Verkehrsrecht
Von: ΤоmFFΒ, 27.5.2011 16:30 Uhr
Hallo!
Ich habe eine Frage zur MPU, ist wohl mehr rechtlich, aber vielleicht weiß doch jemand was nun wirklich los ist.
Folgender Fall:
Alkoholfahrt 8/08 ohne Verkehrsunfall, Blutalkoholgehalt 1,63 Promille.
Führerschein weg, Arbeit weg, Sperrzeit bis 8/09.
Aus Geldmangel war eher eine MPU nicht drin.
Dezember 2010 Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde auf Wiedererteilung der FE. Natürlich folgte die Anordnung einer MPU und der ganze Kram den man wieder für den FE braucht, Sehtest, Ärtzliches Gutachten,.....
Im Februar 2011 habe ich alle Unterlagen zusammen und konnte der Führerscheinstelle mitteilen, das ich die MPU beim TÜV SÜD machen werde.
Es folgte der Versand der Akte an den TÜV, der schickte mir die Rechnung und lud mich zur Infoveranstaltung ein.
Natürlich bin ich da hin, habe mir das ganze angehört und habe den Rat angenommen, ein Vorbereitungsseminar zu besuchen.
Ich habe die 7 Sitzungen ohne Problem überstanden, sehr viel gelernt und richtig festgestellt wie leichtfertig man eigentlich seinen FE aufs Spiel setzt. OK, tut jetzt nix zur Sache.
Geld für den TÜV überwiesen, innerhalb einer Woche den Termin bekommen und da angetreten.
Bei der Anmeldung fragte man mich nach meinem Abstinenznachweis. HOPPLA, WAS VERPASST????
Natürlich hatte ich keinen, war ja klar, weil keiner bei der Führerscheinstelle verlangt wird, steht auch im Schreiben, bei dem Infogespräch beim TÜV kam das auch nicht zur Sprache und nun das.Der TÜV war zumindest so fair, mir einen Terminaufschub zu gewähren, denn es hatte sich wohl durch die BAST das Gesetz geändert, so das ich einen Abstinenznachweis beibringen kann.

Nun meine Frage: Ist es so, das ich jetzt die GOLDENE KARTE gezogen habe und echt noch ein halbes Jahr diesen Abstinenznachweis führen muß, bis ich endlich diese MPU machen kann?
Oder gilt für mich die Gesetzeslage zum Tag der Antragstellung bzw. Anmeldung zur MPU und ich kann mir dieses halbe Jahr sparen??

Hinweis: Es wurde mir auch eine Haaranalyse angeboten, die den Alkoholkonsum nachweist, aber ich habe halt schon mal am Wochenende und beim Grillen so 2-3 Bier getrunken. Nach meiner Nachforschung ist das aber schon ein Grund nicht die MPU zu bestehen, da das nachweisbar ist.

Wer kann helfen??? Jetzt bin ich soweit gekommen und muß nun wieder warten???



  1. Antwort von Јоеrn Оttеn 0
    Re: mpu - Wer weiss was nun wirklich gilt??
    Sorry. Das weiss ich leider nicht.

    MfG, Jörn Otten.
    • Antwort von dеѕреrаdо1987 0
      Re: mpu - Wer weiss was nun wirklich gilt??
      Also 2-3 Bier am Wochenende, plus öfters, ist natürlich nachweisbar!
      Meiner Ansicht nach muss man einen Abstinenznachweis nur erbringen, wenn man "nachweisbar" bzw. offensichtlich ein Problem mit Alkoholkonsum hat. Sprich: Man ist nicht in der Lage seinen Alkoholkonsum zu kontrollieren!

      Hierfür müssten wir erstens viel mehr von Ihnen erfahren und zweitens kenne ich die aktuelle Gesetzeslage nicht ganz.

