Tipps zu Die totale Verödung

Von: , Frage gestellt am So, 28. Aug 2005

Hi!

Eben gelesen:

"Ein Diplomand der Universität Greifswald hat errechnet, dass 2001 in Thüringen auf 100 Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren statistisch nur 81,9 Frauen der gleichen Altersgruppe kamen. In Gesamt-Deutschland lag die Quote durchschnittlich bei 98 Frauen zu 100 Männern, in Ostdeutschland waren es 86,5 Frauen. Der angehende Geograf Torsten Obst hat für seine Arbeit die Bevölkerungsdaten von mehr als 220 Regionen in Europa verglichen. Thüringen bildete dabei das absolute Schlusslicht. Privatdozent Wolfgang Weiß, der die Diplomarbeit betreut hat, spricht vom 'größten Frauenverlust in der EU'.
'Seit der Wende werden ganze Regionen verlassen', sagt Weiß. Er beobachte die 'weibliche Verödung' ganzer Bundesländer. Die Abwanderung junger Frauen sei besonders prekär, weil mit den Frauen auch die möglichen Kinder wegbleiben. 'Hier im Osten brennt die Luft. 15 Prozent Männerüberschuss kann man auch nicht durch verordnete Homosexualität ausgleichen.' Der Wissenschaftler rechnet damit, dass sich die Bevölkerungszahl in den neuen Bundesländern in Zukunft halbieren wird." (Quelle: Spiegel-Online)

Das mit den fehlenden Kindern ist m.E. nicht zu Ende gedacht. Denn entweder "importieren" die Männer sich ihre Ehefrauen aus Russland, der Ukraine oder noch weiter östlich, oder sie ziehen den Frauen hinterher. Das können aber nur jene, die im Westen einen Job finden. Also die Qualifizierten. Zurück bleiben die Alten, die Schwachen und die Dummen. Wenn die Leute aber in Massen wegziehen, steigt die Arbeitslosigkeit. Denn warum sollte sich ein Unternehmen dort niederlassen, wo es keine qualifizierten Mitarbeiter findet oder keine Kunden gibt.

Wie hieß es noch 1990: Kommt die D-Mark nicht unverzüglich zu den Ostdeutschen, dann kommen die Ostdeutschen zur D-Mark.

Sie bekamen die D-Mark (und etwas später den Euro), aber sie kommen trotzdem.

Wie stoppt man so was?

Grüße
Heinrich

12 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              damit werden Wirtschaftlsfluechtlinge produziert

              Hallo! Ich spreche keinem :Geringqualifizierten sein :Existenzrecht ab!
              Ich spreche niemandem sein Existenzrecht ab. Ich stelle nur
              fest, dass sich mit hohem Lohnniveau und geringer
              Qualifikation kein Blumentopf gewinnen läßt. Entweder muss das
              Lohnniveau herunter oder die Qualifikation herauf. Eine andere
              Wahl haben wir nicht.
              doch, es gibt immer zwei Moeglichkeiten.
              Man kann den AG dadurch unterstuetzen (wenn man wirklich denkt das Arbeitsplaetze das Heil aller DInge ist) ,daß der Niedriglohnsektor Abgabefrei wird, ohne die Kaufkraft des AN zu beschneiden.

              Daß es einen riesigen Bedarf an niedrig qualifizierten Job gibt ist nichts Neues.
              Sich statt dessen auf Staatsebene durch 1000erderlein pseudo Qualifikationen in Form von Word und ExcelKursen fuer Menschen die trotztdem nicht zur Sekretaerin mutieren in die eigene Tasche zu luegen, und sich dabei auch noch bei den zu Treudoofigkeit verdammten Arbeitslosenversicherungszahlern kraeftig zu bedienen, also bestehende Jobs im internationenlen Konkurrenzkampf dabei unnoetig zu verteuern, ist zweifelsfrei die ertragslosere Variante.

              (Ich erinnere: statt dessen: Tobinsteuer) 08/15-Produkten, die ungelernte Kräfte zusammen stecken, nicht
              gegen chinesische Preise konkurrieren.
              aber genau darueber sprechen wir ja!
              Fehlende Soziale und Oekologische Standarts dort - u.U. sogar noch etwas viel Entscheidenderes. Eine voellig andere lastenaermere Finanzierung der Unternehmen! einfache Jedermannprodukte zu vermarkten. Wir können nicht
              über den Preis, sondern nur mit dem Kopf konkurrieren.
              So, so Wolfgang, dann halten wir mal fest:
              Du glaubst also allen Ernstes, daß ein angehender Akademiker in Dt. der sich statt um sein Studium zu kuemmern, also den Kopf dafuer einzusetzen wofuer ihn sein Land braucht, mit Hilfarbeiterjobs seine Wohnung oder Studium finanzieren muss, damit durchschnittlich 4 Jahre bis zur gleichen Qualifikation wie der chinesische Akademiker aelter werden muss, weil der chinesische Student nicht nur auf Staatskosten studiert sondern auch wohnt und lebt, also besagter 24 jaehriger Jungakademiker intelligenter sei, als der 24 jaehrige chinesiche Akademiker, der zu dieser Zeit schon 4 Jahre Qualifizierte und nicht Hilfsarbeiterberufserfahrung hat?

