Leben (oder eher sterben) wie

… eine Hornisse in Frankreich.
Hallo!
Ich habe aus gegebenem Anlass mal ein wenig recherchiert und unter anderem auch bei LEO gefragt:
http://www.erlangerliste.de/ressourc/lex.html
Habe ich das richtig verstanden, dass Hornissen in Frankreich nicht unter Schutz stehen? Und dass die Bevölkerung bei Überhandnehmen von Wildtieren Treibjagden organisiert? Klar, Treibjagden gibt es in D auch, aber das klingt nach Zusammenrottung schießwütiger Bürger, die sich mal austoben wollen …
Gruß,
Eva

Zu spät, um es noch an das UP anzuhängen:
Wenn nun ein böser Mensch den Hornissen den Garaus machen will, wie geht er vor? Flammenwerfer? Gift sprühen (in Schutzkleidung)? Tüte drum und ersticken? (Wir haben Hornissen im Garten, stören uns nicht, also keine Sorge, dass wir auf eine solche Methode zurückgreifen würden.)

Hallo Eva,

der Link passt irgendwie überhaupt nicht zum Thema …

Kann übrigens sein, dass die asiatische Hornisse gemeint ist, die die heimischen Bienen bedrohen, wohl besonders in Frankreich?

Der Link funktioniert tatsächlich nicht - seltsam, hat sonst immer geklappt.
Man müsste unter dem Link anklicken: Französisch - Forum - Land und Leute.
Ich habe einen Beitrag kopiert:
„Il n’y a pas de fonctionnaires contre ça.
(autrefois: service municipal de dératisation…)
Contre du gibier trop nombreux (trop de sangliers, trop de renards…) la population organise une battue.
Contre un essaim de frelons, ce sont souvent les pompiers qui se déplacent.“

„Déplacer un essaim de guêpes/frelons ?? Mais qui donc en voudrait chez lui ?
(un essaim d’abeilles a de la valeur)
Regarde les panneaux:
https://www.ladepeche.fr/article/2016/10/25/2
battue administrative - Tir de régulation sur mission préfectorale.
Le Préfet (représentant de l’Etat) a ordonné que soit réduit le nombre de gibiers, suite à des menaces pour les habitations ou les cultures ou des accidents de circulation.“
Das mit der Asiatischen Hornisse weiß ich, mir ging es um die „normale“ Hornisse, da scheint man in F ja auch nicht so viele Umstände zu machen wie in D.
Gruß,
Eva

Der Link funktioniert bei mir auch nicht wirklich („Cette page n’existe pas…“)
Und bei dem anderen finde ich nichts mit „Französisch - Forum - Land und Leute.“
Also, Französisch schon, aber weder Forum noch Land und Leute.

Es käme ja auch ein bisschen darauf an, von wann dieser Text ist.

Nicht, weil ich penetrant sein will, nur zur Erklärung. Wenn Du den ersten Link anklickst (ErlangerListe) kommst Du auf die Startseite. Am linken Rand runterscrollen zu „Französisch“. > Bilinguales Wörterbuch Deutsch-Französisch LEO > leider geht automatisch „Englisch“ auf, aber oben mittig ist ein Balken mit verschiedenen Länderflaggen, dort die französische anklicken >links aber nicht ganz links, auf „Forum“ klicken > auf der dann aufgehenden Seite den Link suchen „Land und Leute“.
Ich arbeite ständig mit der Erlanger Liste, ist mir noch nie so kompliziert vorgekommen

Die Antwort habe ich auch inzwischen. Hätte nur - wie so oft - etwas mehr Geduld haben müssen, seufz!
„En France, le frelon n’est pas du tout menacé d’extinction, il y en a partout et en grand nombre. Détruire un essaim dangereux pour des humains ne porte pas préjudice à l’espèce.“
Lieben Gruß,
Eva
Ach ja (bei mir funzen Links neuerding nur noch, wenn sie allein in einer Zeile stehen :-(:

Hallo!

