Expertenwissen
Von: , 14.09.2010 13:24 Uhr

Guten Tag.

Wie hatten vor 4 Wochen in unserer Dachgeschosswohnung einen großen Wasserschaden als das Dach neu gedeckt wurde. 2 Zimmer wurden so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die komplette Tapete und große teile des Putzes herunter gekommen sind. Der noch vorhandene Putz an sich, erinnert an eine Dünenlandschaft, überall wellen und blasen. Es haben sich überall an den Decken große braune Flecken gebildet. An einigen stellen haben sich kleinere Schimmelflecken gebildet und an einer Stelle ist der Schimmel auf einer Rigipsplatte ca. 25x30 cm schwarz. Ein Schimmelspray wurde uns zur Verfügung gestellt und regelmäßig angewendet. Nun zu meinem Problem. Der Handwerker, der von meinem Vermieter beauftragt wurde, spricht andauernd nur vom Tapezieren. Ein Austausch der verschimmelten Rigipsplatten stand bisher noch nicht auf seinem Plan, was für mich aber logisch und für die Zukunft Sinnvoll wäre. Ich mache mir große Sorgen das hier wegen der Kosten gepfuscht werden wird. Worauf muss ich Achten, bzw. was muss gemacht werden damit die Zimmer wieder einwandfrei hergestellt werden?

Vielen Dank im Voraus.

14 Antworten zu dieser Frage
  1. Antwort von nach 2 Minuten 2 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    kann ihnen leider nicht helfen
  2. Antwort von nach 5 Minuten 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Ich bin leider kein Fachmann und habe auch keine Erfahrungen mit diesem Problem.
  3. Antwort von nach 29 Minuten 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    SgDaniel, bitte ohne jeden Regress, da uns auch die Rechtsberatung so nicht erlaubt ist.

    1. Es wäre gut, wenn Du die Bauunternehmer zu einem Termin einladen würdest um die Dinge zu besprechen. Sie sollten dann einen neutralen Zeugen mit einladen.

    2. Wenn die Bauunternehmer kommen, kann alles zunächst besprochen werden. Es sollten klare und eindeutige Termine vereinbart werden. Auch hier die Termine und die Absprachen in einem Protokoll fixieren und den beteiligten mitteilen.

    3. Wenn sich die Bauunternehmen nicht melden, dann wieder Frist setzen dh. ..."bitten wir um Rückäußerung ...wegen der Anberaumung eines Gesprächs bis spätestens zum... wenn Ihrerseits keine Rückäußerung erfolgt, werden wir den Rechtsweg bestreiten....sämtliche Kosten gehen zu Ihren Lasten ..."

    4. Wenn dann Termine nicht eingehalten werden oder die Sache nicht ordentlich geregelt ist, dann müsste der Rechtsweg bestritten werden. Auch hier ist unbedingt erforderlich, dass man den Bauunternehmer Gelegenheit gibt, die Sache zu erledigen bis... spätestens zum... "ansonsten werde ich den Schaden auf Ihre Kosten hin beseitigen lassen....wir setzten Frist bis zum..."

    5. Bitte immer darauf achten, dass alles klar geregelt ist. Nicht einfach ...Tapeten sind zu ersetzen... sondern das Zimmer ist mit einer Tapete neu zu tapezieren und die Schäden sind zu beseitigen ...bis zum...

    MFG

    ah

    MFG

    ah
  4. Antwort von nach 34 Minuten 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    es hat sich leider so eingebürgert, dass die meisten Schäden ersteinmal versucht werden durch Sperrlösungen, Schimmelsprays und Schönheitsreperaturen zu beheben. Sie sollten wissen, dass die Schimmelspray alle hochgradig giftig sind und nicht in der Nähe von Kindern geschweige denn in Schlafräumen verwendet werden sollen. In sonstigen Räumen ist die Anwendung nur bei ausreichender Belüftung anzuraten. Einfach mal das Kleingedruckte lesen. Die Wundersprays helfen übrigens auch nur, wenn die Ursache des Schadens behoben ist. So wie es aussieht haben sie eine gedämmte Decke mit raumseitiger Gipsbeplankung. Es ist nicht davon auszugehen, dass hier überall Feuchtraumplatten verwendet wurden, so dass im Falle eines Wasserschadens die Platte irreparabel beschädigt sein können. Ferndiagnosen sind da ziemlich schwierig. Ich gehe mal davon aus, dass die Dämmung dahinter nass geworden ist. Das Problem ist, dass sie normalerweise beidseitig eingepackt ist und somit noch schlechter trocknet als sie es ohnehin schon tut. In den meisten Fällen ist der Austausch auf jeden Fall anzuraten, vor allem wenn keine zusätzlichen Trocknungsmassnahmen durchgeführt werden. Pauschal kann man das alles nicht sagen, dazu haben Sie zu wenig über den Aufbau der Decken geschrieben. In jedem Fall sollten Sie sowohl den Schaden als auch die Gegenmassnahmen dokumentieren, als auch vermehrt lüften. Ihr Vermieter wird wohl seine Massnahmen erst einmal durchziehen und wenn das nichts hilft, hat er immer noch ein Recht auf eine Frist zur Nachbesserung. Übrigens sind schwarze Flecken auf Gips meist Stockflecken und weniger gesundheitsbedenklich als die meisten annehmen. Stockflecken werden Sie auch mit keinem Spray der Welt wegkriegen, da hilft nur Austausch oder Sperren und Überstreichen. In Grundprinzip müssen Sie sicherstellen, dass die Konstruktion wieder trocken ist und dann alle losen Teile entfernen und erneuern. Selbst wo zwischenzeitlich Schimmel war, entsteht kein neuer wenn die Konstruktion grundsätzlich wieder trocken ist.
  5. Antwort von nach 52 Minuten 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Hallo,

