Rüstung wirkungsvoll?

Von: , Frage gestellt am Mi, 17. Mai 2000

Angeblich waren die hochgerüsteteten Ritter absolut unmobil - man hat mir in der Schule immer gesagt, wenn sie Pferd fielen, waren sie quasi erledigt.

Nun habe ich eine Burg besichtigt un ddort hat man mir fast das gegenteil erzählt: Angeblich waren sie doch wohl beweglicher, als gedacht.

Wie denn nun? Und was haben die Dinger eigentlich genutzt? Wenn da jemand mit der Axt oder dem Schwert draufschlug, hielt die Rüstung das aus? Pfeile kamen ja wohl durch, aber irgendeinen Nutzen mußten diese Blechkasten doch haben?

Danke!

Gerd

22 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
    Re: Rüstung wirkungsvoll?

    Angeblich waren die hochgerüsteteten
    Ritter absolut unmobil - man hat mir in
    der Schule immer gesagt, wenn sie Pferd
    fielen, waren sie quasi erledigt.

    Das stimmt! Das war auch ein großer Nachteil der Rüstung!!! Nun habe ich eine Burg besichtigt un
    ddort hat man mir fast das gegenteil
    erzählt: Angeblich waren sie doch wohl
    beweglicher, als gedacht.

    Naja die Ritter waren in ihren Rüstungen schon beweglicher als es vielleicht aussieht, zu akrobatischen Höchstleistungen waren sie aber nicht gerade fähig!
    So konnte z. B. der Ritter sein Pferd nicht alleine besteigen sondern brauchte Hilfe. Wie denn nun? Und was haben die Dinger
    eigentlich genutzt? Wenn da jemand mit
    der Axt oder dem Schwert draufschlug,
    hielt die Rüstung das aus? Pfeile kamen
    ja wohl durch, aber irgendeinen Nutzen
    mußten diese Blechkasten doch haben?

    Die Rüstung war schon in der Lage leichtere Schläge abzuleiten oder die Waffe abrutschen zu lassen, so dass der Schlag sein Ziel verfehlte. Pfeile von LANGBOGEN kamen durch, kleinere Bogen hatten glaube ich keine Chance! Das hat man gesehen, als eine berittene Rittermacht der Franzosen im Hundertjährigen Krieg von englischen Bogenschützen vernichtend geschlagen wurde! Danke!
    Gerd
    Ich hoffe ich konnte helfen!
    Vince

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Rüstung wirkungsvoll?

      Angeblich waren die hochgerüsteteten
      Ritter absolut unmobil - man hat mir in
      der Schule immer gesagt, wenn sie Pferd
      fielen, waren sie quasi erledigt.

      Das stimmt! Das war auch ein großer
      Nachteil der Rüstung!!!
      UNFUG! Bitte einen Unterschied machen zwischen der in der Tat oft starren Turnierrüstung, einem Sportgerät im 15. und 16. Jahrhundert, und den Kriegsrüstungen der gleichen Epoche! Nun habe ich eine Burg besichtigt un
      ddort hat man mir fast das gegenteil
      erzählt: Angeblich waren sie doch wohl
      beweglicher, als gedacht.

      Naja die Ritter waren in ihren Rüstungen
      schon beweglicher als es vielleicht
      aussieht, zu akrobatischen
      Höchstleistungen waren sie aber nicht
      gerade fähig!
      So konnte z. B. der Ritter sein Pferd
      nicht alleine besteigen sondern brauchte
      Hilfe.
      Gleichfalls nicht wahr! Selbst in der Turnierrüstung waren sie normalerweise in der Lage, allein ihr Pferd zu besteigen. Die Turnierrüstung wog bis 80 Kilo! Die Kriegsrüstung wiegt 25-30 Kilo, und in meiner kann ich auf ein Pferd mit Stockmaß 1,74 ohne Hilfe und sogar ohne Steigbügel aufsteigen und auch runterspringen wie danach auch problemlos aufstehen. Wie denn nun? Und was haben die Dinger
      eigentlich genutzt? Wenn da jemand mit
      der Axt oder dem Schwert draufschlug,
      hielt die Rüstung das aus? Pfeile kamen
      ja wohl durch, aber irgendeinen Nutzen
      mußten diese Blechkasten doch haben?

