Expertenwissen
Von: , 22.04.2010 21:41 Uhr

Hallo.

In der Schule behandeln wir gerade den Trafo und müssen einen Test darüber schreiebn. Kann mir bitte jemand dabei helfen, den trafo zu verstehen?
Ich bräuchte mal eine Erklärung zum Aufbau und zur Funktionsweise.
Das wäre echt super nett.

Ganz liebe Grüße

TANJA

8 Antworten zu dieser Frage
  1. Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
    Re: Trafo - Transformator
    Wikipedia gibt da schon viel her:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Transformator

    ansosten kannst du noch dazu googeln

    mfg Alex [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
  2. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    Re: Trafo - Transformator

    Hallo Tanja,
    Ein Trafo besteht aus einem Eisenkern, das ist ein Stapel etwa 0,3 bis 0,5 mm dicken, isolierten Einzelblechen aus sog. Dynamoblech. Das ist notwendig, da ein Volleisenkern durch das 50-malige Umpolen in jeder Sekunde - durch die darin entstehenden Wirbelströme - heiß würde.
    Auf einem Schenkel dieses Eisenkerns ist eine Spule aus (je nach zu übertragenen Leistung) einigen hundert bis zu mehreren Tausend Windungen dünnem isolierten Kupferdrahtes aufgewickelt sind; man nennt dies die Primärspule. Auf dem anderen Schenkel des Eisenkerns steckt die Sekundürspule, welche meist mit dickerem, ebenfalls isoliertem Kupferdraht gewickelt ist - es können auch mehrere Sekundärwicklungen unterschiedlicher Windungszahlen und Drahtdicken angebracht werden.

    Legt man nun eine Wechselspannung (in der Regel nimmt man hierfür die Netzspannung 230 Volt), so wird der Eisenkern im Takte der Netzfrequenz 50 Hz magnetisiert. Dieses Magnetfeld erzeugt in der oder den Sekundärwicklungen je eine dem Verhältnis der Windungszahlen proportionale Wechselspannung.

    Hat also die Primärspule 1000 Windungen und liegt daran eine Wechselspannung von 230 Volt an, und die Sekundärspule hat 100 Windungen, so kommt aus dieser eine Wechselspannung von 23 Volt. Da bei der Umwandlung jedoch Verluste entstehen, muss man etwa 5 bis 10 % mehr Windungen für die Sekundärwicklung rechnen, um diese Spannung auch unter Belastung zu erhalten.

    Ich hoffe, dass meine Erläuterungen eine Hilfe waren.

    MfG, Rudi




    In der Schule behandeln wir gerade den Trafo und müssen einen
    Test darüber schreiebn. Kann mir bitte jemand dabei helfen,
    den trafo zu verstehen?
    Ich bräuchte mal eine Erklärung zum Aufbau und zur
    Funktionsweise.
    Das wäre echt super nett.

    Ganz liebe Grüße

    TANJA
    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Trafo - Transformator
      Lieber Rudi.

      Vielen herzlichen Dank für deine Erklärung. Ich denke ich habe jetzt schon einiges mehr verstanden.

      nur noch eine Frage: Wenn ich nun an der Primärspule z.B. 230V anlege wie wird dann diese Spannung zu der Sekundärspule geleitet?

      Liebe Grüße
      Tanja
      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Trafo - Transformator
      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Trafo - Transformator
        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Trafo - Transformator
          Lieber Rudi.

          leider kann ich deine Kommentare nicht lesen. Es wäre aber sehr toll, wenn du sie vielleicht nocheinmal schreiben könntest.

          Liebe Grüße Tanja
          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Trafo - Transformator
            Hallo Tanja, Ich habe vorgestern (24.04.) versucht zu antworten. Leider ist während des Schreibens die Verbindung zum Internet ausgefallen. Ich schreibe meine Antwort deshalb nochmals aus dem Gedächtnis:
            Eine elektrisch leitende Verbindung zur Netz- (Primär)-wicklung ist nicht erforderlich - in den meisten Fällen wäre dies sogar wegen der Sicherheit sogar schädlich.
            Das durch die Primärspule im Eisenkern entstehende Magnetfeld überträgt sich auf die Sekundärwicklung und erzeugt dort eine Wechselspannung (gleicher Frequenz).
            Die Höhe dieser Spannung hängt - direkt proportional - vom Verhältnis der Windungszahlen der Spulen ab.
            Vielleicht erinnerst du dich an das Kapitel über magnetische Induktion im Physikunterricht: Man nehme eine Spule aus dünnem, isolierten Kupferdraht, schließe daran ein Galvanometer an und schiebe einen Magnetstab in die Spule. Bewegt man nun den Stab in eine beliebige Richtung, so schlägt das Galvanometer in eine beliebige Richtung aus. Kehrt man die Bewegungsrichtung um, so schlägt das Galvanometer in die andere Richtung aus. Dabei fallen zwei Phänomene auf: Erstens, das Galvanometer schlägt nur aus, solange die Bewegung andauert; zweitens, die Höhe des Aussclags ist direkt proportional der Bewegungsgeschwindigkeit des Magnetstabes zur Spule.
            Vergewissere dich am besten bei Mitschülern, ob diese das Prinzip begriffen haben. Vielleicht kann der eine oder andere es dir nochmals erklären. Ein Bastler unter ihnen kann den Versuch vielleicht mit Teilen aus seiner Bastelkiste vorführen. Eine Spule wird sich wohl auftreiben lassen; mit einem Galvanometer könnte es etwas schwieriger werden. Aber ein Glimmlämpchen tut´s zur Not auch, vorausgesetzt die Spule hat einige tausend Windungen, damit eine Spannung von 60 bis 100 Volt erreicht wird, wenn man den Magnetstab schnell genug in der Spule bewegt. Dann entsteht an der jeweils negativen Elektrode ein glühendes Gaswölkchen.
            Bei einem Transformator sorgt die am Netz angeschlossene Primärspule für ein sich ständig wechselndes Magnetfeld im Eisenkern und durch dieses wird eine Wechselspannung in der Sekundärspule induziert.
            Beim Fahraddynamo hast du ja auch keine Verbindung zum Netz. Das Lämpchen leuchtet stärker, wenn du schneller fährst und wenn das Rad still steht, leuchtet es nicht mehr.
            Dies ist im Prinzip das Gleiche wie im beschriebenen Versuch.
            MfG, Rudi
          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Trafo - Transformator
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