    alles was Schimmelsporen tragen kann würde ich entfernen lassen und zwar unverzüglich.

    Experten vor Ort besichtigen lassen, Gutachten, Klärung mit dem Vermieter und nicht mit dem Handwerker.

    Wer zahlt entscheidet!

    Wenn "Hans" entscheiden soll, muß mit ihm gesprochen werden und nicht mit "Hänschen"

    Gruß
  6. Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Hallo Daniel,

    alle feuchten Gipskartonplatten müssen ausgechselt werden da sie aus Gips gestehen und dieser bei Feuchtigkeitseinwirkung anfängt zu quellen und brüchig zu werden! (Tragfähigkeit ist nicht mehr gewährleistet!). Weiterhin muss die feuchte Dämmung dahinter (wenn nicht schon geschehen) ausgetauscht werden, da sich diese kaum trocknen lässt!
    Normalerweise sollte auch eine Dampfbremsfolie zwischen Gipskarton und Dämmung eingebaut sein, die wieder Dampfdicht hergestellt werden muss!! Kann allerdings sein, dass nur die Pfannen neu gedeckt wurden, wenn allerdings die Dämmung verbessert wurde, muss !!! eine Dampfbremsfolie eingebaut werden sonst hat der Handwerker grob Fahrlässig gehandelt und muss alles noch einmal machen!!
    Beim Austausch der Gipskartonplatten prüfen, ob Holzteile noch feucht sind, ansonsten mit einer Trocknungsfirma nachtrochnen lassen.
    Der Handwerker soll sich mal nicht so anstellen. Wenn
    es eine ordentliche Firma ist, sind Schäden gegen Dritte ( Du ) versichert und er soll es seiner Versicherung melden!!

    Grüße
  7. Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    hallo Daniel,
    normalerweise würde ich bei einem Wasserschaden mit einmaliger kurzzeitiger Einwirkung davon ausgehen, dass es mit malern abgetan ist.
    Wenn allerdings bereits Schimmel zu sehen ist, dann war doch eine längere Durchfeuchtung der Platten oder auch der dahinterliegenden Dämmwolle die Ursache und dann sollte auch die Verkleidung runter, die Dämmung ausgetaucht werden und alles wieder fachgerecht verschlossen werden.
    Das muß aber der Hauseigentümer durchsetzen. Den Mieter geht das garnichts an.

