ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei folgenden Fragen helfen könntet:
Ich bin 30 J. alt, Chefsekretärin, habe gleich nach der Realschule eine Ausbildung gemacht. Bis jetzt habe ich neben meinem Berufsschulzeugnis der Bewerbung auch immer mein Realschulzeugnis beigefügt. Eine Bekannte gleichen Alters erzählte mir letzthin, dass sie das RZ immer weglassen würde. Einen anderen Englisch-Nachweis als den im RZ habe ich nicht. Und wenn ich eine Prüfungsbescheinigung Englisch hätte, könnte ich dann das RZ weglassen?
Lebenslauf: Was könnte/sollte ich weglassen, hier Auszug (Details nur für euch):
15.02.1996 RA-Kanzlei (mit Zeugnis)
16.02.1996 – 31.03.1996 RA-Kanzelei A (kein Zeugnis vorhanden) = 6 Wo
01.04.1996 - 30.04.1996 arbeitslos
01.05.1996 – 31.08.1996 RA-Kanzlei B (kein Zeugnis vorhanden) = 4 Mo
01.09.1996 – 24.11.1997 arbeitslos
Für beide Jobs A+B habe ich mir kein Zeugnis ausstellen lassen. Für ersteren, weil zu kurz und ich noch beim Arbeitsgericht klagen musste, für zweiteren weil Horrorjob und nichts hätte drinstehen können. Tätigkeit: Morgens PC einschalten, abends Sicherungskopie und PC ausschalten. Ab und an mal Schreiben nach Diktat, Kopien machen. Danach war ich arbeitslos (ja, habe Sperrzeit von 3 Mo in Kauf genommen, diese zwei Erfahrungen haben sehr dazu beigetragen, aus dem RA-Fachangestelltenjob auszusteigen, auch weil Arbeitsmarkt in meinem Job damals noch schlechter war als heute – man sollte es kaum glauben …).
Bewerbe mich mit Jahresangaben, erste Position arbeitslos (1 Mo) lasse ich weg. Jobs A+B standen bisher drin mit Angabe „Zeugnis nicht vorhanden“ – habe mal gelesen, das sollte dazugeschrieben werden.
Hat jemand eine Idee, wie ich das Beste aus dem Lebenslauf machen könnte? Lasse ich in obiger Aufstellung die Positionen 2 bis 4 weg, hätte ich nach wie vor „1996 – 1997 arbeitslos“ drin, jedoch verlängert sich damit Dauer der Arbeitslosigkeit um weitere 7 Mo. Sollte der Personaler nachrechnen wollen wird er auf dem Arbeitszeugnis sehen, dass ich nur bis 15.02.1996 gearbeitet habe. Oder ist das gar nicht mehr von Interesse, da vor 8 J.?
Sollte ich das Zeugnis für den 4-monatigen Job jetzt noch nachverlangen und der Bewerbung beifügen? Ich müsste doch heute noch das Recht auf ein Zeugnis haben?
In einer Firma war ich 1998/1999 zuerst 1 J. selbständig tätig (Gewerbe angemeldet, jedoch „Scheinselbständigkeit“, weil nur dort und normal Vollzeit gearbeitet, Festanst. war nicht möglich). Danach 1 J. dort festangestellt. Zeugnis erwähnt aber nur das 2. Jahr. Wäre es nicht möglich, dass im Zeugnis erwähnt wird, dass ich zuvor 1 J. dort selbständig gearbeitet habe? Oder würde das wegen der Scheinselbständigkeit nicht gehen?
Sollte ich als Chefsekretärin die Hobbys im Lebenslauf angeben? Habe keine besonderen.
Realschulzeugnis ruhig beilegen, evt. nur Bestätigungsseite, nicht die Notenseite
Ist es möglich die Zeit als Hausfrau anzugeben. Oder einen Grund wie Pflege von Familienangehörigen oder so anzugeben. Evt. sich von dem Arbeitgeber B einen Anstellungsbestätigung ohne Zeugnis geben lassen. Das kann man begründen (kurze Zeit, dann wieder nötig das ich zuhause war oder so).
Die Selbstständigkeit angeben: kurze Beschreibung der Tätigkeit, ohne Angaben wo gearbeitet, anschließend Anstellung beim besten Kunden bekommen.
Wenn keine Hobbys voerhanden eben keine angeben. Extreme Hobbys (z. B. Fallschirmspringen) sind eher negativ.
