An Mike aus Wien!!

Von: , Frage gestellt am So, 7. Nov 1999

Hallo Mike.
Heute habe ich mir die Mühe gemacht, Deine Behauptung: Keine Drogenhändler bei der Caritas zu widerlegen. Dein Beitrag vom 30.10.1999 (Haider und Ausländer)

Der Innenminister selbst hat das gesagt. Ich habe einen Bericht einer Parlamentssitzung kopiert:
Innenminister SchlögI antwortete auf eine parlamentarische Anfrage der FPO
bezüglich der Drogengroßrazzia "Operation Spring"
Der Großteil der festgenommenen Schwarzafrikaner verfugte über Meldezettel
zumeist bezogen auf Integrationsheime der Caritas oder der Stadtgemeinde Graz
die mit den Meldezetteln dokumentierten Meldungen entsprachen allerdings nicht
den Gegebenheiten, sondern dienten der Verschleierung des wahren Aufenthaltes
Einer der Festgenommenen gab an, zunächst von der Caritas beherbergt und
unterstutzt worden zu sein daran änderte sich auch nichts, nachdem er sich einmal
in Schubhaft und zweimal wegen Drogenhandels in Haft befunden hatte
Die diesbezügliche Niederschrift enthält den Passus "Jetzt bekomme ich keine
Unterstützung mehr von der Caritas, da die Caritas zu mir gesagt hat, daß sie jetzt
einen Beweis haben, daß ich wie so viele andere auch, Geld mit Drogen-
handel verdiene und daß ich daher nicht mehr auf die Hilfe der Caritas angewiesen
bin.
Woher kamen die Meldezettel? (alle gefälscht???) Das würde aber auch nicht gerade für die Schwarzafrikaner sprechen.
Reicht's
So ähnlich haben aber auch die Medien nach der Razzia berichtet.
Karl

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: Vorurteile

    Hallo Karl, hallo Mike

    Ich denke, daß es gar nicht darum geht, ob diese Schwarzafrikaner Drogen gedealt haben oder nicht. (Erfolgreich können sie ja nicht gewesen sein, sonst würden sie nicht bei der Caritas wohnen).
    Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Ich bin gegen Drogen und vor allem gegen deren Dealer.
    Und wenn jemand mit Drogen dealt, dann gehört er bestraft und ev. je nach Tat ausgewiesen. (Naja, einen Unterschied sollte man doch machen, je nachdem was für eine Droge das ist. Zwischen Hasch, Heroin oder den neuen Designerdrogen besteht ja ein haushoher Unterschied. Während man Hasch schon Jahrzehnte rauchen muß, um sich zu schädigen, (soll diese Droge auch nicht verharmlosen) genügen bei Designerdrogen wenige Tage).

    Die Wahrheit ist jedoch die:
    Einige Schwarzafrikaner dealen.
    Die große Mehrheit verdient ihren Lebensunterhalt auf ehrliche Weise.
    Z. B.:
    Mein ehemaliger Arbeitskollege als Programmierer.
    Mein Lieblingspizzakoch (Nicht mal echte Italiener bringen die Pizza so hin).
    Der nette Kellner in einem Cafè in Wien Gumpendorf (bin mit ihm zur Schule gegangen)
    oder der Vater der drei älteren Kinder meiner Exfreundin. (Er hat seinen Doktor auf der Wirtschaftsuni gemacht und arbeitet jetzt in einer Versicherung)
    Und nicht zuletzt jene braven Mitglieder der Putzkollonne die nachts die Wiener U-Bahnstationen säubern.

    Jaja, schon gut, ich komme gleich zum Punkt:

    Ich bin der Meinung, man sollte sie nicht in einen Topf werfen.
    Ich ärgere mich zuweilen wenn mir amerikanische Freunde Zeitungsartikel emailen Deutsche hätten dort dies und Österreicher hätten dort das gemacht.
    Für Amerikaner entsteht dann leicht der Eindruch 'alle Deutsche...' usw.

