Karamelbonbon

Von: , Frage gestellt am Di, 21. Dez 1999

Problem: Karamelbonbon
Leider ist irgendetwas bei meinem Rezept schiefgegangen, so dass ich
nun eine ganze Schüssel voller "Sahne-Milch-Vanille-Sirup" habe. Wer
hat eine Idee, wie ich da trotzdem irgendwie Bonbons herausbekomme?
Es eilt ein wenig, weil ich die Bonbons eigentlich zu Weihnachten
verschenken möchte... Ich bin der Meinung, dass das Rezept falsch
ist: Was soll da schließlich beim Kaltwerden hart werden?

Hier ist das Rezept, vielleicht habe ich ja auch einen Fehler
gemacht:
Man nehme eichfach einen halben Liter Milch, einen halben Liter
Sahne, 400 g Zucker, 30g Butter und 2 Vanilleschoten. Das Ganze wird
in einem Topf gemischt, kurz aufkochen lassen und dann 75 Minuten
unter ständigem Rühren köcheln gelassen. Danach füllt man das in eine
flache Form (die wahnsinnig aufwendig mit Backpapier, extra Öl und
Aluminiumfolie hergerichtet wird), lässt das Ganze abkühlen...und
dann soltte da eigentlich eine schnittfeste Masse herauskommen. Bei
mir ist aber noch immer alles flüssig.

Wo liegt der Fehler? Muß einfach mehr Butter rein?

Herzlichen Dank für die Antwort!

Gerd

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Karamelbonbon

    der zucker ist nicht zu karamell gekocht worden und deine masse enthält noch viel zuviel flüssigkeit. je mehr wasser verkocht, desto härter wird der karamell. probiere einfach es nochmal aufzukochen und lass es köcheln bis es sich verdicht, mach eine probe, ein tropfen in ein wasserglas, wenn es hart wird, gewonnen, sonst kannst du es trinken und probiers mit einem der unteren rezepte.


    Zutaten
    1 l Vollmilch
    1 kg Zucker

    Zubereitung
    Milch und Zucker in einen Topf geben. Die Flüssigkeit unter ständigem Rühren dauert ca. 3 h, eindampfen lassen. Unterdessen ein Backblech mit Backpapier belegen. Wenn die Masse gerade noch als cremig zu bezeichnen ist (erfordert etwas Fingerspitzengefühl), zügig auf das Backpapier streichen (1,5 cm dick) und in mundgerechte Quadrate schneiden (Die Masse wird ziemlich schnell hart!). Fertig.

    ich rühre dann noch schnell sahne mit ein, damit alles nicht ganz so steinhart wird. etwa einen halben becher in die Masse rühren und noch einmal kurz aufkochen lassen.

    variante 2:

    3/8 l süsse Sahne
    200 g Zucker
    3 - 4 El. Honig
    30 g Butter
    Öl

    Zubereitung
    Sahne etwa eine dreiviertel Stunde lang unter Rühren zu knapp einem Viertelliter Flüssigkeit einkochen lassen. Zucker, Honig und Butter zugeben. So lange unter Rühren weiterkochen, bis Bonbontropfen in einem Glas mit kaltem Wasser halbfest werden. Jetzt musst du schnell arbeiten. Masse auf ein geöltes Blech oder eine Porzellanplatte giessen, etwa abkühlen lassen. Streifen von drei Zentimetern Breite von der Bonbonmasse abschneiden. Hände etwas einölen. Die Streifen ziehen, kneten, wieder ziehen, zusammenklappen, wieder ziehen und kneten. Je öfter ihr das macht, desto weicher werden die Bonbons. Dabei tritt viel Fett aus. Küchenpapier bereitlegen. Die abgekühlten Streifen mit der Schere in Bonbons schneiden. lecker, aber macht arbeit ;-/

    gruß

    sonja

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Karamelbonbon

      Wenn die Sahne oder Milch erst mal drin ist, kann man die Masse nicht mehr karamelisieren - da verbrennen vorher die Fett- und Eiweissanteile der Sahne. Als Verwertungsmöglichkeit fiele mir (neben dem "so-trinken") höchstens noch ein: Andicken, Vanille zusetzen und als Vanillesauce verarbeiten...

      Reinhard

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Karamelbonbon

        Na ja, darauf wird es auch letztlich hinauslaufen...wir haben die ganze Brühe nochmals aufgekocht und ich habe noch 600 g Zucker nachgeschüttet - hat nix geholfen. Dann kam meine Frau auf die Idee, noch 500 g Gelierzucker einzurühren. Aber trotdem: Nach dem Erkalten war die Sache zwar schon fester, aber noch immer nicht richtig bonbonfest. Wir haben den Kram in Gläser gefüllt und werden ihn wohl als Vanillesoßengrundsubstanz verwenden.
        Falls jemand ein Glas möchte...einfach 'ne Mail schicken!

        Gerd [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
    Re: Karamelbonbon

    Also ich hab' zwar noch nie Bonbons gemacht, aber "Karamel" wird hergestellt, in dem man den Zucker (und NUR den Zucker)in einem Topf bei geringer Hitze flüssig und mehr oder weniger braun werden lässt. Ich vermute, dass die anderen Zutaten erst danach reinkommen sollen. Wenn der Zucker wieder kalt wird, dann wird die ganze Chose fest - glaub mir!!!

    Gruß
    Stefan

  3. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    Re: Karamelbonbon

    Problem: Karamelbonbon
    Leider ist irgendetwas bei meinem Rezept
    schiefgegangen, so dass ich
    nun eine ganze Schüssel voller
    "Sahne-Milch-Vanille-Sirup" habe. Wer
    hat eine Idee, wie ich da trotzdem
    irgendwie Bonbons herausbekomme?
    Es eilt ein wenig, weil ich die Bonbons
    eigentlich zu Weihnachten
    verschenken möchte... Ich bin der
    Meinung, dass das Rezept falsch
    ist: Was soll da schließlich beim
    Kaltwerden hart werden?

    Hier ist das Rezept, vielleicht habe ich
    ja auch einen Fehler
    gemacht:
    Man nehme eichfach einen halben Liter
    Milch, einen halben Liter
    Sahne, 400 g Zucker, 30g Butter und 2
    Vanilleschoten. Das Ganze wird
    in einem Topf gemischt, kurz aufkochen
    lassen und dann 75 Minuten
    unter ständigem Rühren köcheln gelassen.
    Danach füllt man das in eine
    flache Form (die wahnsinnig aufwendig mit
    Backpapier, extra Öl und
    Aluminiumfolie hergerichtet wird), lässt
    das Ganze abkühlen...und
    dann soltte da eigentlich eine
    schnittfeste Masse herauskommen. Bei
    mir ist aber noch immer alles flüssig.

    Wo liegt der Fehler? Muß einfach mehr
    Butter rein?

    Nee, da muss mehr Zucker rein, auf einen Liter Milch (oder einen halben Liter Milch und Sahne) 1 kg Zucker. Das Ganze muss ungefähr drei Stunden unter ständigem Rühren einkochen, bis es schon fest, aber noch cremig ist. Meine Grossmutter hat das früher oft gemacht, eine Mordsarbeit, wär mir zu anstrengend ;-).
    Kauf lieber ein paar Pralinen zum Verschenken.
    Gruss
    Rainer

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