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nach 2 Tagen
hilfreich
Re^2: Gesundheitssystem
....Fakt ist doch, daß wir in einem Land leben, in dem die Leute
wegem jedem Kinkerlitzchen zum Arzt rennen. In einem Land in
dem nachweislich 2800 Medikamente, deren Wirkung micht
bewiesen ist, von den Kassen bezahlt werden.
hier muss ich meinem Vorredner Recht geben: die Kassen, allen voran die AOK haben Medikamente gestrichen, mit der Begründung, es wären Plazebo-Medikamente. Auf einer Tagung der Kassen und Ärzte in unserer Gegend haben die Kassen z.B. VOLTAREN GEL gestrichen. Ein Aufschrei der Empörung ging durch die Reihen der Ärzte. Denn dieses Mittel hilft tatsächlich! Aber hier wurde mit der heißen Nadel gestrickt: abgelehnt, ohne Diskussion! Wusstest Du, dass teilweise Hüftgelenkoperationen bei älteren Leuten nicht mehr bezahlt werden? Begründung: es rentiert sich da nicht mehr (kratzt ja sowieso bald ab!), dass Glaukomuntersuchungen auf Kosten des Patienten gehen, dass Mammographie vom Patienten bezahlt werden muss? Auch verschiedene Ultraschalluntersuchungen werden nicht mehr bewilligt. Hier hört die "Eigenverantwortlichkeit" des Patienten auf! Wenn die Kassen den Spezialisten etwas die Einkünfte kastrieren würden, das Primärarztprinzip wieder einführen, den freien Wettbewerb bei den Medikamenten zulassen würden, dann hätten wir wieder ein bezahlbares Gesundheitssystem. Übrigens: siehst Du es als gut an, dass der Arzt, der 24 Stunden bereit sein muss, der von allen Krankheiten viel wissen muss (damit er diagnosefest ist), dass gerade der am wenigsten verdient? Ein prakt. Arzt hat weniger Einkünfte als z.B. ein Orthopäde. Und wenn er das ganze Jahr über seine Kunden (Patienten) gut behandelt hat, steht er spätestens im Dezember vor der Wahl: 1: Urlaub machen 2. Kassenpatienten ablehnen (wird schon gemacht), 3. auf eigenen Kosten behandeln, 4. die Kassenpatienten zu Privatpatienten machen (kassieren).
Ich möchte hier keine Bewertung machen, welche Partei dafür verantwortlich ist (ich glaube alle!). Es ist nicht richtig! Hier wird auf Kosten der Schwächsten gespart. Die Ärzte können sich einigermaßen wehren, noch viel besser die Pharmaindustrie. Der Patient nicht!
Ich gönne wirklich jedem sein Einkommen. Doch wenn éin Zahnarzt zu mir sagt, er wäre fast am pleitegehen und als Fuhrpark (weiss ich zufällig) folgende Autos hat: einen Mercedes 500 SE, einen 500 SEL, ein Grand Cherokee 8 Zyl. (als Einkaufswagen für seine Frau)... Als ich zu ihm sagte, er müsste sich halt mal ein paar Jahre mit dem "kleinen" Mercedes S und evt. dem Cherokee 6 Zyl. zufrieden geben, war er ruhig. Weißt Du, was ein Zahnarzt an einem Inly verdient? Er kauft den Glaskeramikpfropf für ca,. 60,- bis 100,- DM ein.... und verlangt vom Kunden bis zu 1.400,- DM. Mein jetziger Zahnarzt verlangt dafür nur 300 bis 500,- DM. Er sagt, er würde genug daran verdienen.
Die CDU/CSU suggeriert, sie wäre imstande gleiche Leistung für
alle Versicherten bei gleichbleibenden Beiträgen zu
ermöglichen.
Da lügt die CDU/CSU genauso, wie die FDP und SPD und Grüne und....
Sie alle haben Angst vor den finanzkräftigen Lobbys. Wer will schon gerne seine politische Karriere beschneiden?
Grüße
Raimund