Arbeitsrecht
Von: ΜаrtіnDО, 5.4.2010 18:28 Uhr
Liebe/-r Experte/-in,

ich habe da mal eine Frage zum Thema Arbeitsrecht im weiteren Sinne!

Mein Lebenspartner hat nach längerer Arbeitslosigkeit und 2-jährigem Hartz-IV-Bezug nun endlich wieder eine Stelle in seinem erlernten Beruf, erstmal befristet für ein Jahr. Da er bereits 54 Jahre alt ist, hat ihm die Personalchefin bei der Einstellung mitgeteilt, dass das Arbeitsamt bei über 50-jährigen Neueingestellten dem Arbeitgeber einen gewissen Zuschuss für ein Jahr gewährt.

Nun haben wir aber gehört, dass dieser Zuschuß vom Arbeitsamt für ein Jahr nur dann gewährt wird, wenn der Arbeitnehmer mindestens 2 Jahre für die Firma tätig ist.

Kann mir jemand sagen, ob diese Aussage tatsächlich zutrifft und evtl. nachlesen kann?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

LG aus DO, Martin



  1. Antwort von nаіrа 3
    Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
    Beschäftigungspakte für Ältere
    „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser. Neben den Potenzialen der Wirtschaft und der Länder soll auch die Gestaltungskraft und Kreativität der Regionen stärker als bisher zur beruflichen Eingliederung älterer Langzeitarbeitslose genutzt werden.

    Das Bundesprogramm ist in eine zweite Programmphase gestartet. Mit der Fortführung in den Jahren 2008 bis 2010 sollen die Beschäftigungschancen der älteren Langzeitarbeitslosen weiter verbessert. Die zweite Programmphase fördert der Bund mit rund 275 Millionen Euro.

    "Perspektive 50plus" bildet das Dach für bundesweit 62 regionale Beschäftigungpakte zur beruflichen Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser. In der zweiten Phase haben sich die Beschäftigungpakte regional ausgeweitet. Insgesamt 349 Arbeitsgemeinschaften, zugelassene kommunale Träger und Arbeitsagenturen mit getrennter Aufgabenwahrnehmung sind am Bundesprogramm beteiligt.

    Das Bundesprogramm basiert auf einem regionalen Ansatz, der es den Beschäftigungspakten erlaubt, bei der Wahl der Integrationsstrategie gezielt auf die regionalen Besonderheiten einzugehen. Unterschiedliche Wege werden beschritten, um älteren Langzeitarbeitslosen eine faire Chance am Arbeitsmarkt zu bieten.

    "Perspektive 50plus" verfolgt einen lernenden Ansatz. An der Umsetzung des Programms sind nicht nur die hauptverantwortlichen Arbeitsgemeinschaften und kommunalen Träger einbezogen, sondern auch die Partner der regionalen Netzwerken. Wichtige Partner sind Unternehmen, Kammern und Verbände, kommunale Einrichtungen und Bildungsträger, Politik, Gewerkschaften, Kirchen und SozialverbändeBeschäftigungspakt für
    Die JobOffensive 50plus - Beschäftigungspakt
    für Ältere - ist ein aus Sondermitteln finanziertes
    Beschäftigungsprogramm des Bundes zur Integration
    langzeitarbeitsloser älterer Menschen in
    den ersten Arbeitsmarkt.
    Förderung über 50jähriger langzeitarbeitsloser
    Menschen nachhaltig zu verbessern um auf
    diesem Weg mit den Unternehmen Beziehern
    von Arbeitslosengeld-II der Generation 50plus
    Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen
    und dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt
    zu integrieren.
    Die ARGE bietet im Rahmen
    der „JobOffensive 50plus – Beschäftigungspakt
    für Ältere“ eine Vielzahl von Möglichkeiten der
    Beschäftigungsförderung sowohl für Arbeitgeber
    als auch für
    Bezieher von Arbeitslosengeld II der Generation
    50plus.
    Der Eingliederungszuschuss ist ein Förderinstrument,
    um über 50jährige Bezieher von
    Arbeitslosengeld-II bei ihrer Eingliederung in
    den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Förderdauer
    und -höhe des Eingliederungszuschusses
    richtet sich nach der individuellen Leistungsfähigkeit
    des künftigen Arbeitnehmers.
    Nutzen Sie die Vorteile des Eingliederungszuschusses
    und profitieren Sie als Arbeitgeber
    aus dem Märkischen Kreis, indem Sie einen sozialversicherungspflichtigen
    Arbeitsplatz bereitstellen
    oder eine bisherige Minijob-
    Tätigkeit in eine sozialversicherungspflichtige
    Beschäftigung umwandeln.
    Was ist 50plus?
    Vorteile für Arbeitgeber:

