Elektronik
Von: dermobb, 4.3.2010 21:12 Uhr
Hallo Forum,

habe leider Probleme mit einer Diodenschaltung:

Netz: 5V DC (USB)
Dioden: IR-EMITTER SFH487P T1 (3 Stück in Reihe)
Vorwiderstand: 20 Ohm; 0,6 W; 1%

Ich wollte mir ein Basecap für Freetrack basteln (wenn unbekannt einfach googeln). Als ich die Schaltung erwartungsvoll testete, musste ich feststellen, das sie es nicht tut. Habe dann alle LEDs durch Wiederstandsmessung mit dem Multimeter kontrolliert und alle haben "unendlichen" Widerstand in BEIDE Richtungen. Futsch???

Die Reihenschaltung passt, das habe ich mehrfach kontrolliert und der USB Port liefert konstant die 5V. Wenn ich das Datenblatt der LEDs richtig deute, müssten die LEDs mit 100 mA ungepulstem Dauerstrom umgehen können. Warum sind dann nur die LEDs kaputt? Ich denke nicht, dass ich sie kaputtgelötet habe, weil ich mich dabei beeilt habe - und dann gleich alle drei? Oder sind die sooo empfindlich?

Naja, bevor ich den nächsten Schwung LEDs schrotte wollte ich hier nochmal fragen, ob mir jemand Tips geben kann. Was könnte die Ursache für das Scheitern sein, worauf sollte ich das nächste mal achten...
Eins weiß ich jetzt schon: vor dem Löten die LEDs kontrollieren.

Profis tretet bitte hervor!
Dank und Gruß

Nils



  1. Antwort von Jens 0
    Re: Hilfe bei Fehlerfindung Diodenschaltung
    Hallo Forum,

    habe leider Probleme mit einer Diodenschaltung:

    Netz: 5V DC (USB)
    Dioden: IR-EMITTER SFH487P T1 (3 Stück in Reihe)
    Vorwiderstand: 20 Ohm; 0,6 W; 1%

    Ich wollte mir ein Basecap für Freetrack basteln (wenn
    unbekannt einfach googeln). Als ich die Schaltung
    erwartungsvoll testete, musste ich feststellen, das sie es
    nicht tut. Habe dann alle LEDs durch Wiederstandsmessung mit
    dem Multimeter kontrolliert und alle haben "unendlichen"
    Widerstand in BEIDE Richtungen. Futsch???
    wie hast du die leds getestet? in der applikation? am besten mal die schaltung posten.

    sehen kannst du das licht ja nicht. als hilfe kann man billige webcams, digicams oder handy-kameras benutzen. die haben meistens keine ir-filter. ob die kamera das wahrnehmen kann testet man am einfachsten mit einer normalen fernbedienung. einfach die diode vor die linse halten und einen knopp drücken. dann sollte die diode im display blinken. falls du es in der applikation getestet hast, schau mal mit ner kamera, ob die leds funktionieren. nicht, dass du die schaltung in verdacht hast, aber der fehler woanders sitzt...
    Die Reihenschaltung passt, das habe ich mehrfach kontrolliert
    und der USB Port liefert konstant die 5V. Wenn ich das
    Datenblatt der LEDs richtig deute, müssten die LEDs mit 100 mA
    ungepulstem Dauerstrom umgehen können. Warum sind dann nur die
    LEDs kaputt? Ich denke nicht, dass ich sie kaputtgelötet habe,
    weil ich mich dabei beeilt habe - und dann gleich alle drei?
    Oder sind die sooo empfindlich?
    100mA als max. rating. das ist nicht als dauerhafter betriebszustand zu verstehen! man sollte die max ratings eigentlich nicht dauerhaft nutzen. und ja, da du sie in reihe geschaltet hast, kannst du mit einem versuch alle drei killen. btw: sind sie denn richtig rum angeschlossen? und begrenzt du den strom irgendwie? z.b. durch einen vorwiderstand? ein usb-port kann immerhin 500mA rausdrücken. ich würde die leds einzeln an eine spannungsquelle anschliessen. nehmen wir einfach die 5V. dann sollte da ein widerstand von vielleicht 500R-2k vor die diode. das ergibt dann ca. 2-8mA für die diode. damit sollte sie "leuchten". schliesst du sie direkt an, evt. an eine batterie, killst du sie mit hoher wahrscheinlichkeit.
    Naja, bevor ich den nächsten Schwung LEDs schrotte wollte ich
    hier nochmal fragen, ob mir jemand Tips geben kann. Was könnte
    die Ursache für das Scheitern sein, worauf sollte ich das
    nächste mal achten...
    Eins weiß ich jetzt schon: vor dem Löten die LEDs
    kontrollieren.
    guter plan. und am besten einen vorwiderstand benutzen.
    2 Kommentare
    • von j-g-s 0
      Re^2: Hilfe bei Fehlerfindung Diodenschaltung
      Wenn man LEDs verpolt halten die maximal 5V Sperrspannung aus dann sind die hin.
      Anderseits darf der Strom in Durchlassrichtung auch nicht zu gross werden,
      sonst gehen sie auch kapput.
      Letztlich kann man sie auch beim Löten um bringen..
    • von dermobb 0
      Re^2: Hilfe bei Fehlerfindung Diodenschaltung
      wie hast du die leds getestet? in der applikation?
      ja, einfach in beide richtungen mit einem multimeter die widerstände an den fußkontakten der leds gemessen. 100mA als max. rating. das ist nicht als dauerhafter
      betriebszustand zu verstehen! man sollte die max ratings
      eigentlich nicht dauerhaft nutzen.
      nach meinem verständnis ist der vorwärtsstrom von 100 mA dauerhaft zulässig. der stoßstrom beträgt 2,5 A. es handelt sich hier um eine infrarot led. bitte meine vermutung nochmal bestätigen oder wiederlegen.
      http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/1500... btw: sind sie denn richtig rum angeschlossen?
      nein, das ist wohl letztendlich der fehler gewesen. bei dieser led ist das lange beinchen "-". was für eine pleite... da habe ich leider nicht drauf geachtet, sondern bin von den mir bekannten leds ausgegangen -> schlecht! und begrenzt du
      den strom irgendwie? z.b. durch einen vorwiderstand?
      ja, siehe ersten post

