Ratgeber zu Ölradiator vs. Heizlüfter

Von: , Frage gestellt am Di, 8. Feb 2005

Hallo,
zur nächsten Heizperiode möchten wir uns (als Heizungsersatz für einen ca. 20 qm grossen Raum) ein Heizgerät zu legen.

Was ist effektiver, wenn man Strom-Fress-Rate gegenüber der Wärmeausbeute vergleicht: ein Ölradiator, oder so ein Terassenheizer?
Die "normalen" Heizlüfter mit Luft sind Mist (Kälte hält sofort wieder Einzug, Stromfresser sowieso).

Bei IR-Strahlern habe ich Angst, dass was anbrennt, aber die meisten haben Kippschutz, doch sowieso ist die Wärme wieder passe in . 30 min.

Ich danke Euch für Hilfe!

Tschüss,
Nicole

23 Antworten zu dieser Frage

        • Antwort von nach 23 Stunden 2 hilfreich
          Re: Mir egal

          Hallo,

          deine Überschrift lässt natürlich auf eine ziemliche Ignoranz schließen. Es ist eben der Versuch, die unsinnigen Elektroheizungen
          interessant zu machen. Im Grunde genommen wird da nur ein
          optisch schönerer Ölradiator angeboten (statt Öl eben
          Schamott). Der Ölradiator hat ebenfalls Strahlungswärme und
          Konvektionswärme und die Verteilung ist auch gleich trotz der
          Rippen.
          Pflegst du hier dein Vorurteil oder bist du objektiv ?
          Wo bleibt das Gegenargumet?
          Aber als Antwort auf deine Frage: Ich kenne mich in Physik aus. 100 % Wirkungsgrad? Das haben alle Elektroheizungen sofern man
          nur die Elektrische Energie betrachtet, die reingeht. Jedes im
          Raum betriebene Elektrogerät hat als Heizung einen
          Wirkungsgrad von 100% (wenn man vom Lichtverlust einer
          Glühlampe durch das Fenster mal absieht), weil sämtliche
          Energie irgendwann im Raum in Wärme umgesetzt wird (Wolfgang
          schrieb das ja bereits). Wenn man allerdings die eingesetzte
          Primärenergie nimmt, bleiben plötzlich nur noch gut 30 % WG
          übrig.
          Woher hast du denn deine Zahlen?
          Muss so aus den fünfziger Jahren sein, schätz ich mal.
          Auch hier: wo bleibt das Gegenargument? Platte Schlagwortsätze bringen nicht viel. Nenn du mir die korrekte Zahl, dann können wir weiterreden. (Ich spreche übrigens nicht von KWK-Anlagen, die sind bei uns noch viel zu selten). Und hohes Speichervermögen macht nur Sinn, wenn billiger
          Nachtstrom genutzt werden kann,denn sonst bewirkt es nur eine
          unglaublich träge Regelung: Dauert lang, bis der Raum warm
          wird und abends gibts unsinnig viel Nachwärme.
          Mir gings hier nur um das Aufzeigen einer Alternative zum
          Radiator.
          Sicher ist das eine Alternative. Du wirst mir aber zugestehen, dass ich auf die Mängel dieser Alternative hinweise. Und:
          Es gibt tausende von Haushalten die ausschliesslich elektrisch
          heizen und damit sehr zufrieden sind.
          Meine Argumente bezogen sich auch im wesentlichen auf den Unsinn, aus der höchstwertigen Energieform (Strom) mit einem Schlag die niederwertigste (Wärme) zu machen. In diesem Fall würde ich als eher sinnvolle Heizung eine 500 Watt Lampe betrachten. Die hilft dann wenigstens noch gegen Winterdepression.

          Gruß, Niels

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Na gut (Friede bitte)

