Antwort von
nach einem Tag
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Re^2: Renten - diesmal eine REFORM
Familien mit Kindern werden belohnt in
der Einteilung der Rentenabgabe, d.h. mit
jedem Kind sinkt der prozentuale
Rentenbeitrag.
Hallole
Nun, der Vorschlag hört sich im Prinzip
ganz logisch an, es gäbe nur folgende
Einwände:
- Unser Wirtschaftssystem allgemein und
das Rentensystem im speziellen ist ein
hochkomplexes Gebilde. Jeder eine-Ursache
Vorschlag wird damit zwangsläufig
negative Seiten haben, auch wenn man es
manchmal ausprobieren muß, um sie
herauszufinden. Ich bin kein Experte
(gibts die überhaupt?) und kann nicht
behaupten, die ganze Komplexität zu
übersehen.
- Würde ein solches System eingeführt,
dann hätte das sofort weitere
Milliardenlöcher zur Folge (denn die
Kinderreichen Familien zahlen ja
weniger). Wie werden die gestopft?
ich hoffe, daß es perspektivisch gesehen ein guter schritt ist, denn es geht mir nicht um die kurzfristige finanzierung.
- Bin zwar kein kinderloser Single, aber
es wäre fraglich, ob ein solcher
Vorschlag politisch durchsetzbar ist.
Besagte Gruppe wird steuerlich ja schon
"benachteiligt" und es ist zu erwarten,
daß sich hier Interessengruppen dieser
sehr einflußreichen und Wahl-starken
Gruppe von Menschen annehmen werden.
wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sieht man das ein -> mal über den tellerrand gucken wird ja jeden tag gepredigt von jeder nuance der gesellschaft
- Und schließlich ist die erwartete
positive Entwicklung zu langfristig. Wir
haben JETZT den Pillenknick und selbst
wenn die Geburtenrate nach Einführung
einer solchen Maßnahme in die Höhe
schießen würde, würde die auf den Kopf
gestellte Alterspyramide kommen und
Probleme verursachen.
ich glaube nicht, daß jetzt jeder kinder kriegt bis zum maximum, schließlich ist ein kind eine lebensentscheidung, die nicht des geldes wegen nur positiv ausfällt.
Also Fazit:
Hört sich ja für Laien ganz gut an (wie
so vieles), ist aber politisch nicht
durchsetzbar und wirkt zu langsam.
riesters vorschlag ist auf eine mittelfristige perspektive ausgelegt, warum soll bei renten nicht auch eine gerechtigkeit entstehen, schließlich heisst es generationenvertrag (erst zahlen, dann kriegen(so die theorie :-})) + wer keine kinder hat, sollte doch diejenigen, die das kriegen "bezahlen" wenigstens etwas höher bewerten als zur zeit.
Thomas
mfg
ralf