hallo,
die Musik-CD hatt doch eigentlich nur Vorzüge!
warum wird die (alte) Schallplatte von DJ s und Musikfans bevorzugt?
danke
Friedrich
Also, bei DJ’s könnte ich mir denken, daß man mit der CD schlecht scratchen kann … 
Was Musikfans angeht, kann ich nur für mich selbst sprechen. Ich mag ALTE Aufnahmen lieber auf Vinyl. Das Kratzen gehört da einfach zum Klangerlebnis. Die Comedian Harmonists zum Bleistift, digitally remastered, klingen MIR viel zu steril. Stücke, die ich nur von CD kenne, höre ich auch von CD und finde nix dabei. Das ist wohl so eine Art Prä-CD-Prägung …
Gruß kw
CDs sind unbestritten toll, aber Vinyl hat was…
die Musik-CD hatt doch eigentlich nur Vorzüge!
warum wird die (alte) Schallplatte von DJ s und Musikfans
bevorzugt?
Tja, wie soll man das jetzt kurz beschreiben…
Vielleicht vorweg: auch ich bin irgendwann auf den CD-Zug aufgesprungen, denn wenn ich mir allein vorstelle, wie ich die ganzen CDs zusätzlich zu all den Platten, die ich besitze, platzsparend unterbringen sollte, wird mir ja schon ganz flau. Das ist sicherlich ein Riesenvorteil, der bei einem tragbaren CD-Player auch noch eine erhöhte Mobilität mit sich bringt.
Kommen wir aber nun zum Cover: was war das früher ein erhebendes Gefühl, eine Platte auszupacken, die Feinheiten auf dem Frontcover zu ergründen (immer noch unerreicht: fast alle Iron Maiden-Cover und hier besonders Powerslave!)und sich dann auf die Texte und sonstigen Linernotes zu stürzen, die in augenfreundlicher Schriftgrösse serviert wurden. Dann der schon fast kultische Akt, wie man eine Platte möglichst materialschonend aus der Hülle zieht, auf den Plattenspieler legt und die Nadel aufsetzt… Hach!
CDs sind diesbezüglich einfach unromantisch und langweilig!
Ganz im Ernst: früher war das einfach toll, und wer mit Platten aufgewachsen ist, wird immer noch einen Rest dieses Gefühls spüren, wenn er heute eine Platte zur Hand nimmt. Zumindest mir geht es so, und bei den schätzungsweise 6-10 LPs, die ich mir in den letzten 2 Jahren gekauft habe (ja, ich bekenne mich grundsätzlich zu CDs; diese paar Platten gab’s entweder nicht auf CD oder sie enthielten Vinyl-only-Bonustracks, sonst wäre CD völlig in Ordnung gewesen), habe ich mich immer anders als bei neuen CDs gefühlt.
Heute fehlt mir für diese Art von Romantik (d.h. Cover und Texte studieren) aber absolut die Zeit und von daher kommen mir CDs gerade recht.
Nun aber was zum Sound: ich habe mir mittlerweile auch einige der Alben, die ich auf Vinyl habe, auf CD zugelegt. Im direkten Vergleich haben (zumindest bei nicht-elektronischer Musik) da immer die Vinylversionen einfach mehr Charme, Tiefe, Wärme und sogar Bumms! Kann man nicht wirklich beschreiben, es ist einfach so. Natürlich könnte man jetzt sagen „Ja, das musst Du ja jetzt sagen“, aber selbst unter halbwegs objektiven Soundbewertungskriterien (die ich mir als aktivem Musiker mit einiger Erfahrung bei der Aufnahme/dem Mix von Musik durchaus einbilde) klingt eine LP einfach viel voller.
HOFee
Hallo Friedrich,
nimm Dir ein gutes Laufwerk (z.B.Thorens),einen guten Abtaster (z.B. ELAC 796H),eine gute Direct-Cut LP und hör Dir das an,dann weißt Du es.
