahrscheinlichkeit krank ->
            Verdienstausfälle, Erhöhung der
            notwendigen Mittel zur Krankenversorgung.
            ich hab glaub ich irgendwo gelesen, dass der durchschnittliche raucher auch weniger an krankengeld verbarucht, da die richtig teuren Krankheiten erst später auftreten.
            Mit den Verdienstausfällen magst du recht haben, andererseits sind doch die meisten Raucherkrankheiten (Lungenkrebs, Darmkrebs, Krebs und so weiter) auch meist tödlich. - und lassen sich auch mit höherer
            Wahrscheinlichkeit in die Frührente
            schicken.
            Man würde also das Gegenteil erreichen
            und wer müsste die Zeche zahlen? Die
            Nichtraucher, also DU
            das tun wir dann doch sowieso. aber du magst recht haben, dann gleicht sich rente und krankenkasse nur aus. Thomas
            (NichtraucherderdenktdasDuauchvernünftigeVorschlägemachenkönntest)
            also gut, was anderes:

            wir schaffen die rentenkasse ab und finanzieren eine grundrente von -sagen wir einfach, ich bin kein experte- 1000DM. (das ist mehr als meine oma kriegt, und die hat nur 300 mark rente und dafür noch wohngeld und sozialhilfe oder wie das alles heisst).
            dies finanzieren wir aus steuermitteln ohne rentenbeitrag. wer mehr haben will, soll in einen privaten rentenfonds einzahlen.

          • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
            Re: Ernst??

            Grad in der vorletzten "Zeit" war ein Artikel, in dem die Kosten einigermaßen detailliert durchgerechnet wurden. Die Darstellung deckt sich im Wesentlichen mit der von Lars. Die Quintessenz war, dass Raucher statistisch gesehen eben nicht wesentlich teurere Krankheiten haben als Nichtraucher, aber eben sehr wohl ein kürzeres Leben. Ob das nun aber ein ernstzunehmender Beitrag zur Rentenproblematik ist...

            Reinhard
            (Nichtraucher)

  2. Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
    Re: Renten - diesmal eine REFORM

    Familien mit Kindern werden belohnt in
    der Einteilung der Rentenabgabe, d.h. mit
    jedem Kind sinkt der prozentuale
    Rentenbeitrag.
    Hallole

    Nun, der Vorschlag hört sich im Prinzip ganz logisch an, es gäbe nur folgende Einwände:

    - Unser Wirtschaftssystem allgemein und das Rentensystem im speziellen ist ein hochkomplexes Gebilde. Jeder eine-Ursache Vorschlag wird damit zwangsläufig negative Seiten haben, auch wenn man es manchmal ausprobieren muß, um sie herauszufinden. Ich bin kein Experte (gibts die überhaupt?) und kann nicht behaupten, die ganze Komplexität zu übersehen.

    - Würde ein solches System eingeführt, dann hätte das sofort weitere Milliardenlöcher zur Folge (denn die Kinderreichen Familien zahlen ja weniger). Wie werden die gestopft?

    - Bin zwar kein kinderloser Single, aber es wäre fraglich, ob ein solcher Vorschlag politisch durchsetzbar ist. Besagte Gruppe wird steuerlich ja schon "benachteiligt" und es ist zu erwarten, daß sich hier Interessengruppen dieser sehr einflußreichen und Wahl-starken Gruppe von Menschen annehmen werden.

    - Und schließlich ist die erwartete positive Entwicklung zu langfristig. Wir haben JETZT den Pillenknick und selbst wenn die Geburtenrate nach Einführung einer solchen Maßnahme in die Höhe schießen würde, würde die auf den Kopf gestellte Alterspyramide kommen und Probleme verursachen.

    Also Fazit:
    Hört sich ja für Laien ganz gut an (wie so vieles), ist aber politisch nicht durchsetzbar und wirkt zu langsam.

