Von Kindern und Hunden

Von: , Frage gestellt am Sa, 1. Apr 2006

Hallo,

im Zusammenhang mit den beiden Threads weiter unten, möchte ich von einem Radiobericht erzählen, den ich gerade hören durfte:

In Düsseldorf herrscht wohl seit kurzer Zeit Leinenzwang für alle Hunde. Ohne jetzt über das für und wider dieser Regelung diskutieren zu wollen, fand ich die Randnotiz zu dieser Meldung, nämlich dass die Stadt die Stadtteile angewiesen hat im Ausgleich dazu ausreichend Hundeauslauflächen bereitzustellen, sehr interessant.
Was das alles mit Kindern, Schulen und Gewaltbereitschaft zu tun hat? Nun, in einer Zeit, in der man Kinderauslauflächen (also große Spielplätze, nicht diese lächerlichen, winzigen Zwergenveranstaltungen) mit der Lupe suchen muss, hat man offensichtlich genügend Zeit und Muße anzuweisen, dass wenigstens unsere Vierbeinigen Freunde genügend Auslauffläche haben müssen.

Wenn Kinder sich schlechter behandelt sehen als Hunde, sollte es einen kaum wundern, wenn sie, neben den zu erwartenden und auch tatsächlich auftretenden Bewegungsstörungen, auch entsprechende Verhaltensstörungen aufweisen.

Grüße,

Anwar

PS: Um es deutlich zu sagen: Dieser Artikel richtet sich nicht gegen die Hunde, sondern gegen die Menschen (die unsere Politik machen)!

44 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 47 Minuten hilfreich
    Re: Von Kindern und Hunden

    Hallo Nun, in einer Zeit, in der man
    Kinderauslauflächen (also große Spielplätze,
    nicht diese lächerlichen, winzigen Zwergenveranstaltungen) mit
    der Lupe suchen muss, ...
    Was überhaupt nicht, in fast keiner Stadt, zu finden ist, sind Auslaufflächen für Jugendliche. Und dann wundert man sich, wenn sie abends immer auf den Spielplätzen rumsitzen und dort alles zerstören.

    Ich bin für Spielplätze für Jugendliche. Die können so ähnlich sein wie Kinderspielplätze, nur alles größer und stabiler. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen schaukeln doch noch gerne, und auch mit Klettergerüsten können sie was anfangen. Auch Skate-Möglichkeiten sollten in jeder Stadt ausreichend vorhanden sein.

    Ich finde es nicht sehr gut, dass für Jugendliche höchstens ein kneipenartiges Jugendzentrum da ist, wo sie rumsitzen und quatschen können, und wenn sie sich mal frei bewegen wollen, dass sie dann erstmal irgendwohin fahren und viel Eintrittsgeld bezahlen müssen (Kletterwände, Funparks).

    Gerade Jugendliche haben oft einen unbändigen Bewegungsdrang, der täglich und kostenlos ausgelebt gekonnt werden sollte (<= richtiges Deutsch?), sonst muss man sich doch nicht wundern über Rüpeleien.

    Viele Grüße
    Thea

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Re^2: Von Kindern und Hunden

      Hi Thea,

      also Dein Vorschlag in Ehren, wirklich, aber das ist ja wohl ein bisschen blauäugig, oder. Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, daß Du die Jugend von heute, die mit Snuff- und Gewaltvideos dealt, mit Spielplätzen auf den richtigen Weg zurück holst.
      Außerdem gibt es in vielen großen Städten und Problemkiezen den "Mitternachtssport". Ich kenne das aus München. Dort werden abends bis spät in die Nacht Sporthallen für Jugendliche zur Verfügung gestellt, damit sie nicht auf der Strasse rumhängen. Mit dabei ist ein Sportlehrer und/oder Sozialarbeiter.
      Aber auch dieser gute Ansatz kann nur eine einzige, winzige Facette in der Jugendarbeit bleiben.

      Gruß
      Tom

      • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
        Re^3: Von Kindern und Hunden

        Hallo, also Dein Vorschlag in Ehren, wirklich, aber das ist ja wohl
        ein bisschen blauäugig, oder. Du glaubst doch wohl nicht
        ernsthaft, daß Du die Jugend von heute, die mit Snuff- und
        Gewaltvideos dealt, mit Spielplätzen auf den richtigen Weg
        zurück holst.
        Das ist in der Tat so. Auch hier in Regensburg haben wir gewisse Problemzonen, wo sich Juegendliche (vorzugsweise aus Türkei und Russland) nicht beschäftigen können. Aus Langweile wird dann eben eingebrochen, demoliert oder ausgeraubt. Jetzt hat man ein Jugendzentrum, betreut von der Staddt, errichtet. Die Kriminalitätsrate ist drastisch gesunken, denn nun hat man eien Beschäftigung, sei es beim normalen Treff, Bier trinken, Billard spielen.

