Wann gibts den nächsten Kultfilm?

Eine frage die mich sehr beschäftigt und bei der ich sehr hoffe das mir jemand eine antwort geben kann…

wann gibts was neues von TARANTINO ???

das er der könig ist (wer ist spielberg?)
ist ja wohl unbestritten… aber leider
habe ich inzwischen schon jeden seiner
filme über 10 mal gesehen. weis irgendjemand
ob und an was er gerade arbeitet???

tausend dank…

zweistein

So, 20:15, ProSieben
Ich weiss zwar nicht, obs ein Kultfilm ist, aber es ist ein genialer Film:

„Highlander“

Ich weiss nicht, von welchem Regisseur usw., aber trotzdem viel Spass damit.

Auf Pro Sieben - na, dann wohl nicht! :wink: Oder wie seht ihr das?

Bye, Vanessa

tarantino

Auf Pro Sieben - na, dann wohl nicht! :wink:
Oder wie seht ihr das?

Bye, Vanessa

naja so soll man das ja auch nicht sehen.
schließlich laufen alle gute filme mal im fensehn… aber ob highlander ein kultfilm ist… das lass ich mal so stehen. kultfilme sind dann (meiner meinung nach)
wohl doch von einem anderen kaliber… zb:
uhrwerk orange
trainspotting
pulp fiction

was versteht ihr denn so unter einem kultfilm… also nach meiner erfahrung
ist es zumindest so das alles was tarantino anpackt ein wirklicher kultfilm ist (war zumindest bisher so…)—pulp, four rooms, reservar dogs, desperado, dusk till down, … gibt es sonst noch filme die man unbedingt gesehen haben muss?

ein sich auf antwort freuender

zweistein

Als Tarantino-Fan sollte man sich auf jeden Fall „True Romance“ (in der ab 18J-Fassung) reinzeihen. Das Script ist von Tarantino und Regie führte Tony Scott.
Das Tarantino da fürs Script verantwortlich ist, merkt man schön an den abegfahrenen Dialogen. Es haben aber noch andere am Drehbuch gewerkelt.

Kultfilm? Meiner Meinung nach, braucht ein Film, der Kultfilm werden will, etwas Zeit. Das muss sich entwickeln. „Highlander“, von Russel Mulcaney, ist kein Kultfilm. Es ist ein schönes Beispiel für zeitgeistorientiertes Kino und ist ein typisches Produkt der frühen 80iger - von Videoclips beinflusst. Aber nett anzuschauen.

Ein echter Kultfilm ist eigentlich nur die „Rocky Horror Picture Show“. Weil dort wirklich Kult im Kino betrieben wird. Oder eben die „Star Trek“ Mammutvorstellungen, wo die Besucher in Verkleidung sich 8 Filme am Stück reinziehen. Da muss man schon etwas bekloppt sein = Kult.

-))

Gruß Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hay,

… kultfilme sind dann (meiner
meinung nach)
wohl doch von einem anderen kaliber…
zb:
uhrwerk orange
trainspotting
pulp fiction

ich glaube was ein Kultfilm ist, bleibt jedem selbst ueberlassen.
Ich halte Highlander (nur den 1. Teil) fuer einen Kultfilm. Aber da sollen die Geschmaecker gerne verschieden bleiben.

was versteht ihr denn so unter einem
kultfilm… also nach meiner erfahrung
ist es zumindest so das alles was
tarantino anpackt ein wirklicher kultfilm
ist (war zumindest bisher so…)—pulp,
four rooms, reservar dogs, desperado,
dusk till down, … gibt es sonst
noch filme die man unbedingt gesehen
haben muss?

Was ist mit Tarantinos Jackie Brown, True Romance ?

Als Tip: Jim Jarmusch Filme

Ansonsten gibt es viele Film, die mir gefallen haben.

Oh, fast haette ich die Coen Brueder vergessen.

Aber um gute Tips zu geben ist es einfacher, das ganze auf ein Genre oder Typus von Film zu begrenzen.