            Hallo
            deine Überschrift lässt natürlich auf eine ziemliche Ignoranz
            schließen.
            Na ja, stimmt schon, diese Interpretation liegt nahe, mir ging es aber eher um Pragmatik.
            (Ausgangspunkt der Thematik war ja schliesslich, dass jemand sich nen Radiator hinstellen will....dazu später mehr) Es ist eben der Versuch, die unsinnigen Elektroheizungen
            interessant zu machen. Im Grunde genommen wird da nur ein
            optisch schönerer Ölradiator angeboten (statt Öl eben
            Schamott). Der Ölradiator hat ebenfalls Strahlungswärme und
            Konvektionswärme und die Verteilung ist auch gleich trotz der
            Rippen.
            Pflegst du hier dein Vorurteil oder bist du objektiv ?
            Wo bleibt das Gegenargumet?
            Daaaaaaaaass GEGENARGUMENT:
            Der Fragesteller WILL eine Elektroheizung (ob Unsinn oder nicht spielt da gar keine Rolle)
            Unsinnig sind Elektroheizungen allenfalls im Zusammenhang mit der Ökobilanz. (und selbst das lässt sich noch hinterfragen)
            Ansonsten stellen sie aus Verbrauchersicht eine attraktive Alternative dar (Verbrauch- Betriebs- Erstellungskosten) Aber als Antwort auf deine Frage: Ich kenne mich in Physik
            aus.
            Man möge mir verzeihen was jetzt kommt (ich wars nicht, es war der Schalk in meinem Nacken):
            Du auch ? He, cool.
            Ich kenne mich ausserdem mit dem Finden ganzheitlicher (interdisziplinärer) Lösungen aus.
            Was jetzt ? 100 % Wirkungsgrad? Das haben alle Elektroheizungen sofern man
            nur die Elektrische Energie betrachtet, die reingeht. Jedes im
            Raum betriebene Elektrogerät hat als Heizung einen
            Wirkungsgrad von 100% (wenn man vom Lichtverlust einer
            Glühlampe durch das Fenster mal absieht), weil sämtliche
            Energie irgendwann im Raum in Wärme umgesetzt wird (Wolfgang
            schrieb das ja bereits). Wenn man allerdings die eingesetzte
            Primärenergie nimmt, bleiben plötzlich nur noch gut 30 % WG
            übrig.
            Woher hast du denn deine Zahlen?
            Muss so aus den fünfziger Jahren sein, schätz ich mal.
            Auch hier: wo bleibt das Gegenargument? Platte Schlagwortsätze
            bringen nicht viel. Nenn du mir die korrekte Zahl, dann können
            wir weiterreden. (Ich spreche übrigens nicht von KWK-Anlagen,
            die sind bei uns noch viel zu selten).
            Oh Mann, ich hatte ja gehofft, das ich mir das sparen könnte.
            Daaaaaaaaass GEGENARGUMENT:
            Guckst du z.B. da:
            http://www.bine.info/pdf/publikation/ba1704internetx...
            Wir stellen also erst mal fest, dass deutsche (europäische) stromerzeugende Kraftwerke einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 38% haben (Tendenz weiter steigend).
            Berücksichtigt man weiter noch dem Umstand, dass die bei der Stomerzeugung in Kraftwerken entstehende Wärme z.B. in Fernheiznetzen weiter genutzt wird erhöht sich dieser sogar noch dramatisch.
            An dieser Stelle der Hinweis auf Google. Und hohes Speichervermögen macht nur Sinn, wenn billiger
            Nachtstrom genutzt werden kann,denn sonst bewirkt es nur eine
            unglaublich träge Regelung: Dauert lang, bis der Raum warm
            wird und abends gibts unsinnig viel Nachwärme.
            Mir gings hier nur um das Aufzeigen einer Alternative zum
            Radiator.
            Sicher ist das eine Alternative. Du wirst mir aber zugestehen,
            dass ich auf die Mängel dieser Alternative hinweise.
            Na klar doch. Und:
            Es gibt tausende von Haushalten die ausschliesslich elektrisch
            heizen und damit sehr zufrieden sind.
            Meine Argumente bezogen sich auch im wesentlichen auf den
            Unsinn, aus der höchstwertigen Energieform (Strom) mit einem
            Schlag die niederwertigste (Wärme) zu machen. In diesem Fall
            würde ich als eher sinnvolle Heizung eine 500 Watt Lampe
            betrachten. Die hilft dann wenigstens noch gegen
            Winterdepression.
            Das ist doch wohl eine theoretische Überlegung.
            Mir geht es in diesem Fall um eine Konkrete Lösung des Problems, dass jemand in seiner Wohnung sitzt und friert und eine konkrete Frage zu diesem Thema gestellt hat.
            Würde der Fragesteller einfach in die Südsee umziehen, bräuchte er überhaupt keine Heizung, das wäre dann aus physikalischer Sicht die Ideallösung. (Nein, ich möchte den voraussichtlichen Energieverbrauch eines derartigen Umzuges nicht diskutieren)
            Und:
            Am besten (sinnvollsten) fände ich in dem Zusammenhang den Vermieter in die Pflicht zu nehmen, aber das scheint ja hier nicht zu funktionieren.

            Gruss auch
            Stefan

            (der mit Herstellung, Vertrieb und Montage von Elektroheizungen überhaupt nix zu tun hat und weiss wie es ist in einer kalten Wohnung zu sitzen (btw. das sind auch die Klassiker der Weltliteratur im zweifel nix weiter als ein willkommener Brennstoff)

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re: Na gut (Friede bitte)

              Hallo,

              Frieden? aber ich habe doch gar keinen Krieg gemacht :-)) Guckst du z.B. da:
              http://www.bine.info/pdf/publikation/ba1704internetx...
              Wir stellen also erst mal fest, dass deutsche (europäische)
              stromerzeugende Kraftwerke einen durchschnittlichen
              Wirkungsgrad von 38% haben (Tendenz weiter steigend).
              hier muss ich dann doch nochmal argumentativ Einspruch erheben. Bis zum Verbraucher liegen noch mindestens 2 Umspannungen mit vielleicht 95% WG und Leitungsverluste von vielleicht 2% auf dem Weg. Damit kommen wir zu 0,38 * 0,95 * 0,95 * 0,98 = 33,6%. Das würde ich als "gut 30%" bezeichnen (du würdest im Sinne deiner Argumentation dazu wohl eher "fast 35%" sagen :-)) Berücksichtigt man weiter noch dem Umstand, dass die bei der
              Stomerzeugung in Kraftwerken entstehende Wärme z.B. in
              Fernheiznetzen weiter genutzt wird erhöht sich dieser sogar
              noch dramatisch.
              Ich sagte ja, dass die KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) in Deutschland leider nicht so weit verbreitet ist und ich sie deshalb außer acht gelassen habe.
              Windkraft hat übrigens einen WG von 60% ohne laufenden Einsatz von Primärenergie.