      Ein Schwerttreffer stellt eigentlich nicht die Bedrohung dar. Vielmehr "panzerbrechende" Waffen wie Morgenstern, Reiterhammer oder eben auch Axt. Auch ein Pfeil konnte, mit der richtigen Spitze bestückt und im richtigen Winkel treffend, durchschlagen!Eigentlich hält so ein Panzer aber sehr viel ab und wird durch Kannelüren, Fluten, Shiftungen noch zusätzlich beweglich Die Rüstung war schon in der Lage
      leichtere Schläge abzuleiten oder die
      Waffe abrutschen zu lassen, so dass der
      Schlag sein Ziel verfehlte. Pfeile von
      LANGBOGEN kamen durch, kleinere Bogen
      hatten glaube ich keine Chance! Das hat
      man gesehen, als eine berittene
      Rittermacht der Franzosen im
      Hundertjährigen Krieg von englischen
      Bogenschützen vernichtend geschlagen
      wurde!
      Was nicht zuletzt daran lag, daß z.B. bei Crecy die Engländer eine Woche eher da waren, Unmengen Löcher auf dem Schlachtfeld gruben, worin sich der französische Ansturm totlief und zusammengeschossen wurde... Danke!
      Gerd
      Ich hoffe ich konnte helfen!
      Vince
      Hoffe ich auch!
      Habe das meiste davon praktisch probiert:)

      Marc

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Rüstung wirkungsvoll?

        Angeblich waren die hochgerüsteteten
        Ritter absolut unmobil - man hat mir in
        der Schule immer gesagt, wenn sie Pferd
        fielen, waren sie quasi erledigt.

        Das stimmt! Das war auch ein großer
        Nachteil der Rüstung!!!
        UNFUG! Bitte einen Unterschied machen
        zwischen der in der Tat oft starren
        Turnierrüstung, einem Sportgerät im 15.
        und 16. Jahrhundert, und den
        Kriegsrüstungen der gleichen Epoche!
        #
        Tut mir leid ich meine hier allerdings die Kriegsrüstungen dieser Jahre, die keineswegs ausschließlich Kettenrüstungen waren es gab auch Kriegsharnisch und der wurde nicht nur in Ausnahmefällen benutzt, weil er nämlich wesentlich widerstandfähiger war als die Kettenrüstung!!! Nun habe ich eine Burg besichtigt un
        ddort hat man mir fast das gegenteil
        erzählt: Angeblich waren sie doch wohl
        beweglicher, als gedacht.

        Naja die Ritter waren in ihren Rüstungen
        schon beweglicher als es vielleicht
        aussieht, zu akrobatischen
        Höchstleistungen waren sie aber nicht
        gerade fähig!
        So konnte z. B. der Ritter sein Pferd
        nicht alleine besteigen sondern brauchte
        Hilfe.
        Gleichfalls nicht wahr! Selbst in der
        Turnierrüstung waren sie normalerweise in
        der Lage, allein ihr Pferd zu besteigen.
        Die Turnierrüstung wog bis 80 Kilo! Die
        Kriegsrüstung wiegt 25-30 Kilo, und in
        meiner kann ich auf ein Pferd mit
        Stockmaß 1,74 ohne Hilfe und sogar ohne
        Steigbügel aufsteigen und auch
        runterspringen wie danach auch problemlos
        aufstehen.

        WAs hast du für eine? Es gab schon einen kleinen Unterschied zwischen der Rüstung eines Soldaten zu Pferde und der eines RITTERS!!! Die hatten damit mitunter schon ihre Probleme!
        Wo wir gerade aber dabei sind: mit einer Metallrüstung egal welcher Art dürfte dieses "Abspringen" alles andere als athletisch aussehn! Wie denn nun? Und was haben die Dinger
        eigentlich genutzt? Wenn da jemand mit
        der Axt oder dem Schwert draufschlug,
        hielt die Rüstung das aus? Pfeile kamen
        ja wohl durch, aber irgendeinen Nutzen
        mußten diese Blechkasten doch haben?