JAspis

Als Tarantino-Fan sollte man sich auf
jeden Fall „True Romance“ (in der ab
18J-Fassung) reinzeihen. Das Script ist
von Tarantino und Regie führte Tony
Scott.
Das Tarantino da fürs Script
verantwortlich ist, merkt man schön an
den abegfahrenen Dialogen. Es haben aber
noch andere am Drehbuch gewerkelt.

Kultfilm? Meiner Meinung nach, braucht
ein Film, der Kultfilm werden will, etwas
Zeit. Das muss sich entwickeln.
„Highlander“, von Russel Mulcaney, ist
kein Kultfilm. Es ist ein schönes
Beispiel für zeitgeistorientiertes Kino
und ist ein typisches Produkt der frühen
80iger - von Videoclips beinflusst. Aber
nett anzuschauen.

Ein echter Kultfilm ist eigentlich nur
die „Rocky Horror Picture Show“. Weil
dort wirklich Kult im Kino betrieben
wird. Oder eben die „Star Trek“
Mammutvorstellungen, wo die Besucher in
Verkleidung sich 8 Filme am Stück
reinziehen. Da muss man schon etwas
bekloppt sein = Kult.

-))

Gruß Stefan

Deine Meinung, das „Highlander“ kein Kult-
film sein soll möchte ich so nicht stehen
lassen.Filmzitate wie „Es kann nur einen
geben“ haben in den 80ern eine ganze
Generation beeinflußt,der Film selbst Musikgeschmack Mode -und Reisebranche.
Noch heute gibt es genügend
Kinos, die sich auf Kult - und Kunstkino
spezialisiert haben und in denen der „High-
lander“ zum gutbesuchten Pflichtprogramm
gehört.
Kultkino lediglich auf „Rocky Horror Picture
Show“ und dem deutlich überbewerteten
Quentin Tarantino zu reduzieren ist meiner
Meinung nach ziemlich engstirnig.
Hast Du schon mal etwas von „Casablanca“,
„Das Leben des Brian“ oder „Some Like It Hot“ gehört?

Als Tarantino-Fan sollte man sich auf
jeden Fall „True Romance“ (in der ab
18J-Fassung) reinzeihen. Das Script ist
von Tarantino und Regie führte Tony
Scott.
Das Tarantino da fürs Script
verantwortlich ist, merkt man schön an
den abegfahrenen Dialogen. Es haben aber
noch andere am Drehbuch gewerkelt.

falls das nicht so klar geworden ist:
natürlich bin ich auch ein absoluter tarantino-fan und nach meiner aufzählung war ein … (…) selbstverständlich sind da filme wie true romance, jacky brown, und natural born killers (22 mal gesehen) mit eingeschlossen…

auserdem würde ich auch
-im auftrag des teufels-
dazuzählen…

ist schon richtig… was kult ist bleibt wohl jedem selbst überlassen… tarantino auf alle fälle :smile:

Kultkino lediglich auf „Rocky Horror
Picture
Show“ und dem deutlich überbewerteten
Quentin Tarantino zu reduzieren ist
meiner
Meinung nach ziemlich engstirnig…

sicher ist meine meinung als fan nicht sehr subjektiv, aber überbewertet ist so eine sache… ich persönlich halte tarantino nämlich für stark unterbewertet.
wer sonst schafft es filme zu produzieren
ohne die aufwendigen spezialefekte (die heute schon fast als muß betrachtet werden)… und dazu noch charaktere bei denen man selbst mit dem schlimmsten der bösen mitfühlen kann… dialoge und kammeraführun, und auch wie auf die einzelnen menschen eingegangen wird… das ist etwas was einzigartig bei tarantino ist

(zumindest wenn man betrachtet das es kein einzelfall sonder die komplete reihe seiner filme so ist)

ich würde keine sekunde zögern und ihn sofort über spielberg & co stellen…

Hi!

