Zweithund

Hallo Experten,

ich habe schon wieder eine Frage :smile:.

Wir haben uns zu einem zweiten Hund entschlossen. Unser erster ist ein zwei Jahre alter kastrierter Rüde, der zweite wird ein dann 4 Monate alter Rüde sein. Jetzt stellt sich folgende Frage: bevor wir den Kleinen abholen werden sind wir 2 Wochen im Urlaub. Unser Großer macht während dieser Zeit auch „Urlaub“ bei seinem besten Freund. Wie sollen wir uns verhalten, wenn wir zurück sind? Erst unseren ersten Hund abholen und ihm 1 Woche Wiedersehensfreude gönnen, oder gleich den Kleinen und den Großen zusammen nach Hause bringen ??? Welche Variante ist für unseren ersten Hund besser ??? Für den Kleinen ist ohnehin alles neu, da macht es wohl keinen Unterschied. Aber wir möchten unbedingt vermeiden, dass unser Großer tödlich beleidigt reagiert.

Viele Grüße
Sarah-Mae

Hi!
Als ich mit meinem „Zweithund“ aus dem Urlaub zurückkam,
hat mich mein „Ersthund“ zwei Tage nicht angeguckt. Dann
gings wieder. Kommt wohl drauf an … vielleicht freut sich
der „Ersthund“ auch über den Spielkameraden.
Liebe Grüße
Uschi

Hallo Uschi,

ich würde an Eurer Stelle die beiden Hunde erstmal auf neutralem Terrain zusammenbringen, damit sie sich kennenlernen können. Dann seht Ihr auch schon, wer von den beiden dominanter ist (und ob prinzipiell schon Probleme zu erwarten sind)…

Auf keinen Fall den Zweithund zuerst heimbringen, denn Euer Haus ist das Revier des Ersthundes, und der betrachtet den zweiten u.U. zuerst einmal als Eindringling… Da ist es besser, wenn er sich sicher fühlt, weil er schon in seinem Revier ist, wenn der zweite heimkommt. Oder, wenn sie sich sowieso gut verstehen, bringt sie beide zusammen heim, aber dann wirklich ZUSAMMEN (so daß sie gemeinsam durch die Tür gehen). Aber vorsichtig sein, falls es doch zu Problemen kommt, müßt Ihr eingriffsbereit sein.

Falls es zu Streitereien kommt, solltet Ihr immer den dominanteren Hund unterstützen, damit sich die Rangordnung fest ausbilden kann. Sonst geht es immer wieder von vorne los, weil nicht klar ist, wer „der Boss ist“.

Viel Spaß mit den beiden!
Sylvia

Hallo, Sarah-Mae!
Als wir im vergangenen Jahr einen zweiten Hund bekommen haben, sind wir mehrere Tage hintereinander mit beiden gemeinsam spazieren gegangen, damit sie sich schon ein bißchen kannten. Am Tag X haben wir dann gemeinsam mit Nina („alte“ Hündin) die Neue (Sally) abgeholt. Zu Hause sind wir dann mit beiden nochmal eine Stunde durch den Wald gelaufen und haben anschließend erst Sally in’s Haus gebracht. Nach etwa einer Viertelstunde dann Nina hinterher. Vielleicht haben wir auch nur Glück gehabt, aber die beiden lieben sich heiß und innig und haben von Anfang an keine Probleme mit der Rangordnung gehabt, obwohl sie nur ein halbes Jahr auseinander sind. Ich achte aber darauf, daß Nina immer als ranghöheres Tier behandelt wird - zuerst begrüßen, zuerst füttern etc.
Viel Spaß mit deinen Wauzis wünscht
Sams

Hallo Sarah-Mae!