    Genauso ist es mit 'den' Schwarzafrikanern, 'den' Juden, 'den' Jugoslawen und überhaupt 'den' Ausländern. Aus 'den' wird dann in den Köpfen schnell 'alle'. Wenn wir uns jedoch jeden einzelnen Menschen ansehen, dann erkennen wir auch seine Persönlichkeit. Dann finden wir ihn nett, oder auch weniger nett, aber das ist dann wie mit jedem X-beliebigen Österreicher. Kulturelle Unterschiede sind dann (wenn man sie einmal kennt) nicht mehr so wichtig.

    Aber ich schweife schon wieder ab.

    Wie wäre es wenn wir über jeden einzelnen Menschen urteilen, was er gemacht hat, oder nicht - unbesehen von seiner Hautfarbe, Religion oder Herkunft udergl.

    Und mal ganz ehrlich: wieviele Wiener gibt es deren Eltern und Großeltern nur aus Österreich stammen? Schlagt mal das Wiener Telefonbuch auf.
    Meine Großeltern stammen aus Tschechien, der Slowakei, aus Ungarn und Deutschland, und ich bin ein 'waschechter' Wiener.

    Was ich noch zur FPÖ sagen wollte:
    Wenn sie z. B. sagen: Wir sind dafür die Zuzugsrate von Ausländern zu kürzen, dann ist das ein politisches Anliegen, das man unterstützen kann oder auch nicht.
    Was ich nicht gut finde, ist schlechte Stimmung zwischen In- und Ausländern zu machen. (Machen nicht nur die F)

    Vielleicht melden sich ja ein paar Ausländer zu Wort? Wie ist die Stimmung jetzt in Österreich?

    Wenn jetzt Stimmung gegen Österreich gemacht wird, dann finde ich das auch ein wenig mies. Kaum ein anderes europäisches Land hat so viele Asylwerber aufgenommen wie Österreich, und wer weiß noch wieviele S an Spendengelder bei 'Licht ins Dunkel' zusammengekommen sind? Österreich hat eine zutiefst menschliche humanistische Tradition.
    (Ich hoffe sie wird jetzt nicht kaputt gemacht)
    Und: Nicht alle FPÖ-Wähler sind Ausländerfeinde.


    Friede
    Euer Herbert [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
      Re^2: Vorurteile

      Hallo Karl, hallo Mike

      Ich denke, daß es gar nicht darum geht,
      ob diese Schwarzafrikaner Drogen gedealt
      haben oder nicht. (Erfolgreich können sie
      ja nicht gewesen sein, sonst würden sie
      nicht bei der Caritas wohnen).
      Schon oft ist man nach der Verhaftung von Dealern oder ausländischen Zuhältern draufgekommen, dass sie seit Nonaten. ja sogar Jahren Sozialhilfe erhalten haben.
      Also dieses Argument kannst Du Dir schenken.
      Karl, Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Ich
      bin gegen Drogen und vor allem gegen
      deren Dealer.
      Und wenn jemand mit Drogen dealt, dann
      gehört er bestraft und ev. je nach Tat
      ausgewiesen.
      Warum je nach Tat und nur eventuell?.
      Verstehe ich nicht, Karl
      (Naja, einen Unterschied sollte man doch machen, je nachdem was
      für eine Droge das ist. Zwischen Hasch,
      Heroin oder den neuen Designerdrogen
      besteht ja ein haushoher Unterschied.
      Während man Hasch schon Jahrzehnte
      rauchen muß, um sich zu schädigen, (soll
      diese Droge auch nicht verharmlosen)
      genügen bei Designerdrogen wenige Tage).

