Pappmaché

Von: , Frage gestellt am Sa, 30. Dez 2006

Hallo!
Habe mich bisher nur an die kleinen Objekte getraut. D.h. Pappe als Schablone -> ausgeschnitten -> "beklebt".

Jetzt möchte ich aber die größeren Kaliber ausprobieren.
Als erstes habe ich heute verzinkten Kaninchendraht gekauft. Clever wie ich bin habe ich einfach Zeitungsstreifen genommen und wollte die zusammen mit dem Kleister auf das Gerüst kleben. Also das war schon mal nix :-(

Nun rühre ich das 1. Mal diesen Brei an. Da brauche ich nen kleinen Tipp: Zeitungsstreifen einweichen, dann gut ausdrücken, mit nem Mixer gut durchrühren und anschließend mit Kleister verrühren, oder?

Die nächste Sache ist noch: Habe jetzt schon oft gelesen, dass man Gelenke etc. wohl besser verstärken sollte. Mit Gipsbinden z.B. Kann man diese Gipsbinden auch selbst herstellen, indem man einfach handelsübliche Mullbinden mit Gips bestreicht???

Vielen Dank und LG
Conni

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 34 Minuten 1 hilfreich
    Re: Pappmaché

    Hallo Conni,

    dein Ansatz ist schon richtig, mit Papierstreifen anzufangen. Möglicherweise ist der Draht zu grobmaschig oder der Kleister zu dünnflüssig, wenn es nicht geklappt hat.
    Mit Gipsbinden musst du schnell arbeiten (10 Min.). Wenn du langsamer vorgehen möchtest, nimmst du zu den Mullbinden besser (Moltofill-)Spachtelmasse. Dann hast du etwa 1-2 Std. Aushärtezeit.
    Unter ...google... findest du viele Seiten mit Tipps und Beispielen.
    Viel Erfolg!
    rotmarder Hallo!
    Habe mich bisher nur ........

  2. Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
    Re: Pappmaché

    Hallo Conni,

    etwas leichter wird es, wenn Du Dein Hasendrahtgerüst mit zerknülltem Zeitungspapier ausstopft, bevor Du mit dem Kleben beginnst. Dann kannst Du erst zwei oder drei Lagen eingekleisterte Papierstreifen (gerissen, nicht geschnitten) rundherum überlappend kleben und - wichtig - trocknen lassen. Anschließend haftet die Masse, wenn Du nicht zu dicke Schichten aufbringst.
    Zum Arbeiten mit Gipsbinden hat Dir rotmarder ja gute Tipps gegeben.

    Viel Spaß!
    LG,
    MrsSippi

  3. Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
    Re: Pappmaché

    Hallo Conni!

    Hier ein Rezept für "Pulpe":
    4 Doppelbogen (8 Seiten) Zeitungspapier
    2 Eßlöffel Zellulosefüller/Spachtelmasse
    2 Eßlöffel Weißleim (Ponal)
    1 Teelöffel Leinöl (Baumarkt)
    2 Tropfen Nelkenöl (Apotheke)
    1/2 Eßlöffel Tapetenkleister

    Zeitung in kleine Stücke reißen und in reichlich Wasser gut 24 Std. einweichen. 20 Min. kochen, kleinrühren. Wasser über Sieb abgießen und Pulpe ausdrücken. Nach und nach die angegebenen Zutaten untermischen, gut durchkneten. Masse hält sich in luftdichtem Gefäß im Eisschrank gut 4 Wochen und länger.


    Ich habe mal einen Pappmachékurs an der Volkshochschule belegt, da haben wir die Pulpe gemacht. Lässt sich ganz toll bearbeiten. Zuerst solltest Du aber Dein Grundgerüst mit Zeitungspapierfetzen bekleben und wie schon von den anderen erwähnt, mehrmals gut trocknen lassen. Dann kannst Du mit der Pulpe richtig modellieren.

    Lieben Gruß
    Nadine

    • Antwort von nach 6 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Pappmaché

      Hallo @all!

      Vielen herzlichen Dank für die guten Tipps bisher!!!

      @ Nadine

      Dir besonderen Dank für das "Rezept".
      Aber welchen Zweck erfüllen die ganzen Zutaten? Den ersten Brei habe ich ganz einfach hergestellt: Zeitungsschnipsel eingeweicht -> kleinpüriert -> Tapetenkleister dazugemischt.

      Leinöl und Kaltleim habe ich schon öfter gelesen, aber was unterscheidet diese Pulpe zu der ganz einfachen Variante? Hält es besser?

      LG Conni

      • Antwort von nach 6 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Pappmaché

        Hallo Conni, Den ersten
        Brei habe ich ganz einfach hergestellt: Zeitungsschnipsel
        eingeweicht -> kleinpüriert -> Tapetenkleister
        dazugemischt.
        Nach meiner Erfahrung reicht das völlig aus, ist nach dem Trocknen absolut hart und kann wie Holz geschliffen, geschnitzt, gesägt und bemalt werden.
        Gut ist es, den Trocknungsprozeß zu verzögern, d.h. das Teil möglichst in einen verschlossenen Schrank zu stellen. Dadurch schrumpft und schrumpelt es nicht wie beim Schnelltrocknen. Hilft sehr bei der weiteren Bearbeitung.

        LG,
        MrsSippi

      • Antwort von nach 9 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Pappmaché

        Hallo Conni!

        Mmmmm, das kann ich Dir auch nicht sagen, ich habe das Einfachere noch nicht ausprobiert, es wird aber ganz geschmeidig und lässt sich toll verarbeiten. Vielleicht hat es auch was mit der Haltbarkeit zu tun, habe das Rezept wie gesagt von der Dozentin an der VHS. Aber wenns mit dem Einfacheren auch klappt, würde ich das auch nehmen!!!

        Lieben Gruß
        Nadine [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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