    • Sie haben eine Ersparnis von mindestens
    30 Prozent des Arbeitgeberbruttolohnes.
    • Sie können die Zuschüsse im Einzelfall bis
    zu drei Jahre in Anspruch nehmen.
    • Sie bekommen die Förderung zeitnah
    ausgezahlt.
    • Das Jobcoach-Team übernimmt die
    Bewerbervorauswahl.
    • Bei Bedarf weitergehende Beratung
    durch einen Jobcoach als persönlichen
    Ansprechpartner.
    Welche Fördervoraussetzungen sind zu
    beachten?
    • Sie ermöglichen einem Bezieher von
    Arbeitslosengeld II eine Tätigkeit in
    einem sozialversicherungspflichtigen
    Beschäftigungsverhältnis.
    • Die Gewährung des Zuschusses ist bei
    der ARGE vor Arbeitsaufnahme
    zu beantragen.
    Welche
    • Antwort von Αndrеа213 (abgemeldet) 2
      Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
      Liebe/-r Experte/-in,

      ich habe da mal eine Frage zum Thema Arbeitsrecht im
      weiteren Sinne!

      Mein Lebenspartner hat nach längerer Arbeitslosigkeit
      und 2-jährigem Hartz-IV-Bezug nun endlich wieder eine
      Stelle in seinem erlernten Beruf, erstmal befristet für ein
      Jahr. Da er bereits 54 Jahre alt ist, hat ihm die Personalchefin
      bei der Einstellung mitgeteilt, dass das Arbeitsamt bei über
      50-jährigen Neueingestellten dem Arbeitgeber einen
      gewissen Zuschuss für ein Jahr gewährt.

      Nun haben wir aber gehört, dass dieser Zuschuß vom
      Arbeitsamt für ein Jahr nur dann gewährt wird, wenn der
      Arbeitnehmer mindestens 2 Jahre für die Firma tätig ist.

      Kann mir jemand sagen, ob diese Aussage tatsächlich
      zutrifft und evtl. nachlesen kann?

      Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

      LG aus DO, Martin
      Hallo Martin, ja es gibt ein neues Gesetz, aber das der
      Arbeitnehmer zwei Jahre schon in dem betrieb tätig sein
      muss, ist mir neu.
      ich habe einfach recherchiert und diesen Artikel
      gefunden.
      Bitte lies selbst:

      Neues Gesetz: Höherer Eingliederungszuschuss
      für Mitarbeiter ab 50 Jahre
      Bei der Einstellung von Arbeitnehmern, die das 50.
      Lebensjahr vollendet haben,
      können die Arbeitgeber jetzt deutlich höhere
      Eingliederungszuschüsse erhalten. Der
      neue Arbeitsvertrag ist für mindestens ein Jahr
      abzuschließen. Die Förderung läuft mindestens
      zwölf Monate und die Förderhöhe beträgt mindestens 30
      Prozent des Gehaltes.
      Grundsätzlich muss der Bewerber mindestens sechs Monate
      arbeitslos sein. Im Einzelfall
      können auch andere Vorausetzungen erfüllt sein, damit
      eine Förderung möglich ist.
      Bitte wenden Sie sich bei konkreten Anfragen vor der
      geplanten Einstellung eines Arbeitnehmers
      an Ihren persönlichen Ansprechpartner des AG-Service.
      Wir prüfen Ihre
      Förderanfrage dann zeitnah und unbürokratisch.
      Rechtsgrundlage: §421f Sozialgesetzbuch
      III.

