Holzmann AG..Lohnverzicht

Von: , Frage gestellt am Mo, 22. Nov 1999

Hi,

Die Holzmann AG ist Pleite ! Ob durch betrügerische Methoden oder Misswirtschaft oder wie auch immer.

Tatsache ist, dass das Angebot der Belegschaft auf 6% Lohn zu verzichten sowie die Ausweitung der wö. auf 43! Stunden nichts gebracht hat!

Wenn ein solches Angebot nichts nützt, dann muss man sich doch ernsthaft endlich mal die Frage stellen, ob die Höhe der Löhne bzw die Wochenarbeitszeit wirklich ein Kriterium für sichere Arbeitsplätze ist. Offensichtlich nicht !

Für mich ergibt sich daraus wieder einmal die Bestätigung: Niedrige Löhne und lange Arbeitszeiten haben nichts mit der Anzahl und mit der Sicherheit von Arbeitsplätzen an einem Standort zu tun !

Der Standort D wird (was ich sowieso bezweifle) höchstens durch Missmanagement ruiniert.

Sigi

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Holzmann AG..Lohnverzicht

    Hi !! Die Holzmann AG ist Pleite ! Ob durch
    betrügerische Methoden oder
    Misswirtschaft oder wie auch immer.

    Tatsache ist, dass das Angebot der
    Belegschaft auf 6% Lohn zu verzichten
    sowie die Ausweitung der wö. auf 43!
    Stunden nichts gebracht hat!

    Wenn ein solches Angebot nichts nützt,
    dann muss man sich doch ernsthaft endlich
    mal die Frage stellen, ob die Höhe der
    Löhne bzw die Wochenarbeitszeit wirklich
    ein Kriterium für sichere Arbeitsplätze
    ist. Offensichtlich nicht !

    Für mich ergibt sich daraus wieder einmal
    die Bestätigung: Niedrige Löhne und lange
    Arbeitszeiten haben nichts mit der Anzahl
    und mit der Sicherheit von Arbeitsplätzen
    an einem Standort zu tun !

    Der Standort D wird (was ich sowieso
    bezweifle) höchstens durch Missmanagement
    ruiniert.
    Die Holzmann AG hatte dreiviererungen und Sozialabgaben in D.
    2.) Preisdumping europäischer Mitbewerber bei Ausschreibungen
    3.) schlechte Konjunktur der Baubranche allgemein
    4.) Abhängigkeit von fremden Geldgebern wie Banken

    Einfach nur Mißwirtschaft zu unterstellen ist ja wohl mehr als platt.

    Die Arbeiter und Angestellten der H AG hatten sich mehr als anständig verhalten und wurden dafür noch bestraft.

    Aber von wem ??
    Nicht die Firmenleitung der H AG hat das Angebot abgelehnt, sondern die Gläubigerbanken.
    Womit wir bei der eigentlichen Misere unseres Landes wären: die Banken. Sie bereichern sich auf Kosten der Allgemeinheit, pumpen Geld in marode Firmen nur weil sie z.B. einem Freund des Vorstandsvorsitzenden gehören.
    Anderen Unternehmen geben sie bei bester Bonität keine Erweiterung des Kreditrahmens zur Finantzierung eines seriösen Projekts, weil KMUs nicht der Großindustrie und somit der ehrenwerten Familie deutscher Industrie- und Politikmagnaten angehören.
    Daß KMUs mehr oder weniger die einzigen sind, die in D noch Steuern bezahlen, ist den Banken dabei ziemlich egal. Die tun das schon längst nicht mehr.

    Der Niedergang der Holzmann AG ist zu 90% der Unflexibilität der deutschen Banker zuzuschreiben. Die restlichen 10% gehen auf das Konto der deutschen Steuerpolitik.

