Hallo !
Ein Hund hasst niemanden! Er verteidigt sein Revier und das ist auch ein fremdes Haus.
Eine Geschichte zu unserem ersten Schäferhund, eine treudoofe Hündin, die täglich an der offenen Haustür lag, niemanden biß, sich über niemanden aufregte.
Nur, wenn sie in unserem Kfz saß, allein oder mit uns, dann rastete sie aus, wenn nur irgend jemand mit dem Kopf zu nahe an die Scheibe kam. Selbst als der Ex meiner Frau, der diesen Hund als Welpen gekauft hatte, ihn zum so freundlichen Hund großgezogen hatte, einmal zu nahe kam, hätte unsere/seine frühere Hündin ihm fast die Nase abgebissen. (Leider zog er sie rechtzeitig zurück!).
Ein Hund, der so reagiert, der in allen Situationen friedlich bleibt, nur in einer ganz bestimmten agressiv ist, hat irgendwann mal ein Erlebnis gehabt, welches ihn jetzt so reagieren läßt.
Wahrscheinlich haben die Zusteller sehr menschlich reagiert, nämlich sind immer davongelaufen, als sie ihn sahen. haben sich ihm gegenüber nicht „freundlich“ gezeigt, sondern ängstlich. Und wenn er hinter der Tür zu sehen war, haben sie ihn wahrscheinlich auch zusätzlich geärgert.
Man kann jetzt so oft man will, mit dem Hund nach draußen gehen, auf den Zusteller warten, dem Zusteller vorher Hundekekse geben, die er dann dem Hund gibt. Wird alles funktionieren, aber sobald er wieder vom Inneren des Hauses den Zusteller sieht, wird er wieder ausrasten.
Es ist das Gleiche mit der Türklingel. Schrillt sie durch das Haus, rasten einige Hunde aus bis zum Herzinfarkt.
Abstellen kann man alles nur durch Training. Immer wieder Klingeln und ihn dabei beruhigen. Immer wieder Zeitung bringen lassen und ihn dabei beruhigen, aber auf keinen Fall an der Halskette festhalten. Niemals dem Hund das Gefühl geben, man hält mich fest, damit ich nicht durch die Tür springe. Ein Hund an der Leine oder festgehalten an der Halskette, ist agressiv. Läßt man ihn von der Leine, geht er meist seinen Weg, ohne sich um andere Hunde zukümmern. (Jeder Hundebesitzer kennt die Situation : Hund an Leine trifft Hund an Leine, dann wirds gefährlich und Hund nicht an Leine und es bleibt friedlich).
Es gibt für dieses Problem kein genormtes Vorgehen. Ist der Hund „eigentlich“ ein friedlicher, müßte man es durch Training und Heranführen an die menschliche Person in den Griff kriegen.
Es ist ja in den seltendsten Fällen nur der „Zuträger“, in fast allen Fällen ist es jede Person, die den Hund aufregt. Erst, wenn er mit dem Geruch klar kommt, also diesen zuordnen kann, wird er wieder ruhig. Hat er den Zuträger erst mal richt beschnüffelt, wird er ihn nicht mehr angreife, aber durch die Tür durch anbellen.
Zum Hund gehört das Sehen aber an erster Stelle das Riechen.
Gruß Max