Existenzgründung
Von: Αnоnүm (abgemeldet), 3.1.2000 11:35 Uhr
Liebe Experten,

nach über 20 Jahren in der gesetzl. Rentenversicherung (davon > 10 Jahre max. Beiträge) stellt sich die Frage, wie die Altersvorsorge weiterhin zu betreiben ist:
gesetzliche (BfA) weiterzahlen und/oder private Alterversorgung?

Mir geht es in dieser Phase (noch) nicht um konkrete Angebote seitens der privaten Versicherungswirtschaft, sondern vielmehr um eine grundsätzliche Betrachtung/Einschätzung.

Vielen Dank für Tipps und munter bleiben

Hubert



  1. Antwort von Uwе Ρrоbѕt 0
    Re: Altersversorgung für Existenzgründer
    Hi Hubert,

    Mein Vorschlag:

    erkundige Dich bei der BFA nach den Mindestbeiträgen und lege das eingesparte monatliche Geld in Aktienfonds an.

    Ciao

    Uwe
    • Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 0
      Re: Altersversorgung für Existenzgründer
      Guten Tag Hubert,

      Deine Angaben sind leider nicht ausreichend genug, um Dir auch nur eine annähernd vernünftige und richtige Antwort geben zu können. Es ist m. E. nach daher auch verfrüht, mit irgendwelchen Empfehlungen aufzuwarten.

      Die Frage sollte zunächst nicht sein, was soll ich machen, sondern was will ich (Du) erreichen!

      Mit Deiner Beitragszahlung zur GRV hast Du Dir bestimmte Rentenanwartschaften erworben, die u.a. in Abhängigkeit Deiner bisherigen Beitragszahlung stehen. Da stehen Altersrenten, Renten für eine evtl. Minderung der Erwerbsfähigkeit und Hinterbliebenenrenten zur Debatte. Einerseits dürften die Anwartschaften trotz ca. 20 Jahre Beitragszahlung noch vergleichsweise gering sein, andererseits kann es sich in bestimmten Bereichen, z.B. zur Anspruchserhaltung, dennoch lohnen weiterhin Beiträge zu zahlen. Dies wäre m. E. nach erst einmal zu klären, bevor Du Dir über den Rest weitere Gedanken machst.

      Für die weitere Vorgehensweise kann ich Dir nur folgende Empfehlungen geben.

      1. Ermittlung des Ist-Standes

      1.1 Fordere von der BfA einen aktuellen Versicherungsverlauf (Auszug aus Deinem Rentenkonto) an.
      1.2 Prüfe, ob dieser Verlauf vollständig ist. Die wenigsten Rentenkonten sind nach dem aktuellen Gesetzesstand geklärt. Oft fehlen Schulzeiten nach dem 17. Lebensjahr, die Zeiten der beruflichen Ausbildung (Lehrzeit) sind zwar in aller Regel gemeldet, aber noch nicht als solche gekennzeichnet usw., usw., usw.
      1.3 Laß Dir auf der Basis des kompletten Versicherungsverlaufs eine Berechnung aller (!) Deiner Rentenanwartschaften erstellen.
      1.4 Erst dann ist eine sachlich richtige Beurteilung über die zu empfehlende künftige Vorgehensweise möglich. Es kann sein, dass eine weitere Beitragszahlung keinen Sinn mehr macht; es kann aber auch sein, dass auf jeden Fall weiterhin Beiträge gezahlt werden sollten, um keine Ansprüche zu verlieren usw.
      1.5
      Dann wäre zu ermitteln, welche sonstigen privaten Absicherungen bereits bestehen und welche Werte sich daraus für das Alter, den evtl. Fall einer Berufs-oder Erwerbsunfähigkeit oder für den evtl. Todesfall ergeben.

