Soziale Hängematte

Von: , Frage gestellt am Sa, 5. Mär 2011
Hallo,
ich habe mich vergangene Woche sehr über Bekannte geärgert, die Hartz 4 beziehen, morgens bis 9.00 Uhr schlafen, tagsüber im Cafe´ die Zeit vertreiben, sich freitags zur Tafel schleppen, eine leidensvolle Miene aufsetzen und mit vier vollen Beuteln (für 4 Euro)nach Hause ziehen. Dort kommt dann Besuch, alle machen sich über die guten Sachen her und schimpfen gemeinsam über den Staat. Da ich schon mein ganzes Leben lang arbeiten gehe, erhalte ich solche Sprüche:"Wenn wir Zeit haben, bemitleiden wir dich mal!"
Es sind keine schlechten Leute (Alk´is oder Assis). Aber kann der Staat von diesen Leuten nicht auch mal einen Gegenleistung verlangen? Paar Stunden Ehrenamt z.B.im Altersheim oder Schnee schippen im Winter. Kein Wunder, wenn da Arbeiter mit Billiglohn keine Lust mehr haben.
LG Salesia

102 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^6: Soziale Hängematte
              Was würde so ganz ohne Sozialhilfe passieren? Für
              Louis-Vuitton-Täschchen tragende Unternehmergattinnen nachts
              in der Fußgängerzone?
              Also ist Sozialhilfe in deinen Augen nicht etwa etwas, um den
              Menschen zu helfen, sondern eine Art Schutzgeld, damit den
              wohlhabenderen Menschen nichts passiert?
              Es ist eine Beruhigungspille, um ein Mindestmaß an sozialem Frieden zu wahren. Letztlich ist "Ruhe im Karton" nicht für diejenigen überlebenswichtig, die am unteren Ende der Gesellschaft sind, sondern für die am oberen. Und warum bist du der Meinung, dass die Empfänger, die es
              heute schon nicht schaffen, ihren Arsch aus der Couch zu
              heben, plötzlich rudelweise in Fußgängerzonen über
              Unternehmerfrauen herfallen?
              Wegen der Beruhigungspille. Weil auf einmal die Not da ist?
              Ohne jede Hilfe werden sie sich eben mit Gewalt holen, was ihr Anteil am Volksvermögen ist. Es gibt mehr freie Laternen als Unternehmergattinnen, soviel
              ist sicher.
              Geistig ziemlich hohl.
              Nein, das ist eine ganz naheliegende Option, sollten die Beruhigungspillen mal ausgehen. Nur wer davor beharrlich die Augen verschließt, darf als geistig ziemlich hohl gelten. Sozialhilfe auch so. Nur die Beträge, über
              die wir dann reden, sind vergleichsweise sehr mickrig.
              Sie sind noch zu hoch. Stichwort: Eigernordwand. Wenn eine
              Rumänin in Deutschland einen Job für 1000 EUR im Monat machen
              kann, es schafft, sich selbst und ihre Familie in Rumänien zu
              unterstützen, warum schafft es der Deutsche nicht?
              Weil seine Familie nicht in Rumänien lebt, wo man mit 400 Euro im Monat über die Runden kommt? Es gibt auch mehr Laternen als Ackermänner. Dann wird es ihm
              auch nicht mehr viel nützen, "meist recht gehabt" zu haben.
              Wiederum geistig hohl.
              Natürlich ist es hohl, Ackermänner aufzuknüpfen. Wenn es so weit ist, dass das passieren könnte, sind wir sowieso in einer Endzeit angelangt, in der die Geldwirtschaft schuldenbedingt zusammengebrochen ist und alle verhungern, die nicht imstande sind, mit ihrer Hände Arbeit konvertible materielle Werte zu schaffen. Somit erledigt sich das Ackermann-Problem wohl von allein.
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^7: Soziale Hängematte
              Blödes Geschwätz.
              Sorry, aber ich habe als Student weniger als 359 Euro im Monat gehabt.
              Mehrere Jahre lang und ich hatte damit nie ein Problem. Ich habe von
              meinen Eltern jeden Monat 300 Euro + Miete + Unterhalt für mein Auto (ohne Benzin) sowie das Semesterticket (170 Euro/6Monate)bezahlt bekommen.
              Und, oh Wunder, ich habe es gut überlebt, inklusive Tabak.

              Wobei man hier eine Sache bedenken muss: Ich war immer beschäftigt.
              Entweder ich war am lernen oder ich habe Elektronikbasteleien betrieben,
              war auf Parties oder lag am Baggersee.

              Ich denke wenn ich nichts zu tun gehabt hätte wäre es wirklich eng
              geworden, aber so wie es war ging es problemlos.

              Dazu muss ich sagen dass der nutzen eines Autos in Stuttgart gegen null
              geht und ich es nur einmal in der Woche bewegt habe, daher waren die
              Spritkosten nicht hoch, und am Wochenende war ich auch oft bei meinen
              Eltern.