Ich möchte Euch ja nicht kritisieren, aber verwechselt Ihr Eure Hunde vielleicht mit Euren Kindern?
Wichtig ist, bevor man sich einen zusätzlichen Hund kauft, die beiden zusammenzubringen und testen, ob sie überhaupt zusammen sein wollen. Auch ein kastrierter Rüde ist ein Rüde. Und zwei Rüden bringen meist Probleme.
Hunde sind nicht tödlich beleidigt. Wenn man in Urlaub fährt besteht auch die Möglichkeit, das der eigene Hund sich an die Gasteltern gewöhnt und sich dann an den Besitzer wieder gewöhnen muß.
Es ist vollkommen egal, was Ihr macht. Passen die beiden nicht zusammen, werden sie es Euch auf jeden Fall zeigen.
Können sie sich riechen, ist die Vorgehensweise vollkommen egal. Sympathie bei Hunden zeigt sich innerhalb Sekunden.
Gruß Werner

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Hallo Werner,

ich verstehe Dein posting auch durchaus nicht als Kritik. Aber unsere Kinder haben definitiv einen anderen Stellenwert als unsere Tiere :smile:.
Trotzdem tragen wir die Verantwortung für sie! Und da wir uns nicht nur um das körperliche Wohlergehen bemühen, sondern auch um das Seelenheil ist mir sehr daran gelegen, Erfahrungen von anderen Hundehaltern zu hören. Im Nachhinein vor einem Dilemma zu stehen und erst dann zu fragen erscheint mir wenig sinnvoll. Auch wenn jeder Hund anders ist - gewisse Dinge im Vorhinein zumindest ins Auge zu fassen kann sicher nicht schlecht sein. Unser Hund versteht sich übrigens mit Rüden viel besser als mit Hündinnen. Er beachtet sie gar nicht, kläfft sie an oder dreht sich weg - im Bekanntenkreis werden schon Witze gerissen von wegen unser Nico sei schwul :smile:. Wie auch immer, aus diesem Grund haben wir uns für einen Rüden entschieden. Unseren neuen Hund haben wir zweimal besucht (leider fast 2 Fahrstunden entfernt). Nico hat den kleinen beschnüffelt und sich dann schlafen gelegt. Das bedeutet zumindest erst mal keine Ablehnung.

Und noch etwas - Du sagst Hunde können nicht beleidigt sein. Da muß ich widersprechen. Unser kann! Dafür gibt es mehrfache Anlässe. Wenn ich ihn z. B. vom Scheren abhole freut er sich bis wir dort zur Tür heraus sind. Dann würdigt er mich keines Blickes mehr und zwar für mehrere Stunden. Selbst die heißgeliebten Beefsticks nimmt er dann nicht von mir. Bestechung funktioniert also auch nicht.

Liebe Grüße
Sarah-Mae

Hallo Sams,

das mit dem zuerst begrüßen, streicheln usw. habe ich auch schon gehört. Wir werden das unbedingt beachten - vielleicht kommt dann bei unserem Hund gar nicht erst Angst um seine Stellung im „Rudel“ auf !? *hoff*

Liebe Grüße
Sarah-Mae

Hallo Uschi,

das ist das was wir hoffen ! Einen Spielkameraden für unseren Nico und eine Bereicherung für unsere Familie :smile:.

Viele Grüße
Sarah-Mae

Hallo Sylvia,

Falls es zu Streitereien kommt, solltet Ihr immer den
dominanteren Hund unterstützen, damit sich die Rangordnung
fest ausbilden kann. Sonst geht es immer wieder von vorne los,
weil nicht klar ist, wer „der Boss ist“.

vielen Dank für den Tip! Das hätte ich wahrscheinlich falsch gemacht. Aber es leuchtet ein was Du schreibst!

