Elektronik
Von: Μаrkuѕѕ, 4.1.2011 14:47 Uhr
Hallo.

Ich habe seit 7 Jahren eine Solar-Armbanduhr, mit der ich bisher sehr
zufrieden war. Dann trug ich sie einige Zeit nicht, bevor ich sie wieder
'entdeckt' hatte.
Ich habe sie dann für einige Tage ins Licht gelegt. Aber nun stelle ich
fest, dass sie (im Gegensatz zu früher) einige Minuten falsch geht
(Ja, nachdem ich sie gestellt hatte...!).
Kann es sein, dass der Akku der Armbanduhr hinüber ist?
Wäre es teuer, ihn auszutauschen?

Vielen Dank
Markuss



  1. Antwort von Dеr Rеné (abgemeldet) 1
    Re: Akku einer Solar-Armbanduhr austauschen ?
    Hallo,
    Akkus längere Zeit zu ignorieren bekommt denen selten. Der könnte tiefentladen sein.
    Ich habe aber keine Ahnung, welche Akkus da überhaupt verwendet wurden. Ich denke eher, daß da ein Kondensator (für ein paar Tage Gangreserve ist der auch nicht zu groß) und eine normale Batterie drin ist. Je nach Schaltung könnte dann die Uhr durchaus langsamer laufen, wenn die Batterie leer ist.
    Je nach Batterietyp (es gibt auch welche, die kosten selbst schon mehr als 10 Euro) kostet das tauschen incl. Batterie und Entsorgung der alten in einem Fachgeschäft um 10 Euro, Fragen sollte erstmal gar nichts kosten.

    Cu Rene
    6 Kommentare
    • Heißt das...
      ..., dass Solaruhren eine Batterie (und keinen Akku) drinhaben...?
    • von Rосһuѕ Vоndrаn (abgemeldet) 0
      Re: Heißt das...
      Hallo Markuss

      Sowohl, als auch. Es gibt "Solaruhren" die haben eine einmal Energiequelle, auch Batterie genannt. In gleicher Größe gibt es diese Knopfzellen auch als wiederaufladbare Zellen, Akkus.
      Das ist soweit alles nicht schlimm.
      Tatsache ist aber auch, dass in unseren Breiten zwischen ca. Sept und März auf keinen Fall genug Strahlung einfällt, um neben dem Uhren Betrieb auch noch den Akku zu laden. Dazu kommt der erwähnte "langärmeleffekt".
      Aber auch in sonnenverwöhnten Breiten, z.B. kanarische Inseln, sind die Anwender von Solartechnologie schon böse aus den Energiespar- und grüne Welt- Träumen gerissen worden.
      Das Energie-Leben ist eben nicht wie hätten sie es gern, sondern was können sie reintun.

      Gruß
      Rochus
    • Re^2: Heißt das...
      Hi, Tatsache ist aber auch, dass in unseren Breiten zwischen ca.
      Sept und März auf keinen Fall genug Strahlung einfällt, um
      neben dem Uhren Betrieb auch noch den Akku zu laden. Dazu
      kommt der erwähnte "langärmeleffekt".
      Meine Uhr hat eine Dunkelgangreserve von etwa einem halben Jahr und läuft das ganze Jahr über absolut zuverlässig, schon seit über sechs Jahren.

      Der im Sommer aufgeladene Akku reicht für den ganzen Winter. Abgesehen davon wird die Uhr auch bei normaler Raumbeleuchtung geladen, es muß nicht die Sonne draufscheinen. Mein Urmacher hat mir mal gesagt, daß er eine entladene Uhr nur mit dem Licht einer Kerze zum Laufen bekam; eine Ladung des Akkus fand dabei allerdings nicht mehr statt ;-)


      Gruß S
    • von Dеr Rеné (abgemeldet) 0
      Re: Heißt das...
      Hallo,
      so lange keiner reingeschaut hat (auf der Seite des Herstellers könnte da natürlich auch was dazu stehen), können wir alle nur spekulieren.
      Ich denke aber nicht, daß es die bereits erwähnten, aufladbaren Knopfzellen vor 7 Jahren schon gab.
      Ob die Batterie ohne Solar 2,3,4,... Jahre (an die Experten - ich weiß, daß es inzwischen welche gibt, die deutlich länger halten) oder mit Solar 5,6,7,... Jahre hält, macht natürlich einen Unterschied.
      Bei meinem Solar-Taschenrechner (ohne Batterie!) hat die Solarzelle nach etwa 10-15 Jahren spürbar nachgelassen (das ist bei Solarzellen ganz normal), reicht aber bei gutem Licht noch. Inzwischen ist er 25 Jahre alt und nun streikt auch die Mechanik an manchen Stellen.