        Ein Schwerttreffer stellt eigentlich
        nicht die Bedrohung dar. Vielmehr
        "panzerbrechende" Waffen wie Morgenstern,
        Reiterhammer oder eben auch Axt. Auch ein
        Pfeil konnte, mit der richtigen Spitze
        bestückt und im richtigen Winkel
        treffend, durchschlagen!Eigentlich hält
        so ein Panzer aber sehr viel ab und wird
        durch Kannelüren, Fluten, Shiftungen noch
        zusätzlich beweglich Die Rüstung war schon in der Lage
        leichtere Schläge abzuleiten oder die
        Waffe abrutschen zu lassen, so dass der
        Schlag sein Ziel verfehlte. Pfeile von
        LANGBOGEN kamen durch, kleinere Bogen
        hatten glaube ich keine Chance! Das hat
        man gesehen, als eine berittene
        Rittermacht der Franzosen im
        Hundertjährigen Krieg von englischen
        Bogenschützen vernichtend geschlagen
        wurde!
        Was nicht zuletzt daran lag, daß z.B. bei
        Crecy die Engländer eine Woche eher da
        waren, Unmengen Löcher auf dem
        Schlachtfeld gruben, worin sich der
        französische Ansturm totlief und
        zusammengeschossen wurde... Geb ich zu!!!
        Danke!
        Gerd
        Ich hoffe ich konnte helfen!
        Vince
        Hoffe ich auch!
        Habe das meiste davon praktisch
        probiert:)
        Auch das Abbekommen von Schwertschlägen? Die stellen ja so überhaupt kein Problem dar!!!
        Marc
        Vince

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^4: Rüstung wirkungsvoll?

          Tut mir leid ich meine hier allerdings
          die Kriegsrüstungen dieser Jahre, die
          keineswegs ausschließlich Kettenrüstungen
          waren es gab auch Kriegsharnisch und der
          wurde nicht nur in Ausnahmefällen
          benutzt, weil er nämlich wesentlich
          widerstandfähiger war als die
          Kettenrüstung!!!
          Wer spricht hier von Kettenrüstungen? Kette fingest Du nur noch über den Gelenken und in den Achseln. Der Rest sind Platten. Nun habe ich eine Burg besichtigt un
          ddort hat man mir fast das gegenteil
          erzählt: Angeblich waren sie doch wohl
          beweglicher, als gedacht.
          Definitiv!
          Gleichfalls nicht wahr! Selbst in der
          Turnierrüstung waren sie normalerweise in
          der Lage, allein ihr Pferd zu besteigen.
          Die Turnierrüstung wog bis 80 Kilo! Die
          Kriegsrüstung wiegt 25-30 Kilo, und in
          meiner kann ich auf ein Pferd mit
          Stockmaß 1,74 ohne Hilfe und sogar ohne
          Steigbügel aufsteigen und auch
          runterspringen wie danach auch problemlos
          aufstehen.