      Grüße
      • Antwort von Ρеtrа Dаһl 0
        Re: mpu - Wer weiss was nun wirklich gilt??
        Hallo Tom,
        das Du einen Abstinenznachweis erbringen musst war auch vor der "Gesetzesänderung" die keine ist - sondern die Änderung der Beurteilungskriterien der BAST - also die Grundlage für die MPU Beurteilung - schon so. Ob hier ein 1/2 Jahr reicht, hängt von vielerlei ab - Fahrstrecke - Uhrzeit - Trinkgewohnheiten - Gründe für die Trinkmenge, den Konsum - also Motive etc.
        Wenn Du Dich gut vorbereiten willst suche dir einen Fachpsychologen für Verkehrspsychologie s. Seite des BDP und lass Dich zumindest anhand dieser Angaben einschätzen... Dann weißt Du sicher, ob Du eine Chance hast oder nicht!
        Alkoholfahrt 8/08 ohne Verkehrsunfall, Blutalkoholgehalt 1,63 Promille. Sperrzeit bis 8/09 sind zu wenig Angaben um das zu beurteilen...
        Deutet auf Alkoholgefährdung oder Mißbrauch hin - so oder so wird 1/2 Jahr knapp - hast Du doch bisher kein Kontrolliertes Trinken geübt...und scheinst auch nicht dauerhaft abstinent leben zu wollen...
        Gruß Petra
        • Antwort von mрu24 0
          Re: mpu - Wer weiss was nun wirklich gilt??
          hallo tom,

          bei einem promillegehalt ist es nicht zwingend vorgeschrieben, dass du noch einen abstinenznachweis üb 6 monate nachweisen musst.
          in deinem fall, 1,63 promille, ist eine alkoholgefährdung angesagt.
          abstinenznachweise sind i.d.r. bei höheren promillewerten erforderlich.

          was nun deinen werdegang betrifft, so solltest du mit deinen beratungsstelllen ein sehr ernstes wort sprechen. hier wurde dir offensichtlich,vll. auch vorsätzlich, verschwiegen, wie denn die heutige sachlage sich bei einer mpu tatsächlich darstellt.

          infoveranstalutung und auch ein kurs zur vorbereitung sollte schon alle fakten beinhalten, somit auch die geforderten abstinenznachweise, um eine mpu bestehen zu können. oftmals wird aber ein abstinenznachweis gefordert, halt auch weil das eine zusätzliche einnahmequelle ist, obwohl der nachweis nicht erforderlich ist.

          ich kann dir nur empfehlen, mit den zuständigen und auch verantwortlichen personen beim tüv süd ein sehr ernstes gespräch zu führen.
          mfg
          mpu24
          • Antwort von сһаttі 0
            Re: mpu - Wer weiss was nun wirklich gilt??
            Schaut wirklich nach der "Goldenen Karte" aus. Ohne AN hast du keine Chance auf eine positive MPU. Das geht nur über Urinscreenings oder Haaranalyse, aber das bedeutet wirklich komplette Abstinenz.

            Gruß
            • Antwort von Rоbеrt 0
              Re: mpu - Wer weiss was nun wirklich gilt??
              ich würde nicht warten und die Haaranalyse machen.
              Man muss ja nicht abstinent leben.
              Grüße Robert aus Berlin
              • Antwort von Βrunо Ѕtеіnеr 0
                Re: mpu - Wer weiss was nun wirklich gilt??
                Ob in Ihrem Falle eine Abstinenz erfoderlich ist, kann nur der Gutachter bei einer Untersuchung festellen .

                Sofern der Gutachter bei der MPU zu dem Ergebnis gelangt, dass es kein abstinenzbedürftiger Mißbrauch vorliegt, braucht man auch keine Abstinenz nachzuweisen.


                Sofern eine Abstinez gefordert werden muss ( bei den meisten meiner Klineten war das bisher so), ist der Nachweis über die Abstinenz unverzichtbar.

                Fazit also am besten nur mit Abstinenznachweis zur
                MPU