      Die Wahrheit ist jedoch die:
      Einige Schwarzafrikaner dealen.
      Die große Mehrheit verdient ihren
      Lebensunterhalt auf ehrliche Weise.
      Wieviele Promille (nicht Prozent) der Deutschen waren KZ-Aufseher und trotzdem gilt der Deutsche als Judenmörder, ja selbst seine Enkel sind noch schuld. Was für eine Seite gilt, sollte auch für die andere Seite gelten.
      Karl Z. B.:
      Mein ehemaliger Arbeitskollege als
      Programmierer.
      Mein Lieblingspizzakoch (Nicht mal echte
      Italiener bringen die Pizza so hin).
      Der nette Kellner in einem Cafè in Wien
      Gumpendorf (bin mit ihm zur Schule
      gegangen)
      oder der Vater der drei älteren Kinder
      meiner Exfreundin. (Er hat seinen Doktor
      auf der Wirtschaftsuni gemacht und
      arbeitet jetzt in einer Versicherung)
      Und nicht zuletzt jene braven Mitglieder
      der Putzkollonne die nachts die Wiener
      U-Bahnstationen säubern.

      Jaja, schon gut, ich komme gleich zum
      Punkt:

      Ich bin der Meinung, man sollte sie nicht
      in einen Topf werfen.
      Ich ärgere mich zuweilen wenn mir
      amerikanische Freunde Zeitungsartikel
      emailen Deutsche hätten dort dies und
      Österreicher hätten dort das gemacht.
      Für Amerikaner entsteht dann leicht der
      Eindruch 'alle Deutsche...' usw.

      Genauso ist es mit 'den'
      Schwarzafrikanern, 'den' Juden, 'den'
      Jugoslawen und überhaupt 'den'
      Ausländern. Aus 'den' wird dann in den
      Köpfen schnell 'alle'.
      Wenn überproportional viele Schwarzafrikaner dealen ( was ja von der Polizei bestätigt wird) entsteht eben der Eindruck "Alle". Die Italiener werden dadurch auch zu Mafiosi.
      Die Menschen neigen eben nun mal dazu, zu verallgemeinern. Das ist zwar falsch, aber es ist so.
      Karl. Wenn wir uns
      jedoch jeden einzelnen Menschen ansehen,
      dann erkennen wir auch seine
      Persönlichkeit. Dann finden wir ihn nett,
      oder auch weniger nett, aber das ist dann
      wie mit jedem X-beliebigen Österreicher.
      Kulturelle Unterschiede sind dann (wenn
      man sie einmal kennt) nicht mehr so
      wichtig.

      Aber ich schweife schon wieder ab.

      Wie wäre es wenn wir über jeden einzelnen
      Menschen urteilen, was er gemacht hat,
      oder nicht - unbesehen von seiner
      Hautfarbe, Religion oder Herkunft udergl.

      Und mal ganz ehrlich: wieviele Wiener
      gibt es deren Eltern und Großeltern nur
      aus Österreich stammen? Schlagt mal das
      Wiener Telefonbuch auf.
      Meine Großeltern stammen aus Tschechien,
      der Slowakei, aus Ungarn und Deutschland,
      und ich bin ein 'waschechter' Wiener.

      Was ich noch zur FPÖ sagen wollte:
      Wenn sie z. B. sagen: Wir sind dafür die
      Zuzugsrate von Ausländern zu kürzen, dann
      ist das ein politisches Anliegen, das man
      unterstützen kann oder auch nicht.
      Was ich nicht gut finde, ist schlechte
      Stimmung zwischen In- und Ausländern zu
      machen. (Machen nicht nur die F)

      Vielleicht melden sich ja ein paar
      Ausländer zu Wort? Wie ist die Stimmung
      jetzt in Österreich?

      Wenn jetzt Stimmung gegen Österreich
      gemacht wird, dann finde ich das auch ein
      wenig mies. Kaum ein anderes europäisches
      Land hat so viele Asylwerber aufgenommen
      wie Österreich, und wer weiß noch
      wieviele S an Spendengelder bei 'Licht
      ins Dunkel' zusammengekommen sind?
      Österreich hat eine zutiefst menschliche
      humanistische Tradition.
      (Ich hoffe sie wird jetzt nicht kaputt
      gemacht)
      Und: Nicht alle FPÖ-Wähler sind
      Ausländerfeinde.
      Ich bin nicht nur FPÖ-Wähler sondern sogar Mitglied. Ich unterstütze fast vorbehaltslos die Politik von Jörg Haider, fühle mich aber nicht als Ausländerfeind.
      Nur dass für mich zuerst Österreich kommt, und dann est das Ausland, wie es ja auch natürlich ist , dass zuerst meine Familie kommt, und erst dann der Nachbar. Nur wenn meine Familie versorgt ist, schaue ich auf die Anderen. Was ist daran falsch??
      Karl