Das wäre wohl die Methode der Wahl.

Schöne Grüße!

Hallo Eva,

bis zur Revolution war wie überall in Europa das Jagdprivileg den adligen Grundherren vorbehalten. Die freie Jagd für jedermann gilt als bedeutende Errungenschaft der Revolution, und der Französische Jagdverband ist politisch viel einflussreicher als jede Natur- oder Umweltschutzorganisation.

Wild nimmt in F nicht überhand, die Wälder sind vollkommen leergeschossen. Weil es (abgesehen von wenigen privaten Jagdrevieren, die von der aristokratischen Verfassung übrig geblieben sind) so gut wie kein Rotwild, Schwarzwild, Rehwild usw. mehr gibt, ballert man auf alles, was groß genug zum Anvisieren ist.

Ich erinnere mich, wie ich mit meiner mittlerweile Gattin vor knapp dreißig Jahren mit dem Fahrrad im Lubéron unterwegs war. Ein milder Abend, auf einem Leitungsmast saß ein Amselhahn und sang ein wenig Mozart.

Da dröhnte in vielleicht siebzig oder hundert Meter Entfernung ein dumpfer, schwerer Abschuss, der nach mittelschwerer Artillerie klang, ich hätte das Kaliber vielleicht auf 10 - 15 cm geschätzt.

Und dann sah man von dem Amselhahn nur noch ein paar Federn zu Boden sinken. Dieser schießwütige Dreikantschlüsselkopf muss mit einer Elefantenbüchse draufgehalten haben.

trifft es ganz gut. In dieser Hinsicht sind Nachbars vollkommen durchgeknallt.

Aber wehe, jemand wagt diese Errungenschaft der Allerheiligsten Revolution in Zweifel zu ziehen. Das letzte Opfer dieser Irrsinnsideologie war der sehr populäre Umweltminister Nicolas Hulot, dem sein Chef zu einem „Runden Tisch“ unangekündigt einen Spitzenfunktionär des Jagdverbandes vor die Nase gesetzt hatte. Damit war klar, wer was zu sagen hat - es entspricht der Geste, wenn man einem Gast einen Stuhl vor die Tür stellt.

Schöne Grüße

MM

Ich habe es jetzt gefunden! :smile:

Meine Meinung dazu:

Aber Danke für Deinen Beitrag. Wird in meine Wissens-Datenbank eingefügt. Auf dem Foto zu dem Link oben, sah man auch nur drei armselige Schweinderl gemetzelt am Boden liegen. Von wegen „zu viel“ Wild. Grrrr!
Gruß,
Eva
PS Was der Franzose oben mir geantwortet hat: Gibt es genuch davon, da macht dat nix, wenn man se killt, hat schon zum Aussterben etlicher Arten geführt. Nicht viel sapientia im Homo sapiens …

Hey

Lieben Gruß,
Eva

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Dachte ich auch, aber nur mit Schutzanzug, oder? Die sterben ja nicht sofort und auch nicht gleich alle und würden den Übeltäter angreifen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine Leiter an den betreffenden Baum stellt und Gift in das Nest sprüht, einfach so …

Ja, eine Drückjagd unter sonst gleichen Bedingungen in Deutschland hätte eine Strecke mit ein bis zwei Dutzend Schwarzkitteln gebracht.

(Bloß dass keiner meint, ich müsste „leergeschossen“ relativieren!)

Schöne Grüße

MM

Servus,

das kann man nach klaren, frischen Nächten sehr früh morgens, etwa bei Sonnenaufgang, recht gut, weil sich die Tiere, solange es kalt ist, nur äußerst träge bewegen können.

Schöne Grüße

MM

Kurzer Nachsatz:
Die Diskussion in dem LEO Forum hat sich auf die Jagd ausgedehnt und ich sehe Deine Aussage „In dieser Hinsicht sind Nachbars vollkommen durchgeknallt“ bestätigt. Es muss geschossen werden, Gründe finden sich immer :smirk:
Gruß,
Eva