Auf Pro Sieben - na, dann wohl nicht! :wink:
Oder wie seht ihr das?

naja so soll man das ja auch nicht sehen.
schließlich laufen alle gute filme mal im
fensehn…

Nee, ich glaube, du hast mich falsch verstanden :wink: Lieber keine Filme, die man gerne sehen möchte auf Pro7 gucken - man ärgert sich eh nur wahnsinnig über deren Schnitte und darüber, dass sie den Abspann total abschneiden :frowning:

aber ob highlander ein
kultfilm ist… das lass ich mal so
stehen.

Naja, ich persönlich mag ihn nicht so gern…

uhrwerk orange
trainspotting
pulp fiction

Irgenwie sind sie sich vom Thema her etwas ähnlich.
Ich weiss nciht, wie ich ds jetzt sagen soll, verstehst du mich auch ohne Worte? So etwas düster…

was versteht ihr denn so unter einem
kultfilm… also nach meiner erfahrung
ist es zumindest so das alles was
tarantino anpackt ein wirklicher kultfilm
ist (war zumindest bisher so…)—pulp,
four rooms, reservar dogs, desperado,
dusk till down, …

Naja, Kult vielleicht nur für einen Teil der Kinogänger. Viele werden ausser ‚Pulp Fiction‘ und ‚FDTD‘ nichts von ihm kennen.
Und 'Killing Zoe ’ ist ganz nett, aber Kult? Naja…
Kult ist bestimmt noch ‚Star Wars‘
Und ‚Sissi‘ :wink: Ja, wirklich.

gibt es sonst
noch filme die man unbedingt gesehen
haben muss?

Klar :wink:

Kult hängt wohl auch immer mit Gesellschaften zusammen, auch mit der kleinen Gesellschaft, in der du dich aufhälst /Freunde). So ist die Zefirelli Verfilmung von Romeo & Julia und Wallace & Gromit bei meiner Freundin und mir Kult :wink: andere schlagen die Hände über dem Kopf zusammen :wink:

Bye, Vanessa

Klar habe ich von den Filmen gehört.
Vielleicht definiere ich Kult nur anders.

„Casablanca“ ist ein völlig überbewertetes Meldodram (da find ich „Barb Wire“ besser :smile:)) und ich bin wirklich kein Rocky Horror oder Star Trek fan. Ich find nur, da wird echter Kult gelebt. Alle anderen Filme sind meinetwegen Klassiker oder einfach gute Filme, die man immer wieder schauen kann.

Der Hype um Tarantino ist sicherlich etwas übertrieben. Aber er hat es geschafft, durch mutigen Einsatz von komplizierten Zeitebenen (Reservoir Dogs, Pulp Fiction) und sehr ungewöhnlichen Dialogen eine neue Filmsprache, oder zumindest einen sehr eigenen Stil zu entwickeln. Das kann man wirklich nicht von vielen anderen, noch so guten, Regisseuren sagen. David Fincher ist vielleicht noch so ein Fall. Er ist halt viel visueller und erzählt ungewöhnliche Stories. Aber Tarantinos Dialoge sind schon einmalig.

Gruß Stefan

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Ich würde grundsätzlich gute Regisseure nicht miteinander vergleichen. Spielberg hat auch seine Qualitäten (Private Ryan, Schindlers Liste) und er ist eben der Meister des Mainstreams.
Tarantino hat es eben mit sehr ungewöhnlichen Drehbüchern geschafft, aus Independentfilmen Kassenerfolge zu machen. Ich vergöttere Tarantino nicht, bin aber sehr gespannt auf einen neuen Film von ihm - genauso wie von David Fincher, Ridley Scott, Robert Altmann oder Michael Mann (um nur einige zu nennen).
Den einzigen, den ich wirklich als Genie bezeichnen würde - und nicht nur weil er leider schon tot ist - ist Stanley Kubrick.
Er hat es geschafft, über 30 jahre lang, Maßstäbe in Filmgestaltung zu setzten.
Vielleicht schafft das Tarantino auch noch…