      Zu deiner Frage, ob er zwei Jahre schon in der Firma
      tätig sein muss, mach ich mich nochmal schlau, aber ich
      glaube es nicht. Aber glauben ist ja bekanntlich nicht
      wissen.
      Bis denne, gruss von Andrea
      • Antwort von [ЕΚ] 1
        Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
        Hallo,

        nach Arbeitsaufnahme wird nicht mehr gefördert.

        Gefördert wird bei Älteren mindestens 12 Monate, eine Nachbeschäftigungspflicht
        nach Auslaufen der Förderung besteht nicht. Insofern muss keine 2jährige
        Beschäftigung vorliegen, um eine einjährige Förderung zu bekommen.

        http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-
        Content/Veroeffentlichungen/Sonstiges/betriebliche-Eingliederungshilfen.pdf

        Genaues kann die Arbeitsagentur sagen.

        VG
        EK
        • Antwort von Αndrеа213 (abgemeldet) 3
          Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
          Liebe/-r Experte/-in,

          ich habe da mal eine Frage zum Thema Arbeitsrecht im
          weiteren Sinne!

          Mein Lebenspartner hat nach längerer Arbeitslosigkeit
          und 2-jährigem Hartz-IV-Bezug nun endlich wieder eine
          Stelle in seinem erlernten Beruf, erstmal befristet für ein
          Jahr. Da er bereits 54 Jahre alt ist, hat ihm die Personalchefin
          bei der Einstellung mitgeteilt, dass das Arbeitsamt bei über
          50-jährigen Neueingestellten dem Arbeitgeber einen
          gewissen Zuschuss für ein Jahr gewährt.

          Nun haben wir aber gehört, dass dieser Zuschuß vom
          Arbeitsamt für ein Jahr nur dann gewährt wird, wenn der
          Arbeitnehmer mindestens 2 Jahre für die Firma tätig ist.

          Kann mir jemand sagen, ob diese Aussage tatsächlich
          zutrifft und evtl. nachlesen kann?

          Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

          LG aus DO, Martin
          hallo Martin,

          der Arbeitgeber bekommt 2 Jahre Zuschuss vom Amt, wenn
          er es beantragt, so ist das gemeint.

          Nicht wie du geschrieben hast, wenn man zwei Jahre
          schon im Betrieb arbeitet, dass hat damit nichts zutun.

          Er muss es sofort nach Einstellung des Arbeitnehmers
          ( also, deines Freundes ) bei der Jobagentur
          beantragen, sodass er den Zuschuss auch 2 Jahre erhält.

          Bitte lies selbst:

          Kombilohn für ältere Arbeitslose
          Arbeitslose ab 50, die einen im Vergleich zu ihrer
          früheren Arbeitsstelle geringer bezahlten Job annehmen,
          erhalten über maximal 2 Jahre nach Art eines Kombilohns
          einen Zuschuss, der den Einkommensverlust zunächst
          abfedert l. Voraussetzung ist, sie haben noch einen
          Restanspruch von 120 Tagen auf Arbeitslosengeld I, die
          Beschäftigung wird vor dem 1. Januar 2010 aufgenommen
          und tariflich oder ortsüblich vergütet.

          Im ersten Jahr werden 50 Prozent, im zweiten 30 der
          Differenz zwischen früherem und neuem Nettoentgelt als
          Kombilohn geleistet. Dabei wird von pauschalierten
          Nettoentgelten ausgegangen. Gleichzeitig stockt die
          Arbeitsagentur für den Arbeitnehmer die Rentenbeiträge
          auf. Er wird dadurch in der Rentenversicherung so
          gestellt, als würde er 90 Prozent seines Einkommens vor
          der Arbeitslosigkeit erzielen.

          Wichtig: Diesen Zuschuss muss der ältere Arbeitslose
          vor Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses bei der
          Arbeitsagentur beantragen.

