Elektronik
Von: Tommy1977 (abgemeldet), 7.8.2009 13:56 Uhr
Hallo,

ich habe eine Sperrwandlerschaltung gebaut, die mit einem UC2845 (Current Mode PWM) geregelt wird. Laut Datenblatt darf eine negative Spannung am Isense-Eingang -0,3V nicht unterschreiten. In meiner Schaltung gibt es am Messwiderstand aber solche negativen Spannungsspitzen (ca. -1V). Ich habe einen Snapshot von meinem Oszi hochgeladen:

http://www.gmx.de/mc/gjDYRKv0wiEVu5k6hgbT2JPr8whTlt

Wie kann ich den IC-Eingang davor schützen? Es gibt ja keine Z-Dioden für so geringe Spannungen, oder?

Vielen Dank!

Gruß,
Thomas



  1. Antwort von Stefan Dewald 0
    'Normale' Diode
    Wie kann ich den IC-Eingang davor schützen? Es gibt ja keine
    Z-Dioden für so geringe Spannungen, oder?
    Was spricht gegen eine "normale" Diode die die Überspannung in Durchlassrichtung kurzschließt. D.h. entweder Standard-Silizium oder noch sicherer als Schottky-Diode.

    Je nach Schaltfrequenz und Anstiegsgeschwindigkeit der Spikes sind noch Geschwindigkeit und Kapazität der Diode in Betracht zu ziehen.


    Gruß

    Stefan
    3 Kommentare
    • von Tommy1977 (abgemeldet) 0
      Re: 'Normale' Diode
      Was spricht gegen eine "normale" Diode die die Überspannung in
      Durchlassrichtung kurzschließt. D.h. entweder
      Standard-Silizium oder noch sicherer als Schottky-Diode.
      Hallo Stefan,

      ich kenne keine Diode, die einen geringeren Spannungsabfall als 0,3V hat. Ich könnte natürlich eine Diode in Durchlassrichtung in den Primärkreis setzen, die alle negativen Spannungen blockt. Aber den Leistungsverlust wollte ich mir eigentlich sparen...

      Oder habe ich was falsch verstanden?

      Gruß,
      Thomas
    • von achs (abgemeldet) 0
      Re^2: 'Normale' Diode
      Hallo Thomas

      Ohne jetzt Deine Schaltung zu kennen:
      1) sind die Spannungen wirklich so negativ, oder siehst Du evt. nur ein OSZI-Masse-Messproblem?

      2) was für einen Innenwiderstand hat die Messspannung, also wieviel m.A würden z.B. im Kurzschlussfall gegen Masse fließen?

      Meist helfen 2 unterschiedliche Ansätze:
      1) Klemm-Diode wie von Stefan vorgeschlaten von Masse --|>|-- Messeingang. Dann sollten Spannungen < -0.3V nicht mehr auftreten

      2) Oft sind die Klemm-dioden prozessbedingt schon integriert. Dann gilt es "nur" den Strom zu begrenzen. Die Angabe "nicht > -0.3V anlegen" meint dann, dass bei z.B. -0.5V intern hohe Ströme fließen, während z.B. -10V mit 10k Serienwiderstand o.k. sínd.

      gruß
      achim
    • von Tommy1977 (abgemeldet) 0
      Re^3: 'Normale' Diode
      Meist helfen 2 unterschiedliche Ansätze:
      1) Klemm-Diode wie von Stefan vorgeschlaten von Masse --|>|--
      Messeingang. Dann sollten Spannungen < -0.3V nicht mehr
      auftreten

      2) Oft sind die Klemm-dioden prozessbedingt schon integriert.
      Dann gilt es "nur" den Strom zu begrenzen. Die Angabe "nicht >
      -0.3V anlegen" meint dann, dass bei z.B. -0.5V intern hohe
      Ströme fließen, während z.B. -10V mit 10k Serienwiderstand
      o.k. sínd.
      Hallo Achim,

      vielen Dank für die Antwort. Jetzt kapier ich das. Dann werde ich das mit der Diode mal ausprobieren. Einen 1k Serienwiderstand habe ich automatisch mit eingebaut, weil das in einer Beispiel-Schaltung auch so war. Vielleicht war das Problem dadurch schon gelöst. Hatte mich doch irgendwie schon gewundert, dass da nix kaputt gegangen ist... :-)

      Gruß,
      Thomas