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Re^2: Vorurteile
Hallo Karl, hallo Mike
Ich denke, daß es gar nicht darum geht,
ob diese Schwarzafrikaner Drogen gedealt
haben oder nicht. (Erfolgreich können sie
ja nicht gewesen sein, sonst würden sie
nicht bei der Caritas wohnen).
Schon oft ist man nach der Verhaftung von Dealern oder ausländischen Zuhältern draufgekommen, dass sie seit Nonaten. ja sogar Jahren Sozialhilfe erhalten haben.
Also dieses Argument kannst Du Dir schenken.
Karl,
Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Ich
bin gegen Drogen und vor allem gegen
deren Dealer.
Und wenn jemand mit Drogen dealt, dann
gehört er bestraft und ev. je nach Tat
ausgewiesen.
Warum je nach Tat und nur eventuell?.
Verstehe ich nicht, Karl
(Naja, einen Unterschied
sollte man doch machen, je nachdem was
für eine Droge das ist. Zwischen Hasch,
Heroin oder den neuen Designerdrogen
besteht ja ein haushoher Unterschied.
Während man Hasch schon Jahrzehnte
rauchen muß, um sich zu schädigen, (soll
diese Droge auch nicht verharmlosen)
genügen bei Designerdrogen wenige Tage).
Die Wahrheit ist jedoch die:
Einige Schwarzafrikaner dealen.
Die große Mehrheit verdient ihren
Lebensunterhalt auf ehrliche Weise.
Wieviele Promille (nicht Prozent) der Deutschen waren KZ-Aufseher und trotzdem gilt der Deutsche als Judenmörder, ja selbst seine Enkel sind noch schuld. Was für eine Seite gilt, sollte auch für die andere Seite gelten.
Karl
Z. B.:
Mein ehemaliger Arbeitskollege als
Programmierer.
Mein Lieblingspizzakoch (Nicht mal echte
Italiener bringen die Pizza so hin).
Der nette Kellner in einem Cafè in Wien
Gumpendorf (bin mit ihm zur Schule
gegangen)
oder der Vater der drei älteren Kinder
meiner Exfreundin. (Er hat seinen Doktor
auf der Wirtschaftsuni gemacht und
arbeitet jetzt in einer Versicherung)
Und nicht zuletzt jene braven Mitglieder
der Putzkollonne die nachts die Wiener
U-Bahnstationen säubern.
Jaja, schon gut, ich komme gleich zum
Punkt:
Ich bin der Meinung, man sollte sie nicht
in einen Topf werfen.
Ich ärgere mich zuweilen wenn mir
amerikanische Freunde Zeitungsartikel
emailen Deutsche hätten dort dies und
Österreicher hätten dort das gemacht.
Für Amerikaner entsteht dann leicht der
Eindruch 'alle Deutsche...' usw.
Genauso ist es mit 'den'
Schwarzafrikanern, 'den' Juden, 'den'
Jugoslawen und überhaupt 'den'
Ausländern. Aus 'den' wird dann in den
Köpfen schnell 'alle'.
Wenn überproportional viele Schwarzafrikaner dealen ( was ja von der Polizei bestätigt wird) entsteht eben der Eindruck "Alle". Die Italiener werden dadurch auch zu Mafiosi.
Die Menschen neigen eben nun mal dazu, zu verallgemeinern. Das ist zwar falsch, aber es ist so.
Karl.
Wenn wir uns
jedoch jeden einzelnen Menschen ansehen,
dann erkennen wir auch seine
Persönlichkeit. Dann finden wir ihn nett,
oder auch weniger nett, aber das ist dann
wie mit jedem X-beliebigen Österreicher.
Kulturelle Unterschiede sind dann (wenn
man sie einmal kennt) nicht mehr so
wichtig.
Aber ich schweife schon wieder ab.
