Danke
im Lexikon hab ich auch schon geschaut, aber die Erklärung ist mir zu dünn, es gibt dazu anscheinend auch noch ein wenig aussenrum.
Mehr so in Richtung philosophischer Hintergrund
Bernd
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Hallo Bernd!
Sucht doch nicht immer so viel hintergründiges. Im Mittelalter war das ganz einfach und diese Vaganten waren meist Leute, die den anderen auf den Wecker gingen, durch ihr Betteln und durch die Gegendziehen.
Jedes heute nicht geläufige Wort wird zu etwas geheimnisvollem hochgepuscht.
Gruß Werner
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gestossen welche in ihrem Gründungspapier
das Vagantentum moderner Prägung
ablehnt???
Also was sind Vaganten?
moderne Prägung davon?
Danke bernd
Sali Bernd
Vaganten :
( lat.) fahrende Sänger des 12.und 13. Jh,s. die in ihren Gedichten (V. poesie) Liebe, Spiel und Wein besingen.
Carmina Burana ( lat. Lieder aus Benediktbeuern) Sammlung von lat. und dt. Vagantenliedern aus Benediktbeuern ( um 1250 ), von C.Orff vertont.
( Quelle Neues grosses Lexikon in Farbe )
Vagabund :
Landstreicher, Herumtreiber.
Das seit etwa 1700 zuerst als Vagabond bezeugte Subst. führt über gleichbed. frz. vagabond auf spätlat. vagabundus
( umherschweifend ) zurück.
Quelle Herkunftswörterbuch ( Duden 7 )
mit philosophischen Hintergründen kann ich weniger dienen. Vaganten - das Wort ist tatsächlich abgeleitet von lat. semideponens „vagari“ = umherziehen. Es waren aber nicht nur Bettler und Penner sondern meist, 2.3.4.5.6.-Geborene Söhne einer Familie - also die Jungs, die nichts geerbt haben. Oft wurden diese jungen Menschen einfach ins Kloster gesteckt, weil sie ansonsten keine anderen Möglichkeiten hatten - Hof, Schloss, Viehherde, was auch immer, wurde durch das übernommene römische Recht nur an den Erstgeborenen weitergegeben. Eine Vielzahl dieser jungen Männer fand aber nun das klösterliche Leben nicht erbaulich genug , sie hatten aber, für damalige Zeiten, einen gewissen Bildungsstand, vor allem Ansätze in Latein. Diese besagten jungen Menschen (grins) sind natürlich irgendwann abgehauen und haben das, was sie gelernt hatten, versucht, in bare Münze umzusetzten. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Thema könnte man eher gesellschaftspolitisch angehen als philosophisch. Konkrete Links kann ich dir leider nicht anbieten, aber der Hinweis auf Orffs Carmina Burana ist schon sehr gut. Da findest du sicher etwas.