Gruß Stefan

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Ich würde grundsätzlich gute Regisseure
nicht miteinander vergleichen. Spielberg
hat auch seine Qualitäten (Private Ryan,
Schindlers Liste) und er ist eben der
Meister des Mainstreams.
Tarantino hat es eben mit sehr
ungewöhnlichen Drehbüchern geschafft, aus
Independentfilmen Kassenerfolge zu
machen. Ich vergöttere Tarantino nicht,
bin aber sehr gespannt auf einen neuen
Film von ihm - genauso wie von David
Fincher, Ridley Scott, Robert Altmann
oder Michael Mann (um nur einige zu
nennen).
Den einzigen, den ich wirklich als Genie
bezeichnen würde - und nicht nur weil er
leider schon tot ist - ist Stanley
Kubrick.
Er hat es geschafft, über 30 jahre lang,
Maßstäbe in Filmgestaltung zu setzten.
Vielleicht schafft das Tarantino auch
noch…

Gruß Stefan

Als Kultregisseur würde ich eher Leute wie Pedro Almodovar, Woody Allen, Die Monty Python - Truppe, Chaplin, Tarantino, Jim Jarmush, Aki Kaurismäki… bezeichnen.
Früher waren es Mihelangelo Antonioni, George Roy Hill…

Ich würde nicht sagen, dass Almodovar, oder Woody Allen (bis auf Zelig vielleicht) einen neuen visuellen Trend gesetzt haben, sondern eher einfach Zeitgemäss waren. Heutzutage langweilen sich die meisten, die Blow Up sehen doch durch den Film, und früher war das mal ein absoluter Kult.

Aber das alles hängt wirklich von der Gesellschaft ab. Für manche ist wirklich Akira Kurosawa absolut kultig, und sie zitieren ständig aus seinen Filmen.
Damit hängt es denke ich zusammen, ob ein Film als Kultfilm bezeichnet wird.
Auf der verzweifelten Suche nach einer guten Bar erinnert man sich an den Diskreten Charme der Bourgeosie… ist das dann kein Kultfilm?
Man kann zwischen sich konventionen schaffen, und sich dabei auf einen Film beziehen, den man damit zum Kultfilm erhebt.

Alle dises Dinge machen denke ich einen Film zum Kultfilm … Aber es gibt eben auch die Kultfilme in grösserem Rahmen. Rocky Horror Picture Show gehörte wohl dazu. Eine gute Vermarktung spielt auch oft mit.

Ich frage mich, ob man verstehen kann, was ich sagen wollte.
Grüsse!

Als Kultregisseur würde ich eher Leute
wie Pedro Almodovar, Woody Allen, Die
Monty Python - Truppe, Chaplin,
Tarantino, Jim Jarmush, Aki Kaurismäki…
bezeichnen.
Früher waren es Mihelangelo Antonioni,
George Roy Hill…

Ich würde nicht sagen, dass Almodovar,
oder Woody Allen (bis auf Zelig
vielleicht) einen neuen visuellen Trend
gesetzt haben, sondern eher einfach
Zeitgemäss waren. Heutzutage langweilen
sich die meisten, die Blow Up sehen doch
durch den Film, und früher war das mal
ein absoluter Kult.

Aber das alles hängt wirklich von der
Gesellschaft ab. Für manche ist wirklich
Akira Kurosawa absolut kultig, und sie
zitieren ständig aus seinen Filmen.
Damit hängt es denke ich zusammen, ob ein
Film als Kultfilm bezeichnet wird.
Auf der verzweifelten Suche nach einer
guten Bar erinnert man sich an den
Diskreten Charme der Bourgeosie… ist das
dann kein Kultfilm?
Man kann zwischen sich konventionen
schaffen, und sich dabei auf einen Film
beziehen, den man damit zum Kultfilm
erhebt.

Alle dises Dinge machen denke ich einen
Film zum Kultfilm … Aber es gibt eben
auch die Kultfilme in grösserem Rahmen.
Rocky Horror Picture Show gehörte wohl
dazu. Eine gute Vermarktung spielt auch
oft mit.