Wie wäre es wenn wir über jeden einzelnen
Menschen urteilen, was er gemacht hat,
oder nicht - unbesehen von seiner
Hautfarbe, Religion oder Herkunft udergl.
Und mal ganz ehrlich: wieviele Wiener
gibt es deren Eltern und Großeltern nur
aus Österreich stammen? Schlagt mal das
Wiener Telefonbuch auf.
Meine Großeltern stammen aus Tschechien,
der Slowakei, aus Ungarn und Deutschland,
und ich bin ein 'waschechter' Wiener.
Was ich noch zur FPÖ sagen wollte:
Wenn sie z. B. sagen: Wir sind dafür die
Zuzugsrate von Ausländern zu kürzen, dann
ist das ein politisches Anliegen, das man
unterstützen kann oder auch nicht.
Was ich nicht gut finde, ist schlechte
Stimmung zwischen In- und Ausländern zu
machen. (Machen nicht nur die F)
Vielleicht melden sich ja ein paar
Ausländer zu Wort? Wie ist die Stimmung
jetzt in Österreich?
Wenn jetzt Stimmung gegen Österreich
gemacht wird, dann finde ich das auch ein
wenig mies. Kaum ein anderes europäisches
Land hat so viele Asylwerber aufgenommen
wie Österreich, und wer weiß noch
wieviele S an Spendengelder bei 'Licht
ins Dunkel' zusammengekommen sind?
Österreich hat eine zutiefst menschliche
humanistische Tradition.
(Ich hoffe sie wird jetzt nicht kaputt
gemacht)
Und: Nicht alle FPÖ-Wähler sind
Ausländerfeinde.
Ich bin nicht nur FPÖ-Wähler sondern sogar Mitglied. Ich unterstütze fast vorbehaltslos die Politik von Jörg Haider, fühle mich aber nicht als Ausländerfeind.
Nur dass für mich zuerst Österreich kommt, und dann est das Ausland, wie es ja auch natürlich ist , dass zuerst meine Familie kommt, und erst dann der Nachbar. Nur wenn meine Familie versorgt ist, schaue ich auf die Anderen. Was ist daran falsch??
Karl
Friede
Euer Herbert
Hallo Mike.
Heute habe ich mir die Mühe gemacht,
Deine Behauptung: Keine Drogenhändler bei
der Caritas zu widerlegen. Dein Beitrag
vom 30.10.1999 (Haider und Ausländer)
Der Innenminister selbst hat das gesagt.
Ich habe einen Bericht einer
Parlamentssitzung kopiert:
Innenminister SchlögI antwortete auf eine
parlamentarische Anfrage der FPO
bezüglich der Drogengroßrazzia "Operation
Spring"
Der Großteil der festgenommenen
Schwarzafrikaner verfugte über
Meldezettel
zumeist bezogen auf Integrationsheime der
Caritas oder der Stadtgemeinde Graz
die mit den Meldezetteln dokumentierten
Meldungen entsprachen allerdings nicht
den Gegebenheiten, sondern dienten der
Verschleierung des wahren Aufenthaltes
Einer der Festgenommenen gab an, zunächst
von der Caritas beherbergt und
unterstutzt worden zu sein daran änderte
sich auch nichts, nachdem er sich einmal
in Schubhaft und zweimal wegen
Drogenhandels in Haft befunden hatte
Die diesbezügliche Niederschrift enthält
den Passus "Jetzt bekomme ich keine
Unterstützung mehr von der Caritas, da
die Caritas zu mir gesagt hat, daß sie
jetzt
einen Beweis haben, daß ich wie so viele
andere auch, Geld mit Drogen-
handel verdiene und daß ich daher nicht
mehr auf die Hilfe der Caritas angewiesen
bin.
Woher kamen die Meldezettel? (alle
gefälscht???) Das würde aber auch nicht
gerade für die Schwarzafrikaner sprechen.
Reicht's
So ähnlich haben aber auch die Medien
nach der Razzia berichtet.
Karl