Halogen-Trafos

Hallöchen,

in Lampengeschäften wurde mir schon mehrmals gesagt, der Trafo einer Halogenanlage müsste genau auf die Gesamtleistung der angeschlossenen Lampen abgestimmt sein: nicht zu klein, aber auch nicht zu groß.

Wieso das? Dass man einen Trafo nicht überbelasten darf, ist klar. Aber was soll es ihm schaden, wenn man nicht die volle Leistung, die er bringen könnte, von ihm fordert?

Neugierige Grüße
Peggy

Das trifft nur auf „richtige“ Trafos zu, die geben den Halogenlämpchen nämlich eine zu hohe Spannung, wenn sie nicht voll belastet werden. Entsprechend kürzer die Lebensdauer…

Heute nimmt man fast nur noch elektronische „Trafos“, die gehen dann z.B. von 20-105 W ohne Probleme. Sollte drauf stehen!

Pop

Traditionelle und elektronische Trafos
Hallo Pop,

Heute nimmt man fast nur noch elektronische „Trafos“, die gehen dann z.B. von 20-105 W ohne Probleme.

Danke für den Hinweis. Da sind gerade die Verkäufer in den teuren Spezial-Lampenläden, die sich immer als die totalen Fachleute aufspielen, also oft nicht aktuell informiert.

Aber aus technischem Interesse interessiert mich trotzdem noch Folgendes:

Wieso liefert ein traditioneller Trafo eine höhere Spannung, wenn er nicht voll belastet ist? Ich denke, die Spannung ergibt sich aus dem Verhältnis von Primär- und Sekundärwicklung? Die „B elastung“, also die Stromstärke des Sekundärkreises findet sich ebenfalls im entprechenden Verhältnis verändert auf der Primärseite wieder.

Und was die elektronischen Trafos angeht: Ich habe gerade ein Trafogehäuse geknackt, weil der Trafo kaputt war und ich in das Spezialgehäuse der Lampe einen anderen Trafo hineinfummeln musste. Dabei habe ich einen solchen Trafo erstmals von innen gesehen: Da ist ja viel Elektronik und nur eine winzige Spule drin. Hat die wie die traditionellen Trafos zwei Wicklungen? Aber soo klein, also so wenige Windungen? Und was macht die Elektronik denn eigentlich noch, wenn die Spannung schon runtergesetzt ist?

Immer noch neugierig
Peggy

Hallo Peggy!

Auch auf die Gefahr hin das es zu technisch wird, hier eine Erklärung…

Wieso liefert ein traditioneller Trafo eine höhere Spannung,
wenn er nicht voll belastet ist? Ich denke, die Spannung
ergibt sich aus dem Verhältnis von Primär- und
Sekundärwicklung? Die „B elastung“, also die Stromstärke des
Sekundärkreises findet sich ebenfalls im entprechenden
Verhältnis verändert auf der Primärseite wieder.

Ja idealerweise währe das auch so. Nur leider besteht ein Trafo aus jeder Menge Kupfer, nen klobigen Eisenkern und alle diese Teile sind real mit Verlusten behaftet. Das heisst dass die Sekundärspannung etwas einbricht wenn man den Trafo belastet. Damit dann bei der Nennbelastung die die Kenndaten erreicht werden ist eben die Spannung im Leerlauf etwas höher.

Und was die elektronischen Trafos angeht: Ich habe gerade ein
Trafogehäuse geknackt, weil der Trafo kaputt war und ich in
das Spezialgehäuse der Lampe einen anderen Trafo hineinfummeln
musste. Dabei habe ich einen solchen Trafo erstmals von innen
gesehen: Da ist ja viel Elektronik und nur eine winzige Spule
drin. Hat die wie die traditionellen Trafos zwei Wicklungen?
Aber soo klein, also so wenige Windungen? Und was macht die
Elektronik denn eigentlich noch, wenn die Spannung schon
runtergesetzt ist?

Das funktioniert so: Die Eingangsspannung wird erstmal in eine Gleichspannung verwandelt. Leider kann man eine Gleichspannung nich runtertransformieren. Deshalb zerhackt man die wieder. Aber, und das ist der Trick, nich in eine Wechselspannung mit 50Hz sondern in eine Wechselspannung mit so um und bei 20 bis 50 kHz.
Für eine solche Wechselspannung kann man Trafos verwenden die ganz klein sind und aus ganz anderen Materialien bestehen. Die Verluste dieser Trafos sind sehr klein. Nach dem Trafo wird die Spannung wieder gleichgerichtet.
Die übrige Elektronik auf dem Netzteil wird dazu benutzt die Ausgangsspannung zu regeln und die Elektronik vor einem Kurzschluss zu schützen.

Gruß

Pit

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Hallo Pit!

Wo ist denn die Stelle, wo es zu technisch wird?

Ich suche immer noch. :wink:

Danke
Peggy