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: Von Kindern und Hunden

          Hallo Steven,

          schöner Beitrag. Du hättest dabei doch gut darauf verzichten können, die Herkunft zu erwähnen. Ist Dir nicht aufgefallen, daß die nicht in ursächlichem Zusammenhang mit dem Verhalten steht? Ich hätte das Deinem Beitrag entnommen.

          Gruß, Rainer

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^5: Von Kindern und Hunden

            Hallo Rainer, schöner Beitrag. Du hättest dabei doch gut darauf verzichten
            können, die Herkunft zu erwähnen. Ist Dir nicht aufgefallen,
            daß die nicht in ursächlichem Zusammenhang mit dem Verhalten
            steht? Ich hätte das Deinem Beitrag entnommen.
            Hier ist die Herkunft erwähnenswert, da von deutschen Jugendlichen in Regensburg kaum Gewalt ausgeht. In Ostdeutschland könnte man es umgekehrt sagen.

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^6: Von Kindern und Hunden

              Hi, Hier ist die Herkunft erwähnenswert, da von deutschen
              Jugendlichen in Regensburg kaum Gewalt ausgeht. In
              Ostdeutschland könnte man es umgekehrt sagen.
              und Du meinst nicht, daß man daraus ableiten kann, daß es andere Faktoren als die Herkunft sind, die da wichtig sind? Die Betonung der Herkunft wird dazu benutzt, auf eine falsche Fährte zu locken. In das Lager, wo das üblicherweise bewußt zu Fehlinformation und Hetze genutzt wird, gehörst Du doch gar nicht. Wieso das dann?

              Gruß, Rainer

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^7: Von Kindern und Hunden

              Hier ist die Herkunft erwähnenswert, da von deutschen
              Jugendlichen in Regensburg kaum Gewalt ausgeht. In
              Ostdeutschland könnte man es umgekehrt sagen.
              richtig und Du meinst nicht, daß man daraus ableiten kann, daß es
              andere Faktoren als die Herkunft sind, die da wichtig sind?
              Nein. Wenn ein besoffener deutscher Jugendlicher, wegen Rüpeleien
              aus dem Jugendtreff geworfen wird, geht er nach Hause und schläft sich aus. Ist es ein Türke, Araber usw. rottet er seine "Familie" zusammen, kommt mit Horden zurück um zu "kämpfen". Die Betonung der Herkunft wird dazu benutzt, auf eine falsche
              Fährte zu locken. In das Lager, wo das üblicherweise bewußt zu
              Fehlinformation und Hetze genutzt wird, gehörst Du doch gar
              nicht. Wieso das dann?
              Ich glaube, es ist "politisch" nicht mehr IN, die Wahrheit zu sagen.
              Jeder Ansatz dazu, wird sofort in die rechte Ecke verwiesen.
              Wozu das führt (als Resultat der rot-grünen Gleichmacherei) beweist sich auf einmal in Berlin. Auf ein paar erstochene, erschossene oder erschlagene Lehrer kommt es schließlich nicht an. Und wehe dem, der zu sagen wagt, es sind "unsere arabischen Mitbürger", die da Banden bilden. Das muß und kann nur ein "Nazi" sein. Gruß, Rainer
              Viele Grüße Vanic.

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^8: Von Kindern und Hunden

              Hi, Das muß und kann nur ein "Nazi" sein.
              Edmund Stoiber einen Nazi zu nennen ist aber ganz schön grob. Das würde ich mich nicht trauen.

              Gruß, Rainer

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^8: Von Kindern und Hunden

              Hi, Nein. Wenn ein besoffener deutscher Jugendlicher, wegen
              Rüpeleien
              aus dem Jugendtreff geworfen wird, geht er nach Hause und
              schläft sich aus. Ist es ein Türke, Araber usw. rottet er
              seine "Familie" zusammen, kommt mit Horden zurück um zu
              "kämpfen".
              na dann versuche ich mal, Deinen Irrtum aufzuklären, obwohl ich mir da wenig Hoffnung mache. Ein so klares Feindbild ist nicht so leicht zu kippen.

              In den neuen Bundesländern sind es Rechtsradikale, die dann in Horden zurück kommen. In den USA sind es Schwarze oder Lateinamerikaner, die Banden bilden. Heißt das jetzt, daß Ossis rechtsradikal sind, weil sie Ossis sind? Heißt das, daß die Schwarzen in den USA kriminell sind, weil sie schwarz sind? Heißt das, daß Lateinamerikaner dealen, weil sie Lateinamerikaner sind? Wie passt das in Spanien und Irland?

              Das an der Herkunft fest zu machen, macht sich am Stammtisch gut und bringt Stoiber Stimmen. Daß die Herkunft aber gar nicht die Ursache ist, weiß auch Herr Stoiber.

              Gruß, Rainer



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