    Thomas

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Renten - diesmal eine REFORM

      Familien mit Kindern werden belohnt in
      der Einteilung der Rentenabgabe, d.h. mit
      jedem Kind sinkt der prozentuale
      Rentenbeitrag.
      Hallole

      Nun, der Vorschlag hört sich im Prinzip
      ganz logisch an, es gäbe nur folgende
      Einwände:

      - Unser Wirtschaftssystem allgemein und
      das Rentensystem im speziellen ist ein
      hochkomplexes Gebilde. Jeder eine-Ursache
      Vorschlag wird damit zwangsläufig
      negative Seiten haben, auch wenn man es
      manchmal ausprobieren muß, um sie
      herauszufinden. Ich bin kein Experte
      (gibts die überhaupt?) und kann nicht
      behaupten, die ganze Komplexität zu
      übersehen.

      - Würde ein solches System eingeführt,
      dann hätte das sofort weitere
      Milliardenlöcher zur Folge (denn die
      Kinderreichen Familien zahlen ja
      weniger). Wie werden die gestopft?
      ich hoffe, daß es perspektivisch gesehen ein guter schritt ist, denn es geht mir nicht um die kurzfristige finanzierung.
      - Bin zwar kein kinderloser Single, aber
      es wäre fraglich, ob ein solcher
      Vorschlag politisch durchsetzbar ist.
      Besagte Gruppe wird steuerlich ja schon
      "benachteiligt" und es ist zu erwarten,
      daß sich hier Interessengruppen dieser
      sehr einflußreichen und Wahl-starken
      Gruppe von Menschen annehmen werden.

      wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sieht man das ein -> mal über den tellerrand gucken wird ja jeden tag gepredigt von jeder nuance der gesellschaft - Und schließlich ist die erwartete
      positive Entwicklung zu langfristig. Wir
      haben JETZT den Pillenknick und selbst
      wenn die Geburtenrate nach Einführung
      einer solchen Maßnahme in die Höhe
      schießen würde, würde die auf den Kopf
      gestellte Alterspyramide kommen und
      Probleme verursachen.
      ich glaube nicht, daß jetzt jeder kinder kriegt bis zum maximum, schließlich ist ein kind eine lebensentscheidung, die nicht des geldes wegen nur positiv ausfällt.
      Also Fazit:
      Hört sich ja für Laien ganz gut an (wie
      so vieles), ist aber politisch nicht
      durchsetzbar und wirkt zu langsam.

      riesters vorschlag ist auf eine mittelfristige perspektive ausgelegt, warum soll bei renten nicht auch eine gerechtigkeit entstehen, schließlich heisst es generationenvertrag (erst zahlen, dann kriegen(so die theorie :-})) + wer keine kinder hat, sollte doch diejenigen, die das kriegen "bezahlen" wenigstens etwas höher bewerten als zur zeit. Thomas
      mfg
      ralf

  3. Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
    Denkfehler

    Hallo Ralf Hintergrund: Das Rentenloch entsteht
    durch unsere relativ kinderfeindlich
    eingestellte Gesellschaft, nämlich daß
    kinderlose Paare finanziell BESSER
    dastehen als Familien mit Kindern. Das
    muß ein klein bischen gesteuert werden
    und was bietet sich an -> DER
    GENERATIONENVERTRAG.

    Schließlich sollen ja die Kinder die
    Renten von morgen zahlen + somit auch die
    Renten von den Karriere vor Kinder
    denkenden Menschen.
    Leider hast du hier einen entscheidenden Denkfehler gemacht, den man leider immer wieder hört.

    Nicht die Kinder zahlen die Renten von morgen, sondern die Beitragszahler in die Rentenkasse, und das sind nunmal nur die versicherungspflichtigen Arbeitnehmer.

    Das Loch im Rententopf kommt dadurch zustande, dass immer weniger beitragspflichtige Arbeitnehmer immer mehr Rentner unterstützen müssen. Dieses Problem wirst du SICHER nicht dadurch lösen, in dem du mehr Kinder in die Welt setzt. Wo willst du denn für jedes dieser Kinder einen beitragspflichtigen Job hernehmen ?

    Aber selbst wenn es mal zu einem Arbeitskräftemangel (auf Grund weniger Nachwuchs) in Deutschland kommen sollte, bin ich mir sicher, dass dieser Bedarf durch Zuwanderung ausgeglichen werden kann.

    Mit deiner Erhöhung der Gebrutsfreudigkeit erreichst du also gar nichts.

    Gruss
    Marion



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