      Cu Rene
    • Re^2: Solarzelle und normale Batt. gibts nicht!
      Hi, so lange keiner reingeschaut hat (auf der Seite des
      Herstellers könnte da natürlich auch was dazu stehen), können
      wir alle nur spekulieren.
      Ich denke aber nicht, daß es die bereits erwähnten,
      aufladbaren Knopfzellen vor 7 Jahren schon gab.
      Leute, nun hört doch mal auf, hier so einen Quatsch zu schreiben. Solaruhren sind doch ein alter Hut, die werden auch in Deutschland schon seit vielen Jahren hergestellt (Junghans).

      Solaruhren mit normaler Batterie dagegen gibt es sicherlich nicht, denn das wäre ziemlich sinnfrei. Ein Taschenrechner mit Solarzelle wird üblicherweise hauptsächlich betrieben, wenn man Tastatur und Anzeige sehen kann, also genug Licht für ne Solarzelle da ist. Daher ist reiner Solarzellenbetrieb mit Stützbatterie sinnvoll. Eine Uhr dagegen läuft die meiste Zeit im Dunkeln (lange Ärmel, Nacht, Winter), daher macht eine Solarzelle nur Sinn, wenn sie in den kurzen Zeiten, in denen Licht draufkommt, ihren Strom in einem Akku speichern kann. Ansonsten wäre der Aufwand für ne Solarzelle doch völlig übertrieben.

      Lt. Produktinformationen zu meiner Uhr gelten z. B. folgende Zeiten
      Akkuladezeit von Null bis voll:
      Im freien, sonnig: 7 Stunden
      Im freien, bewölkt: 14 Stunden
      Innen, Raumbeleuchtung: 46 Stunden.
      Gangreserve mit vollem Akku: 180 Tage.

      Man sieht also, daß die Solarzelle genug Power liefert, um die Uhr betreiben zu können.

      Gruß S
    • von Dеr Rеné (abgemeldet) 0
      Re^3: Solarzelle und normale Batt. gibts nicht!
      Hallo,
      ich bin kein Uhrenexperte und die Qualität des Links kann ich nciht beurteilen, aber schau mal http://uhrforum.de/junghans-berlin-mega-solar-cerami... an.
      Es soll also durchaus vorkommen, daß da Batterien verwendet werden. In anderen Quellen sind Goldcaps (also Kondensatoren) genannt, wie ich schon in der ersten Antwort vermutet habe. Kombinationen gibt es aber wohl nicht, da lag ich daneben :-(

      Cu Rene
  2. Antwort von duсk313 0
    Re: Akku einer Solar-Armbanduhr austauschen ?
    Hallo !

    Nein,teuer ist das sicher nicht,denn es handelt sich bestimmt um eine gewöhnliche Knopfzelle,wie in jeder Quarzuhr auch.
    Die Solarzelle versorgt die Uhr,wenn Licht darauf fällt,so wie bei den Taschenrechnern mit Solarzelle und Batterie.

    Wenn Du die Uhr nicht selbst öffnen kannst,empfehle ich den Batteriewechselservice eines Uhrengeschäftes( ca. 5€ incl. Batterie),die haben auch die passende Batterie da.

    MfG
    duck313
    9 Kommentare
    • Und ich dachte...
      ..., Solargeräte (Uhren, Taschenrechner) kommen OHNE Batterie aus...!
      Das klingt verrückt.
    • von duсk313 0
      Re: Und ich dachte...
      Hallo !

      Und wie würden die dann im Dunkeln weiterlaufen ?
      Dann springt die Batterie ein.
      Akkus und Kondensatoren(Goldcaps) sind im Vergleich zu Knopfzellen riesig,die passen nicht rein.
      Ohne Batterie arbeitet wohl auch die Versorgung mit Solarzelle nicht richtig.

      MfG
      duck313
    • Re^2: Und ich dachte...
      Hi. Und wie würden die dann im Dunkeln weiterlaufen ?
      Mit Langlauf-Skiern?
      Mit Akku?
      Mit Kondensator? Dann springt die Batterie ein.
      Akkus und Kondensatoren(Goldcaps) sind im Vergleich zu
      Knopfzellen riesig, die passen nicht rein.
      Echt, ja?
      Ich dachte, so etwas wär miniaturisierbar (wie bei den Batterien). Ohne Batterie arbeitet wohl auch die Versorgung mit Solarzelle
      nicht richtig.
      Klingt verrückt und widersinnig, da man doch durch die Solartechnik
      den Verbrauch und das Benutzen von Batterien (= umweltschädlicher Müll) vermeiden will. So erscheint es mir jedenfalls.

      Nun gut.
      Wieder etwas gelernt.
      Und ein Stück enttäuscht.

      Gruß
      Markus
    • von duсk313 0
      Re^3: Und ich dachte...
      Hallo nochmals !