      Friede
      Euer Herbert Hallo Mike.
      Heute habe ich mir die Mühe gemacht,
      Deine Behauptung: Keine Drogenhändler bei
      der Caritas zu widerlegen. Dein Beitrag
      vom 30.10.1999 (Haider und Ausländer)

      Der Innenminister selbst hat das gesagt.
      Ich habe einen Bericht einer
      Parlamentssitzung kopiert:
      Innenminister SchlögI antwortete auf eine
      parlamentarische Anfrage der FPO
      bezüglich der Drogengroßrazzia "Operation
      Spring"
      Der Großteil der festgenommenen
      Schwarzafrikaner verfugte über
      Meldezettel
      zumeist bezogen auf Integrationsheime der
      Caritas oder der Stadtgemeinde Graz
      die mit den Meldezetteln dokumentierten
      Meldungen entsprachen allerdings nicht
      den Gegebenheiten, sondern dienten der
      Verschleierung des wahren Aufenthaltes
      Einer der Festgenommenen gab an, zunächst
      von der Caritas beherbergt und
      unterstutzt worden zu sein daran änderte
      sich auch nichts, nachdem er sich einmal
      in Schubhaft und zweimal wegen
      Drogenhandels in Haft befunden hatte
      Die diesbezügliche Niederschrift enthält
      den Passus "Jetzt bekomme ich keine
      Unterstützung mehr von der Caritas, da
      die Caritas zu mir gesagt hat, daß sie
      jetzt
      einen Beweis haben, daß ich wie so viele
      andere auch, Geld mit Drogen-
      handel verdiene und daß ich daher nicht
      mehr auf die Hilfe der Caritas angewiesen
      bin.
      Woher kamen die Meldezettel? (alle
      gefälscht???) Das würde aber auch nicht
      gerade für die Schwarzafrikaner sprechen.
      Reicht's
      So ähnlich haben aber auch die Medien
      nach der Razzia berichtet.
      Karl

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Der Riß geht tief Re 2. Versuch

        (Den 1. hab ich wieder gelöscht)
        Hi Karl!
        Der Riß geht tief durch unsere Gesellschaft.
        Versuchen wir ein bißchen zu kitten.
        Also Vorurteile gegenüber Soldaten: Wieviele Promille (nicht Prozent) der
        Deutschen waren KZ-Aufseher und trotzdem
        gilt der Deutsche als Judenmörder, ja
        selbst seine Enkel sind noch schuld. Was
        für eine Seite gilt, sollte auch für die
        andere Seite gelten.
        Karl
        Sowas können nur die verbohrtesten behaupten. Also: Nicht die Soldaten waren die Verbrecher. Die meisten waren Opfer.

        Nun gut, was ist mit den Vorwürfen den Juden gegenüber? Sie waren vor 500 Jahren Wucherer? Wieviele Promille waren das?
        Oder sie hätten vor 2000 Jahren Jesus ermordet?
        1. War Jesus selber Jude
        2. Hat, denke ich, Herodes ihn ermordet
        3. Wenn es doch 'die Juden' waren wieviele Porommille waren es?
        Beides außerdem schon ein bißchen verjährt, würde ich sagen.
        Beide Vorurteile wurden allen ernstes hier gepostet. Wenn überproportional viele
        Schwarzafrikaner dealen ( was ja von der
        Polizei bestätigt wird) entsteht eben der
        Eindruck "Alle". Die Italiener werden
        dadurch auch zu Mafiosi.
        Wieviele Promille der Italiener sind Mafiosi? Und wieviele Prozent leiden unter ihnen. Verdienen sie etwa Mafiosi genannt zu werden?
        Wieviele Promille der Schwarzafrikaner dealen?
        Verdienen sie in einem Topf mit Dealern geworfen zu werden?
        Ist das nicht genau so ein Unfug, wie Dich als Judenmörder zu bezeichnen? Die Menschen neigen eben nun mal dazu, zu
        verallgemeinern. Das ist zwar falsch,
        ganau aber es ist so.
        und das muß nicht so sein. Karl.
        Ich bin nicht nur FPÖ-Wähler sondern
        sogar Mitglied. Ich unterstütze fast
        vorbehaltslos die Politik von Jörg
        Haider, fühle mich aber nicht als
        Ausländerfeind.
        Nur dass für mich zuerst Österreich
        kommt, und dann est das Ausland, wie es
        ja auch natürlich ist , dass zuerst meine
        Familie kommt, und erst dann der Nachbar.
        Nur wenn meine Familie versorgt ist,
        schaue ich auf die Anderen. Was ist daran
        falsch??
        Karl
        Österreich zuerst? Ja natürlich, aber wie wäre es mit: Der Mensch zuerst? Naja beide Slogans gabs schon mal.

