Hallo Jörg,
wenn statische s/w Bilder im photochemischen Verfahren reichen, dann sollte ein IR-Film nebst passendem Filter für eine handelsübliche Spiegelreflex reichen um einfache Thermobilder zu machen. Das Zubehör gibt es in gut sortierten Fachgeschäften bzw. im entsprechenden Versandhandel. Problematisch ist die Entwicklung, weil der Film natürlich bei konstanter Temperatur zur Entwicklung kommen muss, und das geht eigentlich nur bei Eigenentwicklung oder wenn man ein Labor an der Hand hat, dem man den Film direkt übergeben kann. Postversand etc. (Temperaturschwankungen) könnte ungeahnte Folgen haben. Um die Temperaturdifferenzen dann durch Falschfarben deutlicher zu machen, muss man dann das Negativ scannen und im PC entsprechend einfärben.
Nicht so einfach ist der direkte digitale Weg, weil IMHO die normalen Chips gängiger Digitalcameras im IR-Bereich mehr oder weniger blind sind, der Filter zum Aussperren des sichtbaren Lichts also dafür sorgt, dass letztendlich nichts mehr auf den Bildern ist. Rein praktisch könnte aber auch schon der Aufnahmevorgang an sich scheitern, weil viele Cameras bei unzureichender Belichtung und fehlender Fokussiermöglichkeit überhaupt keine Speicherung eines Bildes zulassen. Es dürfte also ein einem speziellen Bildwandler, den man dann über entsprechende Schnittstelle (TV-Karte/Framegrabber) am PC anschließt wohl nicht vorbei führen. Und diese Dinger sind leider nicht ganz billig (geringe Stückzahlen).
Gruß vom Wiz
Was braucht man um thermobilder (z.B. vom Wärmeverlust eines
Hauses) erstellen zu können?
Gruß Jörg