Hallo zusammen!
Da ja irgendwie in der Natur so ziemlich alles seinen Sinn macht, frag ich mich, wo der Sinn ist, dass Kastanien mit diesem Stachelgehäuse umgeben sind. Logische Antwort wäre: Aus Schutz vor Viechern, die die Kastanien lecker finden. Aber welches Vieh fliegt auf den Kastanienbaum, schnappt sich sonne Kastanien-Bowling-Kugel und kriegt die dann auch noch runter?
Also: Warum haben Kastanien Stacheln?
Verwundert sich fragt
Golden Luzie
Also: Warum haben Kastanien Stacheln?
Verwundert sich fragt
Golden Luzie
Hallo Luzie,
welche Kastanie meinst du nun, die Rosskastanie (Aesculus Hippocastanum) oder die echte Kastanie (Castanea savita) ?
Bei der ersten ist dein Einwand verständlich, fallen doch die reifen Früchte der Rosskastanien in der Regel ohne Stachelhülle zu Boden aber wenn du die echte Kastanie meinst ist wohl der Schutz gegen „Viecher“ sehr ausgeprägt, denn du mußt sie beim „ernten“ erst aus der stacheligen Hülle befreien, wenn sie am Boden liegt und das ist nur mit einen Trick möglich, ich trete seitlich drauf und quetsche sie so aus der Hülle.
Allerdings hab’ ich mit dem Unkrautzupfen im Blumenbeet
unterhalb der Baumkrone erhebliche Probleme, daß geht kaum ohne Stacheln in den Fingern selbst im darauffolgenden Frühjahr ab.
Also im Prinzip bin ich mit dem Sinn der Stacheln bestens vertraut.
Gruß Jukaido
Hallo !
Die „Stacheln“ arbeiten als Feuchtigkeitsabgeber. Die Feuchtigkeit verdunstet durch die Stacheln und die Schale trocknet aus. Verbiegt sich und gibt die Frucht frei.
mfgConrad
Hallo !
Die „Stacheln“ arbeiten als Feuchtigkeitsabgeber. Die
Feuchtigkeit verdunstet durch die Stacheln und die Schale trocknet aus. Verbiegt sich und gibt die Frucht frei.
mfgConrad
jo Conrad, dass ist eine logische Zuordnung der „Stacheln“ bei der Rosskastanie, obwohl ich bei der echten Kastanie, mit ihren haarfeinen und sehr grazilem „Stachelkleid“, das im Herbst mit abgeworfen wird, doch mehr zum Fraßschutz tendiere.
Gruß Jukaido
jo Conrad, dass ist eine logische Zuordnung der „Stacheln“ bei
der Rosskastanie, obwohl ich bei der echten Kastanie, mit
ihren haarfeinen und sehr grazilem „Stachelkleid“, das im
Herbst mit abgeworfen wird, doch mehr zum Fraßschutz
tendiere.
Gruß Jukaido
Warum sollte die Hülle, also nicht die Frucht, geschützt werden?
Ist das vielleicht kein Freßschutz, sondern Freßaufforderung? Knabber mich an, damit ich platze!!!
mfgConrad
Warum sollte die Hülle, also nicht die Frucht, geschützt
werden?
Ist das vielleicht kein Freßschutz, sondern Freßaufforderung?
Knabber mich an, damit ich platze!!!
mfgConrad
Hallo Conrad, nun hast du offensichtlich watt nicht völlig richtig verstanden, bei der echten Kastanie ist die Fruchthülle nach Fruchtfall in der Regel nicht geöffnet und sie dient m.E. nicht nur als Schutz sondern auch als Startdüngung zum Keimen in der nächsten Wachstumsperiode
und daher wird wohl Mutter Natur die Stacheln nicht zur Anknabberaufforderung, so zusagen als Aperitif zur Mahlzeit, geschaffen haben, denke ich.
Gruß Jukaido
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geschaffen haben, denke ich.