Danke und Gruß
Sarah-Mae

Hallo Werner,

ich verstehe Dein posting auch durchaus nicht als Kritik. Aber
unsere Kinder haben definitiv einen anderen Stellenwert als
unsere Tiere :smile:.
Trotzdem tragen wir die Verantwortung für sie! Und da wir uns
nicht nur um das körperliche Wohlergehen bemühen, sondern auch
um das Seelenheil ist mir sehr daran gelegen, Erfahrungen von
anderen Hundehaltern zu hören. Im Nachhinein vor einem Dilemma
zu stehen und erst dann zu fragen erscheint mir wenig
sinnvoll. Auch wenn jeder Hund anders ist - gewisse Dinge im
Vorhinein zumindest ins Auge zu fassen kann sicher nicht
schlecht sein. Unser Hund versteht sich übrigens mit Rüden
viel besser als mit Hündinnen. Er beachtet sie gar nicht,
kläfft sie an oder dreht sich weg - im Bekanntenkreis werden
schon Witze gerissen von wegen unser Nico sei schwul :smile:. Wie
auch immer, aus diesem Grund haben wir uns für einen Rüden
entschieden. Unseren neuen Hund haben wir zweimal besucht
(leider fast 2 Fahrstunden entfernt). Nico hat den kleinen
beschnüffelt und sich dann schlafen gelegt. Das bedeutet
zumindest erst mal keine Ablehnung.

Und noch etwas - Du sagst Hunde können nicht beleidigt sein.
Da muß ich widersprechen. Unser kann! Dafür gibt es mehrfache
Anlässe. Wenn ich ihn z. B. vom Scheren abhole freut er sich
bis wir dort zur Tür heraus sind. Dann würdigt er mich keines
Blickes mehr und zwar für mehrere Stunden. Selbst die
heißgeliebten Beefsticks nimmt er dann nicht von mir.
Bestechung funktioniert also auch nicht.

Liebe Grüße

Hallo Sarah-Mea!
Sicher, Hunde sind oft beleidigt, aber nicht tödlich. Sie haben die Kränkung sehr schnell vergessen.
Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Unsere waren oft genug beleidigt, aber das war dann schnell wieder vorbei. Sie zeigten ihr Beleidigtsein mit Nichtbeachtung uns gegenüber. Nachher war die Versöhnung umso schöner und lebhafter.

Das mit dem zweiten Hund kann in die Hose gehen, wenn der neue das Territorium des alten in Besitz nimmt. Deshalb hätte ich den neuen schon mal versuchsweise mit nach Haus genommen.
Auch das kann natürlich gutgehen. Man weiß nie so richtig, wie zwei Hunde aufeinander reagieren.

Ich wünsche Euch viel Spaß und Freude.
Gruß Werner

Hallo Werner,

vielen Dank für Deine guten Wünsche :smile:. Ein bißchen mulmig ist mir natürlich schon. Jetzt ist alles so schön eingespielt, wer weiß ob diese Harmonie erhalten bleibt. Auf der anderen Seite erhoffen wir uns einen Spielkameraden für unseren Nico und eine Bereicherung für unsere Familie.

Na ja, wenn´s Probleme gibt - schließlich gibt es Wer-Weiss-Was :smile:.

Viele Grüße
Sarah-Mae

Hallo Werner,

tatsächlich ist es so, daß es viel besser ist, zwei Rüden zusammen zu halten als zwei Hündinnen. Natürlich ist die gängigste und meist einfachste Variante Rüde-Hündin, aber wenn Sarahs Hund mit Hündinnen halt nicht auskommt…

Davon abgesehen ist es auch absolut nicht egal, ob ein Rüde kastriert ist oder nicht. Ein kastrierter Rüde wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit anderen Rüden gegenüber weniger aggressiv sein als ein nicht kastrierter.

Viele Grüße
Sylvia

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vielen Dank für den Tip! Das hätte ich wahrscheinlich falsch
gemacht.

Deswegen hab ich es ja geschrieben ;o) Wir Menschen haben ja oft das Bedürfnis, den Schwächeren zu schützen. In diesem Fall ist das aber eben falsch.

Sylvia

Danke fürs Sternchen ;o)
Sylvia