    Viele Grüße

    J. Hartleib
  8. Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Guten Tag
    Wie sie es schon vermutet hatten um ganz sicherzustellen das kein Schimmel wächst sollten die Platten ausgetauscht werden auf jedenfall die welche augenscheinlich schon anlaufen . Meine frage wäre was ist in sachen Entfeuchtung gelaufen Raumentfeuchter danach Messung der Feuchtigkeit in Wänden Fußböden Dachverkleidungen , Putz muss doch auch neu oder will er den ankleben? Also es ist wichtig die Feuchte in den Materialien zu messen das Zauberwort heist Raumentfeuchter vom Profi nicht das Granulat aus dem Baumarkt.
    mfg.
  9. Antwort von nach 8 Stunden 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Hallo,
    da Sie nur Mieter sind, hat der Vermieter die Pflicht alle Verursacher des Schadens in die Verantwortung zu nehmen, ggf. auch Versicherungen.
    Ihr eigentlicher Schaden muss ebenso beglichen werden.
    Sie müssen den Vermieter auffordern den Schaden so beheben zu lassen, dass eine trocknen der Wände etc. erfolgt, damit Ihre Gesundheit nicht beeinträchtigt wird. Der Vermieter hat eine Fürsorgepflicht, dass Sie nicht zu Schaden kommen, weder jetzt noch in Zukunft.
    Fordern Sie ihn dazu schriftlich auf.
    mfg
  10. Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Aus der Ferne eine Diagnose zu erstellen ist in solchem Fall schwer.
    Eigentlich sollte es nach einem neuen Anstrich/Tapete erledigt sein, da es ja einmalich war mit dem Wasser und nicht ständig und lange Zeit nass ist. aber um sicher zu gehen, würde ich vielleicht einen Gutachter zu Rate ziehen. Der findet auf jeden Fall so viel, das der bezahlt ist.und mit seinem Beschluss ist dann auch eine Verhandlung vor Gericht wirksam, wenn es soweit kommen sollte. wohnt er Vermieter selber mit drin???
  11. Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Guten Tag,
    das ist Sache zwischen Vermieter und Handwerker(der
    Versicherung des Handwerkers). Sie können nur eine Mietminderung vornehmen solange der Schaden nicht
    ordetlich behoben ist. Ich rate dingend sich mit einem
    Anwalt oder dem Mieterschutzbund zu besprechen.
    Nicht an der falschen Stelle sparen!
  12. Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Hallo,
    die Ausblühung von Schimmel ist bedenklich; hier können sich Gesundheitsschäden einstellen.

    Normalerweise müssen Stellen/Flächen saniert werden, die mit Schimmel befallen sind.

    Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die "Deckenkonstruktion" durch Wassereintritt so stark beschädigt ist, dass sie umfassend saniert werden muss.
    Das kann aber nur ein Sachverständiger vor Ort beurteilen.

    Bezogen auf das Mietverhältnis taucht die Frage auf, ob bereits der Anspruch auf "Mietminderung" besteht. Nach der Schilderung dürfte das bereits gegeben sein.

    Der Vermieter wäre schriftlich aufzufordern, die Schäden in angemessener Frist zu beseitigen und die vertragsgemäße Nutzung wieder herzustellen.

    Ich empfehle, bei "dauerhaft" zu erwartenden Schwierigkeiten einem "Mieterverein" beizutreten, der zu einem relativ geringen Jahresbeitrag Rechtsschutz gewährt. Solche Vereine/Anwälte übernehmen dann auch den Schriftverkehr.

    Die Schäden sollten durch Fotografien (mit Datum und Uhrzeit) festgehalten werden, damit sie objektiv nachvollziehbar sind und sich jeder ein "BILD" verschaffen kann, welche Schäden vorliegen.

    Aufgrund ggfs. drohender gesundheitlicher Schäden wäre an und für sich EILE geboten. "Schwarze Flecken" bzw. Schimmelbildung insgesamt muss kurzfristig abgestellt werden.

    Es könnte sein, dass die Wohnung bei gleichzeitiger massiver Lüftung auch stark aufgeheizt werden muss, um die weitere Schimmelbildung zu stoppen bzw. zu verlangsamen.

    Auch die "Tapete" muss vom Vermieter ersetzt werden, da es sich um einen Schaden handelt, den nicht Sie zu vertreten haben. Vielmehr wäre der Handwerker ggü. dem Vermieter schadenersatzpflichtig.

    Aufgrund des "Umfanges" der Schädigung, der Frage der Mietminderung und der Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen wäre die Konsultation eines Mietvereines, sofern keine Rechtssschutzversicherung vorhanden ist, anzuraten. Nur der Fachanwalt kann unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände die fristgerechte und angemessene Reaktion auf den Schaden veranlassen, wenn sich der Vermieter sperrt, angemessen zu reagieren.

    Und dazu gehört:

    1. Die vollständige Beseitigung der Schimmelbereiche; Spray dürfte da nicht reichen.
    2. Die Begutachtung, ob der Deckenputz entfernt werden muss (Sachverständiger wird benötigt).
    3. Ersatz Tapete inklusive Arbeitslohn.
    4. Angemessene Mietminderung bis zur Beseitigung der Schäden.

    MfG
    ES
  13. Antwort von nach 27 Tagen 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Sorry nicht mein Fachgebiet: Maler suchen
  14. Antwort von nach 36 Tagen 1 hilfreich
    Re: Sanierung nach Wasserschaden
    Zur weiteren Argumetation empfehle ich die mögliche Mietminderung zu bemessen, falls der Schimmel durchkommt. Diese Mietminderung würde dem Vermieter entstehen, während er den Wasserschaden durch die Eigentümergemeinschaft regulieren lassen kann.

    Die Mietminderung sollte hoch kalkuliert werden, möglicherweise überzeugt iese Argumentation auch die Eigentümergemeinschaft.
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