          Ich hoffe ich konnte dir und deinem Freund ein wenig
          helfen und wünsche euch beiden alles Gute.

          Liebe Grüsse von Andrea
          1 Kommentare
          • Re^2: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindesten
            Hallo, Andrea!

            Danke für die schnelle und zügige Hilfe.Mittlerweile habe ich auch erfahren, dass es keine Nachbeschäftigungspflicht für den Arbeitgeber gibt, wenn das beantragte/bewilligte erste bezuschusste Jahr vorbei ist. Nochmals danke

            LG Martin
        • Antwort von blubbеr47 (abgemeldet) 1
          Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
          Hallo,
          lesen Sie das bitte:

          Leistungen des Arbeitsamtes an Arbeitgeber

          Die Leistungen des Arbeitsamtes sind in den §§ 217 bis 239 SGB III geregelt.
          I. Eingliederung von Arbeitnehmern

          Eingliederungszuschüsse
          Arbeitgeber können zur Eingliederung von förderungsbedürftigen Arbeitnehmern Zuschüsse zu den Arbeitsentgelten zum Ausgleich von Minderleistungen erhalten (§§ 217 bis 224 SGB III).

          Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn

          * zu vermuten ist, dass der Arbeitgeber die Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses veranlasst hat, um einen Eingliederungszuschuss zu erhalten, oder
          * die Einstellung bei einem früheren Arbeitgeber erfolgt, bei dem der Arbeitnehmer während der letzten vier Jahre vor Förderungsbeginn mehr als drei Monate versicherungspflichtig beschäftigt war.

          Einstellungszuschuss bei Neugründungen
          Arbeitgeber, die vor nicht mehr als zwei Jahren eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen haben und nicht mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigen, können für die unbefristete Beschäftigung von bis zu zwei zuvor arbeitslosen förderungsbedürftigen Arbeitnehmern auf einem neu geschaffenen Arbeitsplatz einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten (§§ 225 bis 228 SGB III).

          Der Einstellungszuschuss kann für höchstens zwölf Monate in Höhe von 50 v.H. des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts (§ 218 Abs. 3 SGB III) geleistet werden.

          Eingliederungsvertrag
          Das Arbeitsamt kann die Eingliederung von förderungsbedürftigen Arbeitslosen fördern, die vom Arbeitgeber unter Mitwirkung des Arbeitsamtes auf Grund eines (jederzeit beendbaren!) Eingliederungsvertrages mit dem Zielbeschäftigt werden, sie nach erfolgreichem Abschluss der Eingliederung in ein Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Der Eingliederungsvertrag ist auf mindestens zwei Wochen, längstens auf sechs Monate zu befristen; er ist kein Arbeitsvertrag und führt deshalb nicht zu einem Arbeitsverhältnis, sondern nur zu einem Beschäftigungsverhältnis (§§ 229 bis 234 SGB III). Förderungsbedürftige Arbeitslose sind Langzeitarbeitslose (§ 18 SGB III) sowie andere Arbeitslose, die mindestens sechs Monate arbeitslos sind und bei denen mindestens ein Vermittlungserschwernis vorliegt.

          Das Arbeitsamt erstattet dem Arbeitgeber

          * das für Zeiten ohne Arbeitsleistung von dem Arbeitgeber zu tragende Entgelt,
          * den darauf entfallenden Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag sowie
          * die Beiträge, die er im Rahmen eines Ausgleichsystems für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle und für die Zahlung von Urlaubsvergütung zu leisten hat.

          Das Arbeitsamt kann für die Zeiten mit Beschäftigung einen Eingliederungszuschuss erbringen. Der Arbeitgeber ist zur Rückzahlung nicht verpflichtet, wenn der Eingliederungsvertrag aufgelöst wird.
          • Antwort von Ιngеbоrg 3
            Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
            Hallo,

            ich habe keine Ahnung, doch sowohl die Arbeitsagentur kann da Auskunft geben oder Du fagst da mal nach: http://www.best-ager-50plus.de/ Die sitzen auch in Dortmund.
            Ingeborg
            • Antwort von Αlbаrrасіn 3
              Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
              Hallo, Nun haben wir aber gehört, dass dieser Zuschuß vom Arbeitsamt
              für ein Jahr nur dann gewährt wird, wenn der Arbeitnehmer
              mindestens 2 Jahre für die Firma tätig ist.

