Bohren über lange Strecken

Mein alter Bauernhof hat als Schätzchen eine betonierte Sickergrube mit ca. 20 m3 Regenwasser (ich leite das Wasser von meiner Scheune rein). Für die Nutzung als Gießwasser für den Garten bestens geeignet, aber jetzt hab ich höheres vor, ich möchte das Wasser auch für die Klospülung verwenden. Problem dabei: Zwei Wände und ca. 7 Meter Erdreich. Die 7 m Erdreich liegen zwischen meinem Haus und der Sickergrube. Die Wände sind die Kellerwand meines Hauses (ca. 60 cm massiver Ziegel) und die Wand der Sickergrube (ca 25 cm gegossener Beton (nicht bekannt ob armiert oder nicht)).
Wie krieg ich das Wasser FROSTFREI in mein Haus. Meine Idee war, ein Loch in meine Kellerwand bohren, den Kanal schießen (lassen) und dann ein Loch in die Sickergrube bohren. ABER die Leute die einen Kanal schießen können, können über lange Distanzen nicht durch Beton (Ziegel) bohren und umgekehrt. Andererseits garantiert mir niemand so präziese den Kanal zu schießen, daß ich einfach zwei Löcher bohre und dann schießen lasse.
Ich hab mich hoffendlich nicht zu konfus ausgedrückt.
Wer kennt einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Wartend auf Anregungen

Gandalf

Hallo Gandalf,

ich weiss nicht wo da das Problem ist,
die 7m buddelst Du mit dem Spaten,bequemer
gehts natürlich mit nem Bagger auf ca.
1.60m Tiefe. Löcher durch die Wände, Leitung rein, FERTIG.

Bernd

MOD: Quoting des gesamten Artikels entfernt.

Hallo Gandalf!

Die Leitung bringst Du gut über den Winter, indem Du sie mit einem Heizkabel umwickelst.
Das haben wir auch in unserer Dachrinne liegen, damit bei Tauwetter das Wasser sofort abläuft. Es gibt Heizkabel von 2,5m, 5,0m, 8,0m, 12m Länge.
230Volt, 15 W/m, WASSERDICHT, mit 2 m Kabel für die Versorgung.
Das 12m Kabel kostet 164,95DM. Zu kaufen bei jedem Elektrohandel oder Conrad.
Dass die Kabel sehr gut funktionieren habe ich auf Schiffen gesehen, die im Winter nach Finnland fahren und so ihre gefährdeten Wasserleitungen schützen.
In unserer Dachrinne liegt das Kabel jetzt fast 10 Jahre und ist wie neu.
Der Verbrauch von 15W/m ist auch nicht zu hoch, da wir ja nicht jeden Tag Frost haben.

Gruß Werner

Wäre im Prinzip möglich (und hab ich auch schon dran gedacht), aber ein klitzekleines Detail hab ich vergessen zu erwähnen. Der Hof ist unter dem Kopfsteinpflaster komplett betoniert. Für einen anderen Anschluß hab ich ca. 3 m davon (mit ner ziemlich großen Hilti) aufgestemmt und mir dabei einen abgebrochen. Des weiteren verläuft ein Stück der Strecke durch den Ziergarten meiner Frau, die nicht davon begeistert ist, wenn ich da einen Graben durch ziehe. Ich wollte es mir halt so einfach wie möglich machen.

Gandalf

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Hi Gandalf,
Hatte das selbe Problem bei mir zu Hause. Ich hab dann einfach ein 5/4´ Rohr an einem Ende zu einem Spitz zusammengebogen dann zwei größere Löcher (ca. 1`) und dann voll drauf los. Da das Rohr natürlich zu Kurz war (8m lange Rohre gab es nicht) mußte ich es verlängern. Kann man schweißen oder mit einer Muffe machen. Nach ca. 4 Stunden hatte ich die 8m geschafft. Ja dann einfach ein 3/4´ Rohr hineinschieben und es kann schon losgehen mit der Klospülung mit Regenwasser. Abweichung hatte ich fast keine.
Gruß
Hebsy

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entfernt.