      Durch die Kombi Solar/Batterie hält die Batterie aber viel länger als bei reinem Batteriebetrieb.
      Eine reine Batterieuhr kann ca. 5 Jahre laufen.
      Bei Solarunterstützung kann es wesentlich länger(lebenslänglich,der Uhr!) sein.
      Schau Dir mal Akkus für Hörgeräte an,wesentlich kleinere kenne ich nicht und dann schau Dir Deine Uhr an,ob die wegen des flachen Gehäuses dafür Platz hätte.
      Ein Akku hat nicht die Langzeitqualität einer Batterie.
      Die Kondensatoren mit extrem hoher Kapazität(Goldcaps) sind noch größer als die Hörgeräte-Akkus,die passen in keinem Fall.
      Sie müßte ja die Dunkelphase der Uhr puffern,nur wie lange soll das garantiert werden,je länger,desto größer müßten sie sein.

      MfG
      duck313
    • Re^4: Und ich dachte...
      Hallo nochmals !

      Durch die Kombi Solar/Batterie hält die Batterie aber viel
      länger als bei reinem Batteriebetrieb.
      Eine reine Batterieuhr kann ca. 5 Jahre laufen.
      Bei Solarunterstützung kann es wesentlich
      länger(lebenslänglich,der Uhr!) sein.
      Nein, siehe mein Beitrag weiter unten. Ich bin mir ziemlich sicher, daß es batteriebetriebene Uhren mit Solarunterstützung nicht gibt.

      Gruß S
    • Re^2: Und ich dachte...
      Hallo, Und wie würden die dann im Dunkeln weiterlaufen ?
      Dann springt die Batterie ein.
      oder der Akku. Akkus und Kondensatoren(Goldcaps) sind im Vergleich zu
      Knopfzellen riesig,die passen nicht rein.
      Das ist falsch. Ich habe eine ältere Citizen Solar, in der ein Akku ist, der auch nicht größer als die handelsüblichen Knopfzellen ist, aber 15-30€ kostet.

      Gruß
      Pontius
    • Re^2: Keine normale Knopfzelle
      Hi,
      Nein,teuer ist das sicher nicht,denn es handelt sich bestimmt
      um eine gewöhnliche Knopfzelle,wie in jeder Quarzuhr auch.
      Die Solarzelle versorgt die Uhr,wenn Licht darauf fällt,so wie
      bei den Taschenrechnern mit Solarzelle und Batterie.

      Nein, das stimmt nicht. In meiner Citizen-EcoDrive-Uhr beispielsweise ist ein Akku eingebaut, der eine Gangreserve von 180 Tagen erlaubt. Anders würde die Solarzelle auch keinerlei Sinn machen, denn im Winter in der "Lange-Ärmel-Zeit" kommt nur selten Licht auf die Solarzelle und die Uhr würde immer auf Batterie laufen. Auf die paar Tage, an denen genug Licht hinkommt, käme es dann auch nicht mehr an.

      Wer's genauer wissen will:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Citizen_Eco-Drive

      @Ursprungsposter: Wenn Deine Uhr längere Zeit im Dunkeln lag, könnte der Akku tatsächlich hinüber sein. Wie viel ein Austausch kostet, kann ich nicht sagen, aber so ne Zelle ist sicher erheblich teurer als eine normale Knopfzelle, da sie bei normaler Benutzung nicht ausgetauscht werden muß (lt. Citizen hat das Teil nach 20 Jahren noch 80 Prozent seiner Kapazität).

      Gruß S
    • von duсk313 0
      Re^3: Keine normale Knopfzelle
      Hallo !

      Interessanter Einwand von Dir,nehme ich gerne zur Kenntnis.
      Sieht so aus,als lag ich da falsch.

      Dieser Miniakku hat eine Dunkelreserve von 180 Tagen,hat dadurch offensichtlich eine viel geringere Kapazität wie eine Knopfzelle,die ja bis zu 5 Jahren durchhält.
      Der Stromverbrauch des Quarzwerkes wird ja vergleichbar sein.
      Da kann man sich schon vorstellen,daß er von der Größe so klein wie die Knopfzelle ist.
      Ob es da auch eine Tiefentladeschutz gibt?
      Das könnte nämlich dem Akku des Fragers zum Verhängnis geworden sein,die lange Dunkellagerung.

      MfG
      duck313
    • Re^4: Keine normale Knopfzelle
      Hi Da kann man sich schon vorstellen,daß er von der Größe so
      klein wie die Knopfzelle ist.
      Ob es da auch eine Tiefentladeschutz gibt?
      Das könnte nämlich dem Akku des Fragers zum Verhängnis
      geworden sein,die lange Dunkellagerung.

      Wir wissen ja bisher nicht mal den Hersteller der Uhr. Bei den Citizen-Uhren gibt es einen Hinweis, bevor die Zelle leer ist: Der Sekundenzeiger springt alle zwei Sekunden jeweils zwei Sekunden weit. Dann soll die Uhr noch für drei Tage Strom haben. Hab ich aber noch nie erlebt.

      Ich tippe auch auf kaputten Akku. Die falsche Uhrzeit soll vielleicht anzeigen, daß nicht genug Spannung da ist.

      Gruß S