              Kann mir jemand sagen, ob diese Aussage tatsächlich zutrifft
              und evtl. nachlesen kann?
              Das läßt sich nachlesen in § 218 Abs. 1 IVm § 221 Abs. 2 Satz 3 SGB III (Nachbeschäftigung):
              http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__218.html
              http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__221.html
              Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

              LG aus DO, Martin
              &Tschüß
              Wolfgang
              • Antwort von Βrіgіttе Јungе 1
                Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
                Hallo Martin!
                Nach meiner Kenntnis ist das das Problem der Firma, nicht das Deines Lebenspartners. Soll heißen: edie Firma muss den Zuschuss zurückzahlen, wenn sie ihn vor Ablauf von 2 Jahren kündigen. Also eher ein Vorteil, als ein Nachteil für Euch.
                Viel Glück und Erfolg!
                Herzliche Grüße Brigitte

                Liebe/-r Experte/-in,
                ich habe da mal eine Frage zum Thema Arbeitsrecht im weiteren
                Sinne!

                Mein Lebenspartner hat nach längerer Arbeitslosigkeit und
                2-jährigem Hartz-IV-Bezug nun endlich wieder eine Stelle in
                seinem erlernten Beruf, erstmal befristet für ein Jahr. Da er
                bereits 54 Jahre alt ist, hat ihm die Personalchefin bei der
                Einstellung mitgeteilt, dass das Arbeitsamt bei über
                50-jährigen Neueingestellten dem Arbeitgeber einen gewissen
                Zuschuss für ein Jahr gewährt.

                Nun haben wir aber gehört, dass dieser Zuschuß vom Arbeitsamt
                für ein Jahr nur dann gewährt wird, wenn der Arbeitnehmer
                mindestens 2 Jahre für die Firma tätig ist.

                Kann mir jemand sagen, ob diese Aussage tatsächlich zutrifft
                und evtl. nachlesen kann?

                Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

                LG aus DO, Martin
                • Antwort von Fuеѕѕl 2
                  Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
                  Hallo Martin,

                  wie lange der Zuschuß bezahlt wird hängt vom Unternehmen ab. Es gibt die Möglichkeit 1 Jahr zu zahlen bzw. 2 Jahre. Der Zusschuss ist eigentlich für ein unbefristes Arbeitsverhältnis gedacht. Befristungen sollten mit der Bundesagentur im Vorfeld abgesprochen werden. Die Informationsplficht liegt beim Arbeitgeber

                  Herzliche Grüße
                  efuessl
                  • Antwort von Ѕtеfаn Rіttеr. 1
                    Re: Entgeltsicherung für ältere Bewerber
                    Sie verwechseln hier den Eingliederungszuschuss (von dem der AN nichts hat) mit dem Entgeldsicherungszuschuss

                    Anspruchsberechtigt sind Arbeitnehmer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und durch die Aufnahme einer Tätigkeit mit geringerer Bezahlung ihre Arbeitslosigkeit beenden oder vermeiden. Die Vergütung
                    beim neuen Arbeitgeber muss mindestens tariflich bzw. ortsüblich sein. Die Arbeitnehmer können für die Dauer von zwei Jahren einen Zuschuss zum neuen Gehalt erhalten. Der Zuschuss beträgt im ersten Jahr 50 Prozent und im zweiten Jahr 30 Prozent der monatlichen Nettoentgeltdifferenz. Rechtsgrundlage: §421j SBG III

                    Quelle:
                    http://www.ba-arbeitgebernews.de/archiv/2564.pdf
                    • Antwort von Lеіһаrbеіtеr 3
                      Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
                      Liebe/-r Experte/-in,
                      Mein Lebenspartner hat nach längerer Arbeitslosigkeit und
                      2-jährigem Hartz-IV-Bezug nun endlich wieder eine Stelle in
                      seinem erlernten Beruf. Da er
                      bereits 54 Jahre alt ist, hat ihm die Personalchefin bei der
                      Einstellung mitgeteilt, dass das Arbeitsamt bei über
                      50-jährigen Neueingestellten dem Arbeitgeber einen gewissen
                      Zuschuss für ein Jahr gewährt.