    Gruß,

    Mathias

    • Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
      Re^2: Holzmann AG..Lohnverzicht

      Hi !! Die Holzmann AG ist Pleite ! Ob durch
      betrügerische Methoden oder
      Misswirtschaft oder wie auch immer.

      Tatsache ist, dass das Angebot der
      Belegschaft auf 6% Lohn zu verzichten
      sowie die Ausweitung der wö. auf 43!
      Stunden nichts gebracht hat!

      Wenn ein solches Angebot nichts nützt,
      dann muss man sich doch ernsthaft endlich
      mal die Frage stellen, ob die Höhe der
      Löhne bzw die Wochenarbeitszeit wirklich
      ein Kriterium für sichere Arbeitsplätze
      ist. Offensichtlich nicht !

      Für mich ergibt sich daraus wieder einmal
      die Bestätigung: Niedrige Löhne und lange
      Arbeitszeiten haben nichts mit der Anzahl
      und mit der Sicherheit von Arbeitsplätzen
      an einem Standort zu tun !

      Der Standort D wird (was ich sowieso
      bezweifle) höchstens durch Missmanagement
      ruiniert.
      Die Holzmann AG hatte dreiviererungen und
      Sozialabgaben in D.
      ja 2.) Preisdumping europäischer Mitbewerber
      bei Ausschreibungen
      stimmt auch 3.) schlechte Konjunktur der Baubranche
      allgemein
      auch war. leidet nicht als einziger. 4.) Abhängigkeit von fremden Geldgebern
      wie Banken
      Das ist aber normal und kann den fremden Geldgebern nicht zum Vorwurf gemacht werden. Schließlich haben Sie dem Unternehmen Geld gegeben als die es nötig hatten. Einfach nur Mißwirtschaft zu unterstellen
      ist ja wohl mehr als platt.
      nur misswirschaft ja, punkt 4 auf dem du so rumreitest nicht. Die Arbeiter und Angestellten der H AG
      hatten sich mehr als anständig verhalten
      und wurden dafür noch bestraft.
      Sehr anständig, schließlich gehts aber auch um 60.000 Jobs. Aber von wem ??
      Nicht die Firmenleitung der H AG hat das
      Angebot abgelehnt, sondern die
      Gläubigerbanken.
      Die müssen allerdings auch das Recht haben mal nein zu sagen wenn Sie keine Chance mehr sehen. Ist ja Ihr Geld, bzw. das Geld Ihrer Kunden daß Sie da verliehen haben.
      Verluste zu machen um Arbeitsplätze zu rette ist nicht deren Job. Womit wir bei der eigentlichen Misere
      unseres Landes wären: die Banken. Sie
      bereichern sich auf Kosten der
      Allgemeinheit, pumpen Geld in marode
      Firmen nur weil sie z.B. einem Freund des
      Vorstandsvorsitzenden gehören.
      Gerüchte! Die 6. KWG Novelle verhindert dies. Anderen Unternehmen geben sie bei bester
      Bonität keine Erweiterung des
      Kreditrahmens zur Finantzierung eines
      seriösen Projekts, weil KMUs nicht der
      Großindustrie und somit der ehrenwerten
      Familie deutscher Industrie- und
      Politikmagnaten angehören.
      Daß KMUs mehr oder weniger die einzigen
      sind, die in D noch Steuern bezahlen, ist
      den Banken dabei ziemlich egal. Die tun
      das schon längst nicht mehr.
      Auch nicht wahr. Wer schon Geld hat (beste Bonität) bekommts ohne Probleme.
      Hier liegt das Problem: Banken scheuen die Risiken immer mehr.
      Im Gegensatz zu Daimler zahlt der Hauptaktionär der H AG (die Deutsche Bank) noch Steuern. Der Niedergang der Holzmann AG ist zu 90%
      der Unflexibilität der deutschen Banker
      zuzuschreiben. Die restlichen 10% gehen
      auf das Konto der deutschen
      Steuerpolitik.
      Falsch


      Gruß ivo

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