Ich frage mich, ob man verstehen kann,
was ich sagen wollte.
Grüsse!

Ich zumindest ja.
Mir ist bei Deiner Aufzählung der Kult-
regisseure, die auch tatsächlich einen
neuen Trend gesetzt haben, aufgefallen
das ein wichtiger Name fehlt - David Lynch.
Wenn irgendeiner den Namen Kultregisseur
verdient, dann er. Seine auf die Leinwand
projezierten Visionen, das Spiel mit Sym -
bolen, musikalische Untermalung - das alles
war seiner Zeit bahnbrechend und sein Stil
wird heute noch zigfach kopiert.

rene

Lynch? den halte ich für völlig überbewertet. Ich habe mir „Wild at Heart“ und „Blue Velvet“ extra mal mehrfach sehr bewusst angeschaut, um zu suchen, was an den Filmen so toll sein soll. Ich konnte nix umwerfendes entdecken. Der eine ist ein Road-Movie mit durchgeknallten Charakteren, der ander ein debiler Gangsterfilm. Beide vollgestopft mit Pseudo-Symbolismen. So what?
Und „Lost Highway“? Die Geschichte Drehbuchautors (oder war es ein Produzent?) der im Knast zum Automechaniker mutiert? Was soll der Schwachsinn?
Sicherlich schafft es Lynch interessante Bilder zu zaubern - oft bedröhlich und düster - aber die bewusst pseudo-abgehobenen Stories kann ich nicht nachvollziehen. Ich halte ihn für einen genialen Blender.
Der einzige Streifen von ihm, der wirklich neue Bilder geschaffen hat und der auch wirklich unheimlich, düster und bedrohlich wirkt, ist „Eraserhead“

Gruß von jemand, der Scorcese, Fincher, Kubrick, Altman, R. Scott und Michael Mann (Liste nicht vollständig) für weitaus bessere Regisseure hält,
Stefan

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Lynch? den halte ich für völlig
überbewertet. Ich habe mir „Wild at
Heart“ und „Blue Velvet“ extra mal
mehrfach sehr bewusst angeschaut, um zu
suchen, was an den Filmen so toll sein
soll. Ich konnte nix umwerfendes
entdecken. Der eine ist ein Road-Movie
mit durchgeknallten Charakteren, der
ander ein debiler Gangsterfilm. Beide
vollgestopft mit Pseudo-Symbolismen. So
what?
Und „Lost Highway“? Die Geschichte
Drehbuchautors (oder war es ein
Produzent?) der im Knast zum
Automechaniker mutiert? Was soll der
Schwachsinn?
Sicherlich schafft es Lynch interessante
Bilder zu zaubern - oft bedröhlich und
düster - aber die bewusst
pseudo-abgehobenen Stories kann ich nicht
nachvollziehen. Ich halte ihn für einen
genialen Blender.
Der einzige Streifen von ihm, der
wirklich neue Bilder geschaffen hat und
der auch wirklich unheimlich, düster und
bedrohlich wirkt, ist „Eraserhead“

Gruß von jemand, der Scorcese, Fincher,
Kubrick, Altman, R. Scott und Michael
Mann (Liste nicht vollständig) für
weitaus bessere Regisseure hält,
Stefan

Na endlich einmal einer mit einem intelli-
genten Diskussionsbeitrag. Provokant und
mit Biß. So etwas schätze ich sehr.
Ich stelle mir gerade jemanden vor, der
sich „Blue Velvet“ immer wieder reinzieht
(und sehr bewußt anschaut!!)und verdammt
noch mal, nicht hinter das Geheimnis kommt,
warum ganz viele Kritiker sagen, das
wäre ein toller Film und die Zeitschrift
„Spiegel“ ihn zum Film des Jahrzehnts ge -
kürt hat.
Kleiner Tip: David Lynch Filme niemals nur
anschauen, sondern einfach auf Dich wirken
lassen. Versuch nicht so etwas wie eine
nacherzählbare Story zu finden, sondern
genieße das perfekte Konglomerat aus Musik
und Bildern. Allein die Tontechnik in
„Eraserhead“ ist visionär.
Zunächst wußte ich nicht ob ich bei Deiner
Blue Velvet - Interpretation (debiler
Gangsterfilm) Ärger oder Ignoranz üben
sollte und dann fiel mir auf das Beides
falsch ist.
Also machen wir, die Lynch - Fans dieser
Erde, die Tür für unseren exklusiven Zirkel
der Wissenden zu und Du wirst für immer
draußen bleiben. Das, lieber Stefan, ist
der wahre Kult.
Nimms nicht so schwer.