Gruß Sebastian
Ich fand ja immer die Erklärung von Neil Young ganz nett, als er sagte „Analoger Sound ist wie ein ausgeschütteter Eimer Wasser über’m Kopf, digitaler Sound eher wie ein Eimer Eiswürfel“ *g*. Und es stimmt, besonders bei großen Lautstärken kann es sehr stechende und schmerzende (wenn auch klare) Töne von CD geben. Manchmal in der Disco konnte ich einen Unterschied hören, wenn beide Quellen benutzt wurden, aber man muß schon Ohren dafür haben… ;o)
Sonstiger Kritikpunkt: ich kaufe mir oftmals lieber Vinyl, wenn sich die Cover-Artworks lohnen. Oder ein lustiger Nebeneffekt, der wohl bei CDs nicht so einfach geht: die endlos-Rille am eine einer LP mit nem witzigen Text o.ä.
ach, LPs sind einfach geiler! *lach*
Hi
Bei Schallplatten ist der Dynamikumfang wesentlich höher als bei einer CD, was einfach damit zusammenhängt, dass eine CD eben „nur“ in 44,1 KHz eingesamplet wird, also nur eine gewisse Zahl von Abtastungen pro sec. ermöglicht. Vinyl ist fliessend, d.h. es werden sehr viel feinere Abstufungen zwischen laut und leise möglich.
Und mit gutem Material an Plattenspielern ( Technics 1210 MK2 z.B. ) und guten Systemen ( Ortofon, Stanton, Shure…usw.) hast du wirklich guten Klang.
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Moin,
Sonstiger Kritikpunkt: ich kaufe mir oftmals lieber Vinyl,
wenn sich die Cover-Artworks lohnen. Oder ein lustiger
Nebeneffekt, der wohl bei CDs nicht so einfach geht: die
endlos-Rille am eine einer LP mit nem witzigen Text o.ä.
ach, LPs sind einfach geiler! *lach*
Yep, auch nicht schlecht sind Vinyls, die man von innen nach außen abspielen muß, als ich das erstemal eine Maxi mit diesem Gag gekauft habe, habe ich mindestens 10 mal versucht, die Nadel vorne aufzusetzen und dann immer gerade noch den Schlußakkord des Songs gehört, bevor ich das geschnallt habe. Oder auch nicht schlecht : Auf einer LP, die ich habe, sind am Anfang 2 Lieder „übereinander“ gepreßt. Man setzt die Nadel auf und kann nicht vorher sagen ob jetzt Lied A oder Lied B kommt. Nach dem Song geht’s dann normal weiter mit den restlichen Tracks…
Gruß,
Tommy
Bei Schallplatten ist der Dynamikumfang wesentlich höher als
bei einer CD, was einfach damit zusammenhängt, dass eine CD
eben „nur“ in 44,1 KHz eingesamplet wird, also nur eine
gewisse Zahl von Abtastungen pro sec. ermöglicht. Vinyl ist
fliessend, d.h. es werden sehr viel feinere Abstufungen
zwischen laut und leise möglich.
Und mit gutem Material an Plattenspielern ( Technics 1210 MK2
z.B. ) und guten Systemen ( Ortofon, Stanton, Shure…usw.)
hast du wirklich guten Klang.
Hi Michael,
der Grund für die höhere Dynamik (-umfang ist redundant) liegt nicht in der Sample-rate, sondern in der sog. Wortbreite, also den Bits per Sample, und das sind bei der CD eben 16, d. h., daß Du 65536 verschiedene Lautheiten darstellen kannst (=Dynamik!). Das läßt sich auch in dB ausdrücken, also einem Verhältnis von max. Signalpegel zu Nullpegel.
Bei analogen Systemen wie der Schallplatte läßt sich das natürlich nur in dB angeben und nicht mehr in Bits. Und eben hier liegt eigentlich ein Vorteil der CD vor, die eine signifikant höhere Dynamik aufweist, da die vielen analogen Rauschquellen wegfallen und der Rauschspannungsabstand, also der dB-Wert des Verhältnisses von max. Signalpegel zu Grundrausch-pegel entsprechend größer wird. Achtung: dB ist keine Einheit, sondern eine logarithmische Verhältniszahl von zwei Werten (in diesem Fall Schalldrücken).