      2. Nach Abschluss der Ist-Stands-Ermittlung machst Du Dir Gedanken über den Soll-Stand.
      Was benötigst Du

      2.1 im Alter
      2.2 im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit
      2.3 zur Absicherung Deiner Familie (sofern vorhanden)

      für Renten usw..

      Dabei zu berücksichtigen wären Dein Beruf, der Dein Alter, der Familienstand, Deine finanziellen Möglichkeiten usw.

      3. Bedarfsermittlung

      Dein persönlicher Bedarf in den einzelnen Bereichen ergibt sich, wenn Du den Ist-Stand vom Soll-Stand abziehst.
      und da dürfte sich einiges an Handlungsbedarf ergeben.

      4. Erst jetzt, und wirklich erst jetzt (!) suchst Du zur Deckung des Bedarfs nach entsprechenden gewinnbringenden und tragbaren Lösungen.
      Evtl. wirst Du feststellen, dass der erforderliche Aufwand gemessen an Deinen finanziellen Möglichkeiten zu hoch ist.
      Ja, dann musst Du leider abspecken - Deinen Bedarf senken in der Gewissheit, dass im Bedarfsfall der Lebensstandard in der bisherigen Qualität nicht aufrecht erhalten werden kann.

      Es bringt nichts, aber auch wirklich nichts, vorher über den Sinn und Unsinn der vielen Möglichkeiten der Altersvorsorge etc. zu diskutieren oder Empfehlungen zu geben.
      Wenn das Ziel nicht feststeht, dann nützt es nicht viel, sich über den Weg Gedanken zu machen.

      In Versorgungsangelegenheiten der Weisheit von Herrn G. "Der Weg ist das Ziel" zu folgen, ist in aller Regel der erste Schritt auf dem Weg zum Sozialamt, im Alter, bei BU/EU oder für Deine Frau, falls Du vorzeitig vom Ableben Gebrauch machen solltest.

      Jetzt solltest Du handeln!

      Gruß
      WALTER HUETTENHAIN
      • Antwort von ріlwаt, rоlf 0
        Re: Altersversorgung für Existenzgründer
        Frage mal Deine zuständige IHK oder HWK
        PiRo [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
        • Antwort von аntаl 0
          Re: Altersversorgung für Existenzgründer
          Ha ha, das sind mir die richtigen existenzgründer, die mal als erstes an die Altersversorgung denken... [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
          2 Kommentare
          • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
            Re^2: Altersversorgung für Existenzgründer
            Hi anatal,

            Deine Ansicht in allen Ehren - was spricht gegen einen "richtigen" Existenzgründer, der an die Altersversorgung (besonders für die Familie) denkt?

            Wenn Du Harakiri bevorzugst, habe ich mit Deiner Entscheidung kein Problem. Ich würde mich aber kaum derart unqualifiziert an einer Diskussion beteiligen, geschweige denn auf eine ernstgemeinte Frage antworten!

            Munter bleiben

            Hubert
          • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
            Re^2: Heh Super-Experte
            Hast Du auch etwas vernünftiges und hilfreiches im Sinne von W-W-W beizutragen?

            Kopfschüttelnder Gruß
            WALTER
        • Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 0
          Re: Altersversorgung für Existenzgründer
          Hi!
          Ich finde es auch arg,dass du ausgelacht wirst.Ich bin freiberufliche Lehrerin und verlasse mich nicht nur auf die staatliche Pension,weil die bis zu meinem Pensionsalter in 30 Jahren ziemlich klein sein wird,falls es sie noch gibt.Ich habe mich für eine Privatpension mit geringen Beiträgen entschieden-die Beiträge kann ich immer noch erhöhen.Aber je jünger ich beginne,desto niedriger natürlich die Beiträge.
          Beim Suchen der richtigen Versicherung hat mir der AWD(Allgemeiner Versicherungsdienst)geholfen,aber auch ein Versicherungsmakler hilft-und beides,ohne dass du dafür zahlst!Alles Gute-Dietlinde [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]