      danke für deine antwort und auch die antworten der weiteren poster!
  2. Antwort von J ~ 0
    Re: Hilfe bei Fehlerfindung Diodenschaltung
    Moin, Ich wollte mir ein Basecap für Freetrack basteln (wenn
    unbekannt einfach googeln).
    LOL, der war gut...

    VG
    J~
    • Antwort von Uwi 0
      Re: Hilfe bei Fehlerfindung Diodenschaltung
      Hallo, Netz: 5V DC (USB)
      Dioden: IR-EMITTER SFH487P T1 (3 Stück in Reihe)
      Vorwiderstand: 20 Ohm; 0,6 W; 1%
      Das sollte so weit eigentlich in Ordnung sein.
      Diese IR-ED sind eigetlich sehr robust und halten eine Menge aus.

      Nur beim Löten darf man die Pins nicht verbiegen, weil die
      sonst im Gehäuse kaputt gehen können.

      Mit 20 Ohm Vorwiderstand sollten auch nur 25-50mA fließen.
      Nehme aber zur Sicherheit lieber erstmal 33-47 Ohm als
      Vorwiderstand. Die Flußpannung sollte dann um 1,5...1,6V liegen.

      Bei Verpolung fließt natürlich kein Strom, aber kaputt gehen die
      Dinger bei 5V noch lange nicht, so wie es behauptet wurde.

      Allerdings gibt es bei der Polung von IR-ED eine kleine Falle.
      Sonst ist es üblich, dass das längere PIN an PLUS kommt, aber
      bei diesen IR-ED ist es oft genau umgekehrt.

      Wenn du die einzeln an 5V prüfst, nimm ca. 220 Ohm als Vorwiderstand.
      Ob die funktionieren, kann man mit jeder VideoCam oder DigiCam
      testen. Bei totaler Dunkelheit sieht man den Chip aber auch ganz
      schwach leuchten. Aber nicht zu dicht ans Auge ran gehen.
      Die senden doch schon einiges an Leistung, was da Auge schädigen
      kann, vor allem weil man es nicht sieht.
      Gruß Uwi Ich wollte mir ein Basecap für Freetrack basteln (wenn
      unbekannt einfach googeln). Als ich die Schaltung
      erwartungsvoll testete, musste ich feststellen, das sie es
      nicht tut. Habe dann alle LEDs durch Wiederstandsmessung mit
      dem Multimeter kontrolliert und alle haben "unendlichen"
      Widerstand in BEIDE Richtungen. Futsch???

      Die Reihenschaltung passt, das habe ich mehrfach kontrolliert
      und der USB Port liefert konstant die 5V. Wenn ich das
      Datenblatt der LEDs richtig deute, müssten die LEDs mit 100 mA
      ungepulstem Dauerstrom umgehen können. Warum sind dann nur die
      LEDs kaputt? Ich denke nicht, dass ich sie kaputtgelötet habe,
      weil ich mich dabei beeilt habe - und dann gleich alle drei?
      Oder sind die sooo empfindlich?

      Naja, bevor ich den nächsten Schwung LEDs schrotte wollte ich
      hier nochmal fragen, ob mir jemand Tips geben kann. Was könnte
      die Ursache für das Scheitern sein, worauf sollte ich das
      nächste mal achten...
      Eins weiß ich jetzt schon: vor dem Löten die LEDs
      kontrollieren.

      Profis tretet bitte hervor!
      Dank und Gruß

      Nils