Gruß Jukaido
Aha, Du denkst und ich habe nichts verstanden!
Wer hat nu recht?
Einigungsvorschlag:
Du bleibst beim „Aperitif für Viecher“ und steche mir beim Unkrautrupfen in diesem Herbst, wieder die Finger am Schutzmechnismus der echten Kastanie blutig.
Einverstanden ??
Gruß Jukaido
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Können wir machen!
Hat denn die Kastanie einen tierischen Fresser? Ich glaube nicht!
Und für Bohrwürmer wären die Stacheln kein Hindernis.
mfgConrad
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Können wir machen!
1.) Hat denn die Kastanie einen tierischen Fresser? Ich glaube
nicht!
2.) Und für Bohrwürmer wären die Stacheln kein Hindernis.
mfgConrad
zu 1) ich denke nicht mehr, die paar Wildschweine die hier bei uns herumlaufen haben die Grünröcke als Feinde
und die halten die Population in Grenzen.
übrigens, meine Edelkastanien wurden bereits von der ollen Römer so um 5 n. Chr. als schnellwachsendes Bauholz hier angepflanzt
und sind dann, nachdem Varus von Arminus fürchterlich eins auf die Mütze( oder war’s der Helm ? ) bekommen hat,in den letzten 2.ooo Jahren hier in Westfalen verwildert.
zu 2) Bohrwürmer würden wohl eher das Stammholz angreifen als so eine echte Kastanie bzw. Marone! *grinswissend*
Gruß Jukaido
Hallo Luzie,
es war einmal, vor langer, langer Zeit, da plumpsten die Kastanien mit ihrer stacheligen Hülle zu Boden und sprangen nicht auf.
Höhlenbären, Säbelzahntiger, Wölfe usw. wälzten sich im Schatten der Kastanien und trugen die Früchte in ihrem Pelz mit sich herum und sorgten so für ihre Verbreitung.
Dies trug sich Jahr für Jahr so zu, bis der Homo sapiens die bösen Tiere und die Hirsche, Wildpferde usw. erlegt hatte und nur die Eichhörnchen übrig ließ.
Jetzt war es der Kastanie egal, ob ihre Früchte beim Abfallen aufsprangen, denn die Bären und die Hirsche und die Wildpferde konnten sie nicht mehr fressen.
Die Eichhörnchen freuten sich über diese netten Kastanien und vergruben die Früchte in ihren Vorratskammern.
Nicht alle Eichhörnchen erinnerten sich noch an ihre Verstecke, einige wurden sogar Opfer von Greifvögeln, Füchsen, oder sogar vom hungrigen Homo sapiens. So wuchsen aus den vergrabenen Kastanienfrüchten neue Bäume, die ebenfalls ihre Früchte beim Herabfallen aufspringen ließen.
Die Kastanie fällt nämlich nicht weit vom Stamm! Die Buchecker auch nicht, die hat es von der Kastanie nämlich abgeguckt 
Gruß
Cantharellus
Klasse!
Moin Cantharellus,
super erkllärt!!! Klasse, Dank und *-chen!!!
Gruß,
Luzie
Hallo Cantharellus,
supppaaaaa und nachvollziehbar !!
Danke für die Erklärung.
Gruß Jukaido
Hallo Cantharellus,
supppaaaaa und nachvollziehbar !!
Danke für die Erklärung.
…hier noch eine bescheidene Frage :
„war’s denn mit den Pfifferlingen ähnlich, ich denke weil man sie kaum noch findet?“ *lol*lol*
GRuß Jukaido
Also: Warum haben Kastanien Stacheln?
In der Natur gilt ja meist nicht, dass nur eine einzige Funktion erfüllt wird. Die Stacheln der Maronen könnten auch die Fixierung im Boden und zwar da wo der Boden locker also humusreich ist, dienen. Auch Laub und angeblasene bzw angeschwemmtes organisches Material wird festgehalten und dient der Keimung und schützt vor Austrocknung.
Udo Becker