rene

Hi Rene,

ich nehme das überhaupt nicht schwer. :smile:
Übrigens, nur weil Kritiker einen Film feiern, ist das für mich kein Qualitätszeichen. Das ist lediglich die subjektive Meinung eines Redakteurs. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich kann mich noch erinnern, als „Wild at Heart“ rauskam und ich eine ellenlange Kritik in der epd-Film gelesen habe. Der Kritiker feierte die geniale Parallelmontage, wo Nick Cage mit seiner Tussi den Highway langbrettern und ihre Mutter eben parallel einen Killer (oder wars ein Privatdedektiv oder Bulle?) beauftragt, die beiden zu suchen.
Geniale Parallelmontage. Das darstellen zweier Handlungstränge gleichzeitig ist ja wohl ein aüßerst gängiges Mittel der Filmgestaltung.(Findest du sogar in einer Dallas-Folge :wink:) Ebenso wurden die toolen Symbolismen gefeiert: z.B. das Close up auf ein Streichholz, das entflammt. Na toll!!

Das ist eben nur ein Beispiel, wie die Kritik Lynch-Filme feiert.

Ich behaupte auch nicht, er wäre ein mieser Regisseur. Ich halte ihn nur für überbewertet. Er schafft es sicherlich, interessante Bilder zu schaffen, die z.T. einen bedrückende Wirkung auf den Zuschauer haben. Aber der Film als ganzes erschließt sich mir nicht. Und das betrifft besonders „Lost Highway“. Ich meine, was soll das? Ein Filmproduzent wird im Knast ein Automechaniker. Was bedeutet die Verwandlung. Was soll sie uns sagen?

Welche Filme finde ich gut?
„Heat“ ist mit Abstand der beste Gangsterfilm der letzten 10 Jahre und Michael Mann gehört wiederum zu den unterschätzten Regisseuren.
Scorcese mag ich. Er hatte eine mitreißende Erzählstruktur in seinen Filmen.
Kubrick ist/war genial. Jeder Film was völlig anderes und (fast) jeder hat Maßstäbe gesetzt.
Greeneway habe ich früher gemocht. Er hat das Auge mit sehr ungewöhnlichen Bildern versorgt.
„Matrix“ ist vom Inhalt vielleicht nicht ganz was Neues, aber visuell einer der innovativsten Filme der letzten Zeit.
„Fargo“ war so absurd, dass die Story nur wahr sein konnte.
David Fincher ist einer meiner neuen jungen Lieblingsregissuere, der es schafft, ungeöhnliche Stories, in einer exzellenten visuellen Umsetzung, im Rahmen des Hollywoodsystems zu produzieren und sie auch noch einem großen Publikum zugänglich zu machen. Eine äußerst schwierige Mischung.

Du siehst, ich genieße Film auch sehr gut, ohne dem Lynch-Universum beizuwohnen.