                      Nun haben wir aber gehört, dass dieser Zuschuß vom Arbeitsamt
                      für ein Jahr nur dann gewährt wird, wenn der Arbeitnehmer
                      mindestens 2 Jahre für die Firma tätig ist.

                      Kann mir jemand sagen, ob diese Aussage tatsächlich zutrifft
                      und evtl. nachlesen kann?

                      Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
                      Hallo und sorry dass ich erst heute antworten kann. Es gibt mehrere Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber wenn Sie Arbeitnehmer einstellen. Dazu gehört auch, ein Förderprogramm für die Einstellung von älteren Arbeitnehmern. Dabei können!, nicht müssen!!!, die Arbeitsämter einen Lohnzuschuß an den Arbeitgeber zahlen. Dieser ist unterschiedlich hoch und auch unterschiedlich lang. Beantragen kann den nur!!!! der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer erhält dann einen Bescheid von z.B. dem Arbeitsamt. Aber den Lohnzuschuß gibt es nicht mal ebenso. Der ist an strenge Bedingungen geknüpft und muß bei Nichteinhaltung zurückgezahlt werden. Und wenn der Arbeitnehmer schuld trägt, dass ein gefördertes Arbeitsverhältnis wieder gelöst wird, dann könnte es auch passieren (und ist auch schon), dass der Arbeitnehmer dann die Fördergelder zurückzahlt. Ziel einer Förderung ist, ein dauerhaftes unbefristetes Arbeitsverhältnis. Eine gewisse Vorsicht ist da bei "Leih- und Zeitarbeitsfirmen" angebracht! Du selbst, hast keinerlei Möglichkeiten, um Einfluß zu nehmen, auf Beantragung von Fördergeldern für Lohnkostenzuschüße.

                      Wichtig ist auch, dass die Arbeitgeber solche Förderanträge vor!!! der Arbeitsaufnahme stellen. Detaillierte Antworten bekommst Du bei den Arbeitsämtern, Kranken- und Rentenversicherungsträgern, aber auch bei der kostenlosen Rechtsberatung Deiner Gewerkschaft.

                      Ich hoffe, dass ich Dir mit dieser Antwort weiterhelfen konnte.
                      • Antwort von аnѕеmаnn (abgemeldet) 1
                        Re: Gibt es einen einjährigen Zuschuß für neueingestellte ältere Arbeitnehmer, wenn sie mindestens
                        Hallo, Martin

                        1. Ich war 2 Monate im Ausland und komme daher erst heute dazu, mich zu äußern.

                        2. Nach dem Rechtsberatungsgesetz ist es Privatpersonen nicht gestattet, im Einzelfall Rechtsberatung zu gewähren. Dazu sind vielmehr nur Rechtsanwälte und bestimmte Organisationen befugt (z. B. Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände).

                        Dies vorausgeschickt, nehme ich zu der geschilderten Problematik lediglich allgemein und nur beispielhaft Stellung.

                        Wenn ein Arbeitgeber einen Langzeitarbeitslosen einstellen und einen Zuschuss von der Arbeisagentur haben möchte, ist dies vorher zu beantragen, nicht erst während des bestehenden Arbeitsverhätnisses, erst recht nicht erst nach 2 Jahren.

                        Die Entscheidung der Agentur ist eine Kann-Entscheidung, der Zuschuss kann also nicht erzwungen bzw. eingeklagt werden. Die Beantragung ist Sache des Arbeitgebers.

                        Ich hoffe, etwas zur Klärung beigetragen zu haben.

                        ansemann