Wie unverpackt essen und trinken?

Hallo,

wie komme ich an unverpacktes Essen und Trinken? Gut, Wasser kann ich aus der Leitung zapfen oder Glasflaschen kaufen, aber Essen?

Der nächste unverpackt-Laden ist über 50 km weit entfernt. Klar, könnte man jetzt sagen, dass einem das wert sein müsste, aber in diese Himmelsrichtung fahren wir nie und mind. einmal pro Woche dort hinzufahren, ist uns zu teuer.

Aber vielleicht gibts ja ganz einfache Tricks sozusagen, wie man doch möglichst Lebensmittel einkaufen kann, die nicht zigfach in Plastik eingepack ist.

Danke Euch.

GLG

Hi,

gestern Abend auch Jenke gesehen?

Wird an einigen Stellen schwierig aber nicht unmöglich und ich denke und hoffe je mehr Konsumenten das nachfragen um so mehr Einzelhändler bieten es auch an (z.B. mitgebrachte Edelstahlbehältnisse befüllen etc.).

Hallo!

Zieh in eine Großstadt (da reicht schon eine mittlere Großstadt, es muss nicht gleich Berlin sein), da gibt es entsprechende Geschäfte. Das ist übrigens ohnehin ökologisch sinnvoll, da du dann aufgrund kurzer Distanzen und gut ausgebauten Nahverkehrsnetzes auf ein Auto verzichten kannst.

Schöne Grüße!

Einen unverpackt Laden gibt es hier weit und breit nicht. Wahrscheinlich ist der nächste im Ruhrgebiet. Da juckel ich aber nicht erst hin, daher ist hier ländliches Freestylen angesagt.

Selbst hier in der Hochsauerländischen Pampa ist es seit langem möglich mit der eigenen Box zum Fleischer zu gehen, und diese befüllen zu lassen. Einfach mal ausprobieren. Wurst, Käse - :heavy_check_mark:
Brot beim Bäcker ist auch kein Problem.
Kartoffeln, Eier, Milch, Joghurt etc. kommen direkt vom Bauern.

Bei anderen Lebensmitteln würde ich eher auf größere Mengen gehen, das lässt sich auch prima in der Familie koordinieren.

So komme ich ohne großen Verzicht, große Touren etc in 4 Wochen auf max 5 l Müll.

(Nebenbei, es ist übrigens ein Trugschluss, dass Papier immer besser als Plastik ist. Eine Papierverpackung, die nur 1x verwendet wird, ist nicht so toll… Erst recht, wenn sie dann noch aufwändig bedruckt ist)

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Servus,

beschreibst Du mal bitte konkret, welche Lebensmittel Du unverpackt kaufen möchtest?

Bezugsquellen für Obst, Gemüse, Kartoffeln sehen da ganz anders aus als solche für Brot und wieder anders als solche für Fisch, Fleisch oder Käse.

Interessant wäre auch ein Hinweis darauf, in welcher Wüstenei Du wohnst, dass Du fünfzig Kilometer fahren musst, bis Du einen Apfel direkt aus der Kiste in Dein Dederon-Einkaufsnetz tun und der freundlichen Ayşe an der Kasse auf die Waage legen kannst.

Schöne Grüße

MM

Abgesehen von dem CO2, das man auf dem Wege verbraucht. Das wäre nun wirklich kontraproduktiv.

Ich würde im Geschäft die Sachen auspacken und dort die Verpackungen entsorgen, nach dem - ja meist vorgesehenen - System der Mülltrennung. -

Wenn das jeder machen würde, würde sich der Einsatz an Verpackungsmaterial ganz schnell sehr reduzieren. Ich habe mal gehört (in einem Gespräch), dass irgendwo die Bürger das mal gemacht haben, und da war innerhalb ziemlich kurzer Zeit der gesamte Vorraum (bzw. Hinterraum, also da, wo die Leute ihre Ware in ihre privaten Taschen packen) des Geschäftes voll von Verpackungsmaterial.

Das mag sein, aber da ist immer so schlechte Luft :frowning:
Aber mich hast du ja zum Glück nicht gemeint :slight_smile:

Servus,

danke Dir für die Entblößung des modischen Kaisers „Unverpackt-Laden“. Sooo klasse sind seine neuen Kleider dann doch nicht.

Für

(das ich in dieser Hinsicht seit rund 35 Jahren mit zufriedenstellenden Ergebnissen betreibe) gibt es eine prima Äpp - bloß keine Ahnung, wo man die daunlauden kann: Sie heißt brain.exe.

„Zigfach in Plastik eingepackte“ Lebensmittel lasse ich schlicht liegen, wo sie sind, und mir ist noch nie etwas davon gegen meinen Willen in den Einkaufskorb gehüpft.

Schöne Grüße

MM

Jepp, mit etwas nachdenken kommt man automatisch an diesen Punkt.

Ich müsste zum nächsten Unverpackt-Laden nach Dortmund, ziemlich genau 100 km je Weg.
Da brauche ich nicht lange zu überlegen um festzustellen, dass es gänzlich wahnsinnig ist, die Strecke für ein Päckchen Nudeln zu fahren. Wenn ich bei solchen Entfernungen nicht genau weiß, was ich in Zukunft wann kochen werde und mich sklavisch an den Plan halte, halte ich es eh für übertrieben, einen solchen Laden aufzusuchen (wenn der natürlich im Ort ist und ich hingehe, sieht es anders aus).

Ganz abgesehen vom durchaus vorkommenden Jieper auf etwas besonderes - da fährt man dann erst recht nicht die Strecke sondern kauft auffe schnelle etwas plastifiziertes im örtlichen Supermarkt ein.

Ja, der Müll nimmt überhand. Nein, es ist nicht nötig geschnittene Äpfel oder geschälte Orangen im Supermarkt zu kaufen. Nein, der Unverpackt-Laden ist nicht die SuperDuperLösung aller Müllprobleme. Nein, ich schränke mich nicht ein. Etwas gesunder Menschenverstand hilft durchaus.

PS: die 5 l Müll sind vollkommen ehrlich, beziehen sich aber auf den gelben Sack. Richtigen Restmüll habe ich noch deutlich weniger, im letzten halben Jahr war es eine durchgelatschte Socke (die ich aber noch zum Kette putzen am Rad verwendet habe), eine zerdeppterte Porzellantasse und den Locher, den es gestern zerbröselt hat.