Gruß, Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Rene,

ich nehme das überhaupt nicht schwer. :smile:
Übrigens, nur weil Kritiker einen Film
feiern, ist das für mich kein
Qualitätszeichen. Das ist lediglich die
subjektive Meinung eines Redakteurs.
Nicht mehr und nicht weniger.
Ich kann mich noch erinnern, als „Wild at
Heart“ rauskam und ich eine ellenlange
Kritik in der epd-Film gelesen habe. Der
Kritiker feierte die geniale
Parallelmontage, wo Nick Cage mit seiner
Tussi den Highway langbrettern und ihre
Mutter eben parallel einen Killer (oder
wars ein Privatdedektiv oder Bulle?)
beauftragt, die beiden zu suchen.
Geniale Parallelmontage. Das darstellen
zweier Handlungstränge gleichzeitig ist
ja wohl ein aüßerst gängiges Mittel der
Filmgestaltung.(Findest du sogar in einer
Dallas-Folge :wink:) Ebenso wurden die
toolen Symbolismen gefeiert: z.B. das
Close up auf ein Streichholz, das
entflammt. Na toll!!

Das ist eben nur ein Beispiel, wie die
Kritik Lynch-Filme feiert.

Ich behaupte auch nicht, er wäre ein
mieser Regisseur. Ich halte ihn nur für
überbewertet. Er schafft es sicherlich,
interessante Bilder zu schaffen, die z.T.
einen bedrückende Wirkung auf den
Zuschauer haben. Aber der Film als ganzes
erschließt sich mir nicht. Und das
betrifft besonders „Lost Highway“. Ich
meine, was soll das? Ein Filmproduzent
wird im Knast ein Automechaniker. Was
bedeutet die Verwandlung. Was soll sie
uns sagen?

Welche Filme finde ich gut?
„Heat“ ist mit Abstand der beste
Gangsterfilm der letzten 10 Jahre und
Michael Mann gehört wiederum zu den
unterschätzten Regisseuren.
Scorcese mag ich. Er hatte eine
mitreißende Erzählstruktur in seinen
Filmen.
Kubrick ist/war genial. Jeder Film was
völlig anderes und (fast) jeder hat
Maßstäbe gesetzt.
Greeneway habe ich früher gemocht. Er hat
das Auge mit sehr ungewöhnlichen Bildern
versorgt.
„Matrix“ ist vom Inhalt vielleicht nicht
ganz was Neues, aber visuell einer der
innovativsten Filme der letzten Zeit.
„Fargo“ war so absurd, dass die Story nur
wahr sein konnte.
David Fincher ist einer meiner neuen
jungen Lieblingsregissuere, der es
schafft, ungeöhnliche Stories, in einer
exzellenten visuellen Umsetzung, im
Rahmen des Hollywoodsystems zu
produzieren und sie auch noch einem
großen Publikum zugänglich zu machen.
Eine äußerst schwierige Mischung.

Du siehst, ich genieße Film auch sehr
gut, ohne dem Lynch-Universum
beizuwohnen.

Gruß, Stefan

Moin Stefan,
freut mich zu hören das Du Dir nicht das
Leben genommen hast, nur weil wir Dich
nicht an unseren Kult teilnehmen lassen.
Ich möchte es mir aber nicht nehmen lassen
noch einmal auf Deine letzte Antwort ein-
zugehen.
Zunächst einmal teile ich unbedingt Deine
Meinung zu und über Kritiker. Subjektive
Meinungen irgendwelcher Leute, die meinen,
nur sie hätten den Sachverstand gepachtet
und müßten den scheinbar unmündigen Kino -
gänger belehren oder missionieren, sind mir
persönlich ein Greuel.
Aber dieselben Leute haben Lynch und Taran-
tino großgemacht.Sie haben auch dafür ge -
sorgt, das bei „Blair Witch Project“ ordentlich die Kassen klingeln, weil den
Zuschauern vermittelt wurde, das es sich
hier um einen neuen Kultfilm handelt und
jeder gerne exklusiv sein wollte.
Desweiteren möchte ich Dir absolut recht
geben, wenn Du „Lost Highway“ indirekt als
cineastisches Desaster bezeichnest. Aber
was konnte man auch erwarten, wenn ein
Regiesseur, der lange Jahre als der einzige
wahre Kultregiesseur gefeiert wurde und eine eigene Bildsprache erfunden hat, anfängt beim neuen Kultregiesseur (Tarantino)gnadenlos dessen filmische Mittel
zu kopieren. Du erinnerst Dich gewiss an
die Dialoge der Gangster rund um Eddie.
Einzig witzig fand ich die Idee mit der
musikalischen Begleitung durch Rammstein.
Aber sonst? Würg.
Im übrigen scheinst Du doch nicht so einen
verkehrten Filmgeschmack zu haben, denn
„Heat“ war Oberklasse, wenn auch „Scarface“
der in jeder Hinsicht bessere Gangsterfilm
ist. Und „Matrix“ ist sowieso der Film des
Jahres.
Was hälst Du denn von Kathryn Bigelow?
Ich finde, alles was diese Frau angepackt
hat war hervorragend und „Strange Days“
sogar genial.
Oder Luc Besson? Oder Lars von Trier? Oder
Sam Packinpah?
David Finchers „Sieben“ hat mich echt vom
Hocker gehauen, wahrscheinlich weil ich, so wie von Fincher beabsichtigt, viel mehr in
dem Film gesehen habe als die eher simple
Kriminalstory.
Okey, das soll´s vorerst gewesen sein.