Der Lebenslauf sollte stimmig sein. Versuche meine Tips mit der übrigen Zeit ins reine zu bringen. Ansonsten gibt es gute Anleitungen in einschlägiger Literatur. Ein bisschen Arbeit dazu lohnt sich.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß eine Bewerbung zuvielen Inhaltes nicht immer gut ist. Ich lege meinen Bewerbungen schon lange kein Schulzeugnis mehr bei (bin gleichen Alters wie Du). Nur Lehrabschluß-, bzw. Weiterbildungszeugnisse.
Der Übersichthalber, bringe ich beim Lebenslauf keine genauen Datumsangaben ein. Ausschließlich Jahreszahlen. Umso näher der Lebenslauf der Jetztzeit kommt, umso genauer werden die Angaben. Zuerst Monate, dann Tage. Es interessiert keinem, an welchem Tag man genau vor zB. 7 Jahren bei einer Firma aufgehört hat.
kann ich nichts dazu sagen.
Wie mein Vorschreiber schon sagte, würde machen sich Extremsportarten nicht sehr gut, da Verletzungsgefahr höher, möglicher Ausfall. Im Zweifel Hobbys generell weglassen, aber trotzdem überlegen, was man, sollte es zu einem Vorstellungsgespräch kommen, auf solch eine Frage antwortet. Ein Tipp: Wirklich nur das sagen, was man auch wirklich macht. Bei mir hat mal einer detailiert nachgefragt, weil er das gleiche Hobby hatte. Wenn man dann nichts drüber weiß, wirkt man unglaubwürdig.
Allgemein ist meine Erfahrung, daß derjenige, welcher die Bewerbungen bearbeitet, auf Grund der Menge, die Bewerbungen mal nur überfliegt und sich zuerst den Lebenslauf und danach erst das Bewerbungsschreiben ließt und hier schon mal aussortiert. Erst dann kommen die Zeugnisse.
Also gerade im Lebenslauf kurz, aber dafür Aussagekräftig schreiben, was man gemacht hat, oder noch tut. Generell nie zu langatmig schreiben, sonst geht wohlmöglich der Inhalt verloren.
Und nochetwas: Am besten, man ist bei einem Vorstellungsgespräch so natürlich wie möglich. Man kann sich nicht in so kurzer Zeit auf sein Gegenüber einstellen. Dem einen „Chef“ gefällt dies, dem anderen jenes. Da letztendlich seine Entscheidung auch eine Persönlichkeitswahl ist, wird er den nehmen, welcher ihm am besten zum Gesicht steht. Wenn man ihm was vorgespielt hat, wird es wohlmöglich ein kurzes Gastspiel bei der Firma werden.
Ich selbst hatte auch als vorletztes eine Horrorfirma die ich fast klagen mußte. Als mich mein jetziger Arbeitgeber gefragt hat, warum ich dort aufgehört habe, sagte ich ihm, das dies aus persönlichen Indifferenzen mit dem Juniorchef geschehen sei. Als er genauer nachfragte, bekahm er nur zur Antwort, daß genaueres letztendlich in das Betriebsgeheimnis fällt und ich mich auch jetzt noch daran gebunden fühle und er nicht verlangen kann, das ich dieses breche. Genau das hat ihm so gefallen, daß er mich genommen hat. Man sieht, man kann es nie wissen, wie der andere darauf reagiert…
mit 30 Jahren und 10 Jahren Berufserfahrung würde ich das Realschulzeugnis weglassen und eher bei den bisherigen Arbeitsstellen erwähnen, wie dort jeweils das Englisch angewandt wurde - also z.B. (selbständige) Korrespondenz, Übersetzungen, Telefonate auf Englisch:
Besonders ist wichtig, wie Du englisch in den letzten Jahren angewandt hast. z.B. 2001-2002 - RA-Kanzlei XXX, X-Stadt - RA-Gehilfin - selbständige Korrespondenz auf deutsch und englisch, häufige Telefonate mit englischen KundInnen
Lebenslauf: Viel zu genau - Ich habe gelernt, man soll Monate angeben. Bei den sehr häufigen Wechseln 1996-7 ohne Zeugnis würde ich es aber vielleicht so zusammenfassen: 1996-7 : mehrere befristete Stellen als RA-Gehilfin - falls diese weit zurückliegende Zeit wirklich interessiert, können sie beim Vorstellungsgespräch nachfragen.
Hobbys - wenn Du keine hast, erfinde auch keine. Auf die Frage nach Deinen Freizeitbeschäftigungen solltest Du allerdings eine Antwort haben. Was machst Du gerne - gärtnern?, reisen? irgendeinen Breitensport? Kultur?..