Verwilderter Garten

Hallo :smile:

Wir sind gerade am überlegen ob wir eine Gartenlaube übernehmen…

Leider ist der Garten aber völlig verwildert :frowning:
Mein Freund meinte das ist garkein Problem und erzählte irgendwas von elektrischer Sense (oder so) „und dann geht das schon…“ :wink:

Naja, ich bin da nicht so optimistisch, vorallem weil wir beide absolut keine Ahnung von „Grünzeugs“ haben, sind froh wenn mal 'ne Zimmerpflanze überlebt :wink:

Wir wollen deshalb dort dann (wenn wir denn dann irgendwann dieses ganze Unkraut wegbekommen haben…)auch nur Rasen und maximal noch’n paar Erdbeer und Tomatenpflanzen anlegen.

Was meint ihr dazu ? Ist es für Leute ohne „Grünen Daumen“ überhaupt machbar einen verwilderten Garten wieder halbwegs ansehnlich hinzubekommen ? Oder muß man dazu schon einiges über Pflanzen/Gärten wissen ?
Der Garten ist übrigens ziemlich klein, etwa 25-30 qm.

Würde mich über Eure Meinungen freuen :smile:

Gruß
claudia

Hallo Claudia,

herzlichen Glückwunsch zum Garten! :wink:

Das Teil zum Kleinmachen der Unkrautwüste heisst Motorsense. So ne Art tragbarer Rasenmäher. Wenn bei euch dickere Pflanzen stehen (oder ältere Sträucher mit verholztem Stamm), so benutzt ein Gerät mit Metallsichel. Ansonsten reicht der Schneidfaden vieler Geräte völlig aus. Borgt euch das Gerät (Baumarkt o.ä.), denn gute Geräte kosten über 600 DM, und für diesen einen „Kahlschlag“ reicht das Wochenende. Nun die schweißtreibende Arbeit: reisst alles noch stehende möglichst mit den Wurzeln raus. Danach schafft die Reste zur Verwertung (nicht verbrennen oder in Gartenecke lagern). Nun 2 Spaten tief umgraben, eine vorherige Bodenprobe lohnt, vielleicht müßt ihr düngen oder andere Maßnahmen ergreifen (kalken, Sand einbringen bei zu festem Boden…). Dann sollte der Boden ruhen, also mit Tomaten oder so würde ich dieses Jahr nicht mehr anfangen. Aber für den Rasen könnt ihr nach und nach den Boden vorbereiten. So, ich glaube ihr habt erst mal genug Arbeit.

André

ohne text…

Der Garten ist übrigens ziemlich klein, etwa 25-30 qm.

Das ist der Schlüsselsatz! Bei einer sochen Größe (oder sollte ich besser sagen Kleinheit (is ne Gemeinheit)) ist mechanische Arbeit zumutbar.

Also es gibt einen alten Satz:
Wilder Garten braucht sieben Jahre Zeit und viel Mühe.
Das mit den sieben Jahren rührt daher, daß einige Samen so lange im Boden überleben und später austreiben können.
Das mit der vielen Arbeit bedeutet, daß die beste Art die „lieben“ Kräuter zu entfernen (marzialisch gesagt auszurotten) das Entfernen mit Stumpf und Stiel ist. Also nicht nur mit ner (Motor)sense drüber und fertig, das gibt für ca. ein zwei Wochen Ruhe, je nach Witterung, danach fängt alles wieder von forne an.

Mein Tipp´:
Mechanisch alles so gut wie möglich entfernen, mit allen Wurzeln, deren Ihr habhaft werden könnt! Dann umgraben (ein bis zwei spatentief), am besten im Herbst um die Frostdarre auszunutzen und im Frühling mit der Beflanzung beginnen. Aufkommenden Wildkräutern frühestmöglich begegnen. Ist zwar einiges an Arbeit, aber mittel bis langfristig die weniger arbeitsintensive Variante.

Viel Spaß wünscht

Gandaf

dersoschonettliche100m2beackerthat

hallo claudia,

ich bin auch gerade dabei ca. 100 m2 Wildnis in einen Garten umzuwandeln. Wie Gandalf schon schreibt, sollten alle „Unkräuter“ mit samt der Wurzeln entfernt werden. Ich grabe jetzt schon um und habe eine Gründüngung (Phacelia) gesät. Diese soll den Boden zusätzlich nochmal lockern, Stickstoff im Boden binden und auch durch das schnelle Wachstum andere „Unkräuter“ am Wachsen hindern.

Viel Spaß
Wulf

Wurzelunkräuter

Hallo,

wenn Ihr in dem Stück so ekelhafte Wurzelunkräuter wie Ackerwinde
oder Giersch habt, deren Wurzeln so tief liegen, dass man sie
auch mit zwei Spaten Tiefe nicht erwischt (und die auch leicht
abbrechen - die kleinen Stückchen werden dann wieder zu ganzen
Pflanzen!), dann würde ich Euch raten, mindestens ein Jahr auf
den Garten zu verzichten. Und zwar so: Die schon beschriebene
Ausrott-Methode anwenden, dann übers fertig gejätete Stück eine
kräftige Plane legen, so dass die noch vorhandenen Pflanzen kein
Licht bekommen, wenn sie es schaffen, an die Oberfläche zu
treiben. So gehen dann auch die Reste ein.
Gruß
Bolo
*derdassomitgierschundspringkrautgemachthat*