Gruß rene

Hi Rene,
dann bin ich ja beruhigt, dass du mit „Lost Highway“ auch nicht soviel anfangen kannst.
„Eraserhead“ finde ich nach wie vor genial.

Zu Kritikern: Ich lese schon oft Kritiken, und die in der epd-Film sind auch recht fundiert, aber ich lasse mir per Kritik eben keine Meinung aufschwatzen. Und über die „Wild at Heart“-Kritik habe ich herzhaft gelacht. Meistens lese ich Kritiken, nachdem ich im Film war, und vergleiche meinen Eindruck mit dem des Kritikers.

Zu deinen Lieblingsfilmen: „Scarface“ ist auch super, aber die DePalma-Version ist von 83. Also nicht aus den letzten 10 Jahren. Oder meinst du gar das Original von Hawks aus den 30igern?
Die Pate-Trilogiie,„Good Fellas“ und „Casino“ sind auch noch geniale Gangsterfilme.

Kathtyn Bigelow: Klasse. Leider macht sie zu wenig Filme. Ich habe sie mal auf der Berlinale zur Premiere von „Blue Steel“ kennengelernt.
Besson: „Nikita“ ist mein Lieblingsfilm. Wobei ich das so verachtete Remake mit Bridget Fonda auch gut finde.
Peckinpah: Auch genial. So schön pessimistisch. Mein Lieblingstreifen ist „The Wild Bunch“ den ich mir demnächst als restaurierten Dir. Cut auf DVD kaufen werde.
Lars von Trier: Da habe ich eher keine Meinung. Ich habe mal eine halbe Std. von einem Streifen - ich habe den Namen vergessen- spielt irgendwo in Schottland, gesehen und fand es totlangweilig.
Ansonsten find ich noch gut: „Hells Kitchen“ von Phil Janou, „Spoorlos“ von George Sluizer, „Hard Boiled“ u. „Face/Off“ von John Woo, „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Sergio Leone, „One Man Standing“ von Walter Hill, „Out of Sight“ von Steven Sondergergh, „Death Machine“ von S. Norrington, „Young Americans“ von Danny Cannon, „King Of New York“ von Abel Ferrara.
Na ja, da gibts noch ein paar Dutzend mehr, aber das wird dann hier zu lang…

Grüße, Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ist es zumindest so das alles was
tarantino anpackt ein wirklicher kultfilm
ist (war zumindest bisher so…)—pulp,
four rooms, reservar dogs, desperado,
dusk till down, … gibt es sonst
noch filme die man unbedingt gesehen
haben muss?

ein sich auf antwort freuender

zweistein

yes, yes, yes

ich kann dir nur zustimmen. Alle o.g. Filme sind ziemlich geile Filme. Die meisten davon habe ich mir auch schon auf englisch reingezogen. Gott sei Dank gibt es so kranke Köpfe wie tarantino.
Als Kultserie würde ich South Park vorschlagen, einfach genial.

gruß Olli