Bauhandwerk & Renovieren
Von: IM Naseweis, 12.7.2012 10:22 Uhr
Grüße Euch!

Ich will in einem Schuppen (140 qm) auf den sandigen Untergrund so 10 cm Ziegelbruch (0/45) als Fußboden festrütteln. Es soll halt ein etwas gleichmäßigerer Boden werden als am Sandstrand ;-)
Nun wollte ich gern mal wissen, wie schwer die Rüttelplatte für diese Arbeit sein sollte. Die gibt es ja so von 100 bis 500 kg.

Viele Grüße!
Naseweis



  1. Antwort von duck313 0
    Re: Wie schwer soll die Rüttelplatte sein?
    Hallo !

    Je schwerer desto besser,aber man muss so ein Monstrum ja auch ranschaffen und handhaben können. Also 100 kg wird m.E. bereits ausreichen,denn die Verdichtungsfunktion kommt von den Vibrationen plus Eigengewicht.

    Aber ob Ziegelbruch 0/45 mm überhaupt so ideal ist ?
    Aber der Unterbau muss auch stimmen,wenn später Fahrzeuge drauf stehen sollen.

    MfG
    duck313
    3 Kommentare
    • Re^2: Wie schwer soll die Rüttelplatte sein?
      Danke für die Hinweise!

      Hm, optimal ist der Schotter bestimmt nicht.
      Es soll halt besser sein als der gelbe Sand darunter, denn der bringt ja als Boden nur Probleme. Beton will ich nicht und wäre auch viel zu teuer.
      Ich denke mir, der Ziegelschotter wird halbwegs fest, so daß man nicht durch den Staub läuft, und auch Fahrzeuge nicht gleich Kuhlen graben. Das sollte doch gehen, oder wißt ihr was besseres, was nicht viel mehr Aufwand und Kosten bringt?

      Nebenbei, weiß jemand, um wieviel der geschüttete Schotter beim Abrütteln schwinden wird?

      Viele Grüße!
      Naseweis
    • von Edelherb 0
      Re^3: Wie schwer soll die Rüttelplatte sein?
      Hallo! Ich denke mir, der Ziegelschotter wird halbwegs fest, so daß
      man nicht durch den Staub läuft, und auch Fahrzeuge nicht
      gleich Kuhlen graben. Das sollte doch gehen, oder wißt ihr was
      besseres, was nicht viel mehr Aufwand und Kosten bringt?
      Ist sicher regional verschieden, wenn es bei Euch Sandboden gibt, wird ja wohl kein Steinbruch in der Nähe sein.
      Bei uns bin ich in der komfortabelen Lage, dass ich in 8 km Umgebung gleich 2 Steinbrüche habe, wo man auch richtigen Frostschutz für wenig Geld und wenig Fuhrlohn bekommt. Das wäre bestimmt besser. Nebenbei, weiß jemand, um wieviel der geschüttete Schotter
      beim Abrütteln schwinden wird?
      Schätze mal, 15 %.
      Ich denke mal, wenn Du den einfüllst, bei Deinen 14 m³, wird das etwa stimmen, wenn Du 14 m³ bestellst. Ist glaub ich die verdichtete Menge, die da gelifert wird.
      Aber so genau kannst Du das eh nicht ausmessen. Ich würde bei sowas erstmal einen Dreiachser voll bestellen, baue das ein, und dann kann man sich schon recht genau ausrechnen, welche Restmenge noch nötig ist, und die genau nachbestellen.
      Ist bei uns kein Problem, wenn ich da anrufe, dass ich noch 3,5 m³ brauche, und das vorher abgesprochen ist, hab ich das nach zwei Stunden.

      Ansonsten, einen kleinen Radlader wirst Du auch noch brauchen,
      zur Rüttelplatte wurde alles geschrieben,
      aber ich würde schon sagen, bei 140 m² eine große nehmen, sonst rüttelst Du da 3 Tage lang und krigst irgendwann eine Macke.
      Ich hatte mal, weil ich keine andere für einen Kasten Bier bekommen habe, eine 800 kg Rüttelplatte geliehen,
      auch das ist kein Problem, ist gutmütig und beherrschbar.
      Tipp:
      Das zu verdichtende Material, was auch immer es ist, muss leicht feucht sein,
      mit dem Gartenschlauch ev. wässern, die Rüttelplatte darf keinen Staub erzeugen, und keine Schlammwürste erzeugen, dann wäre es zu nass. Mal in einer Ecke ausprobieren.
      Fertig verdichtet ist, wenn die Rüttelplatte "springt",
      das merkst Du dann schon, die poltert dann richtig rum,
      das musst Du anstreben.

      Grüße, E !
    • von Edelherb 0
      Nachtrag:
      Die Bauarbeiter sagen immer, dass man möglichst eine Schicht so macht, dass sie 3 x so dick ist, wie die grösste Körnung,
      da wäre bei Deinen 10 cm also 0-32 mm ratsam,
      wenn es das als Recycling-Material gibt.

      Was auch super wäre, wenn bei Dir in der Nähe ein Asphaltwerk ist,
      bei uns bekommt man Asphaltrecycling manchmal mit Beziehung für 5 € / Tonne,
      damit kann man auch sehr schöne und haltbare Stellplätze bauen, besonders im Sommer, wenn es richtig warm ist.
      Damit hat einer bei uns im Ort einen kleinen Firmenparkplatz gebaut, oben als Decklage noch eine ganz dünne Schicht heissen Sand-Asphalt drauf, (das können die im Mischwerk machen),
      das sieht fast aus, wie eine Straße, und hält auch über Jahre.

      Grüße, E !
  2. Antwort von VIKTOR 0
    Re: Wie schwer soll die Rüttelplatte sein?
    Hallo, Ich will in einem Schuppen (140 qm) auf den sandigen
    Untergrund so 10 cm Ziegelbruch (0/45) als Fußboden
    festrütteln. Es soll halt ein etwas gleichmäßigerer Boden
    werden als am Sandstrand ;-)
    Nun wollte ich gern mal wissen, wie schwer die Rüttelplatte
    für diese Arbeit sein sollte. Die gibt es ja so von 100 bis
    500 kg.
    das Gewicht der Rüttelplatte ist nur bedingt für den
    Verdichtungserfolg zuständig.
    Es hängt auch vom Material, von der Dauer der Verdichtung und von
    der Stärke der zu verdichtenden Schicht ab.
    So leitet z.Bsp. Ziegelbruch die "Stoßwirkung" der Rüttelarbeit
    nicht so gut weiter wie harter grober Kies, ebenso ist auch feiner
    Sand nicht so "leitfähig".
    Hier dürfte die leichteste Rüttelplatte (wie schon gesagt) aber
    allemal genügen.Den Untergrund würde ich zuerst mal "vorrütteln".
    Gruß VIKTOR