          WAs hast du für eine? Es gab schon einen
          kleinen Unterschied zwischen der Rüstung
          eines Soldaten zu Pferde und der eines
          RITTERS!!! Die hatten damit mitunter
          schon ihre Probleme!
          Keine Unterschiede! Es gab wenig gerüstete Soldaten, und deren Rüstungen waren, genau wie jene der meisten Ritter, Kompositrüstungen, was bedeutet, daß man aus drei Rüstungen eine machte, die dann passte. Der Rest der Teile wurde weiterverkauft und bildete die Basis einer neuen Kompositrüstung. Geld für eine maßgefertigte Rüctung hatte kaum jemand, Ritter oder Söldner. das Feudalwesen war im Zusammenbruch. Der Infanterist mit Spieß und Hellebarde begann, das Schlachtfeld zu beherrschen. Wo wir gerade aber dabei sind: mit einer
          Metallrüstung egal welcher Art dürfte
          dieses "Abspringen" alles andere als
          athletisch aussehn!
          Ich sagte: Es geht! Nicht: "Es sieht toll aus"
          Ein Schwerttreffer stellt eigentlich
          nicht die Bedrohung dar. Vielmehr
          "panzerbrechende" Waffen wie Morgenstern,
          Reiterhammer oder eben auch Axt. Auch ein
          Pfeil konnte, mit der richtigen Spitze
          bestückt und im richtigen Winkel
          treffend, durchschlagen!Eigentlich hält
          so ein Panzer aber sehr viel ab und wird
          durch Kannelüren, Fluten, Shiftungen noch
          zusätzlich beweglich Die Rüstung war schon in der Lage
          leichtere Schläge abzuleiten oder die
          Waffe abrutschen zu lassen, so dass der
          Schlag sein Ziel verfehlte. Pfeile von
          LANGBOGEN kamen durch, kleinere Bogen
          hatten glaube ich keine Chance! Das hat
          man gesehen, als eine berittene
          Rittermacht der Franzosen im
          Hundertjährigen Krieg von englischen
          Bogenschützen vernichtend geschlagen
          wurde!
          Was nicht zuletzt daran lag, daß z.B. bei
          Crecy die Engländer eine Woche eher da
          waren, Unmengen Löcher auf dem
          Schlachtfeld gruben, worin sich der
          französische Ansturm totlief und
          zusammengeschossen wurde... Geb ich zu!!!
          Danke!
          Gerd
          Ich hoffe ich konnte helfen!
          Vince
          Hoffe ich auch!
          Habe das meiste davon praktisch
          probiert:)
          Auch das Abbekommen von Schwertschlägen?
          Die stellen ja so überhaupt kein Problem
          dar!!!
          Tun sie auch nicht! Habe schon oft genug eins drauf gekriegt. Die Delle im Helm stammt von einem verunfallten Helebardenschlag, aus Versehen. Mir geht es noch immer gut
          Hiermit Grüßt, Marc
          Fechtmeister der E.S.A,
          IG Armatus

          • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
            Re^5: Rüstung wirkungsvoll?

            ... Hiermit Grüßt, Marc
            Fechtmeister der E.S.A,
            IG Armatus
            OK ich gebe mich hiermit endgültig dem Fechtmeister der E.S.A. geschlagen.

            Vince
            *der kein Fechtmeister ist*

            PS: nichts für ungut, ich muß sagen, du hast mich überzeugt!

            Also Gerd: Vergiss was meine Wenigkeit gesagt hat (und für vollkommen richtig hielt) und vertrau auf den Rat des Fechtmeisters!!!

          • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
            Re^5: Rüstung wirkungsvoll?

            also ich muß sagen:
            hut ab, blauschatten! das nenn ich die wahren experten.

            viele grüße.
            schneeprinzessin, die wo auch keine fechtmeisterin ist, sondern sich eher mit latexschwertern prügelt.

          • Antwort von nach 23 Tagen hilfreich
            Re^5: Rüstung wirkungsvoll?

            Hiermit Grüßt, Marc
            Fechtmeister der E.S.A,
            IG Armatus

            Gleichfalls viele Grüße.
            Ich hätte da ein paar Fragen an den Meister:

            a) Ich kann leidlich mit dem Degen umgehen und würde versuchen, einem Schwergerüsteten die rechte Hand zu durchstechen. Würde Dein Handschutz das verhindern?

            b) Stell Dir eine Radschloßpistole Kaliber 18 mm mit Bleikugel geladen vor. Würde das Geschoß Deine Rüstung durchschlagen, wenn die Pistole
            - aus zehn Schritt Entfernung
            - aus drei Schritt Entfernung
            - aufgesetzt
            abgefeuert würde?

            c) Würde Deine Rüstung einem Armbrustbolzen standhalten?

            d) Welchen Schutz würde ein Schild (aus Holz/Leder/Stahl) gegen die erwähnten "panzerbrechenden" Waffen, nämlich
            - kurzschäftige Axt
            - Axtseite der Hellebarde
            - Rückenseite der Hellebarde (mit Stachel)
            - Streitkolben
            - Hammer
            bieten?

            Django

            • Antwort von nach 25 Tagen hilfreich
              Re^6: Rüstung wirkungsvoll?

