Handwerk & Hauswirtschaft allgemein
Von: Michaele, 30.8.2009 13:36 Uhr
Wir hatten einen Fachmann von der Verbraucherzentrale unsere Kellerwände prüfen lassen (wegen geplanter Kerndämmung - unsere Kellerwände haben auch eine Luftschicht)). Bohrung mit Messung hat hohe Feuchtigkeit bis ins Wohngeschoss ergeben, Bohrsand war klitschnass. Empfehlung: Sanierputz wegen sich bildenden Schimmel (wir hatten gerade neu verputzt + gemalt)oder Bohrlochinjektion, falls wir den Keller nutzen wollen.
Feuchtigkeit ist wohl aufsteigende Feuchtigkeit. Kellerwand ist von außen ungeschützt + kann nicht aufgegraben werden.
Hat jemand Erfahrung mit solcher Injektion und mit den Kosten?



  1. Antwort von erfinder und gründer 1
    Re: feuchte Kellerwände
    Hallo Michaele!

    Empfehle Dir trockenzulegen, und später erst mit Sanierputz oder einen anderen Putz zu arbeiten.

    mfg
    erfinder und gründer
    • Antwort von Christian Schulz-Giesdorf (abgemeldet) 1
      Re: feuchte Kellerwände
      Hallo,



      Also ein Fachmann war das nicht gerade, der Sanierputz gegen Schimmelbildung empfiehlt. Sanierputze sollen die freien Salze im Mauerwerk aufnehmen und damit die "freie" Abgabe dieser Salze an die Oberfläche verhindern.

      Eine Injektage alleine bringt auch nichts, da hier nur eine horinzontale Abdichtung erreicht wird. Man muss auch vertikal die Wand abdichten.

      Christian
      • Antwort von Klaus 1
        Re: Sanierung feuchter Kellerwände
        Hallo Michaele,
        wenn der "Fachmann" tatsächlich empfohlen hat, eine Injektion durchzuführen, damit kein Schimmel entsteht, dann bestehen meinerseit erhebliche Bedenken darüber, welchen Fachbereich der Herr abdeckt.
        Mit Sanierung hat das nichts zu tun. Der Gedanke an "die schnelle Mark" rückt dagegen in den Vordergrund.
        Grundsätzlich ist die Kunstharzinjektion ins Mauerwerk eine der vielen Maßnahmen, welche unter dem Begriff der Bautrockenlegung fallen. Aber: das eigentliche Problem, nämlich dér Lastfall wird nicht angegangen.
        Zu einer solchen Sanierung gehört nicht nur die Feststellug des Feuchtegehaltes. Auch der Salzgehalt im Mauerwerk sowie die Porenvolumen und Hohlräume, damit die Transportwege des Wassers, sind wichtige Parameter.
        Ein Sanierputz hat nur die Aufgabe, aus dem Erdreich oder dem mauerwerk mitgeführte Salze unschädlich zu machen. Sie kristallisieren nicht an der Oberfläche aus, sondern in den sehr großen Poren des Sanierputzes. Feuchtigkeit kann an die Raumluft abgegeben werden.
        Die Druckinjektion führt nicht zum Erfolg, wenn nicht das geeignete Porenvolumen im Mauerwerk vorhanden ist oder das Mauerwerk mit Salzen kontaminiert ist (besonders bei Altbauten und historischen Gebäuden).
        Das Injektionsverfahren kann keine Dränung ersetzen. Wie auch. Hierdurch wird Wasser vom Gebäude fern gehalten. Der erste Schritt bei anstehendem Wasser.
        Du siehst nun wahrscheinlich: Das Thema ist schwieriger, als vermutet. Auch wahrscheinlich von Deinem "Fachmann".
        --..--..--..--..
        Warnender Gruß: Klaus


        Wir hatten einen Fachmann von der Verbraucherzentrale unsere Kellerwände prüfen lassen (wegen geplanter Kerndämmung - unsere Kellerwände haben auch eine Luftschicht)). Bohrung mit Messung hat hohe Feuchtigkeit bis ins Wohngeschoss ergeben, Bohrsand war klitschnass. Empfehlung: Sanierputz wegen sich bildenden Schimmel (wir hatten gerade neu verputzt + gemalt)oder Bohrlochinjektion, falls wir den Keller nutzen wollen.
        Feuchtigkeit ist wohl aufsteigende Feuchtigkeit. Kellerwand ist von außen ungeschützt + kann nicht aufgegraben werden.
        Hat jemand Erfahrung mit solcher Injektion und mit den Kosten?