        Warum hören wir nicht endlich auf, uns Vorurteile an den Kopf zu werfen?

        Können wir nicht jeden Menschen beurteilen, und nicht vorverurteilen?

        Wenn ein Soldat keine Kriegsverbrechen begangen hat, dan hat er eben keine begangen.

        Wenn ein Italiener kein Mafiosi ist, dann ist er eben kein Mafiosi.

        Wenn ein Schwarzafrikaner nicht mit Drogen dealt, dann ist er eben kein Dealer.

        Und wenn ein Jude Jesus nicht ermordet hat, dann ist er eben kein Jesusmörder.

        Wie wäre das? Schon einmal ging in Österreich der Riß so tief, daß Österreicher auf Österreicher schossen.


        Ich bin mit Ausländern aufgewachsen. Im Kindergarten, in der Schule, im Park. Ausländer waren meine ersten Freunde. (Leider hielten diese Freundschaften nicht lange. Die meisten sind wieder zurückgekehrt) Ja sogar in meiner Familie (Mein Onkel)Der Riß bei uns ging zwischen netten und weniger netten Schulkollegen.

        Ich habe erst nach einem Jahr realisiert, daß Leila keine Österreicherin war. Sie hatte auf Deutsch immer ein 'sehr gut'. (Zum Unterschied zu mir). Sie sprach das schönste Deutsch, wußte immer wo man Beistriche setzt, und hatte so schöne braune Augen. Erst als sie Österreicherin wurde verschlechterte sich kurz ihre Deutschnote.

        Da war noch kein Riß zwischen In- und Ausländern. Und das sollte für mich so bleiben

        Friede
        Euer Herbert

  2. Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
    Re: An Mike aus Wien!!

    Grüß Gott, Karl!

    Es ist erfrischend wieder ein sachliches
    Statement zu bekommen.
    Also: Es werden viele Schwarzafrikaner -meist Asylwerber - in den Caritasheimen untergebracht. Sie bekommen einen Meldezettel, wie es sich ja gehört.
    In der Regel werden diese Leute für einige
    Zeit untergebracht und versorgt.
    Wird festgestellt, daß jemand mit Drogen zu
    tun hat, fliegt er sofort raus. Was allerdings ein Problem ist: Viel ziehen freiwillig aus, tauchen unter oder werden eben rausgeschmissen>>die Kopie des
    Meldezettels bleibt aber in vielen Fällen im
    Besitz der leute wenn sich keine Gelegenheit
    bietet,ihn abzunehmen (er gehört ihnen ja
    auch,streng rechtlich genommen). Die Leute
    werden umgehend polizeilich abgemeldet,
    allerdings fehlt auf dem Exemplar des
    Meldezettels der Ex-Heimbewohner der
    entsprechende Stempel. Bei einer Kontrolle,macht sich der jeweilige Polizist
    oft nicht die Mühe, extra beim Meldeamt
    nachzufragen. Deshalb wird in vielen Fällen
    angenommen, daß die Leute noch bei der
    Caritas wohnen.
    Du siehst, es ist alles sehr kompliziert.
    In Wien wurde - entgegen den
    Behauptungen der FPÖ-Wien - noch nie ein
    Drogenhändler in einem Caritasheim
    verhaftet.
    Was in Graz gelaufen ist, weiß ich nicht
    genau, aber vermutlich wird auch dort die
    Sache bei näherer Betrachtung ganz anders
    aussehen.

