Antwort von
nach 9 Tagen
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Re^6: atomkatastrophe in japan
die jetzt 'gekuendigeten' Betreiber
seitens der Regierung Japans sollen doch
Ing's genug gehabt haben, wohl die
falschen,oder ?
Naja Ingenieure "haben" alleine reicht
noch nicht unbedingt, vor allem wenn man
den niederen Schergen nicht auf die
Finger guckt, bzw. ihnen nix erklaert.
Andererseits wuerde in Japan auch nie
einer von den Schergen auf die Idee
kommen zu meutern, wenn einer seiner
Vorgesetzten ihm aus was fuer Gruenden
auch immer ne Anweisung gibt, die
Schwachsinn ist. Und das ist nicht nur in
kerntechnischen Anlagen so, sondern auch
bei Banken, Eisenbahnen etc.
Andere Laender andere Sitten, da muss man
sich wohl andere Kontrollmechanismen
ueberlegen.
Hello Joern,
Zunaechst grooooossssen Dank fuer die Aufklaerung.
Jjaja, kann ich betaetigen, da auch mal drueben gewesen ,da fuer Japan-Firmen in D geschafft.
Zudem bedrueckt massiv nicht nur Indien,
viel mehr noch Pakistan ...und die gr.
Mengen Tschernobyl-Typen, die allesamt ja
fuer den naechsten Supergau geradestehen;
was passiert dann ? fuer mich ist das
DANN danach der TOD aller AKW's....
Tja, die sogeneannten "Tschernobyl-Typen"
haben fuer die Betreiberstaaten den
Vorteil, dass sie zum einen modular
gebaut werden koennen (also ohne
Druckgefaess), dass sie relativ einfach
zu betreiben sind, und dass man auch
waffenfaehiges Plutonium in ihnen
produzieren kann. Der entscheidende
Nachteil ist jedoch, dass prinzipbedingt
Brutreaktoren einen positiven void-Faktor
(bedeutet, je waermer die Anlage wird,
umso groesser wird auch die Leistung) und
einen positiven scram-Faktor (bedeutet,
dass es beim Ausschalten des Reaktors
noch zu einer Leistungsspitze kommt)
haben. Bei dem Tschernobyl-Reaktor kam
noch erschwerend hinzu, dass die
Regelstaebe nicht wie allgemein ueblich
nach oben aus dem Reaktorkern gezogen
werden, und somit im Falle eines
notwendigen Abschaltens einfach in den
Reaktorkern zurueckplumpsen koennen,
sondern sie wurden nach unten aus dem
Reaktorkern gezogen, mussten zum
Ausschalten also mit Hilfe von Motoren
zurueckgefahren werden. Und wenn die
Motoren nicht funktionieren, kann man den
Reaktor nicht ausschalten.
OHHHHHH , mein lieber Tscher -Typ, an den ich mich mit Schaudern an Bulgarien erinnere....
Danke , seh' ich ganz genau so; aber was
ist mit den gr. Mengen Tscher..., siehe
oben ?
Die sind leider nicht die einzigen
prinzipiell unsicheren Reaktortypen.
Nicht inhaerent sicher sind zunaechst mal
alle Brutreaktoren (auch die
franzoesischen), das Problem mit den
Steuerstaeben, die nur aktiv eingefahren
werden koennen, bzw. dem positiven
void-Faktor zeigen auch die britschen
Reaktoren, die mit Gaskuehlung und
Graphitmoderation arbeiten (zum Beispiel
Dungeness A) und der kanadische CANDU-Typ
(der arbeitet allerdings mit Natururan,
was wieder fuer ihn spricht).
Und auch der neue Reaktor in Muenchen
(FRM-II), der mit hochangereichertem Uran
(also waffenfaehig)
Sorry, was soll denn " waffenfaehig" in Deutschland ? ( das ist doch gegen jede intern.Vereinbarung, wird diese damit umgangen ? )
arbeiten soll ist mir
da nicht so ganz geheuer. Zumindest gibt
es keinen Grund dafuer dieses erhoehte
Risiko einzugehen, der koennte seinen
Zweck auch mit weniger angereichertem
Uran erfuellen.
Folge, dann sind demnach uU Gaus oder Supergaus moeglich, zB. Tscherno's ,Franz. und wer noch ?
Noch zum Schluss ein Zitat des
Betriebsleiters eines
Reaktors(Tschernobyl-Typ) bei St.
Petersburg:
"Bei uns kann nix passieren, wir
beschaeftigen hier ja schliesslich keine
Ukrainer."
(da wundert einen nix mehr)
Wirklich nicht, diese dummen Antworten kenne ich im Ostblock, aehneln sich auffallend !
Joern
Tschau
Onkel Tom