Der Vorteil der LP liegt m. E. im (eigentlich) nicht begrenzten Frequenzspektrum. Während die von Dir richtig genannten Samplerates der Digitaltechnik technisch nur einen Bereich bis 22,05 kHz zulassen, stellt bei der analogen Schallplatte nur die mechanische Oszillationsfähigkeit der Nadel im Tonabnehmer eine Grenze dar und gerade hierüber handelt der Streit der Audio-Puristen. Die sog. Obertöne, die selbst nicht immer hörbar sind, sich aber dennoch auf die Wahrnehmung der niedrigeren, hörbaren Frequenzen auswirken, werden bei der CD definitiv weggeschnitten. Bei der LP…nunja, hier scheiden sich die Geister.
Falls es noch kein anderer schrieb: Der Grund, weshalb sich die LP für DJs gehalten hat ist wohl vor allem die direkte haptische Kontrolle der Scheibe: Mit der Hand bremsen, zurückdrehen, bremsen, scratchen etc. Außerdem kann man an den Rillen oft den Beat oder Intros und dergleichen erkennen.
All right ;o)
Viele Grüße
R o b.
Yep, auch nicht schlecht sind Vinyls, die man von innen nach
außen abspielen muß, als ich das erstemal eine Maxi mit diesem
Gag gekauft habe, habe ich mindestens 10 mal versucht, die
Nadel vorne aufzusetzen und dann immer gerade noch den
Schlußakkord des Songs gehört, bevor ich das geschnallt habe.
Oder auch nicht schlecht : Auf einer LP, die ich habe, sind am
Anfang 2 Lieder „übereinander“ gepreßt. Man setzt die Nadel
auf und kann nicht vorher sagen ob jetzt Lied A oder Lied B
kommt. Nach dem Song geht’s dann normal weiter mit den
restlichen Tracks…Gruß,
Tommy
Hihi, das ist ja auch witzig! Eine von innen nach außen fehlt mir noch. Es gibt übrigens auch eine Scheibe mit NUR Endlos-Loops von… na?.. LOOP… da hat man dann ständig was zum „hebeln“ *g*.
Allerdings hatte ich auch mal ne CD von „Die tödliche Doris“, auf der 2 LPs auf einer CD gleichzeitig waren… *lach*… die eine Scheibe auf Kanal 1, die 2. Scheibe auf der 2. Box… war echt sinnvoll, die beide zusammen zu hören *neeerv…kicher*.
Sachen gibts…
Hihi, das ist ja auch witzig! Eine von innen nach außen fehlt
mir noch.
Es gibt da eine von KING KURT, soweit ich mich erinnern kann.
Allerdings hatte ich auch mal ne CD von „Die tödliche Doris“,
auf der 2 LPs auf einer CD gleichzeitig waren… *lach*… die
eine Scheibe auf Kanal 1, die 2. Scheibe auf der 2. Box… war
echt sinnvoll, die beide zusammen zu hören *neeerv…kicher*.
Sachen gibts…
Haben das nicht auch die Ärzte auf ihrer Ansagen-Bonus-CD bei ihrer aktuellen Livescheibe gemacht?
Das geilste, was ich mal gesehen habe, waren gezackte Rillen zwischendrin, so dass der Plattenspieler von selber scratcht! Man musste nur mordsmässig viel Gewicht auf den Tonarm packen und gesund war das auch nicht. Wie hiess noch der Interpret…*grübel*!?!
HOFee
Bei Schallplatten ist der Dynamikumfang wesentlich höher als
bei einer CD, was einfach damit zusammenhängt, dass eine CD
eben „nur“ in 44,1 KHz eingesamplet wird, also nur eine
gewisse Zahl von Abtastungen pro sec. ermöglicht. Vinyl ist
fliessend, d.h. es werden sehr viel feinere Abstufungen
zwischen laut und leise möglich…
…Ja ja Du Freak, aber was hat die Sampling-Rate mit Dynamik zu tun? Ist wohl eher die breite, also die 16 Bit!? Darum wird im Studio (u.a.) auch mit 24 Bit gearbeitet…