    Doch eigentlich möchte ich nicht über die Caritas diskustieren.
    Das Problem ist doch vielmehr, daß seitens der FPÖ gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe - in diesem Fall die Schwarzafrikaner - eine negative Stimmung erzeugt wird. Meldungen wie "Wollen Sie , daß Drogenhändler mit Handies und Designeranzügen frei herumlaufen" oder "in Wien gibt es tausende afrikanische Drogenhändler und hundertausende illegale Ausländer"(so ähnlich wurde es ja verbreitet)verunglimpfen alle Afrikaner (bzw. überhaupt Ausländer) in Wien. Du darfst mir glauben, daß auch die Afrikaner nicht glücklich über ihre kriminellen Lands- (eigentlich: Kontinents-)Leute sind.
    Doch die FPÖ verbreitet bewußt eine negative Stimmung und schürt vorhandene Ängste. Dabei schreckt sie auch nicht vor der Verbreitung von falschen Tatsachen zurück.
    Und setzt sich jemand für Ausländer ein, wird eben auch gegen die "Gesinnungsterroristen" und "Kerzerlmarschierer" Stimmung gemacht.

    Haider ist in dieser Hinsicht nichts besonders>>seine Technik wird von allen rechtsextremen Politikern in Europa angewandt; - er ist vielleicht nur etwas geschickter.

    Grüße,

    Mike

    • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
      Re^2: An Mike aus Wien!!

      Hi Mike
      Eigentlich hatte ich keine große Lust am 12. mitzumachen, aber ich erkenne jetzt wie notwendig ein Zeichen ist.

      Servus
      Dein Dermitderkerzemaschiert

    • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
      Re^2: An Mike aus Wien!!

      Grüß Gott, Karl!

