Warum stört Kalk - wegen Carbonat oder Kationen?

Hallo,

für diverse Pflanzen brauche ich weiches Gießwasser, das bei mir aber leider nicht aus der Leitung fließt (ca. 24 °DH). Regenwasser habe ich auch nicht zur Verfügung.

Meine Idee ist, das Wasser z. B. mit Phosphorsäure auf einen pH unter 7 zu bringen. Ist das für Pflanzen wie Kamelien eine akzeptable Möglichkeit oder stören am harten Wasser viel mehr Kalzium und Magnesium als das Carbonat?

Und welche - chemischen und preiswerten - Alternativen gibt es, den Kalk auszufällen?

Grüße

Katja

weiches Gießwasser, das bei
mir aber leider nicht aus der Leitung fließt (ca. 24 °DH).
Regenwasser habe ich auch nicht zur Verfügung.

Naja, Katja, warum mit Chemie rumexperimentieren?
Beim Kochen wird bereits der Kalk weitgehend ausgefällt. Also einfach abgekochtes Wasser verwenden.
Gruß Eckard.

hallo katja,

genau das wollte ich jetzt auch einmal genauer wissen …
ich habe mich jetzt mit einer gartenbauschaule in verbindung gesetzt, wenn du willst, berichte ich dir vom ergebnis, wenn ich eines bekomme …

eines kann ich dir jetzt schon sagen. ich habe beste erfahrungen mit ein paar tropfen essig im giesswasser gemacht, azaleen z.b. werden richtig schön damit, hortensien (zuammen mit allaun) wunderbar dunkelblau.

rainer dick hat mir im biologie-forum einen tipp gegeben, um die essig/wasser-rezeptur schwach sauer hinzubekommen: reagenz-stäbchen aus der apotheke. wenn man das einmal mit 1 liter wasser + tropfenweise essig ausprobiert, kennt man genau den bedarf für das kalkhaltige wasser.

korrektur
bin gerade (ganz lieb und freundlich von renate simons) aufmerksam gemacht worden, dass ich die indikator-stäbchen falsch benamst habe.

sie heissen „indikator-papier“ oder „ph-papier“ und sind nicht nur in apotheken, sondern auch in pflanzenabteilungen von kaufhäusern, angelsportgeschäften u.ä. erhältlich.

Naja, Katja, warum mit Chemie rumexperimentieren?
Beim Kochen wird bereits der Kalk weitgehend ausgefällt. Also
einfach abgekochtes Wasser verwenden.
Gruß Eckard.

Hallo Eckard,

das mit dem Abkochen funktioniert aber

  1. nur bei einer Gesamthärte, die deutlich unter 15 liegt und ist
  2. ziemlich energieaufwendig.

Also kaum für größere Gießwassermengen geeignet. :frowning:((

Deswegen suche ich eben nach einer preiswerten chemischen Alternative!

Und um den Pflanzen nicht zu schaden, will ich eben wissen, ob die Kationen der Pflanze schaden oder ob nur das Carbonat stört!

Gruß
Katja

das mit dem Abkochen funktioniert aber

Also kaum für größere Gießwassermengen geeignet. :frowning:((

Hmm, Katja, klar, wenn es nicht nur um einen einzelnen Blumentopf geht …
Hoffentlich hilft Antennarias Essigmethode - sonst kommst Du womöglich doch in die höhere Preiskategorie schau mal hier:
http://www.wassertechnik-mutz.de/anlagen.html (nur als Beispiel es gibt noch jede Menge anderer Anbieter (leider auch Anbiederer, die mit Hilfe eines ums Wasserrohr gewickelten Kupferdrahtes eher dem Prtemonnaie als dem Problem zu Leibe rücken)
Entkalkte Grüße
Eckard :smile:

krrr - eckard *g*

Hoffentlich hilft Antennarias Essigmethode

sie hilft, glaub’s mir. renate simons hat mir einen links geschickt, zwar nicht ganz der beweis meiner „theorie“, aber der beleg, das neutralisation durch säure möglich - und erfolgreich ist:

http://www.google.com/search?q=cache:members.nbci.co…

Entkalkte Grüße

vorsicht! ganz ohne kalk geht’s auch nicht *ggg*

grüsse, antennaria

vorsicht! ganz ohne kalk geht’s auch nicht *ggg*

Hallo Antennaria, naja, bisher rieselt es bei mir noch nicht. (Der weiße Staub auf meinen Schultern ist kein Kalk) (grins ganz fett)
Gruß Eckard

Hi Katja,

die Antwort heisst genau genommen „sowohl als auch“. Das liegt einfach daran, dass der pH-Wert der Blumenerde langsam aber sicher durch das Giesswasser angehoben wird. Torf, der die Grundlage fast aller Blumenerden darstellt, ist von Natur aus sauer. Nicht jeder weiss, dass fast alle Pflanzen ein leicht saures Substrat bevorzugen (pH 5 bis 6). Allerdings gibt es einige Ausnahmen, auch da, wo man es nicht vermutet (kalkliebende Rhododendren, von denen die hiesigen zu recht als säureliebend landläufig bekannt sind).

Also: Omas Tip mit dem Tropfen Essig ins Giesswasser ist nicht nur zuverlässig, sondern auch mit Abstand das preisgünstigste. Alles andere verspricht zwar größere Genauigkeit, aber dann solltest Du auch die Ansprüche Deiner Pflanzen (Art UND Sorte) sehr genau kennen, was meist nicht einfach herauszukriegen ist. Als nächstes wäre der aktuelle pH-Wert der Blumenerde zu bestimmen (ohne Ausgangswert kein Zielwert!) und rechnerisch anhand von PH-Wert des Gießwassers und Giesshäufigkeit und -menge der erforderliche Ioneneintrag. Für einigewenige Zimmerpflanzen m.E. ein schwer zu rechtfertigender Aufwand.

Zweiter, nicht ganz so effektiver Tip: Regelmässig umtopfen und noch hüfiger die oberste Schicht Blumenerde im Bluementopf runterkratzen und gegen frische Blumenerde austauschen.

Gruss

Rudi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Rudi,

danke für den Tip. Also werd’ ich jetzt mal mit Ansäuern des Gießwassers probieren.

Grüße

Katja