              Hiermit Grüßt, Marc
              Fechtmeister der E.S.A,
              IG Armatus

              Gleichfalls viele Grüße.
              Ich hätte da ein paar Fragen an den Meister:

              a) Ich kann leidlich mit dem Degen umgehen und würde
              versuchen, einem Schwergerüsteten die rechte Hand zu
              durchstechen. Würde Dein Handschutz das verhindern?

              Kommt drauf an, wo Du triffst. Gut möglich. Ist der Nachteil an Stichwaffen mit relativ dünnen Klingen...:( b) Stell Dir eine Radschloßpistole Kaliber 18 mm mit Bleikugel
              geladen vor. Würde das Geschoß Deine Rüstung durchschlagen,
              wenn die Pistole
              - aus zehn Schritt Entfernung
              - aus drei Schritt Entfernung
              - aufgesetzt
              abgefeuert würde?
              Durch meine Auf jeden Fall, denke ich.
              Um Geschosse abzuwehren, hatten spätere Rüstungen dann den Gänsebauch. Beim Armbrustbolzen kommt es auf das Bolzeneisen und die Wurfkraft der Armbrust an. Die großen Armbrüste mit englischer Winde geht auch da durch.
              c) Würde Deine Rüstung einem Armbrustbolzen standhalten?

              d) Welchen Schutz würde ein Schild (aus Holz/Leder/Stahl)
              gegen die erwähnten "panzerbrechenden" Waffen, nämlich
              - kurzschäftige Axt
              - Axtseite der Hellebarde
              - Rückenseite der Hellebarde (mit Stachel)
              - Streitkolben
              - Hammer
              bieten?
              Der Stahlschild sollte absoluten Schutz bieten, ist aber tierisch schwer. Durch Leder müßte der Stachel durchgehen, auch das Holz hätte dem nicht viel entgegenzusetzen.Das Ganze setzt aber einen apatischen oder unfähigen Schildträger voraus, da der sonst den Schild aktiv benutzt, also die Waffen "beiseite fegt". Damit reduziert sich die auftreffenergie erheblich.
              Django
              Lieben Gruß,

              Marc

            • Antwort von nach 25 Tagen hilfreich
              Re^7: Rüstung wirkungsvoll?

              An Marc, den Fechtmeister

              Danke für die prompte Antwort. Allerdings muß ich gleich weiterfragen:

              1. Auf welche Benutzung war der Schild des Ritters denn ausgerichtet? Ich dachte immer, es ging um die Abwehr von Lanzenstößen; kann man da mehr tun, als den Schild der Lanze in den Weg zu halten? Daß es möglich ist, einen Axthieb oder Hammerschlag aktiv zu "blocken" wie bei fernöstlichen Kampftechniken, leuchtet mir ein.
              2. Brachte die englische Winde den Armbrüsten wirklich mehr Schußkraft als die deutsche Winde? Die englische Winde war ein Flaschenzug, die deutsche ein Schneckengetriebe, wie es sich heute z.B. im Fleischwolf wiederfindet und dort enorme Kräfte entwickeln kann.
              3. Wenn ich mir die Armbrüste betrachte, habe ich das Gefühl, daß sie beim Abschießen des Bolzens vorn hochgeschlagen haben müssen. Der Bogen der Armbrust lag etwas tiefer als der Bolzen. Beim Lassen zog die Sehne den Bolzen nach vorn, aber sie zog auch den Bogen (und damit die Säule) nach oben; oder täusche ich mich da? Praktische Erfahrungen habe ich keine.
              4. Meine Frage nach den Radschloßpistolen war von einer Beschreibung im IV. Band der "Geschichte der Kriegskunst" von Hans Delbrück, 1920, inspiriert. Delbrück beschreibt, daß während der Hugenottenkriege in Frankreich, also nach 1560, die mit Pistolen bewaffneten Reiter versuchten, schwergerüsteteten Gegnern aus ganz kurzer Entfernung in die Hüfte oder deren Pferden aufs Blatt zu schießen, weil sonst keine Garantie bestand, die Rüstung zu durchschlagen.

              Bitte für meine laienhaften Fragen um Verständnis.

              Django



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