      Es ist erfrischend wieder ein sachliches
      Statement zu bekommen.
      Also: Es werden viele Schwarzafrikaner
      -meist Asylwerber - in den Caritasheimen
      untergebracht. Sie bekommen einen
      Meldezettel, wie es sich ja gehört.
      In der Regel werden diese Leute für
      einige
      Zeit untergebracht und versorgt.
      Wird festgestellt, daß jemand mit Drogen
      zu
      tun hat, fliegt er sofort raus.
      Lies aufmerksam Schlögls Aussage: einmal in Schubhaft. Warum nicht abgeschoben? Vielleicht Hungerstreik, Zweimal in Haft wegen Drogenhandel. Trotzdem im Heim? Was
      allerdings ein Problem ist: Viel ziehen
      freiwillig aus, tauchen unter oder werden
      eben rausgeschmissen>>die Kopie des
      Meldezettels bleibt aber in vielen Fällen
      im
      Besitz der leute wenn sich keine
      Gelegenheit
      bietet,ihn abzunehmen (er gehört ihnen ja
      auch,streng rechtlich genommen). Die
      Leute
      werden umgehend polizeilich abgemeldet,
      allerdings fehlt auf dem Exemplar des
      Meldezettels der Ex-Heimbewohner der
      entsprechende Stempel. Bei einer
      Kontrolle,macht sich der jeweilige
      Polizist
      oft nicht die Mühe, extra beim Meldeamt
      nachzufragen. Deshalb wird in vielen
      Fällen
      angenommen, daß die Leute noch bei der
      Caritas wohnen.
      Du siehst, es ist alles sehr kompliziert.
      In Wien wurde - entgegen den
      Behauptungen der FPÖ-Wien - noch nie ein
      Drogenhändler in einem Caritasheim
      verhaftet.
      Bei der Grossrazzia, wie bei de Polizei zu erfragen, eben doch. Was in Graz gelaufen ist, weiß ich nicht
      genau, aber vermutlich wird auch dort die
      Sache bei näherer Betrachtung ganz anders
      aussehen.
      Doch eigentlich möchte ich nicht über die
      Caritas diskustieren.
      Das Problem ist doch vielmehr, daß
      seitens der FPÖ gegen eine ganze
      Bevölkerungsgruppe - in diesem Fall die
      Schwarzafrikaner - eine negative Stimmung
      erzeugt wird. Meldungen wie "Wollen Sie ,
      daß Drogenhändler mit Handies und
      Designeranzügen frei herumlaufen" oder
      "in Wien gibt es tausende afrikanische
      Drogenhändler und hundertausende illegale
      Ausländer"(so ähnlich wurde es ja
      verbreitet)verunglimpfen alle Afrikaner
      (bzw. überhaupt Ausländer) in Wien.
      Das mit den Tausenden afrikanischen Drogenhändlern ist vielleicht übertrieben. Einige Hundert werden es aber wahrscheinlich sein. Und das mit den hunderttausenden illegalen Ausländern dürfte ja stimmen. Selbst offizielle Stellen gehen davon aus. Also was ist an seinen Aussagen falsch. Mit der Wahrheit kann ich nicht Stimmung machen sondern nur aufdecken. Wenn in der, jetzt gottseidank wegen aufgedeckter Fälschungen eingestelten, Wehrmachtsaussellung die ganze deutsche Wehrmacht verunglimpft wird, findet das die linke Szene in Ordnung. Also ihr dreht eben alles so, wie ihr es wollt.
      Einer darf, der Andere nicht. Und das ist die Schweinerei, gegen die es anzukämpfen gilt. Ich war deutscher Soldat, also Angehöriger einer verbrecherischen Organisation. Also auch ein Verbrecher.
      Dagegen wehre ich mich. Und jetzt sage nicht, wenn ich kein Verbrecher war, muss ich mich nicht betroffen fühlen. Auch anständige Schwarze brauchen sich nicht betroffen fühlen.
      Karl Du
      darfst mir glauben, daß auch die
      Afrikaner nicht glücklich über ihre
      kriminellen Lands- (eigentlich:
      Kontinents-)Leute sind.
      Doch die FPÖ verbreitet bewußt eine
      negative Stimmung und schürt vorhandene
      Ängste. Dabei schreckt sie auch nicht vor
      der Verbreitung von falschen Tatsachen
      zurück.
      Und setzt sich jemand für Ausländer ein,
      wird eben auch gegen die
      "Gesinnungsterroristen" und
      "Kerzerlmarschierer" Stimmung gemacht.
      Wenn ihr eure Energie gegen Missstände in Österreich, die Österreicher betreffen (z.B. die vorgesehenen Erhöhungen der Pensionen, im Verhältnis zu den anderen Lohn- und Gehaltserhöhungen im nächsten Jahr) einsetzen würdet, wäre das wohl nicht so spektakulär, aber klüger.
      Karl Haider ist in dieser Hinsicht nichts
      besonders>>seine Technik wird von
      allen rechtsextremen Politikern in Europa
      angewandt; - er ist vielleicht nur etwas
      geschickter.

      Grüße,

      Mike

      • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
        Re^3: An Mike aus Wien!!