              Gruß, Niels

  1. Antwort von nach 9 Stunden 2 hilfreich
    Re: Ölradiator vs. Heizlüfter

    Hallo,
    noch mal eine Zusammenfassung und Ergänzung, zu dem schon
    geschriebenen:

     
    - Jedes elektrische Gerät setzt letzendlich genau 100% 
      der aufgenommenen elektr. Leitung in Wärme um.
    
    - Die Speichereffekte bei oft angeprisenen Heizungen 
      sind völlig vernachlässigbar, so lange nicht wirklich 
      große Massen (einige 100 Kg) ordentlich aufgeheißt 
      werden (gilt also nur bei Nachtspeicherheizungen). 
      Ansonsten haben die Wände eine Raumes das zig-fache 
      Speichervermögen im Vergleich zu Radiatoren und 
      Heizungen mit irgend welchen Schmuckverkleidungen.
    
    - Die sogenannte gesunde Strahlungswärme ist meist großer
      Unsinn. Gerade Heizungen mit großen Flächen haben eine
      niedrige Oberflächentemp. Da aber die Strahlungsmenge sich
      mit der 4. Potenz der Temp. vergrößert, geben Oberflachen
      mit niedriger Temp. ihre Wärme weitestgehend per 
      Konvektion ab.
      Der machmal gehörte unsinnige Vegleich mit Sonnenstrahlung
      ist noch sinnloser, weil die Wärmestrahlung bei niedr.
      Temp. sehr langwellig ist (fernes Infrarot)
    
    - Wärmequellen, die ihre Wärme hauptsächlich über Strahlung 
      nach außen abgeben, sind Glühlampen und IR-Strahler.
    
    - Die Verbrauchskosten einer elek. Heizung sind ca. 
      2,5...3-fach höher als Gas/Öl-Heizung. 
      Allerdings sind die Anschaffungskosten und Grundgebühren
      konkurenzlos (außer Nachtspeicher).
    
    - Elektrisch heizen erfordert ausreichend leistungsfähige 
      Elektroinstallation!
      
    - Der Unterschied zw. Konvektor /Lüfter/Strahler liegt 
      in der Art der Wärmeabgabe, Betriebssicherheit und    
      Komfort.
      -> Radiator: 
         kein Lüfter->lange Lebensdauer,kein Geräusch 
         hohe Betriebssicherheit, guter Regelungskomfort
      -> Lüfter:
         Luftstrom führt zu schneller Verteilung der Wärme,
         macht unangenehme Strömungen, Gegenstände vor Lüfter 
         sind "brandgefährlich", 
         -> Lüfter macht Lärm, hält nicht ewig  
         - nicht für Dauerbetrieb und unbeaufsichtigt
         - Zur komfortablen Regelung müßte ein abgesetztes 
           Thermostat und eine Leistungssteuerung dazu sein.
         Lüfter sind meist nur für kurzzeitiges schnelles 
         aufheizen gedacht (deshalb zwar hohe Leistung aber
         meist keine vernüftige Temp.-Regelung) 
         Zum angenehmen Heizen sollte der Heizer annähernd 
         gleichmäßig Wärme abgegeben (-> Radiator). 
    
      -> Strahler: 
         Abgabe der Wärme in Stahlungsrichtung 
         -> in der schnell nähe zu Warm, brandgefährlich
         selten mit Temp.-Regelung  
    
      -> Nachtspeicherheizung 
         nur sinnvoll in Verbindung mit Nachtstrom 
         (Verbrauchkostenersparnis), sonst wie Radiator, 
         aber viel Träger, Wärmeabgabe auch mit Lüfter. 
    
    
    zur nächsten Heizperiode möchten wir uns (als Heizungsersatz
    für einen ca. 20 qm grossen Raum) ein Heizgerät zu legen.

    Was ist effektiver, wenn man Strom-Fress-Rate gegenüber der
    Wärmeausbeute vergleicht: ein Ölradiator, oder so ein
    Terassenheizer?
    Die "normalen" Heizlüfter mit Luft sind Mist (Kälte hält
    sofort wieder Einzug, Stromfresser sowieso).

    Bei IR-Strahlern habe ich Angst, dass was anbrennt, aber die
    meisten haben Kippschutz, doch sowieso ist die Wärme wieder
    passe in . 30 min.
    Ich danke Euch für Hilfe!

    Tschüss,
    Nicole



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