Hallo Gandalf!

Die Leitung bringst Du gut über den
Winter, indem Du sie mit einem Heizkabel
umwickelst.

Gruß Werner

Hi Werner,

mit dem Heizkabel hab ich mir auch schon überlegt, aber das Rohr läuft quer über meinen Hof und wir würden ständig darüber stolpern :wink:. Etwas versenken geht auch nicht, weil direkt unter dem Pflaster eine dicke Betonschicht kommt. An den Wänden vorbei wäre eine Strecke von über 30 m und dann ist selbst eine sparsame Heizung eine Energievernichtungsmaschine. Unabhängig davon würde unser Hund dem Rohr den Garaus machen.

Gandalf

Hi Gandalf,
Hatte das selbe Problem bei mir zu Hause.
Ich hab dann einfach ein 5/4´ Rohr an
einem Ende zu einem Spitz zusammengebogen
dann zwei größere Löcher (ca. 1`) und
dann voll drauf los.

Hebsy

Hi Hebsy,

das Schießen des Rohres ist nicht das Problem, das würde mein Installateur schon machen (obwohl bei den vielen faustgroßen Steinen im Boden das Vortreiben kein Zuckerschlecken ist). Das Problem sind die Anschlüsse bzw. die Bohrungen; da sind schon Versätze von wenigen cm ein Problem, weil das Loch am Ende der Bohrung entsprechend groß sein muß (bei angenommenen 15 cm Versatz 30 cm!).

Gandalf

Hallo Gandalf!

Hat diese Betonschicht irgendwas zu tragen oder ist es sogar die Decke Deines Tanks? Wenn nicht, bietet sich doch an, hier einen kleinen Kanal reinzuflexen. Dann das Rohr mit dem Heizkabel reinzulegen, Isolierung um beides und dann wieder Zement drauf.
Das Flexen ist sehr einfach mit einer großen Steinflex. Die beiden Seitenschnitte anzeichnen und schneiden und dann dazwischen mehrere Schnitte und dann mit dem Meißel die Reste rausschlagen. Du wirst Dich wundern, wie schnell die Flexschnitte durch sind!

Geht natürlich nur, wenn die Betonschicht nicht durchbrechen kann, also wenn es drunter nicht hohl ist.

Gruß Werner.

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Also wenn Du nicht den ganzen Hof mit dem Preßlufthammer aufmeißeln willst bzw. der Ziergarten Deiner Frau zumindest partiell erhalten bleiben soll, würde ich Dir folgendes empfehlen:

Eine der zu durchbohrenden Wände durchbohrst Du bzw. läßt durchbohren und von dort aus das Rohr schießen. Vor der anderen Wand mußt Du halt in den sauren Apfel beißen und ein entsprechendes Loch buddeln und zwar dort, wo das Rohr dann zu erwarten wäre. Von diesem Loch aus kannst Du dann relativ bequem ein passendes Loch durch die andere Wand bohren.

Gruß abi

Eine der zu durchbohrenden Wände
durchbohrst Du bzw. läßt durchbohren und
von dort aus das Rohr schießen. Vor der
anderen Wand mußt Du halt in den sauren
Apfel beißen und ein entsprechendes Loch
buddeln und zwar dort, wo das Rohr dann
zu erwarten wäre. Von diesem Loch aus
kannst Du dann relativ bequem ein
passendes Loch durch die andere Wand
bohren.

Gruß abi

Scheint wohl die beste (am wenigsten aufwendige)Möglichkeit zu sein.

Gandalf

Danke für die Ratschläge (kein weiterer Text)
Gandalf

Für Dein besonders Problem gibt es eine wirklich funktionierende Lösung. Es ist die ungesteuerte Hausanschlußbohrung von bohrtec.

Infos hierzu:
http://www.dbt.ch/d/entsorgungsleitungen.htm

Dieses Verfahren ist durchaus gebräuchlich, jedoch kommt es nicht oft zum Einsatz.

Viel Glück,

Ludger