        Hi Karl Das mit den Tausenden afrikanischen
        Drogenhändlern ist vielleicht
        übertrieben. Einige Hundert werden es
        aber wahrscheinlich sein. Und das mit den
        hunderttausenden illegalen Ausländern
        dürfte ja stimmen. Selbst offizielle
        Stellen gehen davon aus. Also was ist an
        seinen Aussagen falsch. Mit der Wahrheit
        kann ich nicht Stimmung machen sondern
        nur aufdecken. Wenn in der, jetzt
        gottseidank wegen aufgedeckter
        Fälschungen eingestelten,
        Wehrmachtsaussellung die ganze deutsche
        Wehrmacht verunglimpft wird, findet das
        die linke Szene in Ordnung. Also ihr
        dreht eben alles so, wie ihr es wollt.
        Einer darf, der Andere nicht. Und das ist
        die Schweinerei, gegen die es anzukämpfen
        gilt. Ich war deutscher Soldat, also
        Angehöriger einer verbrecherischen
        Organisation. Also auch ein Verbrecher.
        Dagegen wehre ich mich. Und jetzt sage
        nicht, wenn ich kein Verbrecher war, muss
        ich mich nicht betroffen fühlen. Auch
        anständige Schwarze brauchen sich nicht
        betroffen fühlen.
        Karl
        Ach Karl, wer sagt denn sowas? Nicht die Soldaten waren die Verbrecher. (Ich hab' auch auf diesem Brett nichts dergleichen gelesen. Wenn Du doch etwas dergleichen gefunden hast, dann schreib's mir bitte. Hab keine Lust alle Artikel zu lesen.) Wenn Du in einer Firma bist, die Gesetze bricht, kannst Du als Angestellter auch nicht belangt werden. Selbst dann nicht wenn Du's bemerkt hast. Da kommt noch ein Unterschied dazu: Wenn Du bei der Firma kündigen willst, dann kannst Du das tun. Die Wehrmacht konnte man nur unter Einsatz seines Lebens kündigen.

        Wenn die Wehrmacht mehr Kriegsverbrechen verschuldet hat, als andere Kriegsteilnehmer, so ist das der Naziführung anzukreiden. Der Soldat war meist nur Befehlsempfänger.
        (Damit spreche ich niemanden frei, der als Soldat Kriegsverbrechen begangen hat)
        Der Krieg war aber auf jeden Fall ein Verbrechen. Nimm einmal eine Landkarte, und stelle Dir ein Gebiet in dem 65 Millionen Menschen leben menschenleer vor. (So ungefähr Österreich, die Schweiz und Deutschland bis, naja sagen wir Bonn) Absolut nichts und niemand kann sowas rechtfertigen. (Für uns danach geborene absolut unvorstellbar)

        Servus
        Dein Herbert Du
        darfst mir glauben, daß auch die
        Afrikaner nicht glücklich über ihre
        kriminellen Lands- (eigentlich:
        Kontinents-)Leute sind.
        Doch die FPÖ verbreitet bewußt eine
        negative Stimmung und schürt vorhandene
        Ängste. Dabei schreckt sie auch nicht vor
        der Verbreitung von falschen Tatsachen
        zurück.
        Und setzt sich jemand für Ausländer ein,
        wird eben auch gegen die
        "Gesinnungsterroristen" und
        "Kerzerlmarschierer" Stimmung gemacht.
        Wenn ihr eure Energie gegen Missstände in
        Österreich, die Österreicher betreffen
        (z.B. die vorgesehenen Erhöhungen der
        Pensionen, im Verhältnis zu den anderen
        Lohn- und Gehaltserhöhungen im nächsten
        Jahr) einsetzen würdet, wäre das wohl
        nicht so spektakulär, aber klüger.
        Ist auch mein Anliegen Karl
        Haider ist in dieser Hinsicht nichts
        besonders>>seine Technik wird von
        allen rechtsextremen Politikern in Europa
        angewandt; - er ist vielleicht nur etwas
        geschickter.

        Grüße,

        Mike

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: An Mike aus Wien!!

        Ich war deutscher Soldat, also
        Angehöriger einer verbrecherischen
        Organisation. Also auch ein Verbrecher.
        Dagegen wehre ich mich. Und jetzt sage
        nicht, wenn ich kein Verbrecher war, muss
        ich mich nicht betroffen fühlen. Auch
        anständige Schwarze brauchen sich nicht
        betroffen fühlen.
        Das verstehe jetzt, wer will: Was soll jetzt jemand machen, der zu Unrecht Opfer von Verallgemeinerungen wird? Sich wehren oder die Schnauze halten - ach so: "nicht betroffen fühlen".

        Oder meinst du: _Mir_ steht es zu, mich gegen Verallgemeinerungen zu wehren, die keiner ausgesprochen hat, aber der vermeintlich anständige Schwarze hat die Schnauze zu halten?

        Reinhard

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!