              Meinen Eltern hingegen war es völlig suspekt wie es geht, aber ich brauchte einfach nicht mehr ...


              Gruss
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^8: Soziale Hängematte
              Blödes Geschwätz.

              Sorry, aber ich habe als Student weniger als 359 Euro im
              Monat gehabt.
              Hättest du dir die mit diesen einleitenden Worten kommentierten Beiträge wirklich durchgelesen, dann wäre dir aufgefallen, dass es darin nicht um den Lebensunterhalt eines Studenten ging, sondern um den einer kompletten Familie...und du hättest uns deine weitere Biografie erspart.
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^9: Soziale Hängematte
              Hättest du dir die mit diesen einleitenden Worten
              kommentierten Beiträge wirklich durchgelesen, dann wäre dir
              aufgefallen, dass es darin nicht um den Lebensunterhalt eines
              Studenten ging, sondern um den einer kompletten Familie...und
              du hättest uns deine weitere Biografie erspart.
              Nun weiß ich endlich, dass Du keine Ahnung hast.

              Seit wann muß in Deutschland eine Familie mit Kindern von 360 Euro leben?

              Ein Rechenbeispiel:

              Eine 4 köpfige Familie erhält mit Miete und ALG II alles zusammen rund 2400 Euro. Zzgl. der Möglichkeit für die beiden Erwachsenen noch mal rund 100 Euro pro Monat pro Kopf nebenbei zu verdienen.

              Das sind die realen Zahlen und nicht der Schwachsinn den Du verbreitest.

              Mit diesem Einkomen für Nichtstun, kann man hier ganz gut leben.

              RS99
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Brüller aus dem Tal der Ahnungslosen
              Ein Rechenbeispiel:


              Eine 4 köpfige Familie erhält mit Miete und ALG II alles
              zusammen rund 2400 Euro. Zzgl. der Möglichkeit für die beiden
              Erwachsenen noch mal rund 100 Euro pro Monat pro Kopf nebenbei
              zu verdienen.


              Das sind die realen Zahlen und nicht der Schwachsinn den Du
              verbreitest.
              Von welchem ALG II ist die Rede? Oder anders gefragt: Welchen Schwachsinn verbreitest du hier?

              angemessenen Kosten für Unterkunft für 4-Personen (Mittelwert): 620 € Bruttowarm.
              Regelsatz für zwei Erwachsene: 2x323,- €=646,- €
              Für die Kinder (angenommen 5 und 10 Jahre alt): 466.- €
              Insgesamt 1732,- €

              Abgezogen wird noch Kindegeld = 2x184 € = 368 €.

              Also ALG II inkl. Kosten für Unterkunft bei 4-Personen also:

              1364 €, also 1000 Euro weniger, als du hier an Blödsinn verbreitest.
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re: Brüller aus dem Tal der Ahnungslosen
              Hier noch ein Rechenbeispiel damit auch DU es endlich kapierst:

              4-Personen-Haushalt, 2 Kinder

              Regelleistungen: 1.148,00€
              Kosten für Unterkunft und Heizung*: 1.522,00€
              Bedarf: 2.670,00€
              zu berücksichtigendes Einkommen: −368,00€
              Arbeitslosengeld-II und Sozialgeld (gerundet): 2.302,0

              Also war ich mit meinem ungefähr 2400 doch ganz richtig. Aber auch Du wirst irgendwann den Schein am Horizont sehen, acu wenn wahrscheinlich hier der Spruch stimmt:
              für manche ist Bildung kostenlos, für Dich war sie umsonst!
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^2: Brüller aus dem Tal der Ahnungslosen

              Kosten für Unterkunft und Heizung*: 1.522,00€
              Das zeigst du mir bitte mal mit Quelle!
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^3: Brüller aus dem Tal der Ahnungslosen
              Vielleicht solltest Du dir mal die Zahlen für München anschauen.

              Wenn Du dann auf dem selben Wissensstand bist, können wir gerne weiterreden.
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^4: Brüller aus dem Tal der Ahnungslosen
              Ach, du hast keinen Link dazu und kannst deine Fantasiezahlen nicht belegen?

              Dann halt doch einfach mal den Ball flach!

              Es zählt nämlich nicht das Zeitungsinserat, sondern das, was die Kommune als angemessene Kosten veranschlagt.
            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^5: Brüller aus dem Tal der Ahnungslosen
              Ich brauch keinen Link dazu, sondern ich weiß von was ich rede und lebe hier in München schon mehr als 40 Jahre.

              Ausserdem kenne ich genügend ALG II Empfänger welche mit 2 Kindern in einer 4 Zimmerwohnung leben und diese Miete bezahlen.

              Selbst wenn man eine günstige 4 Zimmerwohnung bekommt, zahlt man hier mind. 100 Euro kalt.

              Nun die frage woher Du dein wissen über München nimmst?


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