              Die Hoffnung stirbt zuletzt, faellt mir dazu nur ein!

              Wenn irgendwo, was es ja bisher auch gibt, auf der Welt ein neues Produkt das Licht der Welt erblickt, sind sie es, die es als erste kopiert und billiger und damit schneller vermarkten.
              copy/paste ist ja das, was die Amerikaner seit Jahrzehnten (s.a.Echolon) wirtschafltich dorthin brachte, wo sie heute sind! Erfolgreiche Eigenentwicklungen logisch, sattelt man noch obendrauf.

              Ich sehe einzig ihre PC inkompatible Anzahl der tausenden von Schriftzeichen als deutlichen Wettberwerbsnachteil, aber ich China selbst, gibt es heute schon mehr englisch beherrschende Menschen als in Australien also ein Problem mit Ablaufdatum! und wo verkaufen sie? In Brandenburg?
              Regionaler Absatz muss nicht sein und geht auch in vielen
              Fällen gar nicht.
              Exportweltmeister sind wir schon!
              Tagaus tagein wird appeliert, daß die Binnennachfrage erschreckend nachlaesst, und Du sagts, daß wir sie garnicht brauchen?

              Nochmal:
              Warum geht denn jeder nach China? wegen der Arbeitskreafte?
              Nein, wegen dem Markt! Selbst diese in der Masse niedigen Loehne haben Spitzen, die einen Begehrlichkeiten erweckenden Markt in der Hinterhand halten.

              Der Markt, alos die Kaufkraft bestimmt die Entwicklung, und nicht der Preis allein!
              Die EU ist der groesste Markt weltweit - nicht nach Einwohnern aber nach Kaufkraft!

              Wenn Du meinst, daß das Lohnniveau zu hoch sei, saegst Du an dem Trumpf, der derzeit noch am staerksten sticht!

              Die Kaufkraft von EIn Euro Jobbern (und Naheliegenden), kann und wird keine soziale und oekologische Entwicklung in Exportlaendern mehr beeinflussen. Das ist aber nicht neu. Es gibt zahllose
              Unternehmen, die in der Umgebung ihres Standorts keinen
              einzigen Kunden haben. Der Markt ist riesig. Nicht von
              ungefähr greifen einige staatliche Förderinstrumente nur bei
              Produkten mit überregionalem Absatz. Anders bekommt man
              strukturschwache Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit und
              niedriger Kaufkraft nicht auf die Füße.
              also zum Export und internationalen Verdreangungswettbewerb verdammt? Es müssen Sachen
              produziert werden, die dauerhaft qualifizierte Arbeit bringen
              und Geld in die Region fließen lassen.
              Das tut es beim Exportweltmeister ja nun mathematisch nachweislich schon mehr als bei irgendeinem anderen Land!
              Mit welchem Ergebnis?

              Daß Du uns sagst, daß das alles nicht reicht?

              Daß es kein anderes produzierendes Land als Deutschland auf der Welt geben darf?
              Die anderen sollen bestenfalls Öl oder Rohstoffe exportieren und wir Maschinen und Konsumguerter?

              Nein, Wolfgang, diese Forderung ist ein Trugschluss!

              So wie wir den Importlaendern durch unsere brutalen Exporte die Chance fuer eine eigene Autoproduktion genommen haben, so nimmt uns China durch seine brutalen Exporte bsp. die Chance fuer unsere eigene langfristig tragfaehige Textilbranche.

              Brutaler Export, so wie Du ihn vorschlaegst, mag vor der Haustuer Segen schaffen, aber gleichzeitig fuehrt er zur Katastrophe (s. Rot Kreuz Textilexporte nach Afrika, die die natuerliche heimische afrikanische Textilhandwerker in die Knie zwang) im Importland.
              Er produziert Wirtschaftsfluechtlinge die Du Dir mit zunehmender Zahl und schwarzer Hautfarbe woechentlich im Fernsehen anschauen kannst!

              Der Inhalt Deines Vorschlags, an anderer Stelle laengst umgesetzt, ist die Ursache dafuer!
              Gruß
              Wolfgang
              ebenso elite

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re: damit werden Wirtschaftlsfluechtlinge produzie

              Hallo!

              Mich beschleicht das Gefühl von Fruchtlosigkeit der Diskussion und in der Folge Unlust.

              Gruß
              Wolfgang

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Die totale Verödung

    hallo Wie stoppt man so was?
    das stoppt man durch die medien, denn dadurch sind die frauen ja auch auf die ideen gekommen rüberzuziehen.

    und aus diesem bericht und meiner verwunderung, schon vorher, werde ich auch hinterherziehen

    gruss umungus



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